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Stuttgart 21: Entscheidung auf 2007 vertagt

Die Entscheidung über das Bahnprojekt Stuttgart 21 wurde wieder vertagt. Verkehrsminister Tiefensee erklärte, dass die Entscheidung erst Februar/März 2007 fallen solle. Die Wirtschaftlichkeit des Projekts wird in diesem Zeitraum neu berechnet.

Der im selben Projekt enthaltene Neubau der ICE-Strecke Stuttgart-Ulm erhielt Tiefensees Zustimmung. Die Zustimmung für Stuttgart 21 hänge an der Wirtschaftlichkeit und der Finanzierung. Das Land werde, so Oettinger, das Projekt vorfinanzieren.

Ministerpräsident Oettinger sieht das Projekt nicht gefährdet. Die Erklärung des Bundes, die Bahn könne weiter planen, sei ein klares Signal. Boris Palmer, Sprecher der Grünen im Landtag, sieht sich bestätigt. Der Kopfbahnhof werde erhalten.


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WebReporter: vst
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Stuttgart, Entscheidung
Quelle: www.stuttgarter-zeitung.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.10.2006 09:57 Uhr von vst
 
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die kommentarspalte für den autoren: ist einfach nicht groß genug :-)

Seit weit über 10 Jahren weiß die EU, die BRD, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart, sowie die Bahn, dass die Ost-West-Magistrale über Stuttgart führen soll.

Seit 1994 wird Stuttgart 21 geplant.
Kosten 2,8 Milliarden Euro für Stuttgart 21, zwei Milliarden für die Neubaustrecke nach Ulm.

Alternative wäre den Kopfbahnhof zu erhalten, die Neubaustrecke nicht in Stuttgart beginnen zu lassen, sondern von Esslingen auf die Fildern zu fahren.
Nachteil, die Neue Messe und der Flughafen wären nicht an die Neubaustrecke angebunden.
Kosten für die Renovierung des Kopfbahnhofes 1,8 Milliarden, Kosten für die Neubaustrecke zwei Milliarden, Kostenb für die Anbindung der Messe und des Flughafens 400 Millionen.

Gesamtkosten für Stuttgart 21 incl. Neubaustrecke ca. 4,8 Milliarden Euro, für die Variante 4,2 Milliarden, eine schlechtere Anbindung, längere Fahrzeiten in alle Richtungen.

Durch den Bau von Stuttgart 21 wird Bahngelände frei, das beim Verkauf mehr Geld einbringt als die 600 Millionen Differenz.
Es sollen auf diesem Gelände die dringend benötigte Bibliothek gebaut werden, etwa 7.000 genauso dringend benötigte Wohnungen.

Was ich hier aber anprangern möchte ist nicht die Entscheidung gegen Stuttgart 21 - sollte sie mal kommen - auch wenn ich persönlich Stuttgart 21 für unabdingbar halte.
Was ich anprangern möchte ist die Unfähigkeit aller Beteiligter endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen.
Der Verkehrsminister Tiefensee gibt nun die was weiß ich wievielte Wirtschaftlichkeitsberechnung in Auftrag. Nach der Dritten habe ich aufgehört zu zählen.
Auch diese Berechnung wird wieder einige Millionen verschlingen.

Ist denn in dieser Republik keiner da, der sagt hüh oder hott?
Kein Entscheidungsträger in der Politik?

Hunderte von Millionen wurden seit 1994 vergraben. Planung, Gutachten, Gegengutachten, Geld von der Wirtschaft (etwa 500 Millionen) das nicht fließt, weil keine Entscheidung getroffen wird.

Politiker aller Parteien vergraben hier wieder unnötig Geld. Unser Geld. Das Geld der steuerzahler.

Es ist zum Kotzen.
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24.10.2006 13:11 Uhr von msi999
 
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Das Problem bei derartigen Projekten ist doch das sie im Vorfeld "schöngerechnet" werden. Auch vst wirft in seinem Kommentar mit Zahlen nur so um sich. Wie gesichert sind diese Zahlen? Wer wäre heute bereit zu garantieren, dass die Kosten nicht mehr als 50 % höher sein werden, als geplant? Wer garantiert die Erträge?

Schauen wir uns doch mal an, wieviel Geld in die Stuttgarter Messe vergraben wurde. Die dann - wenn sie überhaupt je annähernd wirtschaftlich sein kann - nur dann schwarze Zahlen schreiben kann, indem mit Mafiamethoden anderen Messestandorten im Land Messen abgeworben werden. Wundert es dann, wenn die schöngefärbten Zahlen bezweifelt werden?

Das Land hat Schulden und muss den Haushalt sanieren. Mit welchem Geld will die Landesregierung dann bitte das Projekt vorfinanzieren? Wie auch immer die Antwort sein wird: Es wird UNSER Geld sein, was sinnlos in Stuttgart verbuddelt wird!!!

(Ich weiss, das ist Polemik, aber wenn ich mir ansehe, wie die Landesregierung mit Geld umgeht --> Stichwort Messe, dann geht mir der Hut hoch!!!)
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25.10.2006 08:49 Uhr von vst
 
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msi999: >Das Problem bei derartigen Projekten ist doch das sie im Vorfeld "schöngerechnet" werden. Auch vst wirft in seinem Kommentar mit Zahlen nur so um sich. Wie gesichert sind diese Zahlen?<
weiß keiner. aus dem ganz einfachen grund, weil es keine gesicherten zahlen gibt. nirgends.
selbst privat gibt es keine gesicherten zahlen. willst du deshalb nie ein haus bauen? weil es nicht berechenbare risiken gibt?

>Wer wäre heute bereit zu garantieren, dass die Kosten nicht mehr als 50 % höher sein werden, als geplant?<
jeder. 50% ist zu viel. aber 10% "verrechnen" ist immer drin. auch bei deinem einfamilienhaus.

>Wer garantiert die Erträge?<
keiner. aber auch eine firma die eine verwaltung, ein produktionsgebäude etc. baut hat keine garantie auf erträge. noch nie gehabt.
baut sie deshalb kein produktionsgebäude?

ohne risiko geht nichts auf dieser welt.

>Das Land hat Schulden und muss den Haushalt sanieren. Mit welchem Geld will die Landesregierung dann bitte das Projekt vorfinanzieren? Wie auch immer die Antwort sein wird: Es wird UNSER Geld sein, was sinnlos in Stuttgart verbuddelt wird!!!<
es wird unser geld sein. aber willst du die neubaustrecke nicht bauen, weil sie geld kostet? mit diesem denken würden wir heute immer noch in der steinzeit leben.

andere frage.
warum wurde in leipzig ein neuer bahnhof gebaut?
warum trägt der bund von der neubaustrecke leipzig, erfurt, nürnberg 600 millionen euro?
und für die strecke stuttgart ulm kann er vor 2017 kein geld locker machen?
weil der verkehrsminister leipziger ist?
weil die kanzlerin aus dem osten kommt?

warum gibt es in thüringen neue autobahnen die nicht befahren werden und von stuttgart nach münchen fährt man noch auf der von adolf finanzierten autobahn?

warum wird das finanzstärkste land ausgeblutet, während im osten milliarden zum fenster rausgeworfen werden?

vielleicht wäre es gar nicht schlecht, stuttgart 21 nicht zu bauen.
dann müsste der stuttgarter hauptbahnhof, sämtliche gleisanlagen und die meisten brückenbauwerke saniert werden.
kosten wie gesagt, ca. 1,8 milliarden euro. dazu kommen 2 milliarden für die neubaustrecke.
zu bezahlen einzig von bund und bahn.

das land hätte 2 milliarden euro und könnte diese in den ausbau der autobahn stuttgart-münchen stecken.

und der weitere sinnlose aufbau ost wäre erstmal gestoppt.

das wäre vielleicht nicht schlecht.
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25.10.2006 09:09 Uhr von vst
 
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vergessen: warum muss ein roter bundesverkehrsminister aus dem osten seine macht spielen lassen, weil seine "gegner" schwarz sind und aus dem westen kommen?
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25.10.2006 13:25 Uhr von msi999
 
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vst: Alles eine Frage des Wohnorts: Der Wessi ärgert sich über den Aufbau Ost und Baden ärgert sich über die Millionen, die in der Landeshauptstadt vergraben werden...

Ich biete Dir eine Wette an, dass die Baukosten um mehr als 50 % überschritten werden!!! Ich weiss sehr gut, dass das sehr viel ist und jeder Häuslebauer würde da längst pleite sein.

Das Politikern der eigene Wahlkreis deutlich näher ist als das Gemeinwohl. Das ist in Berlin nicht anders als in Stuttgart. Wie gesagt, die Messe ist ein Superbeispiel. Da werden Subventionen des Landes eingesetzt um einer anderen Stadt des eigenen Landes Fachmessen abzukaufen. Und der Ministerpräsident tut so, als wisse er von nichts.
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26.10.2006 08:43 Uhr von vst
 
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jetzt verstehe ich deine kommentare: du bist ein gelbfüßler *fg*

aber die wette mit den 50% halte ich.
aber nur wenn das projekt so gebaut wird wie geplant.

jetzt geht nämlich das gerücht um, dass der unterirdische bahnhof größer gebaut werden soll.
12 statt 8 gleise.

dann gilt die wette natürlich nicht mehr.
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26.10.2006 11:02 Uhr von msi999
 
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nix gelbfüßle wohne nur seit 15 Jahren in Baden - irgendwann bekommt man dann die badische Staatsbürgerschaft :-)

Ob jetzt 8 oder 12 Gleise, irgendwelche "Gründe" finden sich bei jedem Projekt, warum ausgerechnet bei diesem Projekt die Kosten aus dem Ruder laufen...

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