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DGB fordert Ende der Praktikantenausbeutung

Immer mehr Betriebe setzen auf un- oder unterbezahlte Praktikanten. Hiefür werden weniger bis gar keine Steuern abgeführt. Der DGB beklagt diesen Missstand. Offene Stellen werden einfach durch billige Praktikanten ersetzt.

Der DGB hat bei der Bundesregierung eine Onlinepetition eingereicht, in der eine geregelte Entlohnung für Praktikanten gefordert wird. So fordert Ingrid Sehrbock, die stellvertretende DGB-Chefin, dass ein Praktikum als Lernverhältnis eingestuft wird.

Durch die Unterbezahlung dürfte man sich nach Angaben vom DGB über "schwerwiegende soziale Konsequenzen" in der Gesellschaft nicht wundern. Wer für seine Arbeite keinen Lohn bekäme, der würde unsicher auf seine eigene Zukunft schauen.


WebReporter: DeeSeL
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Ende, DGB, Praktik, Praktikant
Quelle: www.pnn.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.10.2006 17:02 Uhr von DeeSeL
 
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Bei manchen Betrieben sieht man deutlich, dass Praktikanten offene Stellen ersetzen müssen. Vor allem im Einzelhandel sehe ich diesen Missstand.
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14.10.2006 18:43 Uhr von glob3
 
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bei uns im krankenhaus ist das nicht anders.. ich frag mich was die ohne praktikanten, auszubildenden und zivis machen würden... jeden morgen sind wir 2 examinierte schwestern/pfleger und 5-8 schüler/praktikanten/zivis...
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14.10.2006 18:45 Uhr von supermeier
 
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Noch besser, wenn ein Unternehmer kurzfristig eine Kraft braucht, geht er einfach zur Arge und läßt sich Arbeitssuchende zur Probearbeit schicken, kostenlos versteht sich.
Also was will der DGB? Diese Praxis wird doch per Gesetz verordnet und unterstützt!!
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14.10.2006 20:46 Uhr von Norther
 
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kosten: volle arbeitskräfte kosten viel geld.
warum keine praktikanten nehmen die die selbe arbeit kostenlos erledigen.
sowas darf nicht sein. trotzdem ... so fälle sind mir auch bekannt.
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14.10.2006 21:57 Uhr von Cpt.Proton
 
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Das Problem wird aber auch: übertrieben dargestellt.
Die Generation Praktikum ist ein Märchen.
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14.10.2006 22:25 Uhr von Cpt.Proton
 
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Aba ja: Primera, geh woanders trollen.
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15.10.2006 00:25 Uhr von Kampfpudel
 
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@Cpt.Proton: Na Du scheinst Dich ja mit Märchen bestens auszukennen...
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15.10.2006 12:16 Uhr von delerium72
 
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@Cpt.Proton: Wird Zeit das du mal die Augen auf machst!!!
Arbeitslosigkeit ist wohl auch ein Märchen für dich?
Ach ja, Sorry, die MwSt erhöung auf 19 % ist ja auch nur von einem Bestsellerautor frei erfunden worden.
Werd erwachsen kleiner.
Hab selbst 2 Praktikas vor knapp 2 Jahren mit vorbehaltlicher Festeinstellung hinter mir. Ich spiele da nich mehr mit. Und wer glaubt das die Zeiten besser werden soll das tun, aber dann auch die fr***** halten.
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15.10.2006 15:16 Uhr von Geater125
 
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@ Proton - Vollste Zustimmung! Das Problem wird gerne übertrieben. Es gibt einige schwarze Schaafe, aber in welchen Branchen?

Die meisten Praktikaten sind eher eine Belastung als eine vollwertige Arbeitskraft für das Unternehmen! Aber das ignoriert man gerne, gell?

Wieder mal ein Punkt wo sich der DGB ungefragt in den Vordergrund schieben will, wieder mal etwas, wo der DGB nicht die langfristigen Folgen beachtet! Was ist mit den Schülern die für ihre Fachhochschulreife ein Praktikum brauchen? Nun, je nachdem werden die Unternehmen (bei vorgeschriebenen Lohn) keine Praktikaten mehr einstellen. Also weniger potentielle Studenten, weniger Absolventen, weniger Fachkräfte...Punkt!

Aber der liebe DGB weiß schon was er macht...eine Katastrophe nach der anderen ;)
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15.10.2006 15:22 Uhr von CroNeo
 
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Alles andere als ein Märchen ich spüre es ja am eigenen Leib! :( :( :(
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15.10.2006 15:27 Uhr von Geater125
 
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@ CroNeo: Ich habe es selber ein halbes Jahr durch gemacht, na und? 0 Euro vom Betrieb erhalten, selber für den Rest aufgekommen und immer nebenbei gearbeitet; Das schafft man! Wenn Du irgendwann (nach dem 2. oder 3. Praktika) den Absprung nicht schaffst, sorry, dann machst Du was verkehrt ;). Ich kenne niemanden der mehr als 2 Praktikas hintereinander gemacht hat um einen Job zu bekommen!^^
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15.10.2006 15:53 Uhr von ottyone
 
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Das wird sich nichts dran ändern: den kleinen wirds weggenommen

den großen wirds in die tasche gesteckt

und für die staatsbüttel bleibt unterm strich auch noch genug über.

und wir - sagen zu allem ja und amen -- wird zeit das sich mal was tut

mfg
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15.10.2006 17:14 Uhr von evil1
 
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@ Geater125 und Cpt.Proton: ihr scheint nicht mit zu bekommen, dass es bei der diskusion nicht um schulpraktika geht, sondern um studenten.
die müssen oft die arbeit eines regulären mitarbeiters erledigen und werden, wenn überhaupt, nur sehr unzureichend bezahlt...

bei 2 oder 3 wochen in der schulzeit regt sich keiner auf, aber wir studenten müssen auch noch von irgendwas leben.
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15.10.2006 17:49 Uhr von Geater125
 
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@ evil: Wer spricht denn hier von Schülerpraktikas? Ich rede von Praktikas die mindestens 6 Monate laufen ;)

Ich betone noch einmal: Wenn ein Student sich länger als für zwei aufeinanderfolgende Praktikas ausbeuten lässt ist er es selber Schuld! Die meißten Studenten werden ohne 1-2 Jahre Praktikas einen Job bekommen, jeder Mitarbeiter der weniger als 2 Jahre gearbeitet hat ist in gewissen Maße eine Belastung für das Unternehmen!

In der Medienbranche und in der Gesundheitsbranche ist das anders, das weiß ich. Dann sind da noch ein paar andere Branchen wo es teilweise Probleme auftauchen. Die meisten Studenten werden aber NICHT in unbezahlten Praktikas verkommen! Das ist weiterhin Populismus seitens des DGBs!
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15.10.2006 19:12 Uhr von ari99
 
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Oh - den DGB gibt es noch ? Der Mißstand ist seit bald 10 Jahren bekannt -
speziell die "armen Ostdeutschen" Firmen verschmähen seit ehedem Schwarzarbeiter - Praktikanten ist das Zauberwort in der Ex-DDR.

Was die Praktikanten für die freie Wirtschaft sind die "1 Euro Jobber" für öffentliche Stellen - Sklaven ohne Anspruch auf Sozialleistungen wie bezahlten Urlaub etc.

Das der DGB sich da meldet ist verwunderlich - hat er im Osten doch eh kaum Mitglieder und noch weniger zu sagen als im Westen.

Die wiedereinführung der Zwangsarbeit ist indiskutabel -
Ausbeutung in Reinkultur ist angesagt !

Ein Auszubildender im Osten der sich wagt nicht "freiwillig" Überstunden zu machen ist in kleineren Betrieben schnell Ex- Auszubildender...
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15.10.2006 19:16 Uhr von Razorback2
 
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Wird auch Zeit Schluß damit zu machen sich auf dem Rücken von Praktikanten auszuruhen. Ich habe das selbst mal hinter mich bringen müssen (mehrmals sogar), weshalb ich weiß wie das abläuft:

Sollte ein Praktikum als Netzwerkadmin machen:

Angeblich brauchte die Firma niemanden als Netzwerkadmin, wo ich mich vorstellen sollte.
Die Consulting Firma, die von der ARGE bestellt wurde drängte daraufhin den Arbeitgeber mich doch unterzubringen.

Ich sollte dann ein Praktikum als netzwerkadmin machen, wie auch geplant. Als ich dann zur firma ging um mich vorzustellen, und natürlich fragte, wie die Arbeitszueiten sind (oder ist das eine unmögliche frage??? die man nicht stellen darf???) sagte man mir barsch: "Von 8Uhr bis 17 Uhr, sie kriegen ja nicht UMSONST 345 Euro vom Staat und VON UNS ALLEN Steuerzahlern, dann haben Sie auch gefälligst VOLLZEIT hier zu sein!"

Dann erfuhr ich noch das eine Fernwartungs-Firma deren Netzwerke bereits verwaltet und denen hätte ich NICHT dazwischenzufunken!

"Hm, fragte ich mich? als was bin ich jetzt hier???"

DAS erfuhr ich dann in den nachfolgenden 4 Wochen (wovon ich nur 2 ableistete, aber dazu später mehr).

Die 2 Wochen (war Anfang 2006) wurde ich mit Zeitungsaustragen beauftragt und mit Papier-wegbringen. Man riet mir, Handschuhe mitzbringen, damit mir beim Zeitungsaustragen die Hände nicht einfrieren. Was für ne Ironie!

Dann kam der Tag an dem ich endlich am PC saß. Ich sollte Online recherchieren.
Nur ich brauchte dazu mehr als das ein normales Gastkonto, und da ich als Admin ja offiziell arbeitete dort und ich ein wirklicher Admin bin habe ich genug Kenntnisse, um ein Administratorkonto zu bekommen ;)

Daraufhin drohte man mir, mich anzuzeigen, da ich illegale Hacking Tools eingesetzt hätte, was nicht stimmt und wofür es keine Beweise gibt.

Mein nächster Auftrag war Büromöbel zu besorgen, große Schränke von einem anderen Bürokomplex holen, mit privaten PKW ;)

Als ich das verweigerte sagte man: "OK, rufe mal grade bei der ARGE an, Arbeitsverweigerung!" Außerdem hätte ich als Hartz4 Empfänger ÜBERHAUPT kein recht nen PKW zu besitzen, knne ja froh sein das er mich nicht anschwärzen würde.

Als der Typ dann eines tages (es war der letzte tag der 2 Wochen wo ich da war) auch noch handgreiflich wurde und mich in die Rippen stieß weil er sehen wollte was ich am PC machte, hat er (durch mich) ein sehr heftiges Kopfüber gegen den Heizkörper gemacht. Was er mir danach alles androhte, kann sich jeder denken...

Ich bekam sowohl von ihm als auch von der Consulting Drohbriefe. Als ich damit drohte alles von der BILD-Zeitung veröffentlichen zu lassen, hörten die Drohgebährden auf, ich bekam nie wieder Briefe und meine 345 Euro wurden nie gekürzt. Ich habe nun aber endlich das gefunden was ich suche.
Das was ich erlebt habe, das gleicht einem offenen Strafvollzug. Ich habe keinen Eintrag im Führungszeugnis, bin Streitigkeiten grundsätzlich aus dem Weg gegangen, habe mich zwar gewehrt wenns um meine haut ging, aber das wird wohl jeder.
Ich wünsche das niemandem was ich erlebt habe, denn DAS hat nix mit Arbeitsvermittlung und Praktika zu tun.

Sowas unmenschliches habe ich selten erlebt...

Gruß



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15.10.2006 22:37 Uhr von Papilein
 
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Katjes ist auch ein Praktikantenabzocker wie es hier wohl gemeint ist. Die Stammbelegschaft in der IT- Abteilung ist mit 9 Personen auf dem Papier gelistet. Davon sind aber nur 3 fest angestellt, 6 sind Praktikanten. Gefördert wird das auch noch von Umschulungseinrichtungen, ich wurde seinerzeit von der Akademie Klausenhof im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme dorthin vermittelt. Das beste war noch der Besuch vom Klausenhof. Statt mich zu besuchen und zu befragen, wie das Praktikum denn wohl läuft, war der Ausbilder lediglich beim Chef, dem Herrn Fassin, und hat sich seine Kartons mit Süßigkeiten abgeholt, die es wohl für die Vermittlung von unbezahlten Praktikanten gab. Schmierereien und Betrug, leider überall anzufinden. So "sparen" sich halt die Firmen reich, aber ist ja nichts Neues, im Bundestag läuft es ja ähnlich. Siehe Friedrich Merz und seine Schmiergelder....
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16.10.2006 01:15 Uhr von Geater125
 
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@ Razorback: Und weil Du so einen Irren als Chef begegnet bist meinst Du das es allen Praktikanten so geht? Tjoa, ich habe da andere Erfahrungen gemacht, ungefähr habe ich in meinem Praktikum soviel gelernt das ich später in meiner Ausbildung nichts mehr zu lernen hatte (bis auf ein neues EDV-System).

Du sprichst von einer Position des ungewollten Praktikaten. Ich von der des gewollten. Da wir von zwei unterschiedlichen Positionen ausgehen sollten wir die Diskussion an dieser Stelle beenden. Denn sie führt zu nichts.
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16.10.2006 04:17 Uhr von ari99
 
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Diskussion beenden ? @Geater:
Und was sagt dein Beitrag aus ????
Niemand hat behauptet das es nicht auch reale Praktikumsbetriebe gibt !
Aber der Mißbrauch in Praktikumsbetrieben nimmt zu , genau wie Firmen die Auszubildende ausbeuten immer häufiger vorkommen !

Die veralteten Gewerkschaften kannst du getrost unter Ulk verbuchen, die gehören inzwischen eher in das Arbeitgeberlager.

Es ist geistige Armut die das Missverhältnis in Deutschland erst möglich macht.
Längere (Lebens-)Arbeitszeit, weniger Urlaub, Aushöhlung von Kündigungsschutz, schlechtere Arbeitsbedingungen, verschlechterung der sozialen Absicherung, usw. usf.

Und dann gibt es immer noch Menschen die das leugnen ? !!!

Keine Kinder, wachsen einer Unterschicht, verschlechterung der Bildung, noch weniger Chancengleichheit, Elite Schulen für Reiche....

Träumt weiter, Pisa Studie läßt grüßen...

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