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Berlin soll 35.000 Arbeitsplätze streichen

Nachdem Berlin bei der Tilgung seiner Schulden (61 Milliarden Euro) nicht auf Bundeshilfe rechnen kann, zeigt eine Studie der "Hertie School of Governance" die Einsparmöglichkeiten der Stadt auf.

Laut der Studie könnte durch den Abbau von Doppelstrukturen auf bis zu 35.000 Stellen verzichtet werden und dadurch insgesamt bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich eingespart werden.

Weiterhin bemängeln die Autoren der Studie die "weit überhöhte Polizeidichte", das propagierte kostenlose dritte Kita-Jahr und die tolerierten größeren Wohnungen von ALG-II-Beziehern.


WebReporter: swald
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Arbeit, Arbeitsplatz
Quelle: www.spiegel.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2006 12:16 Uhr von swald
 
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Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen das ein Verwaltungsapperat die Streichung von 35000 Stellen verkraften kann.
Wenn es doch so sein sollte dann bietet ein Bürokratieabbau mehr Chancen als jede Mehrwertsteuererhöhung.
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20.10.2006 13:18 Uhr von vst
 
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genau: warum sollten die berliner auch ein kostenloses kindergartenjahr bekommen.
haben die andern auch nicht.

und warum heulen wir, wenn eine firma 2.000 stellen streicht?
solange berlin 35.000 streichen kann.
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20.10.2006 13:24 Uhr von OldWurzelsepp
 
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Naja: Wenn mal eine Firma 61 Milliarden Euro Schulden hat, dann versteht wohl jeder wenn sie Stellen abbauen.
Heutzutage ist es aber schon üblich, bei leicht sinkenden Gewinnen tausende Stellen abbauen, die insgesamt soviel kosten wie 3 Vorstandmitglieder. Da gehört gemeckert.
MfG
OldWurzelsepp
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20.10.2006 13:27 Uhr von swald
 
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Kindergartenjahr: Ich habe ja vom Grundsatz her nichts gegen das kostenlose Kita Jahr. Man sollte es sich jedoch leisten können, das wäre ja genauso wenn ich mein Kind ins "Nobelinternat" Salem stecken würde und es von meinem Nachbarn bezahlt haben wollte.
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20.10.2006 13:38 Uhr von aidzdotnet
 
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Na bei 61 Milliarden Euro Schulden ist eine Einsparung von 1,5 Mrd. wohl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Na dann viel Spaß bei 40 Jahre sparen ;)
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20.10.2006 13:52 Uhr von pippin
 
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Ähm, sehr kurzsichtige Vorschläge: Ist ja toll für Berlin, wenn das Land so 1,5 Milliarden "sparen" kann. Aber wer bitte kommt denn dann für die arbeitslos Gewordenen auf?

Die meisten werden ja dann wahrscheinlich bis auf Hartz IV-Niveau fallen und dann ist das Land doch wieder mit Zahlungen im Boot.
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20.10.2006 14:12 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@pippin die Arbeitslosen, bzw, die kommenden Hartz4-Anwärter aus den 35.000 gestrichenen Stellen werden aus dem Bundesland Berlin ausgeschlossen - samt Familie und Anhang.
In Bayern können diese dann einen Asylantrag stellen.
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20.10.2006 14:34 Uhr von Johnny Cash
 
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weit ich weiß hat der Senat von Berlin doch mehrere Immobilien die sie verkaufen könnten. Das wäre zwar nur kurzfristig eine Lösung aber besser als wenn die Gebäude ungenutzt leer stehen.
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20.10.2006 15:02 Uhr von traveler25
 
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1,5 milliarden ist doch ein guter anfang. vor allem wären entlassungen im übergroßen bürokratie-apparat durchaus sinnvoll.
auf jeden fall wäre es ungerecht gewesen, wenn der bund dafür aufkommen hätte sollen ... schon richtig so!
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20.10.2006 15:27 Uhr von Rebecca Bock
 
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35000 Stellen ? Da mag ja rechnerisch stimmen, aber diese 35.000 sind Beamte ! Und die sind ja bekanntermassen unkündbar. Diese Zahl ist durch die doppelte Verwaltung des ehemaligen Westberlin und der Hauptstadt der DDR zurück zu führen.

Und zur Polizei: die "weit überhöhte Polizeidichte" ist eine Vorraussetzung dafür, dass Berlin die Regierung beherbergert wird und dass die Politiker anderer Staaten Berlin besuchen können.

Die tolerierten, größeren Wohnungen von HartzIV Empfängern ist eine Abwägung der Kosten der Miete gegen die Umzugskosten. Die wären nämlich noch teurer.

Einzig das kostenlose dritte Kita-Jahr wäre eine Betrachtung wert.

Schön, dass die Hertie-Stiftung Vorschläge macht, aber sie sollte vorher überlegen, was sie vorschlägt und wie es sich realisieren liesse.

Kosten könnte man auch dadurch senken, dass z.B. das Bundeskanzleramt von der Verwaltung geräumt wird und als Disco vermietet wird.

Sehr schön könnte man auch Kanzlerlinie einsparen und aus dem Tunnel ein Tauchstudio macht.

Ok, meine Vorschläge sind nicht ernst gemeint, haben aber genauso viel Substanz der Vorschläge der Hertie Stiftung
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20.10.2006 15:32 Uhr von swald
 
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Rebecca Bock: "aber diese 35.000 sind Beamte ! Und die sind ja bekanntermassen unkündbar."

Im öffentlichen Dienst sind die wenigsten verbeamtet.
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20.10.2006 16:06 Uhr von caterdev
 
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Neoliberaler Think Tank: Naja wen wundert es, dass ein neoliberaler Think Tank wie die Hertie School fordert, Stellen abzubauen?
Das Ergebnis dieser Studie war doch schon vorher klar: Abbau sozialer Leistungen, Entlassungen, Niedriglohnsektor ausbauen, städtisches Wohneigentum verkaufen, blabla. und schon wird alles gut. Die ganzen Lügen, die eben leider immer noch viel zu viele Leute glauben
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20.10.2006 16:07 Uhr von Kampfpudel
 
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@OldWurzelsepp: "Heutzutage ist es aber schon üblich, bei leicht sinkenden Gewinnen tausende Stellen abbauen"

Auch bei steigenden Gewinnen werden tausende Stellen abgebaut, siehe Deutsche Bank:

http://www.manager-magazin.de/...
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20.10.2006 16:25 Uhr von Zuckerfrei
 
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Zu viel Polizei? Guter Witz - ich wohn in Berlin und kann nur sagen es scheinen mir eher zu wenige zu sein! In Berlin gibt es zum einen die Regierung, viele Botschaften und Staatsbesuche und zum anderen gibt es hier oft Großveranstaltungen, die viel Polizei erfordern. Der Rest wurde hier ja schon ausreichend kommentiert ;)

BTW: Ich finde das Urteil vom BVG falsch von wegen keine Hilfe vom Bund. Aber naja - ist ja nur meine Meinung, ändert also wenig.
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20.10.2006 16:43 Uhr von grimpi
 
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weg mit allen staatsblutsaugern: und kommt net wieder, sucht euch n anständigen job !!!
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20.10.2006 17:07 Uhr von artefaktum
 
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@caterdev: Volle Zustimmung.

Die "Ergebnisse" zu denen solche "Fachstudien" kommen, sehen doch auffallend immer gleich aus.

Da wird natürlich nicht über den Tellerrand geschaut. Die "exakten" Zahlen bilden dabei nur einen kleinen Teilbereich der Realität ab.
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20.10.2006 17:21 Uhr von SunSailor
 
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Es ist aber auch zu kurz gedacht, wenn man: grundsätzlich davon ausgeht, dass jeder, der seinen Job verliert, automatisch zum Hartz-IV Empfänger wird. Es zeigt sich, dass Leute mit vernünftiger Qualifikation in der Regel doch recht schnell wieder einen neuen Job finden, auch wenn es sicherlich einige durchrutuscher zu H4 gibt.
Zweifelsohne ist es dramatisch, wenn 35000 Stellen abgebaut werden und ggf. ist es sogar mittelfristig günstiger für Berlin sie zu halten, da die Stadt für jene, die keine neuen Jobs finden, trotzdem wieder aufkommen muss - ohne jegliche Produktivität. Aber auf der anderen Seite mögen doch die ganzen Neo-Liberalitäts-Kritiker hier einen Weg aufweisen, wie Berlin von seinen Schulden weg kommen kann? Schulden sind Schulden und die können nur durch mehr Gewinn oder weniger Ausgaben abgebaut werden.
Und bitte, so schlecht kann es Berlin doch gar nicht gehen, wenn man sich dort eine Rot-Rote-Regierung leisten kann...
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20.10.2006 17:24 Uhr von exekutive
 
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@grimpi: "und kommt net wieder, sucht euch n anständigen job !!!"

lal? wie soll man das denn machen, wenn andauernt arbeitsplätze vernichtet werden..

es gibt bei weitem nicht so viele plätze wie arbeitslose.. und deswegen sollen die "weg", die nichts dafür können?

naja sicher war dein beitrag ironsich gemeint

mfg
exe
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20.10.2006 17:26 Uhr von artefaktum
 
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@SunSailor: "Aber auf der anderen Seite mögen doch die ganzen Neo-Liberalitäts-Kritiker hier einen Weg aufweisen, wie Berlin von seinen Schulden weg kommen kann?"

Wie sieht denn deine Lösung aus?
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20.10.2006 17:49 Uhr von opppa
 
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Die sollen zuerst die Leute rausschmeißen, die so Scheißhausideen ausbrüten, wie Olympiabewerbung!
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20.10.2006 17:50 Uhr von Tasko
 
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Berlin ist Hauptstadt! Alle bundespolitischen "Veranstaltungen" sollten inkl. der damit zusammenhängenden Kosten vom Bund bezahlt werden! Eigentlich auch deren Anteil an den bereits aufgelaufenen Schulden.

Und Berlin scheint wirklich zu viel Polizei/Geld zu haben.
Im Norden Berlins (Veltheimstr) stehen oder zumindest standen rund um die Uhr zwei Polizisten rum, die irgendwas ("ist geheim") bewacht haben. Das ging über Monate so, ob die immer noch rumlungern, weiß ich nicht. Und sicher wird das nicht die einzige Stelle gewesen sein.
Was ist eigentlich mit dem Schloß-Neubau geworden?

Außerdem wurde irgendwo mal vorgerechnet, daß Berlin seine Schulden mit ein paar Verkäufen (Immobilien, Firmenanteile) schnell selbst zahlen kann.
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20.10.2006 21:26 Uhr von intruder1400
 
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zu wenig Polizei: In manchen Bezirken die größer sind wie Hannover sind
nur 2-3 Streifenwagen zu Verfügung;bestimmt auch weniger
wie in Hannover.Den Rest der Polizei horten die Politiker
um sich;damit sie sich rechtzeitig vor der aufkommenden
"Unterschicht" schützen können.
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20.10.2006 21:39 Uhr von Cpt.Proton
 
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Gut so ! Bürokratieabbau.
Desweiteren solllte man schnellstens Wohnungen verkaufen .
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20.10.2006 22:54 Uhr von Spaßbürger
 
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Zuviel Polizei in Berlin?

Das letzte mal als ich dort war habe ich mir mehr Polizei gewünscht. Ich hatte teilweise ein flaues Gefühl. Kommt vielleicht daher das ich aus der Statistisch sichersten Stadt in Deutschland komme... ;-)

Allerdings muß ich sagen das Berlin an der Scheiße zum Großteil selber schuld ist. Ich habe gehört das Berlin 25 (oder warens 30%) der verfügbaren Gelder des Länderfinanzausgleichs bekommt und trotzdem haben die Geldsorgen?
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20.10.2006 23:27 Uhr von AAWAlex
 
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Und wieder leiden andere darunter!!! Bloß weil die scheiß Politiker es seit Jahren verkackt haben,sollen jetzt andere drunter leiden und verlieren ihre Arbeitsplätze.Das ist net mehr schön was in diesen Land abgeht.Die sind dafür verantwortlich also sollen sie auch dafür gerade stehen und nicht andere die damit nichts zutun haben.

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