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Kanzlerin verteidigt Auswahl der Elite-Hochschulen

Merkel sagte, dass die Universitäten im Süden heute besser seien, sei auch der langfristigen Bildungsstrategie der Länder Bayern und Baden-Württemberg zu verdanken. Merkel forderte ein Bekenntnis zum Elite-Begriff.

Sie prophezeite für den Wettbewerb der noch ausstehenden Entscheidungen "noch manchen Kampf". Immerhin geht es dabei um 1,9 Mrd. Euro, die die ausgewählten Elite-Universitäten in den nächsten fünf Jahren erhalten werden.

Aus der FDP gab es kritische Stimmen zur Bewertung der ostdeutschen Universitäten. Diese hätten nicht dieselben Entwicklungschancen wie die anderen deutschen Hochschulen, was bei der Vergabe des Elite-Status mehr berücksichtigt werden müsse.


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WebReporter: Gelassener
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kanzler, Elite, Hochschule
Quelle: www.handelsblatt.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.10.2006 17:52 Uhr von christi244
 
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Elite-Unis: Wen wundert dies denn wohl so wirklich?
Elite-Unis an den Obrigkeitshörigsten Standorten.

Wo bleiben eigentlich die Unis in NRW und Berlin?

Und die Ostdeutschen ... irgendwie sollten sie langsam geregelt bekommen, dass sie lediglich dem Ehrgeiz eines Herrn Kohl in die Tasche gespielt haben, indem sie sich für den Anschluß ans Bundesgebiet entschieden.
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14.10.2006 18:10 Uhr von intruder1400
 
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die Schläferin Merkel: hält sich,seit sie Kanzlerin ist für superschlau.Dabei kriegt
sie mit ihrer Bauernschläue nichts auf die Reihe.
Die will bloß,das der Rest des Volkes dumm bleibt damit
sie mit ihren Polit-Mafiakollegen das Volk weiter unter-
drücken und die DDR 2 aufbauen kann.
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14.10.2006 18:12 Uhr von christi244
 
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Merkel und Dummheit: Och Intruder, da muss sie sich gar nicht so wahnsinnig ins Zeug legen ... dass "Volk" dumm ist, beweisen die Wahlquoten.
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14.10.2006 20:23 Uhr von matrix089
 
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"Ost"-Unis: Das was die FDP hier von sich gibt ist Bullshit! Hier geht es nicht darum mit dem Gießkannenprinzip Geld zu verteilen, sondern den besten Unis Fördergelder für die Forschung zur Verfügung zu stellen.
Es geht in diesem Fall um Leistung und nicht um "gerechte" Verteilung. Das muss den Leuten nunmal akzeptiert werden. In fünf Jahren kann dies wieder anders aussehen. Dann bekommt vielleicht Jena für den Bereich Optik o.ä. den Zuschlag.
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14.10.2006 20:25 Uhr von matrix089
 
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Sorry Fehler "das müssen die Leute akzeptieren". Habe mich verschrieben.
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14.10.2006 20:31 Uhr von christi244
 
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@Matrix: Du hast vollkommen Recht, dass es um Leistung geht und durchaus nicht um Gießkannenverteilung. Allerdings, um Leistung zu erbringen benötigt eine Uni Gelder und es bliebe zu recherchieren, nach welchen Kriterien Süddeutschland in den Genuß dieser monetären Vorzüge kommen konnte. Ich glaube nämlich nicht, dass es hier mit rechten Dingen zuging.
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14.10.2006 20:35 Uhr von Norther
 
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von wegen: ein wort: lokalpatriotismus!
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15.10.2006 01:31 Uhr von borgir
 
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es ist schon: seltsam dass zwei der elite-unis in münchen sind (da hat der herr stoiber doch die finger drin). vetternwirtschaft eben.
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15.10.2006 11:25 Uhr von matrix089
 
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@Norther: Naja wohl eher "Lokakultusministerium". Das es in Sachen Bildung ein Nord-Süd-Gefälle in Deutschland gibt ist ja bekannt.

Ich glaub auch nicht das Stoiber so viel Einfluss hat um sich die zwei Unis auf seine Fahnen schreiben zu können. Da muss schon Leistung dahinter stehen.
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16.10.2006 18:31 Uhr von eros007
 
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Bayern und BW geben mehr für Bildung aus: Aus diesem Grund sind auch die Unis dort besser. Diese Länder kümmern sich eben noch ein bisschen um die Zukunft. Das ist der einzige und wichtigste Grund, warum die Unis im Süden mehr leisten. Die anderen Länder haben über Jahrzehnte an der falschen Stelle gespart und ernten jetzt die verdienten Früchte - nämlich keine. Aber selbst Bayern und BW geben viel zu wenig für die Bildung aus. Und das wenige Geld, das über die Elite-Töpfe fließt, macht die Unis noch lange nicht zu Havards. Harvard hat einen Etat von 20 Milliarden Euro, die TU München bei ähnlichen Studentenzahlen von 420 Millionen. Noch Fragen, warum wir so schlecht sind?
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17.10.2006 13:12 Uhr von eros007
 
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@christi244: >>> "Allerdings, um Leistung zu erbringen benötigt eine Uni Gelder und es bliebe zu recherchieren, nach welchen Kriterien Süddeutschland in den Genuß dieser monetären Vorzüge kommen konnte. Ich glaube nämlich nicht, dass es hier mit rechten Dingen zuging."

Na dann recherchiere mal fleißig. Und präsentiere uns dann die Zahlen. Die Länder des Südens zahlen meines Wissens Jahr für Jahr über 3 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich und zahlen über ihre Steuern und Sozialabgaben auch einen guten Teil der Arbeitslosen und Rentner anderer Bundesländer. Ich glaube, dass da Jahr für Jahr ein Nettofluss von 30 Milliarden Euro oder mehr aus Bayern und Baden-Württemberg in andere Länder erfolgt. Das ist aber durchaus gerecht - sie sind schließlich reicher als die meisten anderen Gebiete und helfen somit solidarisch den schwächeren Gebieten im Land. Und dann stellst du dich hin und behauptest, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen konnte, dass diese Länder trotz aller Milliarden, die anderswohin fließen, eben noch genug Geld in ihre Hochschulen stecken?

Wach auf! Der Grund, warum Bayern und Baden-Württemberg so gute Unis haben, liegt nicht nur an der wirtschaftlichen Prosperität dieser Regionen und schon gar nicht an abgekarteten Spielchen. Es ist auch umgekehrt. Die wirtschaftliche Properität ergibt sich aus den relativ gut ausgebildeten Jugendlichen (Stichwort: Pisa) und den noch relativ leistungsfähigen Unis. Die anderen Bundesländer haben in den vergangenen Jahrzehnten schlicht eine schlechtere Bildungspolitik gefahren und liegen heute auch aus diesem Grund hinten. Dass die Elite-Unis alle im Süden liegen, beruht also zum Großteil darauf, dass es anderswo kaum was Förderwürdiges gab. Es gab hier und da gute Ansätze, aber es gab eben nicht dieses breite Angebot an Spitzenstätten. Die anderen Länder haben selbst zu wenig für ihre Bildungsstätten getan (Bildung ist bekanntlich Ländersache) und ernten den verdienten Lohn, nämlich keine Elite-Unis und nur wenige Exzellenzcluster/Graduiertenschulen.

Alles in allem fällt noch was auf: Die Konzentration der meisten guten Bildungsstätten lässt meiner Meinung nach wohl noch einen Schluss zu: Bei der Bildung auf Länderebene macht es die Union einfach besser als die SPD. Bayern und BW wurden seit 5 Jahrzehnten nur von der Union regiert - neben ihnen kein anderes Land. Auch das traditionell schwarze Sachsen liegt bildungsmäßig bereits am besten in Ostdeutschland (Pisa, oder der Erfolg Dresdens bei der Exzellenzinitiative). Die Union auf Bundesebene mag eine schlechte Wahl sein, aber auf Landesebene sind die Indizien (leider?) eindeutig zugunsten der Union.

P.S. Ich würde mir wünschen, wenn neben der Elite-Förderung nun endlich auch wieder die Breitenförderung forciert würde. Wir haben viel zu wenige qualifizierte Akademiker (gleichzeitig viele ungelernte Arbeitslose). Der Mangel an Fachkräften hemmt sogar unser Wirtschaftswachstum und somit die Entstehung neuer Stellen. Dem kann nicht mit Elite abgeholfen werden, sondern mit der Breitenförderung. Wie sagt man im Fußball? Spitzensport ist ohne Breitensport nur von schlechter Qualität. Baden-Württemberg (mit 4 von 10 Unis in der letzten Entscheidungsrunde übrigens das Bundesland mit konstant hoher Leistung) ist gerade dabei, dieses Problem anzugehen. Wo sind die anderen 15 Länder?
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17.10.2006 20:28 Uhr von mäckie messer
 
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So durchschaubar: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen... Erst hat der prosperierende Norden der BRD den Süden durch Subventionen hochgefüttert, dann haben die mit diesem künstlichen Wirtschaftswachstum de facto Privatunis wie die TU München geschaffen, an denen einen Studienplatz zu bekommen so teuer ist, dass kein BAFöG-Empfänger sich das leisten kann, mit Ausnahme der Allerbesten, wodurch natürlich ein Elitestatus geschaffen wird, den sich andere Bundesländer aufgrund sozialer Verantwortung gegenüber ihrer Bevölkerung nicht leisten wollen/können. Und dann wird ein Elitefördertopf geschaffen, der genau diesen Unis, die ohnehin kein anderes finanzielles Problem haben, als die Frage "Wohin mit all dem Geld?" noch ein bisschen mehr zuschustert. Natürlich können ostdeutsche Unis da nicht mithalten, da man sie nach der Wende genauso abgewickelt, kaputtgewirtschaftet und ausgesaugt hat, wie die wenigen international konkurrenzfähigen Unternehmen. Und dass Berlin nicht dabei ist, liegt unter anderem daran, dass unter dem Run auf die Hauptstadt, die einzige echte Metropole in Deutschland außer Hamburg, die Berliner Universitäten völlig aus den Nähten geplatzt sind. Außerdem darf Berlin ja auch für Botschaften, das Regierungsviertel nebst Infrastruktur, 3 Flughäfen, eine gewaltige Masse an Asylbewerbern, Arbeits- und Obdachlosen aufkommen, die auch alle lieber in die "große Stadt" ziehen, weil sie sich dort mehr Chancen erhoffen... Haben sich die Unis aber auch irgendwo selbst zuzuschreiben, da sie echt jeden aufnehmen wollten.
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18.10.2006 12:28 Uhr von eros007
 
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@ mäckie messer: >> "Erst hat der prosperierende Norden der BRD den Süden durch Subventionen hochgefüttert"

Du weißt schon, dass Baden-Württemberg seit über 50 Jahren ein Nettozahler beim Länderfinanzausgleich ist. Die haben keinen einzigen Pfennig aus anderen Ländern gesehen. Bayern hat zwar jahrzehntelang Gelder aus dem prosperierenden Norden (vorwiegend NRW und Hamburg) erhalten, aber daraus auch was gemacht. Niedersachsen, das über die Jahrzehnte sehr ähnliche Summen erhielt (guck dir die Statistik an), kränkelt heute noch rum. Insofern ist der heutige Wohlstand nicht mal unverdient, oder?

>> "Privatunis wie die TU München geschaffen, an denen einen Studienplatz zu bekommen so teuer ist, dass kein BAFöG-Empfänger sich das leisten kann,"

Warum soll ein Studienplatz an der TU München so teuer sein? Momentan kostet er nicht mehr als in anderen Städten auch (es gibt schließlich noch keine Studiengebühren), und auch die kommenden Studiengebühren liegen mit 585 Euro auf ähnlicher Höhe wie anderswo. Willst du auf das teure Leben in München abspielen, hast du Recht. Wobei dies in Frankfurt genauso oder noch teurer ist und in Düsseldorf auch kaum billiger. So ist es eben in properierenden Städten. Dafür kann die Uni nichts. Oder?

>> "Und dann wird ein Elitefördertopf geschaffen, der genau diesen Unis, die ohnehin kein anderes finanzielles Problem haben, als die Frage "Wohin mit all dem Geld?" noch ein bisschen mehr zuschustert."

Wie bitte? Die Unis sollen nicht wissen, wohin mit dem Geld? Da täuschst du dich. Die bayerischen Unis mussten in den vergangenen Jahren Kürzungen um 15% hinnehmen (damit Stoiber seinen ausgeglichenen Haushalt hinbekommt). Wissenschaftliches Personal gibt es auch in München viel zu wenig (warst du mal in Standford, Boston (Harvard, MIT) oder Oxford?). In Karlsruhe ebenso. Die Bezahlung ist - Professoren mal ausgenommen - im internationalen Vergleich immer noch miserabel. Aber man schimpft ja allzu gerne über die reichen Unis da im Süden. Nur sollte man dann auch wissen, wie es dort tatsächlich zugeht.

>> "wodurch natürlich ein Elitestatus geschaffen wird, den sich andere Bundesländer aufgrund sozialer Verantwortung gegenüber ihrer Bevölkerung nicht leisten wollen/können."

Hier liegst du falsch. Andere Bundesländer haben schlicht noch viel weniger in die Bildung investiert als der Süden. Baden-Württemberg tat dies immer recht flächendeckend (wie die 5 guten Unis in Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen und Freiburg sowie Stuttgart beweisen), Bayern immerhin konzentriert in München. Andere Länder gaben nicht mehr für die Provinzunis aus als Bayern. Andere Länder haben immer und immer wieder an der Bildung gespart, und das rächt sich eben. Für die gesamtdeutsche Situation finde ich dies zwar bedauerlich und hart, aber andererseits ist es nur gerecht, dass man für Fehlverhalten bestraft wird. Und wenn man Gleichmacherei als "soziale Verantwortung" bezeichnet, sollte man sich eben nicht darüber wundern, dass sich das Niveau an den Schlechteren orientiert. Nach unten orientieren kann sich jeder, nach oben ist eben fast unmöglich. Man muss akzeptieren, dass es Leute gibt, die mehr drauf haben als andere. Wenn man sie fördert, bringen sie einem Früchte ein. Wenn man sie nicht fördert und sogar noch dafür bestraft, dass sie schneller kapieren als andere und unangenehme Fragen stellen (so passiert im Deutschland der 80er), wird eben nichts aus ihnen oder sie hauen ab ins Ausland, wo sie dann Jobs schaffen (wie viele Deutsche allein in den USA?)...

Andere Bundesländer haben - im Gegensatz zu Bayern und besonders Baden-Württemberg - übriges Geld eben zum Großteil immer ins Soziale gesteckt. Im Süden schaute man, dass auch was für die Kinder und die Bildung übrig bleibt. Hr. Öttinger sagte kürzlich den bezeichnenden Satz: Wir müssen überall sparen, außer an der Bildung. Wann hörte man solche Aussagen aus dem Norden? Der Süden schaute eben, ob und wie man auch in Zukunft erfolgreich sein kann. Und er ist es heute. Der Norden nicht. Warum wohl?


Übrigens bin ich derzeit sehr wohl der Ansicht, dass wir neben Möglichkeiten für die Besten ("Elite") eben auch die Breite der Ausbildung vergrößern müssen. Wir brauchen mehr Akademiker, und nicht weniger. Aber wenn wir die besten (die überdurchschnittlich oft für Arbeitsplätze, Patente, also noch bessere Produkte sorgen) weiterhin vertreiben, werden wir ebenfalls keine Zukunft haben.

Und nur so nebenbei ist die Summe für die Elite-Unis mit 20 Millionen so gering, dass dies kaum Auswirkungen auf den Länder-Proporz hat. Auch die gesamte Exzellenzinitiative bringt pro Jahr nur knapp 400 Millionen zusätzlich zur Forschung. Um international eine Chance zu haben, wären 20 Milliarden zusätzlich wohl die Untergrenze, um gegen die aufstrebenden China und Indien sowie die weiterhin prosperierenden USA auch nur eine Chance zum Wettstreit zu haben - Erfolg ist sowieso nicht planbar.

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