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Sozialministerkonferenz will gesetzliche Pflegezeit einführen

Bis zu drei Jahren sollen zukünftig Angehörige von pflegebedürftigen Menschen vom Arbeitgeber freigestellt werden können. Den Unterhalt müssten sie allerdings selbst tragen. Eine Ausnahme soll für Inhaber von Kleinstbetrieben gelten.

Auf diesen Kompromiss einigten sich am Freitag die Sozialminister der Länder im saarländischen Perl-Nennig. Damit soll die Zahl der pflegenden Familienangehörigen erhöht werden. Bis 2020 sollen rund drei Millionen Menschen pflegebedürftig sein.

Unterdessen geht die Diskussion um die Reform der 1995 eingeführten Pflegeversicherung weiter. Rürüp, einer der Wirtschaftsweisen der Bundesregierung, kritisierte u.a. falsche Anreize im System sowie nicht zeitgemäße Leistungen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Pflege, Sozialminister
Quelle: www.tagesschau.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2006 14:39 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Eine gute Nachricht für all die, die schon seit Jahren ihren demenzkranken Müttern, Vätern oder Großeltern die Einkäufe besorgen, das Essen machen oder die Wäsche waschen. Mit dem nun beschlossenen Kompromiss wird die Arbeit dieser Menschen endlich auch von staatlicher Seite anerkannt und berücksichtigt. Die Einsicht der Sozialminister kam spät, aber sie kam. Und das ist gut so.
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17.11.2006 15:13 Uhr von Serenity74
 
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Nur: wenn ich drei Jahre freigestellt werde, um einen kranken Angehörigen zu pflegen, muss ich in der Zeit ja auch noch Geld verdienen zum Lebensunterhalt, denn um den muss ich mich selber kümmern. Ich weiß nicht, ob dann, gerade bei den zeitinensiveren, aber dennoch daheim pflegbaren Fällen, so viele die Pflege eines Angehörigen zu Hause übernehmen würden. Warten wir mal ab
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17.11.2006 15:53 Uhr von opppa
 
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Für ich heißt das: im Klartext: Macht doch euren Scheiß alleine!

So kann die Sozialversicherung auch Kosten sparen, weil die private Pflege weit billiger ist, als Pflege durch eine Firma!
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17.11.2006 17:43 Uhr von Troll-Collect
 
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Anreize? "Rürüp, einer der Wirtschaftsweisen der Bundesregierung, kritisierte u.a. falsche Anreize im System "

Soll das heißen, die Schmarotzer werden mutwillig pflegebedürftig, um die Pflegeversicherung zu betrügen? Die nächste "Missbrauchsdebatte"?
*kopfschüttel*
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17.11.2006 18:06 Uhr von Der Erleuchter
 
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Nach der Riester-Rente kommt jetzt die: Rürup-Alterspflegeversicherung zusätzlich zur gesetztlichen Pflegeversicherung???

Damit soll doch nur der Kostenfaktor "alter Mensch" reduziert werden. Wenn noch nicht einmal Anspruch auf Sozialhilfe (Hartz4) besteht, macht das doch für niemand Sinn. Der Staat will sich anscheinend überall verabschieden - wozu braucht man den Staat dann noch?

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