10.11.06 20:01 Uhr
 1.799
 

Ruanda: Nonne wegen Beteiligung an Genozid zu 30 Jahren Haft verurteilt

Eine römisch-katholische Nonne wurde durch ein traditionelles Gacaca-Gericht zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil sie 1994 den Milizen geholfen haben soll, hunderte Menschen zu töten, die sich in einem Krankenhaus versteckt hielten.

So habe sie den Menschen unter anderem die Nahrung verweigert und sogar die Tutsis selektiert, die durch die Milizen getötet werden sollten. Außerdem habe sie an Zusammenkünften der Hutu teilgenommen. 20 Zeugen sagten gegen sie aus.

1994 fand ein mehr als 100 Tage andauerndes Blutbad in der südöstlichen Präfektur von Butare statt - mehr als eine halbe Million Tutsis und gemäßigte Hutus wurden von der Miliz getötet. Der Genozid endete, als die Tutsi-Rebellen die Regierung stürzten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Haft, Beteiligung, Nonne, Ruanda
Quelle: www.cnn.com

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Duisburg: Massiver Widerstand bei Verkehrskontrolle
Urteil: Abgelehnte Lehrerin mit Kopftuch erhält Entschädigungszahlung
Prozess in München: Mann stach auf Ex-Frau ein, um sie "unattraktiv zu machen"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.11.2006 20:41 Uhr von Peter_Pils
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Tutsis und Hutus kenn ich nicht. Und die Nonne auch nicht, aber die Strafe ist gerecht.
Kommentar ansehen
10.11.2006 20:43 Uhr von ciaoextra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Peter: Dann lese mal: http://www.jochen-hippler.de/...
Kommentar ansehen
10.11.2006 21:25 Uhr von JCR
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ein gerechtes Urteil. Etwa eine Million Menschen wurden (hauptsächlich mit Macheten) regelrecht abgeschlachtet.

Wer solche Massaker willentlich fördert, sollte nie wieder freikommen.
Kommentar ansehen
10.11.2006 21:36 Uhr von LuckyBull
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ciaoextra, völlig falsch: wiedergegeben:
Du schreibst in der 2. KA:
"So habe sie den Menschen unter anderem die Nahrung verweigert und sogar die Tutsis selektiert, die durch die Milizen getötet werden sollten. Außerdem habe sie an Zusammenkünften der Hutu teilgenommen."

Das ist überaus missverständlich beschrieben:
Du hättest in der 2.KA in der Fortsetzung schreiben
müssen:
Ihr war weiter vorgeworfen worden, dass sie den Menschen u.a. die Nahrunge verweigert hatte, usw.
Sowas hätte dir nicht passieren dürfen,
das nächste Mal gibt es Punkteabzug.
Kommentar ansehen
10.11.2006 21:50 Uhr von Mi-Ka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
LuckyBull: das kann man schon so schreiben.
Ist einfach nur eine bestimmte Satzkonstruktion mit der gleichen Aussage wie dein langer Satz.
Kommentar ansehen
10.11.2006 22:12 Uhr von NewHugoBoss
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
kein einzelfall: die kirchen sollen bie diesen massakern bzw. beim völkermord mitgemischt haben. natürlich waren uns solche fälle zu unwichtig. die islamische gemeinschaft in ruanda war damals eine der wenigen die sich offen dagegen gewehrt hat glaub ich. sicher nicht das letzte urteil aus der gegend
Kommentar ansehen
10.11.2006 22:39 Uhr von glob3
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zuerst dacht ich: wo ist denn da bitte der bezug zug überschrift? aber ich hab das "Beteiligung" als "Beleidigung" gelesen. und da mir genozid ein fremdwort ist, ist mir das auch zuerst nicht weiter aufgefallen.
ich kenne mich auf diesem gebiet kein stück aus, warum ich auch keinen kommentar zu dem thema abegeben kann. aber der artikel ist sehr schön geschrieben.

mfg
Kommentar ansehen
11.11.2006 00:23 Uhr von isern
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@kobra28: Die USA verhielten sich auch nicht anders als der Rest der Welt.
Kommentar ansehen
11.11.2006 04:18 Uhr von sant_gero
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@kobra: nicht ganz richtig.
es war eine Internationale Schutztruppe.
Die Belgier stellten nur eine kleine dafür aber überlegen bewaffnete und ausgebildete Truppe.
Fallschirmspringer, wenn ich mich nicht irre.
Der befehlshabende Kommandeur über die UN
Truppen ist Canadier und hat einen verständlichen Groll aufs belgische Militär .
Kofi Anan war damals Sekretär.
Der/ die Hilferufe gingen an die Völkergemeinschaft, scheiterten aber am Veto der USA und GB. Die USA waren nach Somalia 91 nicht gewillt.
Die Belgier, als einzig wirklich gut ausgerüstete Truppe verabschiedeten sich übrigens zuerst aus Ruanda und überliessen viele Opfer ihren Schlächtern. Es gibt da wirklich makabere und an Feigheit kaum zu überbietene Beispiele.

@ News
30 Jahre sind noch zu wenig.
Ein solch grossflächiges und grauenhaftes Massaker hat die Welt selten gesehen..bzw. sich
davor abgewandt.

MfG
Kommentar ansehen
11.11.2006 11:08 Uhr von Johnny Cash
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wer: sich an einem Genozid beteiligt hat diese Strafe verdient. Mit 30 Jahren kommt sie noch ziemlich gut weg.
Kommentar ansehen
11.11.2006 14:21 Uhr von Hideo Kojima
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
man man man: toll wie man ein massaker instrumentialisiert nur um auf den USA rumzuhacken.

Bahhh ekelhaft sowas.

Refresh |<-- <-   1-11/11   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gefährlicher Trend: Mini-Armbrust als "Mordwaffe"
Duisburg: Massiver Widerstand bei Verkehrskontrolle
Bundesagentur für Arbeit: 500.000 Syrer erhalten Hartz IV


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?