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EnBW-Vorstand spricht nach Durchsuchung von "Justizskandal"

Als "völlig unverhältnismäßig" hat EnBW-Vorstandschef Utz Claassen die am Montag durchgeführte Durchsuchung der Stuttgarter Staatsanwaltschaft bezeichnet. Claassen spricht sogar von einem "Justizskandal".

Hintergrund sind Vorwürfe gegen das Management des Energieversorgers, es habe die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) mindestens zweimal in die VIP-Loge des VFB Stuttgart eingeladen.

Der EnBW-Chef verweist auf eine öffentliche Erklärung des baden-württembergischen Justizministers Ulrich Goll (FDP) sowie auf ein Urteil des Landgerichts Karlsruhe, wonach Einladungen an Politiker zwecks Publizität rechtmäßig sind.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Vorstand, Justiz, Durchsuchung
Quelle: www.netzeitung.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.11.2006 10:10 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Es riecht nach Vorteilsnahme. Wenn eine Umweltministerin, die bekanntlich die Kernkraftwerke im „Ländle“ beaufsichtigt, sich vom Chef der Betreiberfirma zu einem Besuch der gewiss nicht billigen Logenplätze einladen lässt, ist eine „einvernehmliche Lösung“ bei Bedarf schnell an der Hand. Verwunderlich ist überdies die mangelnde Sensibilität der Politikerin Gönner. Was bleibt: Die ganze Geschichte hat „Geschmäckle“, auch wenn die Reaktion der Staatsanwaltschaft übertrieben erscheint.
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21.11.2006 11:08 Uhr von Mi-Ka
 
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Also bitte: ich mag den Utz Claassen auch nicht, aber Bestechung würde wohl ganz anders aussehen.
Ein Besuch in einem Stadion ist nicht anonym und eignet sich schon alleine deshalb nicht als Bestechung.
Die richtigen Bestechungsversuche sind die, in der geschäfttsleute einen ganzen Trupp Stadträte in die Karibik transportiert und nicht einer einzelne Frau ein Besuch im lokalen Stadion bezahlt.
Die VIP-Loge wirde er eh gemietet haben.
Aber beim Staat herrscht da schon eine Paranoia bei Bestechungsvorwürfen.
Um Kulis und Kalender sorgt man sich aber das richtige Schmieren interessiert nicht.

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