14.11.06 20:08 Uhr
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Kritik der EU an deutschem Schulsystem

In Brüssel wurde ein Ratspapier beschlossen, in dem die Bildungsminister der EU auch auf die Schwierigkeiten des deutschen Schulsystems hinweisen.

Die 25 Bildungsminister sind der Meinung, dass das dreigeteilte Schulsystem negative Auswirkungen aufgrund der frühen Auswahl hat.

Des Weiteren wurde berichtet, dass Deutschland und Österreich noch schärfere Kritik abwenden konnten.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Deutsch, EU, Kritik
Quelle: de.news.yahoo.com

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45 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.11.2006 21:04 Uhr von The_free_man
 
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Auf eine Art sehe ich das genau so.

Ich hatte, nachdem ich nicht wie mein Bruder ins Gymnasium kam, sondern als Schüler zweiter Klasse in die Realschule, schon gleich am Anfang keine Lust mehr.

Andererseits kann ich mir vorstellen, dass es den Gymnasiasten so überhaupt nicht gefällt, plötzlich die ganzen (oftmals kriminellen, agressiven..) Hauptschüler mit auf dem Schulhof und in der Klasse zu haben.

Aber in den USA funktioniert es ja auch, oder?
Müsste halt ne komplette Reform her. Richtig mit Sicherheitsdienst in der Schule, der dann auch aufpasst dass sich alle benehmen.
Weil das ist dann wirklich ein Schmelztiegel, wo alles zusammenkommt.

Zweischneidiges Schwert.
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15.11.2006 00:04 Uhr von Michigras
 
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Sicherheitsdienst?? Dann doch lieber bei dem "alten" System bleiben ;-)
Es müsste wenn eine längere Übergangsphase geschaffen werden und nicht direkt alles zusammen geschmissen werden. Aber das wäre eine so große Änderung, die kann man in 500 Jahren noch nicht erwarten ;-). Wenn man sich die Rechtschreibreform ansieht hat man ja schon genug. Keiner ist sich irgendwie und irgendwann über irgendetwas einig -> Reformstau. Und dann eine Schulreform? Ne, niemals... obwohl man ja immer wieder sieht, dass dringend etwas getan werden MUSS.
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15.11.2006 00:16 Uhr von Phoenix87
 
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@The_Free_Man: "Aber in den USA funktioniert es ja auch, oder?"

Nein, eben nicht, dafür gibt es genug Beispiele...
Davon abgesehen schließen sich momentan die Worte "USA" und "funktioniert" eh gegenseitig aus...
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15.11.2006 00:30 Uhr von NetCrack
 
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Das Problem, dass ich eher sehe ist dass in Deutschland die Bildungsempfehlung zwar auf jeden Fall zu zeitig abgegeben wird (zumindest in den Bundesländern wo die Grunschule bis zur 4. Klasse geht), denn die meisten Kids (insbesondere Jungs) sind in der vierten Klasse einfach geistig noch nicht so weit ihr volles Potential zu entfalten und aber vor allem zu wissen was sie wollen, ABER das Grundproblem ist meiner Meinung nach eher, dass es in Deutschland bewiesenermaßen eher eine Mentalität gibt, nachdem Kinder von Akademikereltern, bzw reicheren Eltern zwangsläufig auf´s Gymnasium gehen müssen.
Beispiel: bei mir war´s so, ich hab nach der 4 ne Bildungsempfehlung für die Mittelschule bekommen, dort war ich 2 Jahre, hab überdurchschinttlich gute Leistungen abgeliefert (durchschnitt 1.8 oder sowas), und bin dann natürlich auf´s Gymnasium. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten bin ich dort auch gut zurecht gekommen und hab schließlich mein Abitur erfolgreich mit 2.2 gemacht. N Kumpel von mir is gleich auf´s Gymnasium gekommen, obwohl seine Leistungen schlechtere waren, was war das Ende vom Lied? Er hat es Total verrissen und is dann nach einer verkackten 11. auf die Fachoberschule. Tja, woran liegt das. Meine Eltern sind "nur" Dipl.-Ing. und Einzelhandelskaufmann, d.h. weniger Einkommen und etwas geringerer sozialer Standard, die Eltern meines Kumpels, sind Dr. und Chefkrankenschwester, d.h. höherer sozialer Standard, mehr Kohle und da hat ein Gespräch zwischen den Eltern und der Direktorin damals plötzlich die Bildungsempfehlung fürs Gymnasium ergeben, komisch ...

... und das ist kein Einzelfall, es kommen immer wieder Studien raus, die besagen, dass Kinder reicherer Familien öfter bei gleicher Leistung aufs Gymnasium geschickt werden, und DASS ist meiner Meinung nach das Grundproblem mit den Bildungsempfehlungen. Das hat zum einen zur Folge, dass Leute mit großem Potentiall auf der Mittelschule versauern, weil Sie sich dem Niveau dort anpassen, weil sie denken: aha, ich pack´s auch locker ohne was zu machen - warum was machen dann? , wie The_free_man, und zum anderen das sich viele Deppen auf dem Gymnasium befinden die einfach nur Reiche Eltern haben aber Matsch in der Birne! Wenn jedert auf ner für ihn angemessenen Schule wäre könnte man die individuelle Leistungsförderung natürlich erheblich verbessern. So würde auch das ohnehin knappe Budget der offentlichen schulen sehr viel effizienter genutzt.
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15.11.2006 01:04 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Schulbildung sollte geldpflichtig werden damit nur Kinder von vermögenden Eltern auf die Schule können. Alle anderen Kindern sollten erst gar nicht auf die Schule.
Im Jahre 2020 brauchen wir nur noch 20 Prozent der Bevölkerung zum Arbeiten - dies sollte Etablierten vorbehalten sein.
Durch eine Einführung der Zwangsarbeit (Hartz4) und eine absolute Zumutbarkeitsgrenze kann ein Zwangsdienst für niedrige Arbeiten staatlich angeordnet werden. Diese Leute brauchen jedoch keine Bildung, so dass sich der Staat diese Ausgaben sparen sollte, um Vermögenden den Besitzstand zu wahren. Dies hat oberste Priorität.

Achtung: Beitrag könnte Sarkasmus enthalten.
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15.11.2006 01:19 Uhr von Big-Sid
 
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Recht haben sie. aber nur in dem Sinne, das zu früh getrennt wird. Daher ist, wie ichs immer schon gesagt habe, die Abschaffung der O-Stufen absoluter geistiger Dünnschiss von Nichtskönnern gewesen.
Das 3 Gleisige an sich ist schon sinnvoll, da gibts keine Diskussion.
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15.11.2006 02:03 Uhr von no_trespassing
 
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Schulsystem ist ok so! Es gibt genug Schüler, die das Abi packen.
Wenn der Rest auf Spaßgesellschaft macht und mit einer "Lesen ist doof"-Einstellung durch das Leben geht und auch noch stolz darauf ist, dann Pechsache. Leider ist dann der Zug abgefahren und wer sich dann nicht durchs Abendgymnasium quält, der hat sich seine Zukunft versaut.

In anderen Ländern scheint das Schulsystem mehr Pisa-Versager zu produzieren, als hierzulande.

Ich erlebe genug Kinder, bei denen ich erstaunt bin, wie weit sie schon sind. Wenn aufgrund reinen Migrantenklassen der Schnitt beim Lesen oder Rechnen dann nach unten gezogen wird, dann ist das imho nicht so schlimm und wird überbewertet. Schließlich gibt es genug Kinder, die es packen (siehe Bayern).

Wenn die EU schon will, daß wir das Schulsystem ändern, dann zeigt das, daß wir doch auf dem richtigen Weg sind und das Ausland Angst vor einer zu hohen Dominanz Deutschlands innerhalb der EU hat.
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15.11.2006 02:16 Uhr von shadow#
 
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@ThomasHambrecht: Hey, hast du das aus dem Bildungsprogramm der Union, Unterpunkt "Langfristige Ziele"? ;-)
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15.11.2006 07:35 Uhr von lucky strike
 
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Bei mir sind die ganzen Assis aufm Gymi: in meiner Region ist man auf der Hauptschule besser aufgehoben. War 4 Jahre lang aufm Gymi am Anfang wars wirklich noch ne Elite aber mittlerweile kommt jeder Assi auf die damals so angesehene Schule. Da geht es bei den Hauptschulen weitaus gesitteter zu.
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15.11.2006 10:20 Uhr von sampo0
 
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@no-trass user system ist total veraltet...wir müssen es reformieren...so das nach der 4 klasse ausortiert wird ist jawohl klar das das viel zu früh ist...und mit orientierungsstufe ist ja auch blödsinn kenne vieleicht 3 die bei uns in der orientierungsstufe gewechselt haben...und das auch nur nach unten und nie oben! man kann nicht besser sein als das was von einem verlangt wird. und nun zur wirklichen systemänderung in der heutigen zeit:
früher: Hauptschulziel: Handwerksberufe
Realschulziel: Beamte etc.
Gym: akademiker und sonstige.
heute benötigt man aber leider in fast allen berufen elektronik etc...da reicht ein hauptschulabschluss nicht merh also bekommen die realschüler die jobs...und was bleibt für die hauptschüler über? ich bin ganzklar für das gesamtschulmodell das bisherige ist auch noch nicht das gelbe vom ei ist hat abe rmehr zukunft als das aussortieren nach Klassen und Rassen nach der grundschule!
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15.11.2006 10:34 Uhr von dragono
 
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Wieso müssen unsere Politiker immer das Rad neu erfinden wollen ?
Ein blick gen Finnland zeigt wie man das System verbessern könnte, aber nein, wir Deutschen müssen erstmal rumprobieren.
Sind wir zu stolz um von anderen Staaten zu lernen ?!
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15.11.2006 10:57 Uhr von Alfadhir
 
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frühe auswahl wenn das nur alles währ was hier mit dem schulsystem falsch läuft.
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15.11.2006 11:41 Uhr von Mi-Ka
 
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no_trespassing , das ist doch hoffentlich Satiere gewesen, oder?

dragono,
das finde ich auch.
Nur ist es ein grosses Problem, dass man die positiven Effekte erst in gut 5-10 Jahren erzielen würde.
Ohne die Förderung ab der ersten Klasse ist eine Gesamtschule auch zum Scheitern verurteilt.
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15.11.2006 11:59 Uhr von Jorka
 
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Das Problem: ist doch vor allem das insbesondere Hauptschüler nur eine geringe Chance haben, überhaupt einen Job zu bekommen, da selbst für einfachste Arbeiten nur Realschüler und Abiturienten eingesetzt werden. Es sollte endlich was von Seiten der Politik getan werden, das diese Schüler auch einen Arbeitsplatz bekommen, und ist das nicht möglich so sollte man versuchen zumindest langfrisitg die Real- und Hauptschule zu integrieren.
Ich finde es äußerlich gefährlich für die Gesellschaft wenn fast jeder 4/5.. Jugendliche keinen Job findet, da die Arbeitgeber die Qualifikationen immer höher schrauben, irgendwann wird sich das keiner mehr gefallen lassen und der Mob schlägt zurück.
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15.11.2006 12:08 Uhr von no_trespassing
 
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Das Niveau würde dramatisch sinken wenn die Hauptschüler auf Realschulen und Realschüler auf Gymnasien wechseln.
Dann bliebe eigentlich nur der Weg in die private Bildung. Falls sich wirklich mal so ein Gesamtschulkonzept durchsetzen würde, sähe ich später zu, daß ich meine Kinder auf eine Privatschule schicken würde, die von vornherein selektieren und eben nicht verpflichtet sind, irgendwelche Assis mitaufzunehmen.

Zum Glück bleibt Bildung weiterhin Ländersache, so daß ein Wettbewerb zwischen den Bundesländern so einen Quatsch wie das Gesamtschulkonzept im Prinzip nur im hoffnungslosen Berlin möglich macht.

>>Ein blick gen Finnland zeigt wie man das System verbessern könnte, aber nein, wir Deutschen müssen erstmal rumprobieren.
Sind wir zu stolz um von anderen Staaten zu lernen ?!

Was sollen wir denn von denen lernen? Informier Dich mal über die Jugendarbeitslosigkeit in Finnland. Die haben eine Quote, die so hoch ist wie die von Polen! Also eine der höchsten innerhalb der EU.

Wären diese Jugendlichen wirklich so gut wie immer behauptet, dann müßten sie doch nach dem Abschluß zumindest in anderen Ländern bste Chancen für eine Ausbildung oder gar ein Studienstipendium haben.

Dem ist aber nicht so. Woran liegt das?
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15.11.2006 13:32 Uhr von Justinius
 
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Unser Schulsystem tötet jedes selbstständigeDenken: aber zum Glück gibt es inzwischen auch alternative Schulen, wo man seine Kinder hinschicken kann.
Im derzeitigen System lernen die Kinder ja hauptsächlich über Stunden hinweg dumpfe Langeweile auszuhalten und das Denken abzuschalten -nur leider wird der Arbeitsmarkt, an dem diese Qualitäten gebraucht werden immer kleiner...
Die Neugier der Kinder systematisch auszurotten damit aus ihnen später eine leicht beeinflußbare Masse wird, daß scheint ja bislang vorrangiges Ziel zu sein. Kinder, die sich dann mit Rasierklingen die Arme aufschneiden um herauszufinden, ob sie überhaupt noch leben.
Um einem Aufschrei vorzubeugen: Ausnahmen jedweder Art bestätigen nur die Regel.
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15.11.2006 13:50 Uhr von Johnny Cash
 
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Die: frühe Auswahl hatte mir damals auch zu schaffen gemacht. Ich bin gegen die Empfehlung trotzdem aufs Gymnasium gegangen und wurde von Jahr zu Jahr besser. Was genau reformiert werden sollte kann ich nicht sagen da ich den heutigen Unttericht nicht kenne.
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15.11.2006 14:08 Uhr von asmodai
 
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Schulsystem? Ach.. die meinen dieses Relikt zur systematischen Volksverblödung aus dem 18.Jahrhundert?!
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15.11.2006 14:10 Uhr von asmodai
 
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@ThomasHambrecht: "...Diese Leute brauchen jedoch keine Bildung, so dass sich der Staat diese Ausgaben sparen sollte, um Vermögenden den Besitzstand zu wahren..."

Diesen Zustand haben wir doch längst schon erreicht.
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15.11.2006 14:51 Uhr von rw999
 
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Unser Schulsystem ist das letzte: Nach der 4. Klasse wird bestimmt, wer in die Hauptschule, Realschule oder das Gymnasium darf. Spätere Wechsel der Schulart bringen Probleme. Nach der Schule wissen Ausbildungsbetriebe nicht, ob jetzt der Gymnasiast mit einem 4er-Schnitt, der Realschüler mit 3-er Schnitt oder der Hauptschüler mit 2-er Schnitt besser ist.

Zudem sind die Lernmethoden an unseren Schulen veraltet und ineffektiv.
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15.11.2006 17:03 Uhr von cantarella
 
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frühe trennung ist sinnvoll! schließlich will ich nicht mit jedem idioten in einer klasse sein! in meiner grundschulklasse haben sich die besseren schüler sowas von gelangweilt, weil die lehrerin allles 4-mal erklären musste damit es auch der letzte schwachkopf mitbekommt!

schon anfang der vierten war der leistungstand so unterschiedlich, das es fast nicht mehr möglich war für uns ne beschäftigung zu finden, weil die andere hälfte der klasse es immer noch nicht geblickt hatte!

deshalb halte ich nichts von einer späteren trennung! man muss nicht nur dafür sorgen, dass es die schlechteren schüler packen, sondern dass die guten gefördert werden! sonst gibst nämlich das problem, dass die lehrer wirklich jede neugier unterdrücken weil sie nicht noch mehr stoff bearbeiten können!
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15.11.2006 17:54 Uhr von Großunddick
 
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ThomasHambrecht: Warum Sarkasmus?

So wird es werden!
Ein Volk von Teilezurichtern und Hamburger-Bratern.

Hoffentlich wird die Hauptschule bald abgeschafft...
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15.11.2006 18:08 Uhr von Katatonia
 
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@no-trespassing: Seit 2004 hier angemeldet und noch immer zu dem Thema ahnungslos wie eine Kartoffel. Eigentlich haben wir das Thema schon genug durchgeackert, aber nein, ein User muss mal wieder mit seinem Unwissen prahlen.

>>Es gibt genug Schüler, die das Abi packen.<<

Falsch, Deutschland liegt hier mit an letzter Stelle im EU-Durchschnitt. Ca. 25 magere Prozente erreicht das System. Finnland hat hier weit über 70%.

>>Wenn der Rest auf Spaßgesellschaft macht und mit einer "Lesen ist doof"-Einstellung durch das Leben geht und auch noch stolz darauf ist, dann Pechsache.<<

Wohl kaum eine Grundlage zur sachlichen Betrachtung und Verbesserung der Lage. Da kannst du auch ein Baby für seine Sprachdefizite verantwortlich machen.

>>Leider ist dann der Zug abgefahren und wer sich dann nicht durchs Abendgymnasium quält, der hat sich seine Zukunft versaut.<<

Genau das müssen wir grundlegend ändern. Man muss die Chancengleichheit drastisch erhöhen.

>>In anderen Ländern scheint das Schulsystem mehr Pisa-Versager zu produzieren, als hierzulande.<<

Wie kommst du darauf? Ich sehe etwas anderes.

>>Ich erlebe genug Kinder, bei denen ich erstaunt bin, wie weit sie schon sind.<<

Genug? Ist das eine Grundlage zu urteilen? Bist du Erzieher? Und hast du schon in mehreren Städten und Bundesländern gearbeitet? Wenn nein, dann hast du eben noch nicht genug erlebt.
Zudem, wie alt sind die Kinder, von denen du redest? Natürlich, in der Grundschule sind die Kinder noch wesentlich leistungsstärker, das hat die IGLU Studie bestätigt. Jedoch liegen ja genau die massiven Defizite im Jugendalter, genau dann, wenn sie mit 5 oder 6 Jahren getrennt werden und auf eines der drei Schultypen gehen.

>>Wenn aufgrund reinen Migrantenklassen der Schnitt beim Lesen oder Rechnen dann nach unten gezogen wird, dann ist das imho nicht so schlimm und wird überbewertet. Schließlich gibt es genug Kinder, die es packen (siehe Bayern).<<

Das hat etwas mit Integrationspolitik zutun und weniger mit den Migranten an sich. Das sie den Schnitt nach unten ziehen, ist ausserdem eine Lüge. Andere Länder beweisen das.

>>Wenn die EU schon will, daß wir das Schulsystem ändern, dann zeigt das, daß wir doch auf dem richtigen Weg sind und das Ausland Angst vor einer zu hohen Dominanz Deutschlands innerhalb der EU hat.<<

Aha, wenn die EU also klügere Deutsche haben will, hat es also Angst vor seiner hohen Dominanz... also diese verquerte und unsinnige Logik, musst du mir jetzt einmal erklären!

>>..wenn die Hauptschüler auf Realschulen und Realschüler auf Gymnasien wechseln.<<

Hier wechselt doch niemand, sondern 3 Schultypen werden zu einer zusammengefasst. So wie es schon immer war, nur halt eben nicht in Deutschland seit dem 19.Jhr.

>>Dann bliebe eigentlich nur der Weg in die private Bildung.<<

Ich kann hier nur wieder auf unzählige andere Länder verweisen, insbesondere die auf den ersten Rängen der PISA Studie. Dort gibt es auch noch größtenteils staatliche Bildung. Zumal private Träger auch unter staatlicher Aufsicht agieren müssen.

>>Falls sich wirklich mal so ein Gesamtschulkonzept durchsetzen würde, sähe ich später zu, daß ich meine Kinder auf eine Privatschule schicken würde, die von vornherein selektieren und eben nicht verpflichtet sind, irgendwelche Assis mitaufzunehmen.<<

Dann kannst du das ja tun. Für mich ist das unsoziales Spießertum. Vielleicht überdenkst du mal dein asoziales Weltbild, denn du outest dich gerade als Asi (ein Assi gibt es nicht). Wohl ein Eigentor mein Bester...

>>Zum Glück bleibt Bildung weiterhin Ländersache, so daß ein Wettbewerb zwischen den Bundesländern so einen Quatsch wie das Gesamtschulkonzept im Prinzip nur im hoffnungslosen Berlin möglich macht.<<

Mit billiger Polemik kommt man nicht weit. Das eizige, was Quatsch ist, stellt das deutsche Bildungssystem dar. Und wer es kennt, du scheinbar ja überhaupt nicht, weiß auch, woran es massiv mangelt.

>>Was sollen wir denn von denen lernen? Informier Dich mal über die Jugendarbeitslosigkeit in Finnland. Die haben eine Quote, die so hoch ist wie die von Polen! Also eine der höchsten innerhalb der EU.<<

2000 lag sie bei 21,4% bei unter 25jährigen. Darüber schon nur noch bei 7,8%. Deutschland hat hier 9% und über 25 Jahren 8%.

Aber was hat denn bitteschön die Jugendarbeitslosigkeit damit zutun? Nichts. Das schließt auch nicht aus, das dort alle dumm sind. Im Gegenteil, wie alle weltweiten Bildungsstudien bewiesen haben. Der Faktor Arbeit und Industrie ist ein andere, als der Faktor Bildung. Auch in Deutschland haben wir massig Leute, die Arbeit suchen und gut ausgebildet sind.

Und ich könnte jetzt für dich Schweden, Norwegen und Dänemark anführen. Die Bildungssystem gleichen sich dort. Trotzdem hat man dort weniger Probleme mit der Arbeitslosigkeit. Die Jugendarbeitslosigkeit in Finnland hat andere Gründe.
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15.11.2006 18:09 Uhr von Katatonia
 
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>>Wären diese Jugendlichen wirklich so gut wie immer behauptet, dann müßten sie doch nach dem Abschluß zumindest in anderen Ländern bste Chancen für eine Ausbildung oder gar ein Studienstipendium haben.<<

Haben sie auch. Es gibt viele Finnen, die im Ausland studieren. Da das Land aber Bevölkerungstechnisch klein ist und nur insgesamt 500000 Schüler, bekommst du davon natürlich nicht sehr viel mit. Zudem arbeiten viele auch in Schweden oder anderen angrenzenden Nachbarstaaten.

>>Dem ist aber nicht so. Woran liegt das? <<

Das liegt daran, das dem, was du sagst, eben nicht ist. Da hast du deine Antwort. ;)

Niemand auf Erden, ausser ein paar unfähige naive Hansel wie du, bestreiten ernsthaft die gute Bildung der Finnen. Scheint alles eine Weltverschwörung zu sein, das man die Finnen sogut darstellt.

Wie ich schon sagte, die hohe Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren liegen woanders. Würdest du weniger polemisieren und mal sachlich bleiben, könnte man darüber ja mal ernsthaft diskutieren. Aber ich bezweifle stark, das du dazu mit diesen schlechten Argumenten hier, überhaupt in der Lage bist.

"Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in
Finnland ist eine Folge des Zusammenbruchs der Sowjetunion, damals
der wichtigste Handelspartner der finnischen Wirtschaft."
...
"Vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte Finnland noch im Jahr
1990 eine Jugendarbeitslosenquote von 9,3 Prozent. In den folgenden
vier Jahren stieg die Jugendarbeitslosigkeit rasant auf 34 Prozent
(1994) - "die SU war Finnlands wichtigster Handelspartner, und sie
hörte von einem Tag auf den anderen damit auf, in Finnland
einzukaufen. Einen Schock wie diesen hätte keine Volkswirtschaft der
Erde ohne schwere Wunden überstanden hätte", so Broukal. Da die
finnische Gesellschaft jedoch auf gut ausgebildete Junge Menschen und
die Regierung auf Beschäftigungsprogramme setzte, konnte die
Jugendarbeitslosigkeit von 1994 bis November 2005 (aktuellster
Eurostat-Datenstand) auf 19,5 Prozent gesenkt werden.

Vergleicht man Finnland mit Österreich, zeigt sich aus
österreichischer Sicht nicht nur beim Schulsystem, sondern auch bei
der Jugendarbeitslosigkeit ein ernüchterndes Bild: Während Finnland
die Jugendarbeitslosigkeit zwischen 2000 und November 2005 um 7,6
Prozent senken konnte, ist sie in Österreich in diesen sechs Jahren
um exakt hundert Prozent gestiegen"

->http://www.ots.at/...

"Das ist wahr, das ist richtig: Die Arbeitslosigkeit generell in den skandinavischen Ländern, insbesondere in Finnland sinkt jedoch auch, wenn man die Entwicklung betrachtet. Ja, Werner Amon! Aber betrachten wir doch einmal die Ausgangs­positionen, sonst sind das nur absolute Vergleiche, die wenig Sinn machen.

Jeder, der über Finnland vernünftig redet, wird feststellen, dass es sich um ein Land handelt, das allein von der Sprache her in einer sehr schwierigen Situation ist. Eine eigene Sprache, die gerade mal von ein paar Millionen Einwohnern gesprochen wird, das bringt einfach wirtschaftliche Nachteile. Die Finnen haben beispielsweise in Hoch­technologie sehr stark investiert: Nokia als Beispiel. Ein Unternehmen wie Nokia in Finnland könnte mit einem Schulsystem, wie wir eines haben, schwerlich existieren."

"Junge Finninnen und Finnen sind sehr motiviert, etwas zu lernen und eine vernünftige Ausbildung zu machen. Nach neun Jahren Grundschule gehen 90% weiter zur Schule (Oberstufe oder Berufsschule)."
...
"Die meisten Arbeitsämter in den Großstädten haben eine Abteilung Jugend, die sich speziell an junge Leute richtet, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einem Arbeitsplatz sind. Fast alle Arbeitsämter haben einen Angestellten, der nur für die jungen Leute da ist.

Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat man seit den Neunzigerjahren die berufliche Ausbildung verstärkt, mehr Lehrstellen geschaffen und so genannte Jugendwerkstätten (youth workshops) eingerichtet. Diese bieten Ausbildung, Arbeit und andere Aktivitäten für arbeitslose Jugendliche über einen Zeitraum von sechs Monaten an. Von diesen Werkstätten gab es im Jahr 2002 in Finnland etwa 240 mit Arbeits- und Ausbildungsangeboten für rund 7000 junge Leute. Arbeitslosenunterstützung gibt es nur für Jugendliche, die genügend Engagement nachweisen können. "
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15.11.2006 23:45 Uhr von md2003
 
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natürlich: ist das deutsche Schulsystem für den Arsch - wie immer haben es die Politiker mit der Konstruktion des Schulsystems gut gemeint ...... mehr aber auch nicht......

DIE POLITIKER BEMÜHTEN SICH SEHR:-)

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