04.11.06 11:14 Uhr
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Hessen: Studenten sammeln Unterschriften für Verfassungsklage

48.000 Unterschriften - genau ein Prozent aller Wahlberechtigten aus Hessen - brauchen die hessischen Studenten für ihre Verfassungsklage. Nur dann entscheidet der Hessische Staatsgerichtshof über ihr Anliegen: eine Rücknahme des Studiengebührengesetzes.

Jeder, der seine Unterschrift abgeben möchte, muss sich das entsprechende Formular zunächst bei Studierendenausschüssen, Gewerkschaften oder im Rahmen von Aktionen an den Infoständen abholen. Danach wird seine Wahlberechtigung geprüft.

Ob die Studenten mit ihrer Klage nun Erfolg haben werden, hängt zunächst einmal entscheidend davon ab, ob sich genug Unterschriften bekommen. Studentenvertreter gehen davon aus, dass sie die erforderliche Anzahl innerhalb des Sommersemesters erreichen.


WebReporter: mars_d.
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Student, Hessen, Verfassung, Unterschrift, Verfassungsklage
Quelle: www.uebergebuehr.de

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40 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2006 22:42 Uhr von mars_d.
 
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Ich hoffe, dass die Studenten mit Ihrer Klage Erfolg haben werden. Die unsozialen Studiengebühren sind eindeutig falsch! Ich begrüsse es, dass SPD und Grüne die Studenten in ihren Anliegen unterstützen.
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04.11.2006 11:22 Uhr von AragornDunadan
 
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Pro Gebühren: Ja, ich als Student bin für die Studiengebühren.
Wieso?
Zu aller Erst bewegt es Studenten dazu, das Studium effektiver zu gestalten und zügiger zu beenden, da kann man es sich nicht leisten 15 Semester rumzugammeln und dann zu merken man studiert lieber was anderes. Das sind dann auch die Studenten, die gegen die Gebühren sind. Außerdem hoffe ich darauf, dass das Geld von den Unis sinnvoll in neue Ausstattung und leere Lehrstühle investiert wird. Auch könnte damit die ein oder andere baufällige Treppe (siehe zB Uni Regensburg) mal wieder in Ordnung gebracht werden.
Schaut man mal ins Ausland, können wir uns freuen nur 500€ zahlen zu müssen, in anderen Ländern wird da ein vielfaches von verlangt.
Wer das Geld nicht sofort hat, kann einen Kredit bei der jeweiligen Landesbank aufnehmen. Die gibts es dort für sehr gute Konditionen und nach dem Studium muss keiner an trockenen Rüben nagen.
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04.11.2006 11:44 Uhr von evilboy
 
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AragornDunadan: Nur steht nicht fest, ob die Studiengebühren wirklich auch an die Einrichtungen fließen, oder ob dann einfach Staatsmittel dem Haushalt zuliebe gekürzt werden...
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04.11.2006 11:58 Uhr von Snacker
 
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@AragornDunadan: na toll dan beenden sie ihr studium und haben gleich schulden. vllt kommst du aus einer gut verdienenden famile da sind 500€ nicht die Welt aber sollte man der wachsenden unterschicht nicht auch das recht auf bildung geben um aus eben dieser armut entkommen zu können.
und sag net Stipendien die gibts nur für die besten und sollte ein 2er schüler nicht auch studieren können?

Bildung sollte frei sein gerade in einer zeit in der die menschen wieder an Adam und Eva glauben
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04.11.2006 12:00 Uhr von Dönertierchen
 
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AragornDunadan: Wer sagt das diese 15 Semester lang studierenden Karteileichen nicht Gebühren zahlen? Soweit ich weiß gibt es sogenannte Langzeitstudiengebühren... da dürften solche Fälle wohl drunter fallen.
Was den Rest angeht... Im Auland zahlt man mehr... aber schon mal dran gedacht das die da besser an Stipendien rankommen und die höher ausfallen als bei uns D? Natürlich muss man entsprechende Leistungen vorweisen können. Vom Bafög wird sich wohl auch kaum jemand 500€/Semester sparen können, so mickrig wie das in der Regel ausfällt... die wenigsten bekommen ein üppiges Bafög. Kredite sind auch nicht grade das gelbe vom Ei.
Ich bin solange ein entsprechend gutes "Untersützungssystem" nicht existiert gegen die Gebühren.
Zu deiner Beruhigung ich bin kein "ineffizienter" Student. Ich hab meine Studienrichtung gewählt bin damit zufrieden udn habe fest vor das ohne ein einziges Semester Verzögerung durchzuziehen... denn umso länger ich studieren umso später komm ich an Geld... und das braucht man ja heutzutage andauernd und überall.
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04.11.2006 12:00 Uhr von cheini
 
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lol: Mit der Kohle wird genau das gemacht was auch mit der Ökosteuer Kohle gemacht wurde...das fliesst in irgendwelche Löcher rein die da mal weider zu stopfen sind. Gegen eine geringe Studiengebühr hätte ich auch nichts einzuwenden vorallem weil es teilweise die Typen vom studieren abhält, die mal eben kein Bock auf was anderes haben und dann in den Unis rumgammeln. Vertrauen habe ich in Deutschland leider keines mehr sobald es um Geld oder Gebühren geht...da glaube ich kein einziges Wort mehr
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04.11.2006 12:48 Uhr von stadi
 
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@AragornDunadan: Gebe Dir voll und ganz recht !!!!!
Ich kenne genug Studenten die studieren wollen und auch bereit sind Gebüren zu zahlen. Wie Du schon sagtest sind die dagegen die sowieso nix auf die Reihe bringen oder sich selbst verwirklichen wollen, z.B. Rentner die mal einfach so studieren und alle Vorteile wie verbilligt mit dem ÖPNV zu fahren oder verbilligt in Kino und Theater gehen.
Wo bleibt der Handwerker der nebenbei seinen Meister macht und auch dafür bezahlen muß oder Er macht es A.Block und kann dann nicht arbeiten gehen, also muß er auch nen Kredit aufnehmen oder das Geld vorher zurück gelegt haben.

Fazit: Ich bin auf jeden Fall für Studiengebüren !!!!
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04.11.2006 13:14 Uhr von Telemaster
 
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Grundsätzlich: Grundsätzlich bin ich absolut gegen Gebühren; ich finde es bedauerlich, dass man Gebühren beim Amt bezahlen muss, wenn man ein Auto ummeldet, oder einen neuen Ausweis beantragt; ja selbst Gebühren für Stadtbibliotheken sollten nicht sein; denn schließlich bezahlen wir schon genug Steuern und noch sind unsere Behörden nicht privatisiert.

Aber im Fall der Studiengebühren muss ich sagen; ich bin dafür. Warum? Weil es kein Geheimnis ist, dass man immer häufiger Studenten antrifft, die nach dem Studium bereits in Rente gehen können. 150 Jahre studieren sie und am Ende kommt dennoch nichts mehr bei rum. Dann gibt es oft viel zu viele Studenten und mancher studiert nur um studieren zu können; auch wenn er eigentlich gar nicht studieren will. Die Vorteile (Vergünstigungen hier und dort) lasse ich mal außen vor, um es nicht zu Verallgemeinern.

Es gibt hundertausende Studenten, die studieren nur alle drei Monate für einen Tag mal, und dazwischen spielen sie World of WarCraft, DAoC, Everquest... das soll unsere Elite werden? Das sind in meinen Augen keine echten Studenten mehr, sondern eher Nutznießer in einem Sozialsystem.

Mit den Gebühren werden alle diese schwarzen Schafe aussortiert, weil sie sich nun zweimal überlegen, ob die Vergünstigungen und diverse Boni, die man so hat, die Gebühren aufwiegen. Wer heute freiwillig die Gebühren bezahlt, der studiert auch wirklich, strengt sich etwas mehr an, will schneller fertig werden und sein Studium auch für seinen späteren Erfolg nutzen.

Ergo: Ja zu Gebühren - zumindest in diesem Fall. Grundsätzlich bin ich aber eher dagegen.
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04.11.2006 13:21 Uhr von carry-
 
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pro gebühren: denn je weniger studieren, desto weniger konkurrenz kommt nach!
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04.11.2006 13:24 Uhr von M:H:S
 
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auch pro gebühren: weil: http://shortnews.stern.de/...

;-)
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04.11.2006 13:39 Uhr von evil_weed
 
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"Es gibt hundertausende Studenten, die studieren nur alle drei Monate für einen Tag mal, und dazwischen spielen sie World of WarCraft, DAoC, Everquest... das soll unsere Elite werden? Das sind in meinen Augen keine echten Studenten mehr, sondern eher Nutznießer in einem Sozialsystem."

toll. und was ist mit gebühren dann anders?
ausser dass viele arme leute es sich grundsätzlich nicht leisten können, ihren kindern ein studium zu finanzieren. die reichen können ja genau so weiter machen wie bisher... in der uni anmelden, eltern zahlen lassen und dann nur noch wow zocken.

aber ich bin auch für gebühren. hab nämlich keine lust über steuern leute zu finanzieren die studieren wollen. ich persönlich kann daraus nämlich keinen nutzen ziehen, dass andere menschen studieren. wieso soll ich dafür zahlen?
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04.11.2006 13:48 Uhr von denksport
 
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evil_weeds: persönlcih keinen Nutzen ziehen: Naja, das sehe ich genauso mit den ganzen Steuergeschenken für Leute mit Kindern und so weiter.
Persönlich habe ich nix davon, werde aber einen Haufen Geld los, für das wohlergehen anderer Leute. Bei beiden Themen sollte man mehr auf Qualität achten. Was haben wir von einer Menge Unis, wo nur Professoren unterrichten, weil die da keinen Schaden mehr anrichten? Was haben wir von jede Menge Kindern, von denen aufgrund der sozialen Verhältnisse man davon ausgehen kann, dass die statt in die Rentenkasse einzuzahlen wohl eher noch staatliche Unterstützung beziehen werden. Was haben wir von Studenten, denen man unötig Steine in den Weg legt und die Studiendauer explodiert, aber die Ausbildung total an den Erfordernissen der freien Wirtschaft vorbeigeht.
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04.11.2006 14:08 Uhr von Meister-Petz
 
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Bafög & Arme Schichten: Also vorneweg ich finds auch doof zu zahlen.. und ich bin kein Langzeitstudent. Muss nun halt nebenbei noch arbeiten, da meine Eltern zwar zu viel verdienen, dass ich Bafög bekommen würde, aber nochmal 100€ pro Monat mehr an mich auszahlen möchte ich ihnen auch nicht zumuten.

Aber an alle Leute, deren Eltern so wenig verdienen, dass sie Bafög bekommen (voller Satz) sei gesagt, dass diese auch KEINE Studiengebühren bezahlen müssen und zwar fast nirgends.
Ok.. sie müssen zahlen, aber alleine bei 450€ Bafög pro Monat und 5 Jahre Studium bekommt man in der Zeit 27000€. Da in den meisten Bundesländern die Maximalverschuldung bei 10000€ oder 15000€ liegt können sie auf die 27000€ auch noch locker das Darlehen für die Gebühren draufpacken, sie müssen es eh nicht zurückzahlen.
bei 5 jahren Studium wären das nochmal 3000€ macht 30000€.. von denen sie nur 10, bzw. 15000€ zurückzahlen. Also ändert sich für sie durch die Studiengebühren NICHTS. Außer, dass sie irgendwo nen Antrag einreichen müssen.

Also was soll das rumgememme von wegen geht nicht usw. ! Viel unfairer finde ich, dass ich arbeiten muss und das Geld in die Gebühren stecken muss, und jemand mit Bafög geht arbeiten und darf das Geld behalten.
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04.11.2006 14:09 Uhr von Phoebe5035
 
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gegen gebühren: die ganzen pro-gebühren-user hier haben irgendwie alle nur ein argument: die langzeit-studis die nur rumgammeln und das system belasten.
klar, gibt es solche schmarotzer. aber wegen den paar wenigen gleich allen leuten aus schwachen familien die chance auf gute bildung nehmen?

ich kenne genügend studenten, die über ihre regelstudienzeit hinaus sind. aber nicht, weil sie WorldOfWarcraft zocken, sondern weil es mitunter sehr schwierig ist, das studium in der regelstudienzeit zu schaffen! mein freund ist zurzeit im 13. semester, und er gammelt absolut nicht rum. in seinem studiengang bauen die prüfungen aufeinander auf, d.h. haste eine prüfung noch nicht geschafft, darfste bestimmte andere prüfungen noch nicht schreiben. und wenn die prüfungen nur einmal im semester angeboten werden, zieht sich das dann eben hin.
bsp.:
3. sem: prüf. A nicht bestanden
4. sem: prüf. A wieder nicht best., prüf. B darf noch nicht
5. sem: prüf. A endlich best., prüf. B noch nicht (weil schon vorbei bis ergebnisse da sind)
6. sem: endlich darf prüf. B geschrieben werden

da hat man also vllt. mal in einem fach ein paar probleme und schon hängt man 2 semester hinterher. das geht ganz schnell. hinzu kommt, dass gerade etliche studiengänge von diplom auf bachelor/master umgestellt werden. und mein freund hat nun das pech, dass dadurch sein studiengang komplett umstrukturiert wird und er noch bestimmte prüfungen offen hat, die überhaupt nicht mehr angeboten werden. also rennt er mit seinen kommilitonen dauernd zu irgendwelchen professoren und bettelt darum, bestimmte prüfungen schreiben zu dürfen!

ich selbst habe auch etwas länger gebraucht. regelstudienzeit sind 8 semester, ich hab 10 gebraucht. warum? bis zum 7. war alles okay. alle prüfungen ohne probleme geschafft. im 8. semester wäre dann diplomarbeit schreiben dran gewesen, aber das ganze thema mit firma abstimmen und die entsprechenden daten zu bekommen dauerte eben etwas länger. dann war die bafög-zeit zu ende und dann musste ich erst mal eine weile arbeiten gehen, um geld reinzukriegen. und so zog sich die fertigstellung der diplomarbeit eben eine weile hin.
und zwar nicht, weil ich ein schmarotzer bin und lieber WoW zockte, sondern aus oben genannten gründen.
pauschal alle langzeit-studenten als sozialschmarotzer abzutun ist absolut falsch.

ich hab nichts gegen gebühren für studenten im rentenalter oder welche, die nach abschluss ein weiteres studium aufnehmen. aber für erststudierende sollte das studium gebührenfrei bleiben. die "semesterbeiträge" sind schon hoch genug. als ich 2001 angefangen habe, waren es an meiner FH rund 38 DM, jetzt sind es 38,50 EUR. bei meinem freund sind es rund 180 EUR (weil inkl. semesterticket, welches dem größten teil der studenten gar nicht nützt).

ich hoffe, dass die studenten in hessen genug unterschriften zusammenkriegen und mit ihrer klage erfolg haben!
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04.11.2006 14:11 Uhr von levo82
 
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Gebühren gegen Langzeitstudenten? Soll wohl ein Scherz sein oder?

Ich finde es auch nicht gut, wenn gewisse Leute 10 Jahre lang studieren und im Endeffekt nix bei rauskommt. Allerdings gibt es bereits andere Maßnahmen, die soetwas verhindern sollen.
Ich weiss nicht, wie das an anderen Universitäten gemacht wird, aber durch die Modularisierung der Studiengänge an meiner Uni wurden auch gleich noch ein paar andere Regelungen erlassen.
Zum Beispiel kann man sich jetzt nicht mehr erst am Ende des Semester entscheiden, ob man denn eine Prüfung mitschreiben möchte. Das MUSS jetzt kurz nach Beginn der betreffenden Veranstaltung geschehen. Hat man sich einmal dafür entschieden, muss man die Prüfung auch mitschreiben, ansonsten ist man automatisch durchgefallen. Fällt man in einer Prüfung dreimal durch, ist man sowieso komplett durch und wird exmatrikuliert.

Außerdem finden seit Neuestem auch Einzelgespräche mit Studenten statt, welche schon sehr lange studieren und nix weiter erreicht haben.

Ich erachte also Gebühren als Maßnahmen gegen Langzeitstudenten als vollkommen sinnlos. Das ist doch wieder nur ein erfundenes Argument, damit Studiengebühren von der dummen Masse akzeptiert werden. Denn Studenten haben in der BRD ja sowieso einen schlechten Ruf.

Dass das Geld sowieso nicht direkt an die Unis weitergereicht wird, ist ja eigentlich klar. Das Niveau wird an den Unis nur deshalb steigen, weil es sich weniger Leute leisten können zu studieren.

Mir ist während meines Studiums schon aufgefallen, dass die wenigsten das Studieren UND einen Job zusammen zufriedenstellend meistern können. Wer neben dem Studium arbeitet, studiert automatisch auch länger.
D.h. da nun mehr Leute dazu gezwungen sind, nebenher zu arbeiten, werden auch mehr Leute insgesamt länger studieren... aber das ist nur so eine Vermutung von mir.

"In anderen Ländern bezahlt man noch mehr". Das ist auch so ein ganz tolles Argument. Als ob eine Sache gleich als "gut" gilt, wenn sie etwas weniger schlecht ist.
Wenn ich mit 40° Fieber im Bett liege, soll ich mich dann freuen, dass es nicht 41° sind oder lieber etwas gegen das Fieber unternehmen?
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04.11.2006 14:40 Uhr von Troll-Collect
 
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oh, es lebt: Ist ja ermutigend, dass die zukünftige Bildungselite, die im Gegensatz zu früheren Zeiten autistisch wegsieht, wenn es anderen Bevölkerungskreisen an den Kragen geht (im Gegenteil sogar noch applaudierend daneben steht, weil man sich selber zukünftig auf der Gewinnerseite wähnt), nun doch zu zivilcouragiertem Leben erwacht, wenn der eigene Elfenbeinturm Kratzer bekommt. Vielleicht wird ja was draus.
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04.11.2006 15:22 Uhr von CommonSense
 
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Wenn weniger studieren wegen den Gebühren wenn weniger studieren, werden noch mehr eine Ausbildung machen, was die Anzahl an Ausbildungsplätzen noch weiter verknappen wird.

Irgendeiner, der vielleicht Akademiker geworden wäre, und ein paar schlaue Bücher geschrieben hätte, bewirbt sich stattdessen um eine Lehrstelle.

Langzeitstudenten sollten schon zur Kasse gebeten werden. Die anderen nicht, das ist meine Meinung. Sonst werden wohl nur noch die Reichen studieren können.

500 Euro + Studenwerksbeitrag macht bei uns 623 Euro pro Semester aus, dafür dass ich mit 500 Studenten in einer Vorlesung sitze und nicht mal ordentlich betreut werden von den Dozenten. Das ist einfach nur eine Frechheit, für mein Geld bekomme ich wenig Leistung und viel sinnloses Geschwafel!
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04.11.2006 15:53 Uhr von Meister-Petz
 
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@Troll-Collect: Es ist nunmal so, dass sich jeder am Ende nur um seine Belange kümmert. Allen Nicht-Studenten ist es jetzt ja auch herzlich egal obs Studiengebühren gibts oder nicht ;) oder sie sind dafür, nach dem Motto, die konnten wir eh noch nie leiden, sollen se mal zahlen. (Kann ich ja auch verstehen ;)).

Das max. Kindergeldalter wurde jetzt von 27 auf 25 runtergestuft... insbesondere für die schwierig die gerade 25 sind und bis 27 gerechnet haben. Alle die keine Kinder haben werden sich dafür auch wenig interessieren und dagegen vorgehen, betroffene wohl eher, auch wenn sie sich bis dato noch nicht gegen viel gewehrt haben.
Also was soll so eine Aussage. Ich habe noch nie geklatscht, wenn es anderen schlechter geht und mich das nicht betrifft.
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04.11.2006 16:55 Uhr von denksport
 
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Beifall klatschen tue ich grundsätzlich, wenn es Leute trifft, die sonst mit Schlamm nur so um sich und auch in meine Richtung schmeissen. Ich gebe es zu: Ich habe studiert und mir hängt die Doofheit und der hohe Lebensstandard des Proletariats zum Hals raus. Nich weil ich neidisch bin, sondern weil die Leute nix anderes können als auf Studenten rumzuhacken, dabei selber zu doof sind für irgendwas, aber seit Beginn Ihrer Ausbildung dick Kohle kassieren. .... ihr wisst gar nicht wie gut ihr es habt...
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04.11.2006 19:17 Uhr von Fussl
 
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Was: soll denn dieser geistige Dünnschiss?

Wenn jemand studieren möchte hat er einen Beweggrund dafür. Was war Deiner?

Die erfolgreichsten Studenten sind die jenigen, die für das Leben was sie mal beruflich ausüben wollen. Alle die nur die dicke Kohle machen wollen werden früher oder später scheitern. Im Mittelpunkt sollte das Streben nach Wissen und nicht nach Kohle stehen, die kommt, wenn man nicht doof ist von ganz alleine. Ich bin klar dafür daß das erlangen von Wissen nicht am Geld scheitern darf, wir steuern dann die Gesellsachaft der ganz Armen und der ganz Reichen immer schneller an. Genau das was die Menschen, hier in Europa zumindest, glaubten, im 20.Jh. abgeschafft zu haben.
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04.11.2006 20:47 Uhr von machisma
 
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evil_weed: stimmt.. so ein arzt der muss auch nicht studiert haben.
und politiker, lehrer, anwälte.. wir brauchen keine studenten.

(ironie)
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04.11.2006 21:02 Uhr von skyman
 
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@all: Also ich bin soeben mit dem Studium fertig geworden.

Ich bin total gegen Studiengebühren.

1. Die 500€ sind NUR DER ANFANG.
Lest echt mal genau durch. Es steht dort das momentan MAXIMAL 500€ von den Studenten verlangt werden darf.
D.h die Unis/Fh´s HÄTTEN auch "nur" 200€ oder 300€ verlangen dürfen. ABER NEIN die müssen natürlich den vollen maximalen Betrag haben. Warum eigentlich?? Warum gibt es keine uni/fh die sagt: Bei uns zahlt man 350€.

2. Nach 2 Jahren DARF bzw DÜRFEN die Studiengebühren je nach Fachrichtung auch höher sein.!! Ich habe gehört es gibt überlegungen das Mediziner bis zu 2000€ pro semester zahlen sollen.
WIRKLICH das ist kein scherz.!!!.

Also überlegt es euch sehr sehr sehr genau ob ihr wirklich so "dafür" seid.

Ah und noch etwas. Das man 11,12,13,14,15 Semster studiert KANN VIIEEEELLLE Gründe haben. Es heißt nicht das man dumm/faul ist oder den ganzen tag pc zockt.
z.b man erkrankt. man hat einen Unfall. man hat sonstwas. Klar es gibt Urlaubssemester etc etc. ABER wenn man ein Urlaubssemester nimmt ist man kein student mehr. Also man ist nicht mehr "ordentlich studierender".
Fängt man dann aber an DARF MAN NICHT sofort an den Klausuren teilnehmen SONDERN erst zum Semester ende. Also man "verliert" so oder so semster. Alles in einem erhöht sich die Semesterzahl. Also jemand der im 13-ten Semester ist muss nicht gleich ein fauler student sein.

Also das Studium dauert ca 4-6 Jahre und in der Zeit passiert sehr viel im Leben.

Außerdem sind die 500€ NUR die Studiengebühren HINZU kommt noch der bis dato geltende Beitrag von ca 140€. Sprich die Fahrkarte und der sonstige Beitrag. Also sind die Gebühren die man pro Semester zahlt ca 650€ .!!!!

Was mich sehr sehr stört ist eine tatsache.

Schaut nehmen wir an wir gehen in ein Geschäft mit 100€ in der Tasche. Nun kaufen wir uns z.b ein Fahrrad. Also wir zahlen und bekommen eine "gegenleistung" UND DAS IMMER.
Auch wenn wir auf der Straße mit dem PKW geblitzt werden. Dann zahlen wir und haben aber auch eine "gegenleistung" bekommen. Welche?
Nun wir sind schneller gefahren als "andere". Also war die gegenleistung das schnellere fahren.

OK also geld zahlen == eine gegenleistung bekommen. ich denke ihr wisst was ich meine.

OK nun wir haben heute sagen wir man den 30.09.2007. Morgen ist der 01.10.2007 und das neue WS fängt an.

wir gehen am 30.09.2007 an die UNI und schauen uns dort alles mal an. Das mensa essen die profs. und alles andere an.

OK dann am 01.10.2007 machen wir das gleiche. Wir gehen in der mensa essen, reden mit den profs etc. Und ist nun etwas "anders" bzw gar "besser".??
Gibt es in der mensa Hummer und Kaviar?? Oder hat der mensakoch 3* .??
kommen die Profs etwa von Harvard,MIT,Yale.??

NEIN mit sicherheit nicht. Alles ist beim alten.
Es stört mich ungemein, dass die studis 500€ bezahlen und bekommen keine gegenleistung als studenten die z.b vor 1 semester ihr dipl fertig hatten. Die studenten die z.b jahre lang dort "umsonst" studierten und die studenten die nun 500€ mehr bezahlen finden die gleichen "bedingungen" vor.

Ihr glaubt wohl nicht, dass die unis/fh´s mit den 500€ wirklich etwas "machen" das die 500€ auch wert ist oder??

Keine uni/fh weiß was sie mit den 500€ machen sollen. Es gibt noch keinerlei "pläne". Das ist echt traurig. Die studenten zahlen und wissen nicht wofür??. Das ist auch sehr frustrierend.

Glaubt mir es wird sich nichts ändern als ohne die gebühren.
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04.11.2006 21:17 Uhr von myfurde2
 
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genau Studiengebühren sind super Wenn man bisher schon "arm" lebte weil das Bafög viel zu niedrig ist, kann man jetzt noch mehr sparen und muss nebenbei arbeiten wodurch das Studium wieder leidet. TOLL !

Deutschland wird immer unattraktiver. Mich wundert es auch nicht, dass immer mehr Akademiker ins Ausland gehen.

Studiengebühren wären ok, wenn sonst alles passen würde ... aber mit unserem Land wirds immer *zensiert*.
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04.11.2006 21:33 Uhr von ICe768
 
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meine meinung: also meine meinung ist das in deutschland eh nur noch überall nach gründen gesucht wird um geld einzutreiben und alles mögliche weggekürzt wird was es mal positives gab und von daher ist das nur eine weitere schikane um den politkern ihre welt zu finanzieren und irgendwelche sachen zu finanzieren die meines erachtens keine not tun.

z.B. unsere auslandseinsätze... ist ja schön wenn wir irgendwann dadurch in den uno-sicherheitsrat kommen würde aber wayne?

neulich hab ich sie gehört das die deutschen akademiker alle ins ausland gehen und wieso auch nicht? für mich persönlich gibts hier auch keinen wirklichen halt und ich bin noch schüler und ihr könnt mich naiv und nicht für erfahren genug erklären aber sowas hat sich bei mir durch die ganzen nachrichten herausgefiltert und ihr könnt mich ja eines besseren belehren aber falls ich mal später ein auslandsangebot bekommen sollte wäre ich dem nicht abgeneigt!
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05.11.2006 00:03 Uhr von Der Erleuchter
 
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@AragornDunadan: Wegen Leuten wie dir hab ich auch kein schlechtes Gewissen ins Ausland zu gehen und dann können mich die Politiker kreuzweise.

Das seltsame ist nur, dass die meisten, die für Studiengebühren sind, Wirtschaftswissenschaften studieren und von Mama und Papa das Geld in A**** geblasen bekommen oder Bafög beziehen. Ich kenne genügend, die ein paar Semester länger gebraucht haben, weil sie alles selber bezahlen und arbeiten mussten. Soviel zum Thema Effektivitätssteigerung. Erstmal nachdenken! Nicht in jeder Stadt gibt es Studentenjobs für 10 Euro die Stunde. Hier (wo genau geht dich nix an) ist man froh, wenn man überhaupt einen bekommt und dann für 6,50 Euro (brutto) - max. 8 Euro 8 (Ausnahme Informatiker). Kannst dir ja ausrechnen bei ca. 600 Euro im Monat wieviel man arbeiten muss. Und wenn jemand argumentiert, dass man einen Kredit aufnehmen könnte, dann sag ich: Wieso? Dafür dass ich anderen Arbeit verschaffe durch mein Schaffen, soll ich mit Schulden ins Arbeitsleben starten? Die Gehälter für Ingenieure sind stark abgesunken. Heut verdient man mit nem Doktor in meiner Branche als Einsteiger 30-40000 Efros pro Jahr. Da lacht mich mein Fliesenlegerkumpel aus. Das macht er in 3 Monaten, was ich kaum glauben konnte aber wahr ist. Hätte man lieber nicht studiert! Wer seinen Meister macht, der muss zahlen sagen hier einige und ziehen das als Argument heran. Nur ein Bruchteil der Menschen mit Studium kann solche Stundenlöhne verlangen. Das ist ne Frechheit. Der Meisterbrief ist in vielen Branchen (natürlich gibts da auch Ausnahmen) ein Freifahrtsschein den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dann sollen die auch dafür zahlen. Ein Ingenieur muss sich ständig daheim weiterbilden, bekommt kein Weihnachtsgeld, hat oft ne 50-60 Std.-Woche und oft nur 3 Wochen Urlaub im Jahr. Dann hat er die 2000 Euro im Monat (Überstunden werden oft nicht mehr bezahlt) auch verdient. Am Band bekommt manch einer ohne diese Ausbildung durch Zuschläge oft genauso viel. Meine Ansicht ist, dass hier viele sind die einfach nur neidisch sind.

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