06.11.06 11:54 Uhr
 3.284
 

Spanien: Klage gegen Filesharer abgewiesen

Der spanische Verband der Musikindustrie "Promusicae" hat eine Schlappe erlitten. Ein 40-jähriger Nutzer einer Tauschbörse hatte Musikdateien aus dem Internet geladen und diese auch angeboten.

Der Richter wies die Klage mit der Begründung ab, dass eine Verurteilung "eine Kriminalisierung eines sozial akzeptierten und weit verbreiteten Handeln bedeutet, dessen Ziel nicht die Bereicherung, sondern der Besitz von Kopien für die private Nutzung ist".

Weiterhin hieß es, dass der Nutzer keinerlei finanzielle Interessen gehabt hätte. Der Staatsanwalt hatte eine Haftstrafe von zwei Jahren im Sinne. Das Urheberrecht in Spanien ist jedoch nicht zu 100 % klar. Der Verband will Berufung einlegen.


WebReporter: golddagobert
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Spanien, Klage, Filesharer
Quelle: oncomputer.t-online.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Amazon Key: Türschloss für Paketboten soll leicht zu knacken sein
Empörung über "frauenfeindliche" App: Frauen werde ohne Schminke gezeigt
Firefox 57: Mozilla verleit seinem Browser neuen Schub

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
06.11.2006 11:49 Uhr von golddagobert
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Schade das diese News nicht aus Deutschland kommt. Da unsere Gesetzgebung doch um einiges klarer ausgelegt ist FÜR die Musikindustrie würde es hier wohl leider nicht ein solches Urteil geben.
Kommentar ansehen
06.11.2006 12:09 Uhr von Sev
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wart´s ab! Die Musik-Industrie hat genug Geld und Verbindungen, ein ähnliches Urheberrechtsgesetzt auch in Spanien durchzudrücken.

Lobbyismus lässt grüßen. Geldgeile Säcke, alle wie sie da sind!
Kommentar ansehen
06.11.2006 13:53 Uhr von The_free_man
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wow ein kluger Richter und ein nur allzu korrektes Urteil.

So jemanden wünsche ich mir hier in Deutschland.
Kommentar ansehen
06.11.2006 14:33 Uhr von tobo81
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Vorredner: Ich verstehe die allgemeine Toleranz gegen die illegale Weitergabe von geschützten Musik- und Filmmaterial einfach nicht. Es ist illegal und jeder, der so etwas tut, sollte sich nicht über die Konsequenzen beschweren...

Entweder man lebt mit der Gefahr, oder man lässt es einfach sein und besorgt sich seine Lieblingsmusik auf legalem Wege (Internet-Radio oder einfach kaufen..)
Kommentar ansehen
06.11.2006 14:38 Uhr von Sev
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@tobo81: Das Problem ist nicht in erster Linie das Verhalten der Filesharer, sondern das an Selbstjustiz grenzende Gebaren der Medien-Industrie und die mangelnde Verhältnismäßigkeit der Deutschen Rechtssprechung. DAS ist es, was unseren Unmut aufsich zieht und uns zu Sympathisanten der eMule/Bittorrent-Rebellion macht.
Kommentar ansehen
06.11.2006 14:41 Uhr von El Salvas
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich glaub ich Zieh nach Spanien.
Endlich gibts mal jemanden der diesen
Musikindustriefaschisten einhalt gebietet.
Kommentar ansehen
06.11.2006 14:49 Uhr von Iceman05
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@tobo: Das Problem an der Sache ist einfach das das Urheberrecht schamlos ausgenutzt wird. Beispielsweise kann das Recht auf Privatkopie in Deutschland einfach dur installieren eines Kopierschutzes ausgehebelt werden.

Meiner Ansicht nach müsste die Musikindustrie (genau wie die Filmindustrie) schon längs wegen Preistreiberei angeklagt werden. Für teilweise Jahre oder Jahrzehnte alte Stücke werden immer noch horrende Preise verlangt, die in keinem verhältniss zur angebotenen Leistung stehen. Statt einfach den sinkenden Produktionskosten nachzukommen und auch mal einen Teil davon an die Kunden weiterzugeben werden "neue Vertriebswege" geschaffen wie z.B. Downloadplattformen die die Stücke dann zu einem gleichen Preis wie auf einer CD anbieten, trotz geringerem Aufwand. Die Gewinnspannen gehen dann zu großen Teilen in die Taschen der Manager oder ihrer Stars. Muss ein Robie Williams einige Zehn Millionen im Jahr verdienen?

Die Tauschbörsen sind die Reaktion der Kunden auf eine unverschämte monopolistische Preispolitik. Die Musikindustrie nimmt aber den Wettbewerb nicht an und versucht durch Attraktive Preise die Tauschbörsen aus dem Geschäfft zu drängen, sondern Arbeiten lieber an einer Kriminalisierungskampange gegen potenzielle Kunden auf die sie eigentlich angewiesen sind. 70% der Filesharer würden sich wieder Orginale kaufen wenn die MI endlich ihre Fehler eingestehen würde und an einer angemessenen Kundenfreundlichen Preispolitik arbeiten würde.
Kommentar ansehen
06.11.2006 14:54 Uhr von Sev
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Iceman: Genau meine Meinung.

Wäre Mineralöl, bzw. Benzin/Diesel/Heizöl/Heizgas etc. ebenso frei wie illegal verfügbar, wie Software, würde es auch so gut wie jeder aus diesen illegalen Quellen beziehen, da es sich in der Ölwirtschaft ganz genauso verhält, wie in der Medienwirtschaft: Konzerne, die ihre monopolistische Positionierung am Markt und ihre finanzielle Macht dazu ausnutzen, aus viel Geld noch mehr Geld zu machen.

Einziger Unterschied zwischen den Industrien ist da der Bedarfsfaktor. Musik hören ist nicht unbedingt erforderlich, heizen im Winter jedoch sehr wohl.
Kommentar ansehen
06.11.2006 15:23 Uhr von Timmey
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
music-flat: würde es eine musik-flatrate geben mit den sachen die ich höre und das zu einem sinnvollen preis (20 € / Monat) wäre ich sofort bereit dieses zu zahlen. Aber für jede CD 30 € oder mehr aus zu geben um dann festzustellen, dass sie mir nicht gefällt oder dass ich sie nach 2 Wochen überhört habe, steht in keinem Verhältnis zueinander.
Außerdem finde ich bislang keine Plattform die mir live-mitschnitte von Q-Base, Defqon, irgendwelchen ID&T labels oder den Discotheken in meiner näheren Umgebung anbietet.
Kommentar ansehen
06.11.2006 15:54 Uhr von l4m0r
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@timmey: es gibt schon streams die sowas anbieten ich habe auch vieles von id&t
da gibs son schönes prog das sucht nach musikstücken und rippt es ^^
Kommentar ansehen
06.11.2006 16:49 Uhr von Jamall
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
06.11.2006 17:21 Uhr von Pinok
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
es ist ganz einfach: angemessende preise, zu dieser momentan wertlosen musik.

bei den DVDs ist es was anderes, alte dvds gibts ja schon zum teil sehr günstig und da greift man auch sehr gerne zu.

ausserdem warum darf man sich nicht vorher einen film anschauen, bevor man ins kino geht und dafür geld bezahlt.

schliesslich will man vorher wissen für was man bezahlt.
Kommentar ansehen
06.11.2006 23:04 Uhr von 666leslie666
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Siiieg: hoffentlich nicht der letzte. ;-)))

Die Begründung ist sowas von wahr...

Tod den Kapitalfaschisten...
Kommentar ansehen
06.11.2006 23:37 Uhr von borgir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
unglaublich: dass ein solches urteil gefällt wird. da hat der richter mal nachgedacht und die plattenindustrie ordentlich vor den kopf gestoßen. recht hat der richter und hoffentlich gibt es noch viele solcher urteile.
Kommentar ansehen
07.11.2006 00:57 Uhr von DorianArcher
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Berufung: Kommt nicht durch. Es wird zu einer Verurteilung kommen, definitiv. Nur weil auf die Straße koten irgendwann mal sozial akzeptiert ist, ist es nicht weiger illegal.
Kommentar ansehen
07.11.2006 19:15 Uhr von Jorka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Gutes Urteil,: hoffentlich scheitern die mit ihrer Berufung.

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Amazon Key: Türschloss für Paketboten soll leicht zu knacken sein
Studie: Hundebesitzer haben seltener einen Herzinfarkt
"Justice League": Ben Affleck hatte von Filmset Batarang geklaut


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?