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Dresden: Prozess gegen Mario M. wird ab heute wieder fortgesetzt (Update)

Am Landgericht Dresden geht ab dem heutigen Dienstag der so genannte Stephanie-Prozess gegen Mario M. - angeklagt wegen Entführung und sexuellen Missbrauchs - weiter. Die Verhandlung war für gut eineinhalb Wochen unterbrochen worden.

Direkt zu Prozessbeginn teilte der Richter mit, dass die von den Anwälten des Angeklagten eingereichten Befangenheitsanträge alle vom Gericht verworfen wurden.

Sechs Polizisten brachten Mario M. in den Verhandlungssaal - er war mit Hand- und Fußfesseln fixiert. Auch der Vater des Opfers war bei der Verhandlung anwesend.


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WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Dresden
Quelle: www.rundschau-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.11.2006 11:29 Uhr von pippin
 
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Richtig so: Auf die Gefahr hin, dass man mir vorhält, dass auch so einer wie Mario M. gewisse Rechte hat, finde ich es absolut richtig, dass er nur in Fesseln aus der Zelle kommt.

Meiner Meinung nach "darf" man solche Leute ruhig in ihren Zellen vergessen. Wär zumindest nicht schade drum.

Die Entscheidung des Gerichts die Befangenheitsanträge abzulehnen kann ich nur anerkennen und hoffe, dass es auch dabei bleibt.
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21.11.2006 12:17 Uhr von pokerass
 
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der Anwalt: ist irgendwie nicht mehr ganz richtig im Kopf - so sieht es jedenfalls aus. ganz im Gegensatz zum Mederake (dass der so heißt, ist allgemein bekannt und muss nicht immer abgekürzt werden), der genau weiß, was er tut.

Zum Anwalt: als der Mederake beim ersten Prozesstag einfach aufgesprungen war, sagte der Anwalt, sein Mandant stünde unter erheblichem Druck - achso? Später, als der Angeklagte nach seinem 20stündigen Dachausflug in zu recht (unberechenbar?) Hand- und Fußfesseln zur Verhandlung gebracht wurde, stellte er einen Befangenheitsantrag wegen zu harten Vorgehens gegen den vorsitzenden Richter. Der wurde ja jetzt - ebenfalls zu recht - abgewiesen. Letzte Woche stand in der Zeitung, dass der Anwalt will, dass das Wort Kinderschänder falsch sei und dass es doch bitte nicht mehr benutzt werden möge.

Zum Mederake: Macht seinen Ausflug und hält alle zum Narren. Danach ist er natürlich erschöpft und ausgelaugt. Damals dachte ich im Zusammenhang mit dem Aufspringen im Gerichtssaal, dass er auf Unzurechnungfähigkeit hinaus will, weil er als Kinderschänder kein Leben mehr im Strafvollzug hat, weil er eine Grenze stark überschritten hat. Die Luft-anhalten-Aktion bestätigte mich da in gewisser Weise.
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21.11.2006 13:00 Uhr von fanatiker
 
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@pokerass: Ein Anwalt hat die PFLICHT seinen Mandanten auf das BESTMÖGLICHSTE zu verteidigen, tut er dies nicht kann er seine Lizenz verlieren.
Egal wie dumm der Öffentlichkeit diese Anträge/Ausreden vorkommen, alles was den Prozess verhindert/ins Stocken bringt, oder eine mildere Strafe/Verhinderung weiterer Repressalien für den Angeklagten bedeuten könnte, ist im Interesse des Mandanten. Und somit auch im Interesse des Anwalts.
Das ist VOLLKOMMEN unabhängig davon was der Mandant für ein Mensch ist, oder dem was er getan hat.
Ist der Anwalt selbst befangen, oder fühlt sich nicht in der Lage seinen Mandanten aufgrund persönlicher Probleme mit dem Fall, dann muss er seinen Mandanten abgeben.
Unser Rechtssystem funktioniert nun mal so.
Dem Anwalt vorzuwerfen er würde nicht mehr ganz richtig im Kopf sein, weil er versucht die rechtlichen Mittel auszuschöpfen, bzw. nach ausreden für seinen Mandanten sucht um ihn vor weiteren Strafmassnahmen, Angriffen (auch verbaler Natur) etc.pp. zu schützen, ist einfach falsch - es ist sein Job genau dies(!) zu tun.
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21.11.2006 14:25 Uhr von lostscout
 
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@fanatiker: Was denn für Repressalien?

Wenn man ihn (absichtlich) im Knast in den Duschraum (mit 6 Schwerverbrechern/Väter) einsperren würde und erst nach einer halben Stunde das Wohlbefinden des Täters überprüfen würde, dann würde ich dir zustimmen, dass Mario Mederake Repressalien unterworfen wird, aber doch nicht weil er mit Hand- und Fußfesseln in den Gerichtssaal gebracht wird.

Ich frage mich, wie solche Anwälte Ihr tun Ihrem Gewissen gegenüber verantworten können!
Manchmal hört es sich für mich an wie die Ausflüchte ehemaliger NS-Schergen: "Ich habe nur einen Befehl befolgt"!
"Ich bin per Gesetz (Befehl) gezwungen einen Kinderschänder zu verteidigen"
Naja wenn man sich dies oft genug vorsagt glaubt man vermutlich Früher oder später daran!
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21.11.2006 15:49 Uhr von cantarella
 
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@lostscout: schon mal dran gedacht dass das bei anwälten durchaus sinn ergibt?

stell dir vor du wärst in der lage des angeklagten und du hast es nicht getan. wie dumm würdest du bitte aus der wäsche gucken wenn dein anwalt befangen ist und dich, weil er glaubt du wärst schuld, hängen lässt!

deshalb kannst du keinem anwalt etwas vorwerfen, wenn er das beste für seinen mandanten tut, egal wie DU ihn findest!
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21.11.2006 18:26 Uhr von lostscout
 
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Nein Cantarella, du unterstellst mir etwas, was nicht gesagt wurde!

Im Zweifel für den Angeklagten, das macht Sinn!
In diesem Fall besteht kein Zweifel!

Sie haben die Kleine aus seiner Wohnung befreit, es wurden Videoaufnahmen von den Vergewaltigungen sichergestellt etc.
Kein Zweifel!
Und deshalb ist mir das Verhalten der Gattung Anwalt hier unbegreiflich (NS-Schergenhaft).
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21.11.2006 18:37 Uhr von fanatiker
 
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@lostscout: ???
Klar macht im Zweifel für den Angeklagten Sinn.
In diesem Fall ist die Schuldfrage wohl auch zweifelsfrei.
Dies ist aber dennoch kein Grund dem Anwalt Idiotie vorzuwerfen, nur weil er seinen Auftrag bestmöglichst erfüllt.
Ich sage es nochmal, auch wenn es bei einigen Leuten einfach nicht in den Kopf reingeht, ES IST SEINE VERDAMMTE PFLICHT dies zu tun.
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21.11.2006 18:59 Uhr von lostscout
 
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Ja, ja sagte der Lagerkommandant auch:

"Es war meine verdammte Pflicht dies zu tun!"

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21.11.2006 20:14 Uhr von fanatiker
 
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@lostscout: Sag mal, lostscout, geht es dir irgendwie nicht gut?
Was willst Du eigentlich immer mit deinen dämlichen (sorry) NS-Regime-vergleichen.
Das hat rein gar nichts, nicht mal ansatzweise, hiermit zu tun.
Pflichtverletzung=Gefahr Lizenz zu verlieren.
Was gibts daran bitte nicht zu kapieren.
Er hat im Interesse seines Mandanten zu handeln, so will es das GESETZ.
Und es gibt auch ne Menge gute Gründe WARUM dies so ist.
Keiner hat gesagt das Anwalt sein ein moralisch einwandfreier Beruf ist, einige Anwälte kommen damit klar, andere nicht.
Darum sind sie aber nicht gleich bescheuert oder blind, wenn sie ihren Mandanten verteidigen. Und gutheissen müssen sie dessen Taten auch noch lange nicht. *kopfschüttel*

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