04.11.06 16:29 Uhr
 404
 

Athen: Auf UNO-Tagung wurde vor Dominanz der englischen Sprache im WWW gewarnt

Auf der in Griechenland unter Schirmherrschaft der UNO abgehaltenen Tagung warnten die Teilnehmer des UN-Internet-Forums vor dem Aussterben anderer Sprachen durch den dominierenden Anteil von englisch-basierten Inhalten im Internet.

Von den 6.000 gesprochenen Sprachen sind rund 90 Prozent im World Wide Web nicht vorhanden. Einen großen Anteil an diesem Zustand hat die weit verbreitete englisch-basierte Programmiersprache HTML.

"Ein großer Teil der Welt bleibt ohne Stimme, weil er an den Informationen nicht teilhaben kann", so Adama Samassekou, Präsident der Afrikanischen Akademie für Sprachen. An der Konferenz nehmen Konzerne wie Microsoft, Google und Yahoo teil.


WebReporter: aidzdotnet
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Athen, Sprache, UNO, Domina, Tagung
Quelle: derstandard.at

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Donald Trump beauftragt NASA mit neuer bemannter Mond- und Mars-Mission
Neues Patent für Weltraumanzüge: "Bring mich nach Hause"- Funktion
Studie: Sich als Batman verkleiden steigert die Produktivität

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
04.11.2006 16:45 Uhr von Bjorn42
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nichterkannten Selbsterkenntnis: "Ein großer Teil der Welt bleibt ohne Stimme, weil er an den Informationen nicht teilhaben kann", sagt er schon ganz richtig. Eben drum sollte man sich auf eine Sprache fokussieren, damit diese Barrieren zukünftig nicht mehr existieren. Wer es aus kulturellen Gründen oder als Hobby pflegen möchte, bitte. Aber ansonsten sollte man die unermäßlichen Vorteile nur einer Sprache zu schätzen wissen. Mal abgesehen davon, dass jeder jeden Verstehen kann, könnten unsere Kinder in der Schule mehr lernen, weil sie sich nicht um eine oder zwei Fremdsprachen kümmern bräuchten. Keine schlecht übersetzten und synchronisierten Filme mehr, man könnte auf viel mehr Ressourcen zugreifen, ... ach die Liste wäre unendlich.

Sprachenvielfalt, meinetwegen. Aber eine Weltsprache müsste trotzdem mal her.
Kommentar ansehen
04.11.2006 16:51 Uhr von christi244
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@bjorn: Das sehe ich auch so und ich denke, es sollte auch bei "Englisch" bleiben als Welthauptsprache.
Kommentar ansehen
04.11.2006 17:04 Uhr von ogma
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
christi: Warum Englisch?
Nur weil Deutsche die Sprache leicht lernen koennen?
Wie waere es mit Chinesisch? Die Sprache wird von viel mehr Menschen gesprochen und ist fuer viele Menschen einfacher zu erlernen als das Englische :-)!
Vielleicht auch spanisch oder franzoesisch ;-)!

Aber das Englische hat sich schon zu weit durchgesetzt, deshalb hast Du natuerlich recht, dass es Weltsprache bleiben sollte.
Kommentar ansehen
04.11.2006 20:06 Uhr von Telemaster
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
...also zuerst möchte ich mal anmerken, dass englisch nicht offiziell die Weltsprache ist; sie hat sich durchgesetzt, aber eben nicht offiziell. Ich persönlich hätte auch lieber eine andere Sprache als "Weltsprache"; nicht gerade Chinesisch, aber tendiere doch eher zum spanischen, da spanisch noch vor englisch zu den meistgesprochenen Sprachen steht und eine einfache Grammatik hat; wer Latein gelernt hat, kommt auch gut mit den romanischen Sprachen zurecht.

Deutsch - obwohl geliebte Muttersprache - muss keine Weltsprache werden, da die Grammatik schon ihre Tücken hat; außerdem ist kein Staat, der zu seiner Sprache steht so dumm und macht diverse Rechtschreibreformen, die von A bis Z das Papier nicht wert sind, auf dem die niedergeschrieben wurden.

Deutsch stand bis vor wenigen Monaten noch auf Platz 10 der meistgesprochenen Sprachen; ist nun auf Platz 11 - genaugenommen auch nicht schlecht.

http://de.wikipedia.org/...
Kommentar ansehen
04.11.2006 20:14 Uhr von Telemaster
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Statt Edit Da ein EDIT ja immer noch nicht möglich ist; halt wieder ein Doppelpost...


Es ist fast schon bedauerlich, dass sich Esperanto nie so richtig durchgesetzt hat; die Idee an einer unabhängigen Sprache war eine gute.

Zur News: Ich finde es auch nicht prickeld, dass im Internet Englisch, gefolgt vom Deutschen die Oberhand gewinnt. Man kann unmöglich einen Menschen zwingen eine Fremdsprache zu sprechen; für Menschen aus Asien ist Englisch genauso schwer als würden wir in Europa indisch oder japanisch lernen.

Allerdings glaube ich nicht, dass es an der Programmiersprache HTML, welche ganz genaugenommen gar keine Programmiersprache ist, liegt; es liegt wohl vermehrt daran, dass dass jeder krampfhaft, selbst mit dem kleinsten deutschen Daniel-Kübelbock-Fanforum international wirken möchte :)

Im 21. Jahrhundert kann man eigentlich erwarten, wenn man schon international tätig sein will, auch für die wichtigsten Sprachen sein Angebot zu lokalisieren. Microsoft und viele andere zeigen ja, dass es funktioniert. Lokale kleine Webseiten müssen nicht in englisch sein, sie können gut und gerne in der jeweiligen Muttersprache erscheinen. Ich will keine Welt im 24. Jahrhundert, welche nur noch eine Sprache spricht; das ging schon einmal schief... beim Turmbau zu Babel.
Kommentar ansehen
05.11.2006 02:25 Uhr von CommonSense
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
das ist mal wieder Geldverschwendung so eine Tagun: da reden 100 kluge Leute darüber, dass Englisch nun im Internet so stark vertreten ist. Für das Geld, dass sich die Leute dort treffen und über Dinge reden, die eh nicht zu ändern sind, hätte man leichter was Gutes für irgendwelche Armen getan...
Ich finde solche Tagungen eine Zeit- und Geldverschwendung, nur eine ABM Maßnahme für Akademiker
Kommentar ansehen
05.11.2006 11:08 Uhr von Johnny Cash
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich: schließe mich CommonSense an. Englisch wird nunmal weltweit gesprochen und hat sich durchgesetzt.
Kommentar ansehen
05.11.2006 14:25 Uhr von El Damiano
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Esperanto: hat sich einfach nicht durchgesetzt weil es viele, wenn nicht die meinsten, nicht kennen.
Frag mal einen Schüler ob im der Begriff "Esperanto" geläufig sei.
An Englisch habe ich nichts auszusetzen aber wenn Esperanto als Zweitsprache damals in der Schule angeboten würde (oder besser als zweite Framdsprache)
hätte ich mich sicherlich dafür interessiert.
Kommentar ansehen
05.11.2006 18:51 Uhr von terrordave
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
esperanto nr 2: mich persönlich stört an esperanto, dass es nicht wie eine richtige sprache klingt. schön und gut, wenn ich als deutscher 50 % der wörter versteh, aber es klingt einfach schlecht und zusammengeflickt.

vielleicht sollten sich die sprecher der anderen 90 prozent mal hinsetzen und ihre sprache im internet "festhalten"? ist doch egal, wenn html englisch ist, man darf seine eigene sprache trotzdem sprechen.

allerings ist das internet dermaßen global und international, dass sich wenige finden würden, die auf malaiisch oder so kommunizieren, klar dass man da auf die sprache zurückgreift, die die meisten menschen sprechen und das ist, wiki zufolge, englisch.
Kommentar ansehen
05.11.2006 20:42 Uhr von JayAge
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
was ist daran schlimm: dass sich eine sprache durchsetzt?
jedoch wäre spanisch wirklich besser, da es einfacher ist und es mehr menschen sprechen (tendenz steigend).
von deutsch wäre abzuraten da es extrem schwierig ist. kaum ein deutscher kann richtig deutsch (michse inbegriffen)^^
Kommentar ansehen
07.11.2006 14:44 Uhr von savra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@terrordave, Bjorn42: Esperanto klingt eigentlich romanisch. Esperanto soll aber
auch gar nicht schön sein, sondern eine einfache
Plansprache zum Zwecke der internationalen
Verständigung; und Kultursprachen kann sie freilich nicht
ersetze.

@Bjorn42:
Eine Weltsprache muß her? Es gibt deren momentan etwa
ein Dutzend.

Was sollen die Vorteile einer einzigen Sprache sein? Viele
Ausdruckmöglichkeiten fallen weg, viele Möglichkeiten der
Differenzierung fallen weg, die Beschreibung der Welt aus
verschiedenen kulturellen Perspektiven fallen weg, viele
schöne Sprachen fallen weg. Im Französischen legt man
beispielsweise Wert auf die Aussprache, und selbst die
Grammatik muß sich ihr manchmal beugen. Im
Chinesischen gibt es Wörter für Begriffe, die sich im
Deutschen nur umschreiben lassen, und so schöne
Endungen, die die Bedeutung eines Satzes ändern oder
unterstreichen, von denen man im Deutschen oder
Englischen nur träumen kann. Und Englisch hat als eine in
der Welt dominierenden Sprachen gezeigt, wie
unrealistisch es ist, eine gemeinsame Sprache zu haben,
denn: Internationales Englisch ist verkümmert und primitiv,
ist kein Vergleich zur Kultursprache Englisch und ist
demnach auch nur für internationale und einfache
Kommunikation geeignet, aber eben nicht für das, was
Menschlichkeit auszeichnet: den Sinn für Sprache, den
Sinn für Schönheit, für hohe Literatur, für Inhalte und
Klang, für Werke, die zum Weltkulturerbe beitragen. Und
Englisch ist keineswegs einheitlich in der Welt, sondern
reichen von einem Kulturenglisch hinab bis zu
Pidginsprachen. Ein Beispiel ist das Internet: Die
englische Sprache ist dort primitiv und verkommen – davor
versucht sich beispielsweise Großbritannien zu schützten.
Ein anderes Beispiel ist der Blick in die Welt, denn so
sieht man, daß Englisch keine Weltsprache ist, sondern
daß schlechtes Englisch eine Weltsprache ist. Wie kann
man diese Sprache ernsthaft zu der einzigen Sprache der
Welt erheben wollen und ihr das Kulturerbe anvertrauen?
Das ist entweder zerstörer- und verbrecherisch, oder eine
grenzenlose Idiotie und Dummheit; und uu glauben, eine
andere Sprache könnte dies leisten, ist nichts anders.
Kommentar ansehen
07.11.2006 14:54 Uhr von savra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@JayAge: Wenn es Einfachheit ist, die Dir als einziges Merkmal von Bedeutung ist, dann setze Dich auf einen Baum zu den Affen, denn deren Sprache ist noch einfacher, beschränkt sich auf einige Dutzend Laute und Gesten.

Sprache hat etwas mit Kultur und Kommunikation zu tun, ist wichtigstes Gut eines Volkes und einer Menschheit, denn nur mit ihr wird Wissen vermittelt, gelehrt und gelernt, geforscht, gedacht und entwickelt. Wie kann man diesbezüglich ernsthaft mit der Einfachheit argumentieren?

Übrigens haben viele Sprachen schwierig und einfach zu erlernende Dingen. Im Deutschen ist es die Bildhaftigkeit, die Aussprache und die Logik der Regeln, die sie einfach machen. Logische Regeln? Nun, man schaue sich beispielsweise bei Russisch oder Französisch, wieviele Ausnahmen es dort gibt. Im Englischen liegt die Schwierigkeit an der etymologisch gewachsenen Aussprache, so daß man quasi für jedes Wort einzeln lernen muß, wie es geschrieben und gesprochen wird. Die Grammatik im Englischen dafür ist einfach, was aber zur Folge hat, daß die Sprache einen sehr guten Wortschatz hat, um die einfache Grammatik zu kompensieren; und trotzdem ist Russisch oder Deutsch ausdrucksstärker und bietet mehr Möglichkeiten, haben dafür aber eine deutlich schwieriger zu erlernende Grammatik. Nun, zu Spanisch kann ich nichts sagen, aber das muß ich ja nicht, denn wie ich schon anfangs sagte, ist das Argument der Einfachheit eines der schlechtesten und dümmsten, das man überhaupt bringen kann. (Zudem: Ido oder Esperanto als Plansprache dürfte deutlich einfacher und schneller zu lernen sein als Spanisch. Geht man nach der Anzahl der Sprecher, dann würde man auch nicht für Spanisch argumentieren, sondern für Chinesisch.)
Kommentar ansehen
07.11.2006 14:57 Uhr von savra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zu schnell geschrieben: Ich hätte nicht so schnell schreiben sollen, denn so haben sich einige Fehler eingeschlichen. Zudem habe ich das Problem, daß sich eine blöde DSL-Werbung die rechte Fensterseite überdeckt, so daß ich nicht alles sehe, was ich tippe. Gemeint war jedenfalls ein großer Wortschatz, kein guter Wortschatz.
Kommentar ansehen
08.11.2006 23:56 Uhr von DorianArcher
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nunja So ist es nunmal. Sollen sich die Minderheitensprachler hinsetzen und rrelevante Infos in ihrer Sprache verbreiten...

Refresh |<-- <-   1-14/14   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Zweitwichtigster Importpartner: Thailand stoppt gesamten Handel mit Nordkorea
Gewerkschaft Cockpit ruft Ryanair-Piloten zu Streik auf
Hessen: Traktorfahrer zerstört sechs Blitzer


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?