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München: Anti-Korruptionsabteilung angeblich in die Affäre bei Siemens verwickelt

Die "Süddeutsche Zeitung" hat berichtet, dass nun auch die Anti-Korruptionsabteilung in die Affäre um die schwarzen Kassen bei Siemens verwickelt sei. Bei den Beteiligten soll es sich um zwei Führungskräfte der Abteilung handeln.

Diese Information stamme von einem der Beschuldigten. Dieser teilte dies der Staatsanwaltschaft bei seinem Geständnis mit.

Die Complience-Abteilung wollte die Schwarzgeldkonten einfach unter den Tisch fallen lassen. Siemens selbst nahm noch keine Stellung zu diesem Bericht. Man habe dort noch keine Kenntnis über diese Aussage.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: München, Affäre, Siemens, Korruption
Quelle: www.idowa.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.11.2006 21:29 Uhr von 666leslie666
 
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Die kommen doch: eh alle frei.
Alle die sie darin verwickelt sind...

Kennt man doch.. :-((

Mlg jp
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26.11.2006 21:39 Uhr von Tyfoon
 
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@leslie: Genau, und wahrscheinlich reicht es bei denen auch, ihr "Ehrenwort" zu geben. Wie einstmals bei diesem Saumagen namens Kohl. Alles Verbrecher auf höchster staatlicher Ebene.
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27.11.2006 00:59 Uhr von Gunny007
 
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ja und: das ist nun mal gang und gebe.
wieso sollen sich deutsche unternehmen aufträge durch die lappen gehen lassen nur weil "anständige" deutsche nicht bestechen.
wie auch bei anderen themen. man muß sich den landesgepflogenheiten anpassen. in afrika, asien und osteuropa ist bestechung halt landesüblich.
bis vor ein paar jahren waren die schmiergerlder in deutschland ja auch noch steuerlich absetzbar.
viel rauch um nichts.
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27.11.2006 02:05 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Tippe ich auch: ca. Eine Million Geldstrafe und dieses Peanut ist auch vom Tisch!

Ja, wer Geld, gleich Macht hat, kommt mit allem durch (mit wirklich allem).

Frage auf welchem Platz der "Korruptionsliste" stehen wir noch?
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27.11.2006 02:58 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Auszüge aus: Der Korruptionswahrnehmungsindex 2006 macht Zusammenhang zwischen Armut und Korruption deutlich
http://www.transparency.de/...

Trotz verbesserter Gesetzgebung zeigt sich Korruptionsmaschinerie weiterhin gut geschmiert

Berlin, 6. November 2006 – Der heute von Transparency International veröffentlichte Korruptionswahrnehmungsindex 2006 (Corruption Perceptions Index, CPI) lässt einen starken Zusammenhang zwischen Korruption und Armut erkennen. Viele der sehr armen Länder finden sich am unteren Ende des Index wieder.

„Korruption hält Millionen von Menschen in der Armutsfalle gefangen“, sagt Huguette Labelle, die Vorsitzende von Transparency International. „Die heute veröffentlichten Ergebnisse zeigen: In den letzten zehn Jahren gab es erhebliche Fortschritte, Anti-Korruptionsgesetze und -regulierungen einzuführen und zu verbessern. Doch es bleibt noch viel zu tun, bevor wir entscheidende Verbesserungen im Leben der Ärmsten dieser Welt verzeichnen können.“

Handlanger der Korruption

Die großen Korruptionsprobleme in vielen Ländern verweisen auch auf den Stellenwert, den Handlanger der Korruption weiterhin haben. Sie helfen den politischen Eliten, ihren unrechtmäßig erworbenen Reichtum – der nicht selten aus geplünderten Staatskassen stammt – an sicherer Stelle aufzubewahren, zu waschen und zu nutzen. Solche willigen Handlanger, die korruptes Handeln oft erst ermöglichen und lohnend machen, sind häufig in den führenden Volkswirtschaften ausgebildet worden oder operieren von diesen aus. Die Korrupten können sich darauf verlassen, dass es Banker, Wirtschaftsprüfer, Anwälte oder andere Spezialisten gibt, die Unterstützung anbieten, unrechtmäßiges Vermögen aufzubauen, zu verschieben und an sicherer Stelle aufzubewahren.

Die Skandale um die kenianische Anglo-Leasing seien ein Beispiel für dieses Vorgehen, so John Githongo, Kenias ehemaliger „Anti-Korruptions-Zar“. Die Fehlleitung und Veruntreuung öffentlicher Gelder wurden hier erst möglich durch betrügerische Verträge, die sich ein ausgeklügeltes Netzwerk von Tarnfirmen und Bankkonten in europäischen Ländern und off-shore Gebieten zu Nutze gemacht haben. Nach Angaben des von TI Kenia veröffentlichten Kenya Bribery Index verursacht die Bestechung in diesem Land einen jährlichen Schaden von etwa einer Milliarde US-Dollar. Dabei leben mehr als die Hälfte aller Kenianer von weniger als zwei US-Dollar pro Tag.

Bei Korruption gibt es immer einen Geber (die Angebotsseite) und einen Nehmer (die Nachfrageseite). Transparency International kämpft für wirksame Methoden, die Angebotsseite in den Griff zu bekommen. Dazu gehört unter anderem die Strafbarkeit der Bestechung ausländischer Amtsträger im Rahmen der OECD-Konvention. Die Korruptionsbekämpfung auf der Nehmerseite umfasst Maßnahmen wie die Offenlegung der Vermögenswerte öffentlicher Amtsträger und die Verabschiedung von Codes of Conduct.

Doch korrupte Transaktionen werden oft erst von Fachleuten aus vielen Bereichen ermöglicht. Korrupte Agenten und Vermittler bringen Geber und Nehmer zusammen, schaffen eine Atmosphäre von gegenseitigem Vertrauen und auf Gegenseitigkeit ausgerichteten Beziehungen. Sie versuchen, korrupten Transaktionen einen legalen Anschein zu geben, bieten rechtlich durchsetzbare vertragliche Regelungen an und sorgen für Sündenböcke, die verantwortlich gemacht werden können, wenn diese Machenschaften doch öffentlich werden.

„Unternehmen und Berufsverbände für Juristen, Wirtschaftsprüfer und Banker tragen eine besondere Verantwortung, sich stärker gegen Korruption zu engagieren“, sagt David Nussbaum, Geschäftsführer von Transparency International. „Denn gerade diese Berufsgruppen können als Staatsanwälte, kriminalistisch geschulte Buchprüfer und Spezialisten für Korruptionsbekämpfung in den Firmen selbst zu Mitstreitern in einem erfolgreichen Kampf gegen Korruption werden.“

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Habt noch ein Korruptionsreiches Leben
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27.11.2006 11:13 Uhr von Johnny Cash
 
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Eine: gewisse Ironie hat es schon das selbst die Anti Korruptionsabteilung darin verwickelt ist. Nur wer so naiv war zu glauben das es nicht so wäre hat sich in die BRD integriert. Am Ende kaufen sich die Verantwortlichen heraus oder man findet schnell noch einen kleinen Fisch an dem ein Exempel statuiert wird.
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27.11.2006 19:37 Uhr von intruder1400
 
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ist doch so wieso immer komisch: wenn Beteiligte in Kommissonen ihre eignen Straftaten
aufdecken wollen.

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