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Keine Erleichterung für die Zuwanderung von Spitzenkräften für die Wirtschaft

Die SPD und die Union haben die Pläne, die Zuwanderung von Spitzenkräften für die Wirtschaft zu vereinfachen, aufgegeben. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Grund dafür sei, dass die Regelung, die zurzeit gültig ist, vollkommen ausreiche, um die Zuwanderung zu regulieren. Außerdem hatte das Bundesarbeitsministerium rechtliche Bedenken gegen eine Erleichterung.

Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD, sagte der Zeitung, dass die Regelung momentan als völlig ausreichend zu betrachten sei.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Wirtschaft, Spitze, Zuwanderung
Quelle: www.idowa.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.10.2006 09:14 Uhr von rubbledi.cats
 
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Pervertiert: Sozialwissenschaftler bemängeln eine Unterschicht die sich nicht auflösen läßt.

Es wandern jährlich 145000 gut ausgebildete Fachkräfte aus.

Die Wrtschaft schreit nach Fachkräften, bildet jedoch keine aus und bezahlen will sie nur osteuropäisches Niveau.

Und wir Lemminge merken nichts?
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24.10.2006 11:18 Uhr von Klaus Hedtkamp
 
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Es sind mehr! @rubbledi.cats

Ich weiß von einigen die gehen wollen ohne sich offiziell zu verabschieden. Von daher ist, bei gleich bleibender Entwicklung, nicht abzuschätzen was in 10 Jahren sein wird. Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen dann lange aus dem Staube gemacht haben.
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24.10.2006 11:30 Uhr von fpanyre
 
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zuwanderung nur fuer lo-cost human material: spitzenkraefte in der deutschen wirtschaft befuerchten ein
lohndumping, wenn internationale manager hier taetig
werden.
auch schon nach kurzer zeit wuerde das haus der luege
zusammen brechen, wenn neutrale und wahrhaftige leute
deutschlands chancen wahrnaehmen.
junge, dynamische fuehrungskraefte, die an
eliteuniversitaten ausgebildet worden sind, wuerden den
kurzatmigen ja-sagern der politmafia das fuerchten lehren
und sie mit einfacher mathematik blosstellen.
jedoch so weit ist es noch nicht.
die garde stirbt, doch sie ergibt sich nicht.
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24.10.2006 12:42 Uhr von eros007
 
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@fpanyre: So muss es sein. Gewisse Entscheidungsträger oder einfach Leute, die an finanziell reichlich belohnten Stellen sitzen, haben einfach Angst, dass ihr Gehalt auch an dem gemessen wird, wie bei anderen auch. Nämlich an der Leistung.

Ich habe das Gefühl, dass sich in Deutschland feste Strukturen festsetzen. Jeder hat Angst vor dem "schwarzen" Mann (bzw. den Ausländern allgemein).

Dass Fachkräfte die Wirtschaft in jedem Fall nur beflügeln können, müsste klar sein. Wenn jetzt einer einen Posten nicht mehr erhält, weil es einen besseren Bewerber von außerhalb gab, dann ist das für das Unternehmen und somit für uns alle. Wenn der Betroffene, der jetzt nicht in seiner Traumfirma untergekommen ist, sich erneut bewirbt, hat er - sofern die Qualifikation stimmt - zig andere Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. Für Ingenieure, Naturwissenschaftler und Ärzte nämlich gibt es derzeit beste Berufschancen. Da in Deutschland nicht alle Stelle mit den optimalen Bewerbern besetzt werden können, wäre ein Zustrom aus außen durchaus wünschenswert.

Zudem stelle ich fest, dass die Politik aus der Auswanderung von vielen jungen Menschen anscheinend überhaupt nichts gelernt hat. Die guten Leute, die gehen, die gehen nicht aus Angst vor dem internationalen Wettbewerb (wie mancher Arbeitsloser, der in Deutschland nicht gebraucht wird und sein Heil in Österreich als Saisonarbeiter sucht). Sondern die gehen, weil es ihn hier nicht gibt und deshalb nicht die besten Leute die besten Stellen besetzen.

Die Politik zeigt sich einmal mehr unfähig, die richtigen Schlüsse zu ziehen und zu versuchen, Deutschland attraktiv zu machen.

Weil mir sicher entgegnet wird, dass man doch die vorhandenen Stellen zunächst mit Deutschen besetzen soll, wenn doch so viele arbeitslos sind. Dazu möchte ich anmerken, dass es für gewisse Branchen zu wenig Deutsche gibt, bei denen die Aussicht da ist, dass sie die Arbeit gut machen (d.h. das Qualifikationsniveau passt nicht und ist auch nicht rentabel zu erreichen). Also wäre es doch nur natürlich, wenn man Leute aus dem Ausland holt, die auf die besagten Stellen eben besser passen. Globaler Arbeitsmarkt sollte schon auch heißen, dass die Leute, die für unsere Unternehmen am besten sind, auch verfügbar sein sollen und nicht so hohe Hürden haben sollten wie derzeit.

Aber anscheinend kann man in Deutschland nicht normal über die Art der notwendigen Zuwanderung diskutieren. Akademiker verursachen in aller Regel auch nur wenig Probleme bei der Integration - sie sind ja gewillt zu lernen, somit fällt in den allerallermeisten Fällen auch das Erlernen der Landessprache (Deutsch) und der wichtigsten Kulturverständnisse leicht.

Fassen wir die Strategie Deutschlands mal zusammen:
1. Junge Leute wandern aus. Abgesehen davon, dass man sie sowieso nur begrenzt daran hindern kann, versucht man nicht mal, die Ursachen dieser hohen Auswanderung zu beseitigen.
2. Qualifizierte Leute, wie sie unsere Unternehmen bräuchten, dürfen nur unter hohen Hürden (84.000 Euro Einkommen pro Jahr bei Angestellten, eine Million Investition und 10 Arbeitsplätze schaffen bei Selbstständigen) zu uns kommen. Damit suchen sich diese natürlich andere Länder.
3. Das Problem, dass es in Deutschland zu wenig junge Leute gibt, wird kaum angegangen. Es gibt keine sinnvollen Ansätze, die Geburtenrate überhaupt zu steigern. Ein sinnvolles Niveau von etwa 900.000 geborenen Kinder/Jahr scheint derzeit unerreichbar.
4. Der einzige Ansatz, der gegen die Überalterung gemacht wird, ist die Einwanderung von gering und nicht qualifizierten Ausländern. Da wir aber im eigenen Land schon (zu) viele davon haben, landen Immigranten zu einem weit überdurchschnittlichen Teil in der Arbeitslosigkeit, was unsere Sozialkassen belastet statt entlastet.

Irgendwie kommt es mir manchmal vor, dass wir beim Thema Zukunftsfähigkeit so gut wie alles falsch machen. Als ob uns ein Konkurrent (ein anderes Land) die schlechtest möglichen Entscheidungen aufzwingt. Als ob uns jemand nachhaltig ruinieren wollte. Ich kann einfach nicht glauben, dass es nur unsere Politiker sind... So unfähig kann man doch kaum sein.

Wen wundert´s denn dann eigentlich, dass unsere Spitzenkräfte das Land verlassen?
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24.10.2006 13:16 Uhr von P. Panzer
 
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@ eros007: " So muss es sein. Gewisse Entscheidungsträger oder einfach Leute, die an finanziell reichlich belohnten Stellen sitzen, haben einfach Angst, dass ihr Gehalt auch an dem gemessen wird, wie bei anderen auch. Nämlich an der Leistung."

An der tatsächlichen leistung werden ausschließlich Arbeitnehmer gemessen!

Politiker und Spitzenmanager NICHT! Diese bekommen ein Fettes "DUDUDU!" und eine noch fettere Abfindung!


"Ich habe das Gefühl, dass sich in Deutschland feste Strukturen festsetzen. Jeder hat Angst vor dem "schwarzen" Mann (bzw. den Ausländern allgemein)."

Ich glaube ehr umgekehrt! Kaum ein anderes Land hat so lasche Einwanderungskriterien! Mut oder Dummheit?

"Dass Fachkräfte die Wirtschaft in jedem Fall nur beflügeln können, müsste klar sein."

Und das man dazu Konsumenten braucht auch!

"Wenn jetzt einer einen Posten nicht mehr erhält, weil es einen besseren Bewerber von außerhalb gab, dann ist das für das Unternehmen und somit für uns alle."

Besser oder Billiger? Wenn besser (was ich ja nicht abstreite) um wieviel "Prozentpunkte" besser?

Und wenn es soviel bessere Ausländer gibt, wieso gehen angeblich soviele Fachkräfte aus D ins Ausland?

"Für Ingenieure, Naturwissenschaftler und Ärzte nämlich gibt es derzeit beste Berufschancen. Da in Deutschland nicht alle Stelle mit den optimalen Bewerbern besetzt werden können, wäre ein Zustrom aus außen durchaus wünschenswert."

Über 30.000 Arztpraxen stehen vor der Insolvenz und Du sprichst von besten Berufschancen in D? Und sehr viele Ärzte demonstrieren wegen den Gehältern und Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern auf deutschen Straßen und Du sprichst von besten Arbeitsbedingungen für diese Berufsgruppe?
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24.10.2006 14:08 Uhr von opppa
 
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Die Wirtschaft sucht Fachkräfte? Das ist richtig. Man sucht dort 25-jährige mit mindestens 30 Jahren Berufserfahrung.

Wer da nicht merkt, daß es dabei nur darum geht, die Löhne für die Fachkräfte zu senken, sieht irgendwas verkehrt.
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24.10.2006 14:34 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@eros007: Was sagst Du denn hierzu:
In den Betrieb meines Kumpels kam letztes Jahr eine rumänische Firma die vorschlug alle deutschen Angestellten zu entlassen und die Produktionen auf seine zahlreichen Zeitarbeiter in Rumänien zu übertragen - dort gibt es ein Zeitarbeitsnetz für nahezu alle Tätigkeit.
Er bräuchte dann keine grossen Räume mehr, keinen Urlaub und keine Krankheit mehr zahlen - einfach nur verkaufen und kassieren. gearbeitet wird nach (geringem) Lohn oder Festpreis pro Stück.

Es sind gerade diese ausl. Firmen, die mir Angst machen. Nach dem Motto: Sitz in Deutschland, produzieren im Ausland und verkaufen ins Ausland.
Das hat nichts mehr mit kompetenten Arbeitskräften zu tun, die sich gerne bei einer deutschen Firma bewerben möchten. Hier ist auch keine Rede mehr von Ausbildung und Erfahrung die eine Arbeitskraft mitbringt.
Hier ist die Rede von kompletter Auslagerung ins Billiglohnland - egal was es hier in Deutschland an nationalen und internationalen Arbeitskräften überhaupt gäben könnte.
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26.10.2006 10:51 Uhr von eros007
 
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@P.Panzer: >> "Und wenn es soviel bessere Ausländer gibt, wieso gehen angeblich soviele Fachkräfte aus D ins Ausland?"

Gleich und gleich gesellt sich gern. Die guten Leute gehen dort hin, wo es viele andere guten Leute gibt. Da sich Deutschland nicht den guten Leuten öffnet, werden die guten Leute hier im Lande nicht mehr (eher weniger, da weniger junge Menschen nachrücken als ältere ausscheiden). Es findet dennoch eine Konzentration in Deutschland statt - vorwiegend im reichen Süden (München und Baden-Württemberg). Der Rest verliert seine Kräfte. Und wenn man als "Fachkraft" nicht auf genügend gleichgesinnte trifft, hat man es sehr schwer. Fachkräfte allein sind ja nicht besonders toll. Nur in der Gesamtheit sind diese so toll.
Wenn es nun zu wenig Perspektiven hierzulande gibt, dann sucht man sich diese eben im Ausland.

>> " >>"Wenn jetzt einer einen Posten nicht mehr erhält, weil es einen besseren Bewerber von außerhalb gab, dann ist das für das Unternehmen und somit für uns alle."
Besser oder Billiger? Wenn besser (was ich ja nicht abstreite) um wieviel "Prozentpunkte" besser? "

Ich habe einiges mit Unternehmen zu tun, deren Belegschaft auch hier in Deutschland zu einem Viertel und mehr aus Ausländern besteht. Ausländer erhalten für dieselbe Leistung dieselben Löhne wie Deutsche. Sie zahlen dieselben Steuern und Sozialabgaben an den deutschen Staat und werden auch sonst nicht gesondert behandelt. Wenn du das dennoch behauptest, zeige mir die Statistik, die das belegt.

>> "Ich glaube ehr umgekehrt! Kaum ein anderes Land hat so lasche Einwanderungskriterien! Mut oder Dummheit?"

Deutschland hat lasche Einwanderungskriterien für Niedrigqualifizierte, die ins Sozialsystem einwandern, aber recht strikte für Fachkräfte, die das Sozialsystem entlasten würden. Erfolgreiche Länder teilen potentiellen Einwanderern Punkte zu. Nach dem Maße, wie sie eben gebraucht werden. Deutschland behandelt alle gleich. Das heißt, auch einer zuwanderungswilligen Fachkraft wird unterstellt, sie wolle in Sozialsysteme einwandern (das haben wir mittlerweile bei aller Laschheit erkannt, dass das nicht gehen kann). Dass denen die Lust an der Zuwanderung vergeht, ist klar.
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26.10.2006 12:20 Uhr von rubbledi.cats
 
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@eros: beim lesen der Zeilen werde ich den Eindruck nicht los: Betriebsblind? Wenn Du schon so viel damit zu tun hast, warum werden dann offensichtliche Fakten übersehen?

Ich kenne mehrere mittleständische Betriebe in denen sich das Facharbeiterproblem erst gar nicht stellt, weil man das Türkisch gelöst hat.
- Facharbeiter egal welcher Nationalität oder beruflichen Bildung werden nur vom Türkischen Vorarbeiter irgendwie im Personalbüro so lanziert das nur ein Türkischer diesen Job bekommt, weil mitlerweile nur diese Sprache am Arbeitsplatz akzeptiert wird. Das gibt es nicht offen, das läuft im Hintergrund. Angefangen hat es im kleinen mit ein zwei Kollegen die angelernt wurden, die Deutschen wurden dann so Schritt für Schritt rausgelobt-geekelt-gemobbt bis nur noch diese Klientel in diesen Gruppen arbeiteten und sich auch fortan Facharbeiter nannten. Zugang für Deutsche fast unmöglich. Gründe s.o. Es scheint auch so als ob diese Verabredungen zu einem Arbeitsplatz, bezahlte Methode ist. Die Jungs haben ihren eigenen Vermittlungs und Arbeitsmarkt und das funktioniert am besten in solchen festgetretenen Strukturen. Die Unternehmen versuchen manchmal diese Strukturen zu lösen, haben aber dann ein massives Kostenproblem, erhöhter Krankenstand und problem beim Kündgigungsschutz...
Zugang für andere Nationalitäten hier verboten.

Bei Deutschen hochqualifizierten Firmen bekommen Ausländische Fachkräfte ihre Chancen sind aber eher selten besser denn vergleichbar Deutsche Qualifizierte!

Die einzigsten Argumente der Unternehmer, das z.B. "Facharbeiter" aus dem kälteren Teil Deutschlands "besser " wären als hiesige, war rein die Motivationslage dieser Arbeitnehmer (alles bedingungslos zu machen) und der damit einhergehende Druck auf heimisches Personal, was meisst auch schon mal mit solchen Bemerkungegen dokumentiert wurde: sieste wie der Ran geht? Was sich ja mittlerweile als Luftblase entpuppt hat. Aber manche scheinen immer noch auf diesem hochqualifiziertem osteuropäischem Potential, Qualitativ unterdurschnittliche Produkte zu überdurchschnittlichen Profiten, zu setzen.
Zu solchem Zwecke werden dann die Politiker von Lobbyisten zu allen möglichen Gehirnakrobatischen Sprechblasen angeregt (sihe Titel)die die Masse der ausgepressten deutschen Proletarier zu ungläubigen Staunen veranlasst!

Was macht denn unser deutscher Facharbeiter? Hochqualifiziert und unterbezahlt, leicht erpressbar ( unbezahlte Überstd. kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld) mit seinem Lohn? Er bekommt damit noch nicht mal seine vierköpfige Familie durch. Bekommt nur Spott und häme von der Industrie und von den Politikern und oben drein auch noch die Schuld weil die Binnenwirtschaft nicht brummt...

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