25.10.06 16:14 Uhr
 3.019
 

Frankreich: 80-Jährige tötete ihre schwerbehinderte Tochter - Bewährungsstrafe

In Frankreich kam es bereits im Jahre 2004 zu einem Vorfall, bei dem eine Frau ihre eigene schwerbehinderte Tochter tötete. Nun wurde die mittlerweile 80-Jährige vom Gericht zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Die 80-Jährige hatte ihre 41 Jahre alte Tochter nach zwei schweren Epilepsieanfällen umgebracht, indem sie sie strangulierte. Die Verteidiger seitens der Angeklagten forderten einen Freispruch für die Mutter, die aus "Sorge" gehandelt habe.

Die Staatsanwaltschaft stellte die Forderung nach einer fünfjährigen Bewährungsstrafe auf. Dies wurde mit der Tatsache begründet, dass die Tat ohne Vorsatz vollzogen wurde, die Tochter aber nie verlangt habe, durch Sterbehilfe umzukommen.


WebReporter: german_freak
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frankreich, Tochter, Bewährung
Quelle: www.netzeitung.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

AC/DC-Gitarrist Malcolm Young im Alter von 64 Jahren verstorben
Thüringen: Betrunkener Mann greift achtjährigen Jungen an
Hamburg: 16-Jähriger liegt mit Verletzungen auf Dach einer U-Bahn

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.10.2006 16:03 Uhr von german_freak
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Anfangs dachte ich noch, die Frau ist doch einfach nur krank, aber nach längerem Überlegen komm ich zu der Entscheidung, dass die Frau vielleicht das Beste für alle Beteiligten getan hat ... Sowohl für die Tochter, die ihr ganzes Leben unter schwersten Qualen gestalten musste, als auch für die Mutter, die über Jahrzehnte hinweg mit diesen Qualen auskommen musste.
Kommentar ansehen
25.10.2006 17:03 Uhr von ciaoextra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Autor Ich: will nix sagen, aber die Zeiten, wo man Behinderte umbrachte (weil nicht lebenswert) sind seit über 60 Jahren vorbei (Gott sei dank). Ich verstehe nicht, wie man einen Mord unter diesen Gesichtspunkten auch noch für gut heißen kann. *kopfschüttel*
Kommentar ansehen
25.10.2006 18:34 Uhr von nw051653
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Vielleicht: hat die Mutter sich auch einfach Sorgen gemacht, was aus ihrer Tochter wird, wenn sie selbst mal "nicht mehr ist" (mit 80!). Habe einen ähnlichen Fall im Bekanntenkreis mitbekommen - die geistig behinderte Tochter hat ihr Leben lang bei Mama gewohnt, war dann um die 50, als Mama starb. Sie war vollkommen hilflos, das war echt schrecklich. Ich denke mal, dass es schon normal ist, wenn man sich als Mutter dann Sorgen macht - aber es hätte sicherlich bessere Wege der "Vorsorge" gegeben als diesen doch eher, äh, finalen...
Kommentar ansehen
25.10.2006 18:54 Uhr von vorGebrauchschütteln
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sehe es genauso wie der Kommentator vor mir.

Und ich denke, dass das Gericht in ähnlicher weise diesen Fall beurteilt hat und deshalb das Urteil so mild für einen "Mord" gefällt wurde.
Kommentar ansehen
25.10.2006 19:31 Uhr von Dreamisback
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
urinstein: bei manchen epilepsie arten ist es so das bei jeden anfall ein paar gehirnzellen mehr absterben..kann also durchaus sein das die tochter mit "nur "epilepsie zur welt gekommen ist
Kommentar ansehen
25.10.2006 21:15 Uhr von Rhicey
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ ciaoextra: Es ist nicht wirklich stilvoll, andere an anderer Stelle über HI-Viren und "HIV-Viren" zu belehren, selber dann aber falsche Begriffe zu verwenden:

1. Liegt in diesem Fall absolut kein MORD vor.

2. Liegt nicht einmal Tötungsvorsatz im Sinne eines "normalen" Totschlags vor, wie Gericht und sogar StA festgestellt haben.

Natürlich kann man - was die moralische Bewertung der Tat angeht - eine eigene Meinung haben. Es ist aber falsch, dann bereits definierte Begrifflichkeiten zu verwenden, die objektiv nicht vorliegen.
Kommentar ansehen
25.10.2006 23:17 Uhr von Mr.Gato
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ciao: *blubb* *blubb*

Du mit deinem Naziwahn ma wieder.... wird langsam langweilig.

Aber zum Thema: Wäre ich behindert zur Welt gekommen, würde ich meinen Eltern die Hölle wünschen, wenn sie mich net Abgetrieben hätten oder *irgendwie* nach der Geburt getötet hätten.
Kommentar ansehen
26.10.2006 02:16 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Mr. Gato: Es gibt aber ja auch behinderte Fälle, die (notgedrungen?) ihr Leben nach einer Weile als lebenswert empfinden.

Ich könnte das für mich selber aber ab einem bestimmten Grad auch nicht akzeptieren, zumindest von meinem jetzigen Stand aus gesehen. (Das könnte ja anders sein, wenn ich geistig zu behindert wäre, um meine Behinderung zu bemerken).
Im Falle einer körperlichen Behinderung (Querschnittslähmung bspw.) finde ich es aber eine Riesenschweinerei, dass aktive Sterbehilfe nicht erlaubt ist, denn die würde ich (!) bitternötig brauchen in dem Fall.

Solange die Rechtsprechung so wie in Frankreich gehandhabt wird (gemäß den in der Originalnews angeführten Beipielfällen) braucht es nicht unbedingt eine Gesetzesänderung. Dann wird halt im Einzelfall entschieden und leise fallen gelassen. Ist vielleicht die bessere Lösung.



Der hier vorliegende Fall ist ein Grenzfall, denn wenn die 41-Jährige nicht um die Sterbehilfe gebeten hatte, ist das nicht so der wahre Jakob, sie einfach umzubringen.

Kommentar ansehen
26.10.2006 10:16 Uhr von Garviel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Mr. Gato: Du hast selbst sicher noch kein Kind, gell? Was wäre denn für dich "abtreibungswürdig behindert"?

Du darfst auch nicht vergessen, dass die Frau in dem Fall 41 war. Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts kamen erste Ultraschall-Geräte gerade erst auf den Markt, Fruchtwasseruntersuchungen gab´s gar nicht etc. pp. Und falls die Frau tatsächlich "nur "mit Epilepsie geboren wurde - das sieht man dem kleinen Würmchen nach der Geburt gar nicht an. Würdest du dann nach z.B. 3 Jahren beim ersten Anfall noch getötet werden wollen?
Kommentar ansehen
26.10.2006 10:18 Uhr von Garviel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Schwertträger: Ich vermute, du hast eine höchst wichtige Spezifizierung vergessen: Du meintest wahrscheinlich eine Querschnittlähmung ab Halswirbel?
Kommentar ansehen
26.10.2006 11:19 Uhr von dare_13
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
KRANK! Es scheint, als wenn die Frau irgendwie die Angst hatte, dass nach ihrem Tod die Tochter nichtmehr klarkommt oder so etwas in der Art. Das erklärt, warum sie die Tochter nicht schon früher ermordet hat aber wie kann man so einer Frau auch noch eine so milde Strafe geben? Natürlich ist sie alt, sehr alt, aber es ist ein Verbrechen und es war nicht einmal Sterbehilfe, weil der Tochter damit nicht geholfen wurde (weil die Tochter nicht sterben WOLLTE...)

Kranke Entscheidung, ich versteh´s nicht ...
Kommentar ansehen
26.10.2006 14:12 Uhr von Sorcerer79
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Teilweise echt kranke Meinungen: Hi, also was hier teilweise für gequirltes Zeug abgeben wird, ist ja voll der Hammer.
Bin von Beruf Heilerziehungspfleger und habe daher täglich mit behinderten MENSCHEN zu tun. Richtig, die Betonung liegt auf Menschen!
Und wenn ich das hier lese, ist es genau das, was die heutige Gesellschaft zum Thema ´Behindert sein´ wiederspiegelt. Ein Autounfall, eine versaute Operation und schon kann jeder behindert sein. Na wenigstens hat dann jemand einen Grund dich umzubringen, um dich von deinem ´Leid´ zu erlösen.
Und das einige von euch auch noch die alte Frau in Schutz nehmen, lässt mich nur mit dem Kopf schütteln. Erstens gibt es mittlerweile gute Medikamente um Epilepsiekranke richtig einzustellen und zweitens. Selbst wenn die 80-jährige Mutter nicht mehr in der Lage wäre, ihre Tochter zu betreuen, gibt es genügend gute Wohnheime für behinderte Menschen.
Das die Tötung nicht härter bestraft, kann ich echt nicht verstehen. Weil dann kann ja jeder gleich jeden umbringen, weil irgendwas nicht mit ihm stimmt.
Oh Mann. echt krass!
Kommentar ansehen
26.10.2006 14:44 Uhr von Mondelfe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Dreamisback: "bei manchen epilepsie arten ist es so das bei jeden anfall ein paar gehirnzellen mehr absterben..kann also durchaus sein das die tochter mit "nur "epilepsie zur welt gekommen ist"

Das ist absoluter Blödsinn, was du da schreibst! Ich könnte jedesmal ausrasten, wenn ich so etwas lese / höre...

Erkunige dich das nächste mal bitte genau, bevor du hier irgendwelche Vorurteile postest!

Danke!

Es gibt den sogenannten Status epilepticus, d.h. dass man da mehrere Anfälle am Stück hat, ohne sich zwischendrin ausruhen zu können. Dieser kommt die letzten Jahre aber immer seltener vor, da es mittlerweile Mittel gibt, die diesen
a) vorzubeugen oder
b) unterbrechen
können.

Bei dem Status epilepticus könnte es sein, dass Gehirnzellen absterben - wobei sich darüber auch noch Wissenschaftler und Ärzte streiten - aber über eines sind sie sich sicher: Es können bei einem Status epilepticus NIE so viele Gehrinzellen absterben, dass man dadurch plötzlich geistig behindert ist!
Kommentar ansehen
26.10.2006 16:11 Uhr von midhgard
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
oh wieder Ansammlung von Experten: Heissa hier gehts wieder rund, hier haben sich wieder die medizinischen Experten und Wunderknaben und -mädels versammelt. Hier kann ein Medizinstudent noch was lernen! Woher nehmt ihr eigentlich das Recht hier medizinische Halbwahrheiten zu posten? Ihr habt ja alle keine Ahnung davon sofern ihr nicht wirklich Ärzte oder Betroffene seid! Also psssst nicht so laut herumkrähen und irgendwelche Diagnosen stellen oder andere Tatsachen einfach anzweifeln! Da bewegt ihr euch auf ganz schmalem Grat!

Ich kann die Sorge der Mutter verstehen. Natürlich gibt es Heime wo man die Tochter nach dem Tod der Mutter unterbringen kann. Aber, was die Mutter bis dahin dann nicht getan hätte, wird sich dann vielleicht so ein weisser Engel herausnehmen, sprich eine Pflegerin, die es "nur gut meint" und dann die Tochter umbringt. Oder sie misshandelt, wie es immer wieder zu lesen ist. Ich würde auch keine Ruhe haben und mein Kind gut versorgt wissen wollen. Und wenn ich nichts weiss wo ich sie guten Gewissens hingeben kann, tja, dann kommt sie halt mit. Sprecht mal mit stark Epilepsiekranken! Das Leben ist kein Zuckerschlecken für sie und es gibt sicher einige die nicht mehr so weiter machen wollen. Hab letztens noch einen krassen Fall im TV gesehen in einer Reportage, den Jungen müssen sie seit Jahren ans Bett fesseln, weil er bei Anfällen auch noch gewalttätig wird und rumspuckt, andere verletzt und sich selbst. Der hat im klaren Moment sein Leid geklagt, dass er ein normales Leben führen möchte. Eine neue OP hat ihm Besserung verschafft, ich hoffe für ihn für immer.
Kommentar ansehen
26.10.2006 16:55 Uhr von Frau Holle
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Erhaben tun oder helfen? Eine Gesellschaft, die sich zivilisiert nennt und will, das Behinderte aufgezogen werden und menschenwürdig leben sollen, darf nicht Angehörige von Behinderten mit ihren Problemen allein lassen. Wer selbst keine behinderten Angehörigen hat, kann es wohl oft kaum ermessen, wie stark das Leben der Betreuungspersonen eingeschränkt ist. Wie oft zerbrechen Familien an solchen Problemen! Jawohl, Probleme. Ein Behinderter macht eine Menge Probleme. Natürlich ist er ein Mensch. Aber man muss vielleicht mal in Betracht ziehen, dass Angehörige auch ein Recht auf ein eigenes Leben haben sollten.
Ich hasse es, wenn Leute erhaben tun und Sprüche machen, die nie vor solchen Problemen standen. Ich kann es verstehen, wenn es Angehörigen zu viel wird und sie sich nicht mehr zu helfen wissen. Leute, die Frau ist 80, hat vielleicht selbst gesundheitliche Probleme, braucht villeicht selbst schon immer mal Unterstützung. Was ist mit ihrem Leben! Hat sich 40 Jahre nur aufgeopfert. Konnte nie weg. Wurde vielleicht von ihrem Mann verlassen. Lebte vielleicht die ganzen Jahre in großer Armut. Und ihr maßt Euch an, die arme Frau zu verurteilen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich nie vor solchen Problemen stand.
Kommentar ansehen
26.10.2006 22:04 Uhr von midhgard
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Frau Holle: Bravo! Dein Kommentar war bisher der beste und sinnvollste Beitrag, den man hier lesen konnte. Kann das was du sagst nur unterschreiben.
Kommentar ansehen
26.10.2006 22:58 Uhr von Mondelfe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@midhgard: Ich bin selber von der Epilepsie betroffen, habe mehrere Bücher über diese Erkrankung gelesen und besuche seit Jahren regelmäßig eine Selbsthilfegruppe, sowie die Jahrestagung der Deutschen Epilepsievereinigung (DE).

Von dem an, denke ich, habe ich schon ein bisschen Ahnung von dem was ich geschrieben habe!

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball: Ultras von Rot-Weiß Oberhausen müssen Führerschein abgeben
Fußball: Ex-Trainer Friedel Rausch gestorben
Texas: Frau wird nach Beschwerden wegen Anti-Trump-Aufkleber verhaftet


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?