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ITER Projekt: Konsortium baut experimentelles Fusionskraftwerk in Frankreich

Ein internationales Konsortium, zu dem jetzt auch Südkorea gehört, will 2015 in Frankreich einen neuen Fusionsreaktor bauen. Der Vertrag soll im Laufe der nächsten Woche unterschrieben werden.

Der Internationale Thermonukleare Experimentalreaktor (ITER) ist ein Schritt zu sauberer unerschöpflicher Fusionsenergie und soll in ferner Zukunft eine lohnendere Alternative zu fossilen Brennstoffen darstellen.

Südkorea ist auf dieses Projekt 2003 aufgesprungen und hat sich bereit erklärt, neun Prozent der insgesamt fünf Milliarden Dollar teuren Anlage zu finanzieren. Es zeigt auch das Bestreben Südkoreas, alternative Energiequellen zu erforschen.


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WebReporter: robbatse
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Frankreich, Projekt, Fusion
Quelle: www.physorg.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2006 14:35 Uhr von robbatse
 
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Kernkraftwerke sind vielen Umweltschützern trotz mehr oder weniger "sauberer" Energie immer noch ein Dorn im Auge. Momentan ist Wind- und Sonnenergie wieder hoch im Kurs. Ich weiß nicht ob die Kernfusion wirklich eine Alternative sein wird.
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17.11.2006 18:06 Uhr von Shedao Shai
 
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@robbatse: leider sind sonnen und windenergie nicht in der lage die grundlast zu tragen. die kernfusion kann unmengen an energie bereitstellen, ohne radioaktive abfälle die millionen jahre sicher gelagert werden müssen, ohne treibhausgase, ohne nahende rohstoffknappheit und vor allem sicher! einziges manko ist die realisierung, die sich als technisch sehr tüftelig herrausstellt^^
die einzigen beiden rohstoffe die verbraucht werden sind deuterium (in wasserstoff zu 0,0137% enthalten) und lithium (0,006% der erdkruste).
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17.11.2006 21:35 Uhr von CHR.BEST
 
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Kernfusion ist auch alternativ: Wie Shedao Shai schon sagte wird bei der Fusion kein gefährlich strahlender Abfall erzeugt. Deuterium ist leider nur begrenzt vorhanden. Doch unter noch höherem Druck bzw. Temperatur kann auch "normaler" Wasserstoff fusionieren. Und davon ist in Form von Wasser in den Ozeanen mehr als genug vorhanden.

Ich hab von diesem ITER-Reaktor schon mal gelesen. Seine Form erinnert sehr stark an das Lieblingsgebäck von Homer Simpson ;-)
Es gibt aber auch noch eine andere Reaktorform. In Deutschland setzt man auf einen total verschnörkelten und verdrehten Hohlring. Angeblich soll diese Form durch Computerberechnungen herausgefunden worden sein (Hundertwasser hätts aber auch nicht besser machen können 8-). Beide Reaktorentypen müssen aber erst noch beweisen, daß sie irgendwann mal mehr Strom produzieren können, als für Erhaltung dieser Höllentemperaturen wieder draufgeht.
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18.11.2006 00:32 Uhr von mcmurdock
 
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Schon vor ca. 50 Jahren wurde: geschätzt, das es 50 Jahre dauert bis zur Serienreife der Kernfusion. Jetzt (Wendelstein & ITER lassen hoffen) nimmt man an, in 50 Jahren läßt sich diese Energiequelle wirklich kommerziell nutzen.

@CHR.BEST

Alter Pessimist ;) Aber zur Zeit sieht es leider wirklich so aus, das dort mehr Energie verbraucht als erzeugt wird.
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18.11.2006 12:54 Uhr von Shedao Shai
 
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@mcmurdock: ist ja auch verständlich. die erzeugung des tritiums innerhalb des reaktors muss weiterentwickelt werden, die abfuhr des erzeugten heliums, die stabilität des magnetfeldes und die anfängliche beheizung des plasmas. vor allem die letzten beiden sorgen auch dafür dass es bis jetzt nur am JET einmal gelungen ist für eine sekunde das plasma zu zünden und die energien daraus waren schon enorm.

@CHR.BEST
deuterium ist zwar nur zu 0,0137%/0,015% (je nach quelle) im wasserstoff enthalten aber genau dein argument mit den ozeanen zeigt doch, dass es quasi unbegrenzt zur verfügung steht. eher von bedeutung ist das das lithium, dass aus erzen gewonnen werden muss, aber selbst hier reichen die vorräte für viele 1000 jahre und das wenn wir unsere gesamte energie aus der fusion beziehen.
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18.11.2006 19:11 Uhr von liselchen
 
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Hoffentlich klappts bald: Hoffentlich erlebe ich es noch dass die Kernfusion funktioniert.
Ansonsten wird es auf der Erde wahrlich duster.
Entweder man baut die Sahare mit Solarzellen zu, oder stellt sonstige Alternativenergien bereit, oder die Menschheit wird stark dezimiert, oder neue Ölquellen werden gefunden.
Letzderes würde dann die Klimaveränderung weiter ankurbeln.
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26.11.2006 18:19 Uhr von Il_Ducatista
 
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oweh oweh: jetzt muss ich doch noch nen comment ablassen. Ein supertoller, wunderbarer 17 jähriger hat - natürlich drüben beim Bush - die Kernfusion in einem Bastelkeller erzeugt. So schreibt eine Ami Zeitung. Die Temperaturprobleme hat er natürlich locker überwunden.
Entweder können nun alle diese strudierten Volltrottel ( ich bin auch einer ...) nach Hause gehen und sich der Umerziehung frei nach Hartz und Ferkel unterziehen oder die Amimedien erzählen mal wieder totalen Quatsch. Wär ja nicht das erste Mal.
Oder soll das heissen (Verschwörungstheorie) dass uns die die Energieprobleme nur vorgelogen werden und ein schlichtes Amiauto im style der Sixties von einem Fusionsreaktor angetrieben werden kann?
In stiller Verzweiflung
Il_Ducatista auch The_Vincenteer genannt
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26.11.2006 18:30 Uhr von Il_Ducatista
 
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noch was: überlegt euch mal was anderes:
von der bestimmten, einfarbigen Ideologie wird wird die Vorschrift verbreitet, dass binnen 5 Jahren - in strenger Form - oder binnen 20 Jahren - in liberaler Form - das Öl zur Neige gehen wird.
Auf der anderen Seite lehrt die industrielle Weltregierung das unumkehrbare und total notwendige Prinzip des Welthandels. Damit wird vor allem die Zerstörung der akademischen Schicht stammend aus den 70ern und 80ern fundiert.
Gibt es nun in ein paar Jahren kein frei verfügbares Öl auf der Welt, dann gibt es kein Kerosin mehr und das Rückgrat des Welthandels - nämlich der Flugbetrieb - zerbricht.
Über diese Widersprüche hat mich noch niemand überzeugend aufklären können.
Oder wird uns dann in 10 Jahren eine weltweite Wasserstofflogistik zugestanden?
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27.11.2006 18:46 Uhr von Merke
 
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denkt an schweden: also ich hoffe, das wir schnellstens weg vom atom müll kommen. ich befürchte, das wird nochmal unser untergang sein. siehe schweden, nur durch GLÜCK kam es nicht zum supergau, klasse durch glück. wir waren 18 minuten von einer absoluten katastrophe hier in europa entfernt, dankeschön. früher war ich für atomenergie. aber mittlerweile bin ich reifer geworden und sehe jetzt die gefahren. wie im moment in geesthacht (ist da akw krümmel?). plötzlich tritt dort vermehrt fälle von leukämie auf, aber es kommt natürlich nicht vom akw. ihr wisst ja, lasst die bevölkerung im dunkel, keine massenpanik. lieber bezahle ich im monat 10 - 20 euro mehr, aber ich muss nicht in angst leben, vorallem meine kinder. verdammte politik, das war für mich das beste, was rotgrün geleistet hatte, atomaustieg....
Mit viel glück kam es nicht zum super gau, 18 minuten vom horrorszenario entfernt, leute macht euch das klar, und das in einem land wie schweden, das hätte ich dort nie erwartet, unfassbar.
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27.11.2006 21:58 Uhr von Shedao Shai
 
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@Merke: was hat das denn mit fusionsreaktoren zu tun? garnix? ich danke rot-grün auf jeden fall dafür, dass neue wege der energiegewinnung, sobald das wort "atom" oder "nuklear" drin vorkommt, nahezu paranoid beäugelt und am liebsten schnellstmöglich jegliche forschung verboten wird. als stichwort mal rubbia-reaktor (unterkritischer reaktor, könnte auch atommüll als brennstoff nutzen und so in isotope mit niedrigerer halbwertszeit umwandeln). naja den ländern die objektiv genug sind und weiterforschen danke ich dann doch irgendwie mehr^^

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