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Wissenschaftler: Der Hang zu Kriminalität ist teilweise erblich

Durch Studien entdeckten Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen dem Hang zu Straftaten und dem Gen, das für die Bildung des Enzyms Monoaminoxidase A zuständig ist.

Durch eine Untersuchung der Varianten des Gens (Maoa-Gen) wurde entdeckt, dass Probanden, die die zu einer schwächeren Produktion des Enzyms führende Variante aufwiesen, mit höherer Wahrscheinlichkeit straffällig werden.

Allerdings ließen sich noch andere Einflussfaktoren, wie beispielsweise der Verlauf der Kindheit ermitteln. Soziologisch orientierte Forscher kritisieren die Erkenntnisse als "genetischen Fundamentalismus".


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WebReporter: g.ott
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Wissenschaft, Wissen, Krimi, Kriminalität
Quelle: www.faz.net

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.11.2006 10:40 Uhr von g.ott
 
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Bitte unbedingt Quelle lesen, da besonders im Bezug auf die Auswirkungen auf das Strafsystem interessant. Es drängt sich die Frage auf, in wie weit zukünftig Genetik eine Rolle bei den Verurteilungen spielen wird.
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08.11.2006 11:09 Uhr von 666leslie666
 
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So ein Blödsinn: mal wieder..
Alles auf die Gene schieben...

Mensch lernt,so auch wie man kriminell wird.

Obwohl kriminell ist relativ..
Oder glaubt ihr das kiffen kriminell ist.. ;-)

Mfg jp
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08.11.2006 11:38 Uhr von Teppichratte
 
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So langsam wird´s zur Sucht, hinter jedem "Fehlverhalten" einen Gendefekt zu vermuten. Es ist natürlich verlockend alles auf die Gene schieben zu können, in der Hoffnung auf eine Zeit, in der man angeblich defekte Gene einfach austauschen kann, aber der Mensch kann sich auf diesem Weg nicht aus der Verantwortung stehlen, das Leben wird keine einfache Lösung bieten, die Arbeit an sich selber wird keinem erspart bleiben.
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08.11.2006 12:21 Uhr von damagic
 
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Vor allem braucht man sich eh bald keine Gedanken um ein "Strafsystem unter berücksichtigung der Gene" zu machen, da die Menschen eh bald ohne dieses Gen gezüchtet werden...als reine Präventivmaßnahme selbstverständlich ;o)
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08.11.2006 14:03 Uhr von beXzecher
 
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man muss nur denken können am besten logisch...

was du nicht willst das man dir tu das füg auch keinem anderen zu... und ich bezweifel das irgendwer beklaut werden will oder???
ich glaub das irgendwann die scheisse die man baut auf einem zurückkommt...

und nein...kiffen is nicht kriminell...ich geh sogar so weit und sag das alle natürlich vorkommen drogen nicht als kriminell eingestuft werden sollten...nur das was chemisch draus gemacht wird sollte bestraft werden.
also coca ja-kokain nein... opium ja-heroin nein... und es gibt noch etliche "Pflanzen der Götter"
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08.11.2006 14:04 Uhr von >rno<
 
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Minority Report: Minority Report läßt schön grüßen
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08.11.2006 14:23 Uhr von Tasko
 
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Blödsinn? Bei Hunden werden die Gene für Aggressivität etc. verantwortlich gemacht. Wieso sollte das beim Menschen anders sein? Nur denke ich auch, daß die Erziehung (inkl. Umfeld usw.) letztendlich darüber entscheidet, was aus der genetischen Grundlage wird.
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12.11.2006 19:35 Uhr von mäckie messer
 
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GÄHN!!! Wusste man schon in den 50er Jahren, nur welches Gen und welche Mechanismen dafür verantwortlich sein könnten, war noch nicht klar. Aber anhand der Beschreibung von Lebensläufen konnte schon gezeigt werden, dass Kinder von Straftätern mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auch straffällig werden, selbst wenn sie ihre Erzeuger nicht kennen und in einem stabilen sozialen Umfeld aufwachsen...

Morgen: "Haarfarbe ist erblich" Übermorgen: "Zwillinge sehen nicht immer gleich aus" In drei Tagen: "Stammt der Mensch vom Affen ab?" - Deutsche Wissenschaftsnews nach der PISA-Studie... :/
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14.11.2006 17:15 Uhr von mikrosoftxp
 
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ist das wirklich so? sind wirklich Gene dafür verantwortlich? Ich bezweifel es. Sicherlich spielen sie dabei eine Rolle, wie die physische Konstitution des Nachwuchs ausfällt. Doch bestimmte Hänge (also psychischer Natur) haben meist geistige Ursachen, welche die Forschen noch gar nicht berücksichtigt haben, und mangels Wissen, grösstenteils noch gar nicht kennen.
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14.11.2006 17:42 Uhr von jesse_james
 
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Wer glaubt dass das wahr ist sollte sich der: Konsequenzen bewusst sein.

"...Probanden, die die zu einer schwächeren Produktion des Enzyms führende Variante aufwiesen, mit höherer Wahrscheinlichkeit straffällig werden."

Das bedeutet im Umkehrschluss, wenn wer ZU WENIG Monoaminoxidase A in seinem Körper produziert und somit zu wenig hat eher straffällig wird, das dann jeder der einen starken Abbau dieses Enzyms in seinem Körper durchmacht auch unter einem Mangel leidet und eher straffällig wird.

Es ist dann nicht eine genetische Problematik, sondern lediglich der Mangel am Enzym "Monoaminoxidase A", daran schuld !



Andere Quelle gleiches Enzym:

"Da in einer früheren Studie in Gehirnen von Rauchern bereits eine geringere Konzentration des Enzyms Monoaminoxidase A (MOA A) festgestellt wurde"

Enzymmangel ?

"Insgesamt war die Enzymkonzentration im Körper von Rauchern um 50 Prozent geringer als bei den Nichtrauchern, stellten die Forscher zudem fest."

Mindestens 50% weniger Enzym ?


Wenn das Gen einen Mangel auslöst und der MANGEL die straffälligkeit erhöht, dann erhöht jede Form die diesen Mangel auslöst diese straffälligkeit.


Na wo sind die lieben Raucher denen das Enzym zu mindestens 50% fehlt ?!?



Man sollte Studien besser doppelt prüfen und nicht unter das gemeine Volk werfen wenn dass den vollen Umfang nicht erkennt !
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14.11.2006 18:38 Uhr von mäckie messer
 
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mikrosoft und jesse: mikrosoft: Die Tatsache, dass Kriminalität zumindest partiell erblich sein kann, ist bewiesen - wenn es nicht die Gene sind, wodurch sollte die Vererbung sonst geschehen? Und erzähl jetzt nichts vom Einfluss der Eltern und des sozialen Umfelds, diese Faktoren sind bereits wissenschaftlich ausgeschlossen worden

jesse: Man macht das Gen dafür verantwortlich, nicht den Enzymmangel. Gene können für mehr als eine Körperfunktion verantwortlich sein, da sie auch kombinatorisch zusammenarbeiten. Der Enzymmangel ist offenbar nur der Indikator dafür, dass das betreffende Gen mitverantwortlich für die Kriminalität ist.
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14.11.2006 18:53 Uhr von jesse_james
 
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@mäckie: Wenn der Enzymmangel keine Auswirkung hätte auf die Kriminalitätsbereitschaft dann wäre allein ein Gen dafür verantwortlich, aber man kann ENZYME auch künstlich verabreichen !

Genau so wie man andere körpereigene Stoffe in künstlicher Form oder von dem Menschen verwandten Tierarten spritzen kann !

"Gene können für mehr als eine Körperfunktion verantwortlich sein,"

Nicht korrekt.

Ein Gen codiert NUR für ein Protein !

Proteine können in verschiedener struktureller Vereinigung, man nennt das auch Quartärstruktur, verantwortlich sein für defekte verschiedener Körperfunktionen !


Und nur weil ein "Protein" nicht in diese Quartärstruktur integriert wird, ist noch lange nicht das Gen daran schuld !
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14.11.2006 18:56 Uhr von LinksGleichRechts
 
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Oh Gott: Es ist schon lange bekannt dass einige Gene es nunmal fördern können wie z.B. wenn Leute extrem Reizunempfindlich sind.
Oder für dumme erklärt: Leute die selbst bei einem Flugzeugabsturz nicht nervös werden haben ein Gen dass Straftaten fördern KANN. Leute die schon nervös werden wenn sie mit dem Flugzeug durch ne Turbulenz fliegen aber nicht. Im Internet sind einige gute wissenschaftliche Arktikel darüber. Deswegen ist das hier auch keine News.

Ist mir klar dass einige hier gleich wieder meinen dass es nur auf die Gene geschoben wird. Ihr Deppen solltet euch den Artikel mal GENAU durchlesen.

Komischerweise sind es mal wieder die gleichen Leute die man auch vermuten würde.

"Und erzähl jetzt nichts vom Einfluss der Eltern und des sozialen Umfelds, diese Faktoren sind bereits wissenschaftlich ausgeschlossen worden"
Absolut gequirlte SCHEISSE. JEDES Lebewesen lernt aus seiner Umgebung. Und wenn die nunmal verkorkst ist, passt es sich an. Wir Menschen haben allerdings die Möglichkeit uns zu ändern oder einfach nein zu sagen. Allerdings klappt das nunmal nur selten.
GRUNDWISSENSCHAFT.
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14.11.2006 20:06 Uhr von jesse_james
 
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@Linksgl "haben ein Gen dass Straftaten fördern KANN"

Jetzt fang du nicht auch noch mit diesem Blödsinn an !

Es gibt keine Gene dir Straftaten fördern kann oder gar aus einem Menschen einen Verbrecher machen von Geburt an !

Das manche Menschen in den gefährlichsten Situationen nicht nervös werden liegt bezüglich Gen daran das ein ganz bestimmter Stoff in ihrem Stoffwechsel nicht produziert wird !
Aber nicht weil irgendwelche bekloppten Wissenschaftler meinen da hätte jemand ein VerbrecherGen in seinem Genom !


Sonst können wir in Zukunft im SSN auch behaupten das es ein Blödheits-/Dummheitsgen gibt oder gar bei ganz bestimmten News, das es eine Konzentrierung eines AntisemitismusGens im SSN gäbe !
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16.11.2006 21:08 Uhr von mäckie messer
 
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LinksGleichRechts: Lesen-Verstehen-Antworten...

@jesse: Du sagst es ja selbst, ein Gen codiert ein Protein, aber für die meisten Körperfunktionen sind mehrere Proteine nötig - daher kann man vielleicht nicht den Enzymmangel für die Kriminalität verantwortlich machen, aber er ist ein Indiz dafür, welches Protein auch bei anderen Körperfunktionen fehlt, welcher Gendefekt die Ursache des Problems ist.
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16.11.2006 22:06 Uhr von jesse_james
 
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@mäckie: "Du sagst es ja selbst, ein Gen codiert ein Protein, aber für die meisten Körperfunktionen sind mehrere Proteine nötig - daher kann man vielleicht nicht den Enzymmangel für die Kriminalität verantwortlich machen, aber er ist ein Indiz dafür, welches Protein auch bei anderen Körperfunktionen fehlt, welcher Gendefekt die Ursache des Problems ist."

Was du sagst sagte ich aber NICHT.

Ich habe extra deutlich gemacht das die Gencodierung nicht der alleinige verantwortliche ist wenn etwas im Körper nicht funktioniert.

Ein Gen kann ohne Probleme abgelesen werden und die Proteinbiosynthese kann auch normal ablaufen, also das was am Ribosom geschieht.

Trotzdem kann es vorkommen das im Golgiapparat z.B. ein Protein nicht korrekt gefaltet wird oder nicht korrekt in eine Domäne eingebaut wird und das hat nichts mit den Genen zu tun.

Genau so kann es passieren das ein Protein durch einen falschen PH-Wert im Cytoplasma einfach nicht korrekt funktioniert.

Die kleinsten Abweichungen von der Norm können unvorhersehbare Auswirkungen haben.

Und wir alle gehen mit unserem Körper nicht gerade zimperlich um.


"aber er ist ein Indiz dafür, welches Protein auch bei anderen Körperfunktionen fehlt,"

Weißt du eigentlich wie viele Proteine es im menschlichen Körper gibt, von denen man derzeit weiß das es sie gibt ?!


Die Wissenschaft schätzt das der Mensch 30.000 bis 150.000 codierende Gene besitzt (ja so ungenau, denn es ist wesentlich weniger bekannt über die Funktionen und den Aufbau des Menschen als man glaubt und das was wir wissen wird täglich detailierter und kompakter).

Das sind derzeit max. 150.000 Proteine rein rechnerisch. Stimmt aber nicht.

Durch Capping, Splicing, Methylierungen und vieles andere mehr werden aus einem abgelesenen Gen das in Form der mRNA die Botschaft für EIN Protein bereit hält bis zu Z-E-H-N verschiedene Proteine gemacht.
Aber das steht nicht in der Gencodierung, sondern ganz wo anders.


Darüber hinaus weiß man mittlerweile auch, das obwohl in jeder Zelle des menschlichen Körpers der komplette Datensatz an Erbinformation vorliegt, trotzallem nicht alle Abschnitte der DNA aktiv sind.
Es gibt ganze Bereiche die einfach inaktiviert wurden, da sie nicht in jeder Zelle gebraucht werden.

Eine Leberzelle denkt anders als eine Nierenzelle oder eine Gehirnzelle.

Allein diese Aktivierung/Inaktivierung kann der Auslöser für ein fehlerhaftes Protein sein und daran ist KEIN Gen schuld !



Wie ich bereits sagte gibt es mehr im menschlichen Körper als uns allen bewusst ist, ja sogar mehr als diesen Wissenschaftlern der Studie bewusst ist.

Wenn man nur einen Bruchteil eines komplexen Konstrukt kennt, kann und darf man keine absoluten Aussagen oder gar Vermutungen als Faktum darlegen.

Die Aussage "das menschliche Genom sei entschlüsselt" ist auch Bockmist.
Das heißt auch nur das wir die gesamte Abfolge T,G,C,A kennen, aber ABSOLUT NICHT das wir wissen wo welches Gen liegt, wozu all die Basenpaare gut sind die NICHT codieren, wozu wir so viel "Müll" in der DNA haben (über 90% der DNA haben keine Funktion [nach heutigem Wissensstandard])

Aber ein paar Wissenschaftler behaupten zu wissen das ein Mangel an Monoaminoxidase A einen Menschen zum Gewaltverbrecher macht ?!


Zu diesen Wissenschaftlern passt nur der Spruch von Dieter Nuhr:
Wenn man keine Ahnung hat einfach mal Fresse halten !
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17.11.2006 02:44 Uhr von mäckie messer
 
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Was ich dann: hiermit beherzigen werde ;) - wie gesagt, es gibt Langzeitstudien aus der Soziologie, die eine Vererbbarkeit von Kriminalität offensichtlich machen, aber inwiefern das mit den Genen zusammenhängt, bzw. die verantwortlichen Gene tatsächlich ausfindig gemacht wurden, darüber werde ich mich nicht mit dir streiten, soweit bringt mich mein Bio-Abi dann doch nicht mehr ;-)

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