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Auswanderungsquote 2005 auf Höchststand seit 1954 - DIHK warnt

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sieht in der Zahl von 145.000 Personen, die 2005 Deutschland den Rücken kehrten, eine Gefahr für den Wirtschaftsstandort. Sehr viele junge qualifizierte Arbeitnehmer waren darunter.

Ursache dieser Auswanderungswelle sei es, dass im Ausland bessere Standortbedingungen herrschen würden. Qualifizierte Arbeitskräfte würden nur hier bleiben, wenn die Strukturprobleme in Deutschland endlich gelöst würden.

Als Konsequenz aus der Abwanderung fordert DIHK-Präsident Braun eine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für qualifizierte ausländische Arbeitnehmer.


WebReporter: calfin
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Höchststand, DIHK, Auswanderung
Quelle: www.wiwo.de

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83 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.10.2006 10:51 Uhr von calfin
 
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*grins* Von qualifizierten Arbeitslosen wird verlangt, daß sie flexibel sein sollen und jede Chance auf Arbeit wahrnehmen sollen. Findet nun mal einer im Ausland einen Job, ist es nun dem DIHK auch nicht recht. Dann soll Herr Braun seinen Mitgliedsfirmen doch mal sagen, daß sie qualifizierte Arbeitnehmer einstellen sollen, nicht entlassen und nicht ins Ausland flüchten, weil hier ja alles so schlimm ist. Tolle Doppelmoral. Und dann gleich wieder Forderungen an den Staat stellen.
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23.10.2006 11:25 Uhr von Bjoern68
 
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Wer ist eigentlich Herr Braun ? Dieser Mann sitz eh nur da um Entscheidungen von Firmen zu vertreten die ihn geschmiert haben. Mehr nicht. Hat null Ahnung und fordert Sachen die uns mehr und mehr in Arbeistlosigkeit treiben.
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23.10.2006 11:28 Uhr von Cpt.Proton
 
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Omg: wasn Unsinn wieder hier.
Die Tatsache, daß so viele Abhaun zeigt, daß die Wirtschaftspolitik schlecht ist. Braun kritisiert dies, weil ein Brain-Drain nicht gut für die Volkswirtschaft ist.
Das hat mit Doppelmoral nichts zu tun.
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23.10.2006 11:45 Uhr von calfin
 
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@ cpt. proton: gut, daß wir dich haben, der brain gain ist gerettet, brain dain gestoppt.

mfg
calfin
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23.10.2006 11:48 Uhr von the_Empire
 
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Klasse Idee: Junge gut ausgebildete Fachleute abwandern lassen.
Dafür qualifiezierte Ausländer rein holen.

Wie blöde ist der Mann?

Warum kann ich nicht versuchen den jungen Leuten hier eine Zukunft zu bieten?

Liegt wohl mehr daran, das ausländische Mitarbeiter erst mal günstiger zu haben sind.
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23.10.2006 11:56 Uhr von Zyniker1975
 
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Auch ne Klasse Idee Wie wäre es, wenn die Wirtschaft endlich mal auf ide Idee kommt, endlich wieder die Löhne und Gehälter zu zahlen, die den Tätigkeiten auch angemessen sind, und nicht irgendwelche Hungerlöhne für hochqualifizierte Menschen bieten.
Ein guter Freund von mir kam aus den USA zurück, bei einem Einkommen von 11500$ im Monat, er wollte wieder in Deutschland sein.

Ergebnis vom Lied? Für 10 Jahre Berufserfahrung in der IT-Branche als leitender Angestellter wollten sie ihm 2700€ Brutto als Maximum bieten.

Nu ist er in der Schweiz. Für umgerechnet 5000€ im Monat, wie sich das mindestens gehört.


Deutschland ist unglaublich dumm. Stupid white men. Downsize THIS.
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23.10.2006 12:18 Uhr von seikon
 
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Da kommen einem die Tränen. Also wenn ich sehe, was bei mir monatlich an Arbeitslosen/Pflege/Renten und Krankenversicherung weg geht (Krankenversicherung fast Höchstsatz), und wenn ich mir dann überlege, was ich davon wieder bekomme, dann könnte ich echt heulen. Solidaritätsprinzip schön und gut. Ich habe auch nichts dagegen für andere Leute einzustehen, die unverschuldet in Not geraten sind. Aber dieser Mißstand, den lasse ich mir auch nicht mehr lange bieten. Es werden immer weniger, die für immer mehr (und letztlich auch für sich selber) sorgen müssen. Ist doch kein Wunder, dass immer weniger Kinder geboren werden, wenn jeder Arbeitnehmer neben seinem eigenen Lebensunterhalt auch noch 3 andere (Arbeitslose, Rentner ect) mit unterhalten muss.

Und der gemeine Bild Leser plärrt nur noch lauter "Nehmts den Reichen, und gebts uns Armen".
Was die vergessen an der Sache ist, dass die Reichen irgendwann keinen Bock mehr auf die Sache haben, und abhauen.
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23.10.2006 12:32 Uhr von cheini
 
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Selber Schuld: Wir und viele andere meiner Geschäftspartner sind sammt Firma aus Deutschland weg weil die Politik und der Staat es einem unmöglich machen dort noch richtige Geschäfte zu machen ohne Komplikationen zu erfahren. Die Steuern wenn man sie ALLE betrachtet sind der absolute Horror und der Gang und Austausch mit Ämtern ist der Hohn hoch 10 !

Jedoch...Steuern waren erst letzte Gründe warum wir weg sind. Der Bürokratenterror und die vielen Gegebenheiten sind fast noch schlimmer als die Steuern. Als dann das Bankgeheimnis noch ganz gekippt wurde + wir plötzlich eine EU Verfassung hatten, über die man nichtmal abstimmen durfte, wusste ich für mich, dass ich dort keinen cent mehr bezahlen würde, da ich mir richtig verschaukelt vorkam.

Deutschland ist ab absterben und ich hoffe der Vorgang geht schneller voran, dass es wieder neu mit klugen Köpfen aufgebaut werden kann. In den kommenden 10 Jahren sehe ich zwischen Deutschland und Polen, keinen Unterschied mehr.
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23.10.2006 12:44 Uhr von kersti
 
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Ablenkmanöver: Zusammen mit den 40 000 Abwanderern sind es in den beiden letzten Jahren 185 000 Auswanderer. Und die Politik sinniert über Rauchverbot in Kneipen.
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23.10.2006 12:44 Uhr von maki
 
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Stein auf Stein, Stein auf Stein, die Mauer muss bald fertig sein...

:-D
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23.10.2006 12:52 Uhr von eros007
 
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durchaus problematisch: Es ist durchaus problematisch, wenn die guten Leute aus Deutschland abhauen. Dann bleibt nämlich nur mehr jener Teil der Leute übrig, die sich für viel Geld für Managementpositionen ködern lassen und die Leistung eigentlich gar nicht erbringen können. Wie viele Studien wurden gemacht, die zeigten, dass unsere Manager im Verhältnis zur erbrachten Leistung zu viel Geld bekommen.

Im internationalen Vergleich verdienen unsere Manager nicht besonders viel. Aber Manager anderer Länder leisten eben mehr und verdienen sich deshalb die hohen Millionenbezüge schon eher.

Wenn ein Land, so wie Deutschland derzeit, auf dem absteigenden Ast sitzt, dann versuchen die guten Leute, das sinkende Schiff zu verlasssen. Durch höhere Löhne kann es gelingen, manchen zum Bleiben zu veranlassen, aber es sind stets nur solche Leute, für die Geld eine Rolle spielt. Leute, die viel leisten, weil es ihnen eben Spaß macht, lassen sich wohl auch durch Rekordmillionen nicht zum Bleiben veranlassen.

Diese Erklärung war jetzt sehr abstrakt, aber ich finde, dass da was Wahres dran sein muss. Warum sonst sind die Manager bei uns so viel schlechter als anderswo? Entweder, weil wir die guten verlieren (durch Abwanderung) oder eben nicht so gut werden lassen.

Die (Netto-)Abwanderung ist übrigens als Problem gar nicht ernst genug zu nehmen. Wir sind das Land mit dem geringsten Anteil der 25-35-Jährigen weltweit, gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung (15-64). Wenn dann noch eine Nettoabwanderung stattfindet, verstärkt sich diese Entwicklung auf dramatische Weise. Damit können gewohnte soziale Leistungen kaum aufrecht erhalten werden.

Außerdem sind es auch die Zukunftsperspektiven, die an Deutschland so weh tun. Wenn bald 10 Arbeitnehmer für 8 Rentner aufkommen müssen, in anderen Ländern aber nur für 5 oder 6, dann ist es nur natürlich, dass sie einen Ausweg suchen. Die seit 1970 so niedrige Geburtenrate stellt uns jetzt also erstmals vor große Probleme - das Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Rentnern wird so schnell schlechter wie in keinem anderen Land der Welt. Noch schlimmer: Wir haben daraus noch nicht mal gelernt. Seit 2000 sind die Geburten nochmals deutlich zurückgegangen - im Jahr 2020, wenn also die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, droht uns der zweite (und viel schlimmere) demographische Schock.

Ich kann jeden, der auswandert, gut verstehen. Nicht nur, dass es in Deutschland ernste Probleme gibt, nein, man ist noch nicht mal bereit, sie anzuerkennen und was dagegen zu tun.

Ob ich meinen Kindern Deutschland zumuten kann? Ich weiß es nicht. So, wie es derzeit aussieht, jedenfalls nicht. Es müsste sich wohl schnell was ändern. Bei dem trägen System ein unwahrscheinliches Hoffen.

und an die User, die die Öffnung des Arbeitsmarktes für qualifizierte ausländische Arbeitnehmer ablehnen: Wo soll das Geld für die ständig steigenden sozialen Leistungen herkommen? Wenn sich die einheimischen jungen Leute schon aus dem System verabschieden, könnten ausländische Kräfte das Problem wenigtens entschärfen. Nach dem Motto: Mehr Schultern können auch mehr tragen. Aber das prinzipielle Ablehnen von Einwanderung scheint wohl tief in vielen Leuten verankert, sodass unsere einzige Hoffnung ebenfalls kaum Erfolgschancen aufweist. Ganz abgesehen davon, wie man den Einwanderern erklären soll, warum sie deutschen Rentnern so viel Geld abgeben sollen, wenn es doch anderswo "günstiger" geht.
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23.10.2006 13:05 Uhr von Geater125
 
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DANKE!!! Danke Eros, ich hätte es nicht besser schreiben können!
Danke Proton, wieder haarscharf auf den Punkt gebracht!
Danke Cheini, denn Du sprichst vielen aus dem Herzen!

Danke euch allen, ein wunderbares Land, Gott schütze euch, Gott schütze dieses Land vor Ignoranten und Protektoren!

(und das war mal NICHT ironisch gemeint!)
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23.10.2006 13:13 Uhr von P. Panzer
 
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Wenn man zu dumm zu verstehen ist! Die Löhne sind zu gering und DESHALB wandern qualifizierte Arbeitnehmer ab???

Und jetzt kommt meine bestätigung für die deutsche Einwanderungspolitik!!!


NEIN! Der Mann fordert keine höheren Gehälter oder dergleichen!

Er fordert:

"Als Konsequenz aus der Abwanderung fordert DIHK-Präsident Braun eine weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für qualifizierte ausländische Arbeitnehmer."

Ein Schelm wer böses dabei denkt:-)


Er fordert eine weitere Öffnung und KEINE besseren Bedingungen:-)


Und jetzt sagt mir ich soll mich weiter qualifizieren! Für was? Das mir in Zukunft noch mehr Ausländer die Gehälter drücken?
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23.10.2006 13:34 Uhr von solynieve
 
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Die beste: Entscheidung meines Lebens war vor 14 Jahren aus Deutschland wegzugehen.
Und jedesmal wenn ich deutsches Fernseh sehe,
mach ich drei Kreuze, dass wir nicht mehr dort leben und arbeiten.

Un saludo de España
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23.10.2006 14:06 Uhr von eros007
 
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@ P.Panzer: Dass die Löhne niedrig sind, spielt natürlich eine Rolle. Aber halt, die Löhne sind im europäischen Vergleich durchaus in Spitzenpositionen. Sie liegen in vielen Berufszweigen weit höher als in Österreich, und dennoch gibt es eine Nettoabwanderung nach Österreich. Von den brutto höheren Löhnen in einem Ländervergleich kann man zwar nur bedingt auf die Nettolöhne schließen, aber die Tendenz dürfte dennoch klar sein, dass die Löhne für die meisten qualifizierten Arbeitnehmer gar nicht so schlecht sind. Natürlich spielen die Löhne mit rein, aber sie sind bei weitem nicht der einzige Grund, warum man geht. Sie sind in aller Regel nur ein Grund von vielen.

Nicht ins Bild deiner Meinung, P.Panzer, passt auch, dass viele Arbeitnehmer ins Ausland gehen, ihre Stelle in Deutschland aufgeben und dafür eine nicht unbedingt besser bezahlte im Ausland antreten. Aber sie haben einfach das "deutsche" System (mit dem meiner Meinung nach überbordenden Sozialstaat, der dennoch zutiefst unsozial ist) satt. Sie wollen bessere Bildung für ihre Kinder, sie wollen in einem florienden Umfeld leben. Das trifft für Deutschland höchstens für wenige regional beschränkte Gebiete zu. Die Leute wollen Perspektiven und Freiheiten, Deutschland bietet ihnen nichts von beidem. Außerdem ist bei vielen "Leistungsträgern" der Gedanke an die angeblich so vielen Leute, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen, eine Entscheidungshilfe. Dass es tatsächlich gar nicht so viele sind, spielt für die persönlichen Empfindungen keine so große Rolle.

Um mit den Gehältern genauer zu werden: Ingenieure beispielsweise erhalten weltweit mit die höchsten Löhne, insbesondere höher als in Frankreich, GB, USA und Italien. Trotzdem wandern viele Ingenieure aus und die Unternehmen haben es schwer, neue Leute zu finden.

Soll ich dir verraten, warum die Löhne in Deutschland nicht gestiegen sind? Wir sind schlicht nicht gut genug für steigende Löhne. Halt, mag man da rufen, wir sind doch Exportweltmeister. Ja, das sind wir, aber das beruht vorwiegend auf zwei Tatsachen. Erstens haben wir derzeit schlicht zu wenige Kinder zu versorgen (durch Schulbildung...), und auch die Zahl der Rentner ist noch überschaubar, sodass Ressorcen für Exporte frei sind. Diese Vorzeichen werden sich in den nächsten 15 Jahren umkehren. Ich würde wetten, dass uns neben China auch die USA in den nächsten 10 Jahren exportmäßig überholen, wahrscheinlich auch Japan (wobei auch dieses Probleme mit der Überalterung hat). Der zweite, und für diese Argumentation wichtigere Punkt sind aber gerade die stagnierenden/fallenden Löhne. Wir sind auf dem Weltmarkt v.a. deshalb konkurrenzfähiger geworden, weil unsere Arbeiter Verzicht geübt haben. Wir haben keine besseren Produkte fertigen können (also die Qualität erhöht, was höhere Löhne gerechtfertigt hätte), nein, wir haben überwiegend über den Preis Weltmarktanteile gewonnen/gehalten. Durch den Export stieg unsere Abhängigkeit von den Weltmärkten, und die anderen Länder haben dies ausgenutzt, um unsere Preise niedrig zu halten (gab es doch "billige" Güter aus Deutschland). Die skandinavischen Länder haben sich in den vergangenen Ländern auf dem Weltmarkt ähnlich entwickelt wie wir (sie haben auch leicht Anteile gewonnen), ohne aber die negativen Auswirkungen von stagnierenden Löhnen zu verzeichnen. Der einzige Unterschied, den ich sehe, liegt in der dort besseren Bildung (die Arbeitslosigkeit war 1997 nämlich durchaus vergleichbar), was mehr Qualität ermöglichte. Diese wiederum konnte genutzt werden, um höhere Löhne an die Beschäftigten zu zahlen.

Das ist meiner Meinung nach der Grund, warum die Löhne nicht steigen. Wir werden nicht besser, was steigende Löhne rechtfertigen würde. In den Branchen, wo höhere Löhne zu einem Abwandern führen, liegt es an der fehlenden Qualität des deutschen Systems. Gleichzeitig veranlasst gerade die fehlende Qualität des deutschen Bildungssystems seinerseits einen beträchtlichen Teil der Abwanderung. Dort müssen wir ansetzen, wenn wir was ändern wollen. Dann können auch die Löhne wieder steigen.
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23.10.2006 14:07 Uhr von muetze84
 
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Also echt: was ist denn das für eine Logik. Deutsche qualifizierte Arbeitnehemer auswandern lassen und sie gegen qualifizierte Ausländer zu ersetzen. Der Herr Braun hat doch n Loch im Kopp.
Wie wäre es wenn man einfach versucht die Probleme zu lösen, statt sie einfach in die nächste Generation zu transverieren.
Darüberhinaus glaubt der Herr Braun doch nicht ernsthaft, dass wenn deutsche Arbeitnehmer hier keinen Job finden, aber auslandische Einwanderer die Arbeitgeber die Bude einrennen. Wo keine Arbeit ist, da bekommt auch kein ausländischer Arbeitnehmer einen Job.
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23.10.2006 14:18 Uhr von eros007
 
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@ P.Panzer: Noch was, P.Panzer:
Du fürchtest die Ausländer, die deinen Lohn drücken? Die qualifizierten Ausländer, um die es hier geht, drücken den Lohn nur äußerst wenig. Das ergeben Untersuchungen aus den USA und Großbritannien immer wieder aufs Neue: Bei Qualifizierten führt Zuwanderung zwar zu einem gewissen Einfluss auf die Löhne (die etwas weniger steigen), aber die positiven Effekte überwiegen bei weitem.

Die positiven Effekte, die da wären: Das Steuersystem sowie das Sozialsystem werden durch hoch qualifizierte Ausländer, die auch arbeiten, entlastet, weil es mehr Einzahler gibt. Die Kosten fallen - jedenfalls bei der Einwanderung, die die USA, Kanada, Australien und manche anderen Länder praktizieren - weit niedriger aus, sodass über Jahrzehnte ein Nettogewinn zu verzeichnen ist.

Wenn man natürlich Einwanderung immer nur an dem misst, was wir Deutschen in den letzten 3 Jahrzehnten praktiziert haben (die in den 60ern war nämlich noch recht sinnvoll), dann muss man natürlich gegen Einwanderung sein. EIn Paradigmenwechsel ist hier auf alle Fälle nötig, soweit bin ich deiner Meinung. Aber mehr Einwanderer an den richtigen Stellen führen eben fast automatisch zu den richtigen Effekten. Die USA, die zwischen 1969 und heute 100 Millionen Einwohner dazugewonnen haben, machen es vor. Wir schaffen es überhaupt nicht und sind auch noch stolz darauf. Super!
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23.10.2006 14:26 Uhr von OOXIS
 
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Volkswirtschaft: Vermutlich wird Deutschlands Volkswirtschaft von unmotivierten und unqualifizierten Entscheidungsträgern geführt.Anders ist die angezogene Handbremse seit den 70er Jahren nicht zu erklären.Ohne unsere fantastisch selbstlosen Wissenschaftler wäre Deutschland nichts mehr.Ich gehe auch ins Ausland.Dort wird Potential monetär gefördert und nicht ausgebremst.
Potentialförderung jedes einzelnen Bestandteils einer Volkswirtschaft kommt allen zugute. (vgl. Orkuns Gesetz & psychologie von Arbeitnehmern)
Ich bekomme einen sauren Magen über die herbeigeführte Verdummung Deutschlands und Verschwendung seiner Arbeitnehmerpotentiale.
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23.10.2006 14:32 Uhr von fpanyre
 
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endlich: Ludwig Georg Braun wandert aus: die vermeintlich qualifizierte arbeitskraft ist es leid, die
selbst geschaffenen knebelungen zu ertragen.
braun laesst sich ersetzen durch einen juengeren auslander,
der mit weniger gehalt zufrieden ist und mehr leisten kann.

uebrigens: auf wunsch vermittle ich flexible manager,
politker, systemadmins, webdesigner, grafiker, aerzte,
bandarbeiter, fahrer, pflegepersonal, etc.
alle mit hervorragenden fremdsprachenkenntnissen und
sozialer kompetenz.
die inder, brasilianer und vietnamesen arbeiten 14 h/taeglich
fuer kost und logis.
wer kann mithalten?
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23.10.2006 14:32 Uhr von eros007
 
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@muetze84: Natürlich wäre es nötig, die Probleme, die zur Auswanderung führen (Überregulierung, schlechte Aussichten, schlechte Bildung), anzupacken und endlich zu lösen. Das sagt Herr Braun aber ja auch. Nur fügt er hinzu, dass eben auch an Zuwanderung gearbeitet werden muss.

Du fragst dich warum? Nun, erstens gibt es in manchen technischen Berufen durchaus einen Mangel an Leuten. Und zwar an solchen, die hoch qualifiziert und leistungsbereit sind. Wenn es davon zu wenige gibt, ist es doch für uns alle von Vorteil, wenn die Lücken eben mit Kräften aus dem Ausland geschlossen werden. Außerdem haben bestimmte Menschen bestimmte Fähigkeiten. Da wir recht teuer sind, brauchen wir mehr Menschen mit analytischen und theoretischen Fähigkeiten (Produktentwicklung, Forschung...) und weniger Menschen für stupide Produktionsjobs (Akkordarbeit...). Wir können versuchen, die Anforderungen, die bei uns zu lösen sind, eben durch passende Leute zu erfüllen. Wenn es die im Land nicht gibt, dann eben über Zuwanderung.

Es gibt noch einen Grund, warum Deutsche auswandern bzw. oftmals junge, deutsche Arbeitskräfte fehlen. Im akademischen Bereich und auch im Bereich der Unternehmensführung (zu der auch viele "normale" Arbeitnehmer gern aufsteigen würden) wird es mittlerweile fast als Pflicht angesehen, dass man mal im Ausland (dort überwiegend: USA) war. Das sieht natürlich gut aus, wenn unsere Leute auch Auslandserfahrung haben. Aber de facto sind genau diese jungen Leute für einige Jahre nicht im Land, zahlen hier keine Steuern und kehren als etwas ältere wieder zurück. Also genau das Gegenteil dessen, was wir bräuchten. Selbst, wenn die Leute zurückkommen, ist diese Entwicklung für uns negativ. Aber viele gewöhnen sich in den Jahren an das Gastland und bleiben länger, manche für immer. Das ist ein Problem!

Womit wir es hier zu tun haben: Die USA haben es geschafft, uns einzureden, dass ein Aufenthalt in den USA ein Muss für den Aufstieg in Deutschland ist. Sie kommen in Kontakt mit fähigen jungen Leuten und können versuchen, die besten in möglichst großer Zahl an sich zu binden. Allerdings gibt es keinen vergleichbaren Strom in die andere Richtung, also von Amerikanern, die zwecks Karriere nach Deutschland gehen. Wir haben das verschlafen oder schlicht nicht vermocht. D.h. wir kommen nicht in den Genuss von Hunderttausenden Amerikanern, die sich für ihre spätere Karriere in Deutschland den Arsch aufreißen. Ebensowenig können wir die für uns passendsten an uns zu binden versuchen.

Wir müssten eben aktiv auf genau einen solchen Zustand hinarbeiten - dass es für Ausländer attraktiv ist, zeitweise oder auch längerfristig nach Deutschland zu kommen. Und zwar für Hochqualifizierte. Momentan sind die Italiener, Griechen und Portugiesen die einzige Gruppe, die uns im Schnitt den einzigen bescheidenen Beitrag in der Hinsicht bringen. Chinesen sind weniger wegen der Karriere als viel mehr der Gewinnung von Know-How für ihr aufstrebendes Land hier.

Ich wiederhole es nochmal: Tolle Perspektiven, Deutschland.
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23.10.2006 14:42 Uhr von grimpi
 
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kein wunder: durch die ständigen steuererhöhungen äääh meinte gelderpressungen von seiten des staates
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23.10.2006 14:46 Uhr von P. Panzer
 
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@ eros007: " Natürlich wäre es nötig, die Probleme, die zur Auswanderung führen (Überregulierung, schlechte Aussichten, schlechte Bildung), anzupacken und endlich zu lösen."

Aber daran besteht kein wirkliches Interesse!


Zudem glaube ich kaum das Amerikaner oder Engländer IRGENDWIE mehr auf dem Kasten haben!

Wieso?

Schaut euch deren Autos und Häuser an! Oder die englischen Amarturen:-)

"Das sagt Herr Braun aber ja auch. Nur fügt er hinzu, dass eben auch an Zuwanderung gearbeitet werden muss."

Wenn wir das erste künstliche "Problem" gelöst haben, wozu noch mehr Einwanderer?


Ach ja und bitte verschone mich mit irgendwelchen neoliberalen Ami oder Engländer-Statistiken in bezug auf Löhne oder IRGENDWAS anderem!
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23.10.2006 14:46 Uhr von OOXIS
 
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Volkswitschaft - Ergänzung: Mit dem Verschwendung von Potential deutscher Arbeitnehmer meinte ich übrigens vorerst nicht deren mechanischen Anstrengungen durch monotone Bandarbeit sondern die brachliegenden geistigen Fähigkeiten. Geld kann Deutschland nur noch mit KnowHow machen. Es gibt 1.000.000.000 Inder und Chinesen die geistlose körperliche Arbeit billiger verrichten. Facharbeiter, Wissenschaftler und Projektleiter mit höchtem KnowHow sollten hier unendlich gefördert werden um unendlich gut zu sein.
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23.10.2006 14:51 Uhr von eros007
 
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@ grimpi: Steuererhöhungen sind deshalb nötig, weil unsere Sozialsystem ständig mehr Geld auffressen. Diese gehören dringendst reformiert.
Zwischen 1997 und 2005 stiegen die Ausgaben für die Sozialsysteme (Renten, Arbeitslosigkeit, Gesundheit) um 80 Milliarden oder 20% (siehe das statistische Jahrbuch 2006 von destatis, Kapitel 23 über Steuern und Finanzen, Seite 8, http://www.destatis.de/...)

Alle andere Ausgaben haben sich kaum verändert. Kein Wunder, dass wegen dieser steigenden Leistungen immer neue Steuern erhoben werden müssen. Sprich, der Staat muss immer mehr umverteilen. Wenn es das war, was du meintest, dann ist gut. Wenn nicht, dann wäre es gut, wenn du dir mal darüber Gedanken machst. Übrigens ist die Verschwendung wegen Bürokratie in diesen System bei 5% und weniger. Diese ist also sicher nicht für die exorbitant steigenden Summen, die in diesen Bereichen versickern, zuständig. Vielleicht kriegen die Leute einfach zu viel Geld - vielleicht auch nur die Falschen. Fakt ist, so kann es nicht weitergehen. Die Bildung pfeift aus dem letzten Loch und wird von Jahr zu Jahr schlechter, die Forschung wurde auch schon von China überholt. Die bräuchten mehr Geld, statt dessen kriegen sie nicht mal Almosen, sondern müssen als erste für Kürzungen herhalten (weil es für sie keine mächtige Lobby/Wählergruppe gibt). So steht es um die Fakten.
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23.10.2006 14:56 Uhr von P. Panzer
 
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Full Ack @ eros007: " Steuererhöhungen sind deshalb nötig, weil unsere Sozialsystem ständig mehr Geld auffressen. Diese gehören dringendst reformiert."

http://www.gmx.net/...

Wir geben mit am meisten aus, aber die Wirkung ist mit am geringsten!

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