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Gerichtsverhandlung: Mitarbeiter entlassen - Kündigungsgrund Homosexualität

Einem Mann, der beim Kolpingwerk in Frankfurt Jugendliche pädagogisch betreute, ist im November 2006 fristlos gekündigt worden. Der 53-Jährige arbeitete bereits seit 25 Jahren in der Einrichtung.

Als Kündigungsgrund gab der Arbeitgeber offiziell die Homosexualität des Mitarbeiters an. Dieser hatte im Internet in einem Schwulen-Forum das Chatprofil des betreffenden Mitarbeiters entdeckt. Aus diesem Grunde sei er nicht mehr tragbar.

Vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt fand am Freitag ein Termin zur gütlichen Einigung statt, dieser scheiterte. Im April 2007 kommt es nun zu einer weiteren Gerichtsverhandlung, in der der Arbeitgeber seine Kündigungsgründe konkretisieren muss.


WebReporter: Berliner_Pflanze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Mitarbeiter, Entlassung, Homosexualität, Kündigung, Gerichtsverhandlung
Quelle: www.welt.de

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96 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.11.2006 16:21 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Wie dumm muß ein Arbeitgeber in Deutschland eigentlich sein, einem Mitarbeiter wegen seiner Homosexualität zu kündigen?
Ihm sollte doch von vornherein klar sein, dass er damit nicht durchkommt. Und das ist auch gut so.
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26.11.2006 17:09 Uhr von ciaoextra
 
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Der: Arbeitgeber wird zwar mit dem Kündigungsgrund richtig auflaufen - zu recht übrigens, aber als Arbeitnehmer, würde ich in so einer Firma eh nie mehr arbeiten wollen.
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26.11.2006 17:11 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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@ciaoextra: Leider ist der Mann schon 53 Jahre alt, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, ist in dem Alter nicht mehr so einfach.
Das sollte man bei der Überlegung auch berücksichtigen, aber grundsätzlich gebe ich dir Recht.
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26.11.2006 17:13 Uhr von DarkSebman
 
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kommt druaf an: also ich würd da schon arbeiten wollen, wenn ich mit dem chef nicths zu tun habe, sonder hauptsächlich mit den jugendlichen.

lg
Darksebman
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26.11.2006 17:15 Uhr von ciaoextra
 
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Der Arbeitgeber: wird ihn auch nicht zurücknehmen wollen - das Gericht wird ihn aber dazu zwingen und ob das dem Betriebsklima zu Gute kommt? Die werden sich so oder so einigen müssen. Eine Strafe wegen Diskriminierung sollte aber trotzdem erfolgen.
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26.11.2006 17:33 Uhr von Jimyp
 
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hätte sich der Arbeitsgeber den ganzen Ärger auch sparen können, indem er einfach einen anderen Grund angegeben hätte!
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26.11.2006 17:36 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Jimyp: Nach 25 Jahren kann man einem Mitarbeiter nicht so einfach mit einem fadenscheinigem Grund kündigen, zumal der Arbeitgeber erklärt hat, er sei mit dem Mitarbeiter ausserordentlich zufrieden.
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26.11.2006 17:46 Uhr von Bibi66
 
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Hmmmm: Müsste sich der Arbeitgeber (bzw. der in der Quelle genannte Herr Aumüller) nicht selbst entlassen?
Ist ja wohl nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand sich als Hetero auch auf schwulen Seiten rumtreibt (fördert ggf. den Abbau diverser Ressentiments, falls vorhanden). Aber da der Arbeitgeber dann auch noch an den Profilen diverser User interessiert ist... Muss er ja angemeldet sein (gem. Quelle)... Hmmm, DAS gibt mir doch etwas zu denken. Dient die Entlassung vielleicht dem „Eigenschutz“ oder so? Hat der Arbeitgeber vielleicht rosa Strapswäsche oder eine Dildo-Sammlung zuhause (hab ich nur geschrieben um Vorurteile gegenüber Schwulen zu schüren, hahaha)? Hat er vielleicht sogar selbst ein Chat-Profil in diesem Forum? Fragen über Fragen.....

Hasta Luego
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26.11.2006 17:46 Uhr von Teppichratte
 
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Finsterstes Mittelalter! Wie hat der Arbeitgeber den denn im Schwulenforum entdeckt?? Was macht der da?
Oder gabs da ein paar "wichtige", "besorgte" Eltern?
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26.11.2006 17:46 Uhr von Fallout-Boy
 
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Schwulen-Forum? Was hatte der Arbeitgeber da überhaupt zu suchen?
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26.11.2006 17:49 Uhr von ciaoextra
 
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Fallout-Boy: "Was hatte der Arbeitgeber da überhaupt zu suchen?"

Freunde? *lol*
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26.11.2006 17:57 Uhr von CinaMonStar
 
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Mein lieber Herr Gesangsverein: Sowas ist nicht akzeptabel.
Wer hat denn heutzutage noch was gegen Schwule?
In meinen Kindertagen wars noch eine Beleidigung aber das sagte man zu Jungen und Mädchen.
Sowas konservatives!
Tztztz...da bimmeln aber die Alarmglocken, du!
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26.11.2006 18:02 Uhr von Teppichratte
 
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@CinaMonStar: >>>Wer hat denn heutzutage noch was gegen Schwule?<<<

Wart´s ab, 2 oder 3 Bierchen noch, dann trauen sich die Schwulenhasser hier aufzuschlagen.
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26.11.2006 18:10 Uhr von ciaoextra
 
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Teppichratte: Wir können die Stammtische schon mal zurechtrücken im braunen Café.... ;o)
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26.11.2006 18:13 Uhr von Teppichratte
 
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@ciaoextra spätestens nach der Sportschau *g*
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26.11.2006 18:14 Uhr von Spaßbürger
 
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@CinaMonStar: > Wer hat denn heutzutage noch was gegen Schwule?

Leider sehr viele.

Auf einer Party kam mal das Thema "etwas gegen Schwule haben" auf als ein Schwuler erzählt hat wie es ihn belastet das er seine Neigung vor seinen Eltern verstecken muß. (Die ihn ständig drängen endlich eine Familie zu gründen...)
Da kam dann raus das einige überzeugt sind das ihre Eltern damit nicht oder grundsätzlich mal "falsch" umgehen könnten/würden.
Ich glaube das mein Vater mich sofort enterbt hätte. Der war soweiso ziemlich intollerant.
Meine damalige Freundin war sich auch sicher das sie in ihrer Familie nichts mehr zu lachen hätte wenn sie eine Lesbe wäre...

Und solange z.B. die Religionsvertreter munter weiter gegen die Homos hetzen wird sich wohl auch nichts bessern...
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26.11.2006 18:22 Uhr von Janina 2000
 
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ich vermute mal, der Arbeitgeber hat von jemandem einen Tip erhalten, dass er mal genau in dieses bestimmte Forum hineinschnüffeln solll, um seinen Angestellten dort zu finden.
Rein rechtlich hat der AG keine Chance. Laut GG darf nimand wegen seiner Rasse, Religion, sexuell.Neigung diskriminiert werden. Und das ist auch sehr gut so.
Der AN sollte seinen Chef wegen Diskriminierung (Verstoß gegen GG) anzeigen.
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26.11.2006 18:24 Uhr von evilboy
 
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Kolpingwerk Leute! "Das Kolpingwerk ist ein internationaler katholischer Sozialverband mit Sitz in Köln..."

Dass das keine Schwulenfans sind, weiß man doch...
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26.11.2006 18:30 Uhr von JayAge
 
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nach christlichem glauben: ist homosexualität verboten.
aber wenn man schon christ sein will muss man auch beachten dass man trotzdem (oder besser gerade deswegen) tolerant sein muss
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26.11.2006 18:50 Uhr von Vanger72
 
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Wenn man nur sucht findet man auch immer einen Kündigungsgrund. Wann kommt der Tag, an dem man wegen der Augenfarbe entlassen wird, weil die nicht zum Inventar passt ?!
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26.11.2006 19:11 Uhr von The_free_man
 
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Traurig Homosexualität ist doch nicht ansteckend!
Wenn der Pedophil gewesen wäre, aber Homosexuell?
Wo liegt das Problem?

Werden dort Jugendliche die Homosexuell sind auch nicht mehr betreut?

Traurig, traurig.
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26.11.2006 19:18 Uhr von rainerj
 
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Tendenzbetrieb: Euch ist aber schon klar, daß es sich bei dem Kolpingwerk um einen Tendenzbetrieb handelt? Die dürfen sich ihre Mitarbeiter auch nach Religion, Lebensweise, sexueller Ausrichtung aussuchen. Als geschiedener und zum 2. Mal verheirateter Mensch hätte man zum Beispiel auch keine Chance, dort einen Job zu bekommen. Und das ist sowohl gesetzlich geregelt als auch gerichtlich bestätigt. Die Chancen für den AN stehen also extrem schlecht.

Wäre es nun kein Tendenzbetrieb hätte sich der AN vermutlich einen anderen Grund gesucht, da er mit Homosexualität da nicht durchkommen würde. ;-)
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26.11.2006 19:55 Uhr von Zenon v.E.
 
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@press2006: Da haben wir ja noch mal Glück gehabt, dass du nur ein 14 bis 16-jähriger Schüler bist und nicht wirklich eine Firma oder gar Angestellte hast.
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26.11.2006 19:55 Uhr von Rpnya
 
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@press2006: Ich will mal ganz stark hoffen, dass du das ironisch geeinst hast!
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26.11.2006 20:02 Uhr von skydiver73
 
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menschenrechte?? hmmm,

ich frage mich grade in welchem jahr ich lebe!?

2006/07

ok, in wie weit ist es relevant welche sexualität jemand hat!? ich glaube garnet.
nuja ich sage mal so:

jeder so wie er will, aber ich sehe keine notwendigkeit deshalb zu kündigen o.ä.! aber einige scheinen doch im jahre 1939 geblieben zu sein, denen wünsche ich viel erfolg, uns die klar denken können wünsche ich erfolg bei der bekämpfung solcher..!

gruss

sky 8)

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