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Europa: Altersstruktur könnte zu finanziellem Kollaps führen

Die Altersstruktur in der EU ist einer Studie zufolge eine ernsthafte Bedrohung für die Haushalte der Mitgliedsstaaten, wenn diese nicht einschneidende Veränderungen in ihrem System der Altersvorsorge vollzögen.

So würden die Kosten 2050 das Doppelte des Bruttoinlandsproduktes betragen, womit eine Deckungslücke von 3,5 % entstehen würde, für die es keine Ausgleichsmöglichkeiten geben werde. Deutschland habe hierbei ein "mittleres" Risiko, heißt es.

Besonders betroffen seien Staaten, die jetzt schon hohe Haushaltsdefizite vorwiesen, die Studie verwies zum Beispiel auf Griechenland, Portugal, Tschechien, Slowenien, Ungarn und Zypern.


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WebReporter: Gelassener
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Europa, Alter
Quelle: www.handelsblatt.com

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.10.2006 17:47 Uhr von Nessy
 
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Bruttoinlandssproduktes
Bruttoinlandsproduktes

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die Studien verwies zum
die Studie verwies zum
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16.10.2006 18:16 Uhr von eros007
 
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Ein Grund mehr: Ein Grund mehr, das Rentensystem weiter zu verändern. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das System weiter verbessern können und vor allem die Generationengerechtigkeit beibehalten.

Ein wichtiger Vorschlag wäre, die Interventionen des Staates in die Entscheidung der Leute für/gegen Kinder zu reduzieren. Momentan ist es ja so, dass man mit Kinderlosigkeit besser lebt. Die Rente wird momentan vollkommen sozialisiert (obwohl wir ein Umlageverfahren bei der Rente haben, d.h. heutige Arbeitnehmer zahlen für heutige Rentner), die Kinder jedoch nicht (den größten Teil der Kosten an den Kindern kann jeder selbst zahlen). Dies führt dazu, dass ein Kind nach Abzug der gesamten Bildungsausgaben sowie des Kindergeldes immer noch 35.000 Euro Gewinn für das Rentensystem bringt (ohne Abzug wären es über 90.000 Euro). Mit genau diesem Betrag fördert der Staat die Kinderlosigkeit. Das muss sich ändern.

Ein Ansatz wäre, die Rente für Leute mit 2 und weniger Kindern zu kürzen, und zwar umso mehr, je weniger Kinder man hat. Jemand mit 3 Kindern erhält eine mit der heutigen vergleichbare Rente, die anderen entsprechend weniger. Um Notstände im Alter zu vermeiden, werden die Kinderarmen "gezwungen", sich über das Riester-System privat das restliche Geld anzusparen (etwa 4-8% vom Einkommen). Die Rentenbeiträge zum Umlagesystem blieben unverändert - dienen sie doch der Befriedung der aktuellen Rentenansprüche. Das von mir vorgeschlagene System (genauer nachzulesen unter: http://www.cesifo-group.de/... ) wäre demzufolge ein erster Schritt in die Richtung einer nachhaltigen Sanierung.

Auf der anderen Seite müssen alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, die dazu führen, dass wieder mehr Kinder geboren werden. In 20-25 Jahren wird das Rentensystem die geburtenstarken Jahrgänge aufnehmen müssen. Gleichzeitig kommen - bei Fortschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens - in diesem Zeitraum immer weniger junge Menschen nach. Noch ist es möglich, die Effekte zu abzumildern, wenn die Kinderrate in den nächsten Jahren mindestens auf 1,8-2,0 Kinder/Frau steigt und somit in den nächsten Jahren etwa 10 Millionen Kinder geboren werden anstatt der prognostizierten 6-6,5 Millionen. Denn genau die heute geborenen Kinder würden in 20-25 Jahren in den Arbeitsmarkt treten.

Neben der Erhöhung der Kinderzahl ist wohl auch eine Anpassung des Renteneintrittsalters erforderlich. Als man die Rente ab 65 einführte, wurde kaum jemand so alt. Heute werden die Leute im Schnitt etwa 80, Tendenz steigend. Wir kommen - auch bei einer Erhöhung der Geburtenzahl - nicht umhin, den Renteneintritt wenigstens teilweise an die Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln.

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