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Düsseldorf: Klage gegen Kindergartenerzieherin wurde abgewendet (Update)

Im April kam es in einem Kindergarten zu einem Streit zwischen zwei Jungen. Einer der Buben wurde angeblich von hinten attackiert und ihm wurden mit dem Seil Verletzungen am Hals zugefügt. Die Erzieherin soll erst später davon erfahren haben.

Man warf der Erzieherin die Verletzung der Aufsichtspflicht vor und forderte ein Schmerzensgeld von 2.100 Euro (ssn berichtete).

Die Eltern des Jungen sehen nun von einer weiteren Aufrechterhaltung der Anklage ab. Der Richter drängte darauf, dass der Junge zu einer Aussage vor Gericht erscheinen sollte. Doch der Knabe konnte sich wegen seiner Angst nicht dazu durchringen.


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WebReporter: Katerle
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Update, Düsseldorf, Klage, Kindergarten
Quelle: www.express.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.11.2006 11:22 Uhr von Schwertträger
 
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Gut vom Richter: Und ein letzter Funken Vernunft bei den Eltern, ihren Jungen daraufhin in Ruhe zu lassen. Das mit dem Schmerzensgeld an die Adresse der Kindergärtnerin war sowieso ein Hohn.
Die Eltern des Jungen sollten sich mal lieber an die Eltern des schädigenden Jungen wenden. Da sietzt der Schuldige/die Schuldigen. Wenn sie schon Geld sehen wollen, dann welches von dort!!
Aber da haben sie ja gesetzlich wenig Angriffsfläche, also wenden sie sich lieber an die Kindergartenerzieherin. Deswegen glaube ich an reine Abzockermentalität.
Wenn es mir um´s Unrecht ginge, stünde ich bei den Eltern des anderen Jungen auf der Matte und würde nicht die Kindergärtnerin belästigen, solange die nicht grob(!) und absichtlich(!) ihre Aufsichtspflicht verletzt hätte.

Ob letzteres der Fall war, muss natürlich untersucht werden. Auch jetzt noch, nachdem die Klage fallen gelassen wurde.
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01.11.2006 11:30 Uhr von luthienne
 
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Unglücklich formuliert: " Doch der Knabe konnte sich wegen seiner Angst nicht dazu durchringen."

Könnte man ja fast so verstehn, als hätte er Angst, was über die Erzieherin oder den Vorfall zu sagen, in der Quelle steht aber dass er vor dem Gericht Angst hat.
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01.11.2006 12:05 Uhr von cantarella
 
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ich versteh: sowieso nicht warum der junge son tamtam deshalb gemacht hat, also als ich im kindergarten war haben wir halt nen bissl gerauft und es kam auch schon mal zu verletzungen und außerdem was kann die erzieherin dafür?

wenn 20-25 hyperaktive racker in der gruppe sind kann man nicht auf alle aufpassen ^^
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01.11.2006 12:44 Uhr von borgir
 
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recht so: erzieherinnen sind doch im kindergarten völlig überfordert.so wenig personal für so viele kinder. da kann man nicht alle immer im blick haben. die eltern sollten die stadt oder das land verklagen. oder die dachgesellschaften der jeweiligen kindergärten, in denen sowas passiert.
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01.11.2006 13:03 Uhr von The_free_man
 
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@cantarella: Ich glaube zwischen "raufen" und Verletzungen zufügen liegt ein riesiger Unterschied.

Wenn der Junge da von hinten halb erdrosselt wird und vielleicht schon das Bewusstsein verliert..
Steht ja nicht genau, was da los war.

Aber ich finde, dass die Eltern von dem ausführenden Kind dafür haften sollten.
Denn da ist eindeutig was in der Erziehung schief gelaufen - und als Kindergärtnerin KANN man wirklich nicht überall sein.
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01.11.2006 13:29 Uhr von MiA.MaX
 
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so isses ! die eltern von dem verantwortlichen kind müssten für das geradestehen was ihr sohnemann da angestellt hat.

und der bengel sollte dafür mal ein paar kräftige schläge auf den arsch dafür kriegen !
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01.11.2006 14:24 Uhr von sacratti
 
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Ihr liegt einfach, wie üblich, völlig falsch: Die Eltern des "Schädigers" müssen überhaupt nicht.............
Kinder bis 7 Jahre sind absolut nicht belangbar. Die Eltern haben ihr Kind in die Obhut eines bezahlten Dienstes gegeben und sind somit voll aus dem Schneider. Haften muss der Dienst, und zwar unabhängig von einer Verschuldenssituation, auch leichte Fahrlässigkeit oder Unvermögen führen zu Ansprüchen:
Ein Kind kann m.E. auch nicht vor Gericht gezerrt werden, hier hat der Richter wohl parteilich gehandelt. Faktisch sind die Verletzungen, nicht die Aussage eines Kindes, das überhaupt nicht über die Tragweite seiner Aussage Bescheid wissen kann und rien subjektiv und wohl auch verzerrt, insbesondere wenn Angst im Spiel ist, berichten könnte. Wo bleibt eigentlich die Versicherung des Kiga Trägers?
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01.11.2006 14:53 Uhr von Schwertträger
 
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@sacratti: Nicht Gegenstand hier: Hallo sacratti,

wir wissen selbstverständlich auch um den Schaverhalt, den Du da schilderst und dessen rechtliche Lage.
Aber es geht etlichen Kommentatoren hier nicht um die rechtliche, sondern um die moralische Lage.

Diese News ist ja nur ein Update einer vorangegangenen News, wo die Eltern des angegriffenen Jungen eine SCHMERZENSGELDFORDERUNG an die Kindergartenerzieherin gestellt hatten (privat, wenn ich das richtig verstanden habe).

Unabhängig von der Rechtslage, mit der Du, wie gesagt, völlig richtig liegst, ist es moralisch eine unbescheidene Anmassung (und das ist in meinem Regelsystem eine sehr abwertende Klassifizierung), eine Schmerzensgeldforderung AN DIE KINDERGÄRTNERIN zu richten, SOLANGE die nicht willentlich oder zumindest grob fahrlässig ihre Aufsichtspflicht verletzt hat !!

Die moralische Schuld, und da liegen die meisten hier völlig richtig, liegt bei den Eltern des verursachenden Jungen, egal, ob die sich durch vorübergehende Übergabe ihres Jungen in staatliche Obhut (immerhin nicht die einer Jugendbesserungsanstalt, sondern nur eines Kindergartens) rechtlich aus der Affäre ziehen können, oder nicht. Diese müssen nämlich durch eine entsprechende Erziehung sicherstellen, dass der Junge im Rahmen einer normalen Betreuung überhaupt überwachbar ist.

Dieser Punkt wird aber von unserem Rechtssystem so nicht erfasst, weswegen man das privat regeln muss.
Und genau das würde ich als betroffenes Elternteil auch machen. Ich würde mit meinem Jungen bei der anderen Familie aufschlagen und nicht eher weg gehen, bis die anderen Eltern mir ein vernünftiges Bestrafungs- und Erziehungsszenario diesbezüglich vorstellen.

Der armen Kindergärtnerin gäbe ich wahrscheinlich gar keine Schuld, so lange nicht klar wäre, dass sie absichtlich nicht aufgepasst, oder sogar weggeguckt hat. Erst dann würde ich AUCH ihr auf die Pelle rücken.
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01.11.2006 20:53 Uhr von sacratti
 
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Schwertträger: Kann ich nicht im mindesten zustimmen.
Als ausgebildete Kigä muss sie sich ihrer Pfliht ganz bewusst sein, und damit ist sie allein verantwortlich. Dafür gibt es ja die Haftpföichtversciherung des Trägers, die letztlich von den Eltern mit ihrem nicht unerheblichen Beitrag von mind. 50.-€ bezahlt wird.
Moral hin oder her, es sind doch meist nicht die Kinder , die man mitunter mit solchen "TAten " in Verbindung bringt, sondern die unscheinbaren Muttersöhnchen, wo die Eltern zu Hause aus allen Wolken fallen,dass "ihr Kind" so etwas macht.
Ich habe da zwei Beispiele aus meiner eigenen Kindheit.
NAchbarsjunge, wir sind beim Skifahren vor dem Haus- 50er Jahre- es wird gehänselt, eben weil er das typische Muttersöhnchen ist- Mutter eine sehr liebenswürdige und auffallend gepflegte, hübsche Frau. Plötzlich verscuht er, mich mit seinem Skistock in Richtung Gesicht zu attackieren. Wegen meiner Abwehr trifft mich die Metallspitze nur in die Hand und durchbohrt diese fast ganz.
Nein, damals gab es kein böses Blut in der Nachbarschaft, man ging nicht vor Gericht oder stellte Schmerzensgeldforderungen, nicht einmal die Krankenkasse verlangte die Behandlungskosten vom Schädiger, resp. seiner Familie. Es war ein ganz normaler Vorgang.
In der Realschule, erste Klasse, Schulausflug. Wir sind etwa 10 Jahre alt. Lagerfeuer und Würste braten. Danach sitzt man um das Feuer oder tobt irgendwo herum. Ich entdecke eine ins Feuer gelegte Sprudelflasche, während ich sie herausziehe, rufe ich, es sollen alle wegrennen, in Deckung gehen, schon platzt das "gute Stück" und ein Splitter reisst mir ein ca 15 cm grosses Loch in die Wade, man sieht sogar das Wadenbein, soweit klafftd ie Wunde. Auch hier, ein Junge aus gut bürgerlichem Zuhause, der wusste, was er tat, aber die Folgen nicht abschätzen konnte. Seine Eltern schíckten mir ein paar Bananen und ein Bcuh zum lesen, fertig.
Heute leben wir aber in einer anderen Zeit. Alles und jedes ist geregelt, überall wird man wegen Nichtigkeiten zur Kasse gebeten, wegen vorgenannter "TAten" würde man u.U. die gesamte Zukunft eines Menschen ohne Wenn und Aber in Frage stellen, da ist es nicht verwunderlich, dass jemand auch einmal "sein Recht" sucht. So wird es uns vorgemacht, so werden wir selbst behandelt, und,. so mancher prof. Erzieher geht früh in Rente, wegen der Überlastung durch entspr. Schüler. Nein, es war nicht die "gute, alte ZEit", ich erinnere mich an viele Dinge, die ich gar nicht toll fand, es gab auch noch Schläge mit dme Rohrstock- ein guter Freund von mir stotterte etwas und bekam fürchterliche Schläge von unserem Lehrer- niemand hat das in Frage gestellt. Ach, da fällt mir noch was ein. Im Schulhof - vor allen Häusern-, stand ein Holzhaufen, Herbst, der Mobilsäger kam, um das Holz zu sägen udn hacken. Wir spielten, wer sich auf dem Holzhaufen beahupten konnte. Ein Mitschüler stiess mich brutal von hinten an und ich fiel den etwa 1,50m hihen Haufen mit dem Kopf voraus auf den Boden Auch hier klaffte eine grosse Wunde, die genäht werden musste. Der Typ wurde getadelt, aber mehr auch nicht. wenn ich heute dran denke, so mancher, der in unbekanntes Gewässer kopfüber springt, sitz danach ein Leben lang im Rollstuhl. Gar nicht auszudenken, was da heute los wäre.
Wie gesagt, keine glorreiche Zeit, auch nicht ein Stück menschlicher, eher angepasster, konformistisch.Schliesslich regierte die CDU unangefochten und Duckmäusertum war deren liebstes Kind. Man hatte ja doch irgendwie Dreck am Stecken, deshalb verhielt man sich ruhig.
Wir sind wieder irgendwie an der selben Stelle, es wird immer ruhiger, jeder macht sein DIng, wer darf oder kann, was geht uns an, was druassen passiert.

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