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Picasso-Bild-Versteigerung bei Christie's gestoppt

Julius H. Schoeps, Mitglied der Familie des jüdischen Bankiers Paul von Mendelssohn-Bartholdy, stoppte per Gerichtsbeschluss den Verkauf des Porträts von Angel Fernández de Soto, das Picasso 1903 malte.

Der Wert wird auf 40 bis 60 Millionen Dollar geschätzt, nachdem Andrew Lloyd Webber es vor sieben Jahren bei Sotheby's für 26,5 Millionen Dollar kaufte.

Grund für den Gerichtsbeschluss war ein Restitutionsbegehren der Familie Schoeps. Nur auf Druck der Nazis sei das Gemälde im Jahre 1935 verkauft worden.


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WebReporter: Spieder
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Bild, Versteigerung, Christ, Pablo Picasso
Quelle: www.welt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2006 14:41 Uhr von Spieder
 
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Mihc würde in diesem Zusammenhang mal interessieren, ob denn der Verkäufer (noch) irgendwas bekommt an Entschädigung oder Ähnlichem? Ich mein 30 MIllionen Dollar ist ja kein Pappenstil - allerdings ist doch Restitution eigentlich "Enteignung" wenn mans radikal formuliert, oder?
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08.11.2006 15:50 Uhr von ciaoextra
 
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Restitution eigentlich "Enteignung" ? Mit Sicherheit nicht. Genau das gegenteil: Rückgabe bzw. Rausgabe. Die Familie hatte geklagt, man soll das Gemälde rausrücken und zurückgeben.
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08.11.2006 16:04 Uhr von Grevioux
 
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frage mich nur: wie es kommt das die jüdischen Familien alle Bekannten Kunstwerke bessesen haben. Ich mein solche News liest man ja immer öffter demnach müßten die Juden ja alle super reich sein. Wie wird eigentlich Bewiesen das den das damals wirklich mal gehört hat ich mein ich kan ja auch sagen meiner Oma hat mAl die Mona Lisa gehört die will ich jetzt wieder haben .....
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08.11.2006 16:36 Uhr von gen2
 
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Ich denke: dass man das durchaus irgendwie beweisen muss.
Man kann ja sicherlich die Käufergeschichte eines Kunstwerkes in gewisserweise zurückverfolgen.
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08.11.2006 16:38 Uhr von Andib
 
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@ciaoextra: Du hast den Punkt nicht verstanden. Es geht darum dass Andrew Lloyd Webber das Teil für 26 Million gekauft hat. Wenn das jetzt an die Familie zurückgegeben wird hat Andrew Lloyd Webber garnichts, und seine Schuld ist es nicht, da er wohl kaum etwas davon wusste. Im Prinzip müssten alle Transaktionen also Verkäufe die das Ding durchlaufen hat rückgängig gemacht werden. Weiss jemand wie das funktionieren soll? Das hört sich unfassbar hirnrissig an.
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08.11.2006 16:40 Uhr von ciaoextra
 
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Andib: Das man an gestohlenes Gut nie Eigentumsrechte erwerben kann, weiß Du aber?

Mein Kommentar war übrigens lediglich eine Antwort auf die Frage vom Autor und sonst nix.
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08.11.2006 17:08 Uhr von marshaus
 
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trotzdem: er hat es rechtmaessig erworben...was hat er damit zu tun das es vorher rechtmaessig gekauft hat....am besten kauft man bald gar nichts mehr oder laesst es vorher rechtlich pruefen.
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08.11.2006 21:53 Uhr von schallus
 
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VERSTEIGERUNG: Wenn man (zumindest in Deutschland) etwas bei einer öffentlichen Versteigerung ersteigert geht es in den Besitz dessen der es ersteigert hat, auch wen es vorher gestohlen wurde.
"Dennoch wies der Bundesgerichtshof eine Klage auf Herausgabe ab, da in Deutschland gutgläubiger Erwerb von gestohlenem Eigentum auf einer öffentlich bekannt gemachten Versteigerung möglich ist. " "Die genannten Fälle, die einen gutgläubigen Erwerb ausschließen, gelten nicht für Geld, Inhaberpapiere (z.B. Inhaberschecks, Inhaberaktie, Inhaberschuldverschreibungen) und für durch öffentliche Versteigerung erworbene Sachen (§ 935 Absatz 2 BGB). Bei ihnen ist immer ein gutgläubiger Erwerb möglich."
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08.11.2006 23:02 Uhr von Extr3m3r
 
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Warum jetzt erst das Restitutionsbegehren der Familie? Wieso nicht schon vor 7 Jahren?
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08.11.2006 23:44 Uhr von DorianArcher
 
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Gähn: Das Bild wäre so oder so versteigert worden. Allerdings meinen halt einige Leute, dass sie Eigentumsverhältnisse anders nachweisen können. Sollen sie ihr Vermögen verballern um dann am Ende doch zu verlieren.
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09.11.2006 07:35 Uhr von Bjoern68
 
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Lächerlich dieser Beschluss: Mein Urur...oma hat damals diesen Picasso gehabt, der ist ihr damals von den Juden geklaut worden, nachts ujm 4 Uhr war das...ich weiss das ganz genau..das hat sie immer weiter erzählt...und jetzt...das ist er, er ist meiner...das beschissene Bild...will ich eh nicht, aber das Geld kann ich gut gebrauchen...

Hammer wie idiotisch und billig dieser Beschluss ist.
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09.11.2006 12:30 Uhr von lsdangel
 
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@Bjoern: Hammer, wie idiotisch und billig einige Kommentare sind. Wenn man keine Ahnung hat (wie so ein Restitutionsverfahren funktioniert), am besten die Klappe halten :-)
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09.11.2006 18:31 Uhr von maglion
 
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Das Problem bei den Besitztümern der Juden ist die Tatsache, dass die meisten, die was dazu sagen könnten, von den Nazis ermordet wurden.
Die Juden waren vor dem 3. Reich die reichste und einflußreichste "Volksgruppe" und besaßen daher sehr viel Kunst, Immobilien und Firmen - das war ja auch mit ein Grund, wieso die Nazis die Juden loswerden wollten und den Neid des armen Volk dazu nutzten, um die Juden beseitigen zu können.

Es gibt noch unzählige unbekannte bzw. nicht komplett erforschte Archive und Aufzeichnungen, mit denen sich die damaligen Besitzverhältnisse rekonstruieren und beweisen lassen, wodurch es immer wieder vor kommt, dass Besitzansprüche erst heute klar dokumentiert und bewiesen werden können. Meistens kommt das bei Immobilien vor, aber auch Kunstgegenstände kommen so regelmäßig zu ihren ursprünglichen Besitzern bzw. deren Nachfahren zurück.

Natürlich wird auch oft versucht, regulär verkaufte Güter wieder zurück zu bekommen. Es gab auch viele jüdische Geschäftsleute, die mit den Nazis weiter Geschäfte machten - ob der Auslöser der der Druck der Nazis war oder eher ein Versuch war, sich bei den Nazis Vorteile zu erkaufen, um im Geschäft zu bleiben, ist schwer zu beweisen.

Es gibt weltweit Milliarden Vermögen, die aus dem Besitz von Juden stammen, aber niemand mehr Ansprüche geltend machen kann, weil alle ermordet wurden. Man vermutet ja auch, dass einige Schweizer Banken voll von jüdischen Reichtümern sind, die keinem gehören und von den Banken eifrig übernommen und investiert wurden, ebenso, wie gebunkertes Nazigeld.
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09.11.2006 19:33 Uhr von Destination Anywhere
 
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Zumindestens: hat die Familie ein Recht auf die Klärung, bevor das Gemälde verkauft wird. Der Betrag ist ja nicht unerheblich.
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09.11.2006 23:54 Uhr von Extr3m3r
 
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.bleibt mir aber immer noch unerklärlich warum jetzt?

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