12.10.06 10:15 Uhr
 1.345
 

US-Verteidigungsministerium glaubt nicht an über 650.000 Kriegstote im Irak

Es seien maximal 50.000 Menschen bei den Kriegshandlungen im Irak seit der US-geführten Invasion 2003 ums Leben gekommen, so das Pentagon als Antwort auf eine Studie, die von mehr als 650.000 Opfern spricht.

General George Casey, Oberbefehlshaber der multinationalen Truppen, wies die Zahlen aus einer Studie, die von dem britischen Online-Magazin "The Lancet" veröffentlicht wurde, zurück. Dennoch gab er zu, dass es um die Sicherheit im Irak schlecht steht.

So konzentrieren sich die Kampfhandlungen nicht mehr unbedingt primär gegen die US-Truppen, sondern brechen untereinander zwischen den verschiedenen Volksgruppen aus. Am gefährlichsten seien derzeit Extremisten schiitischen Glaubens.


WebReporter: dennisk
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Irak, Krieg, Verteidigung, Verteidigungsminister, Verteidigungsministerium
Quelle: de.news.yahoo.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.10.2006 10:39 Uhr von pippin
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen: Es hätte mich jetzt auch stark gewundert, wenn die US-Army diese erschreckend hohe Zahl bestätigt.

Aber umgekehrt gehe ich auch stark davon aus, dass die Zahlen des Pentagon "ein wenig optimistisch" sind.

Eine genaue Zahl wird man wahrscheinlich nie erfahren, denn wer weiß schon wie viele zivile Opfer in den bombardierten Gebieten zu beklagen sind.
Da gibt es doch auch keine objektiv überprüfbaren Quellen.

Schlussendlich müssen wir mit der schrecklichen Gewissheit leben, dass im Irak - wie auch in anderen Ländern - viel zu viele Menschen sterben mussten, weil einige Machthaber einen ordentlichen Schuss an der Murmel haben.
Kommentar ansehen
12.10.2006 11:22 Uhr von ccwm
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die genaue Zahl steht doch längst fest: zuviel!
Kommentar ansehen
12.10.2006 11:42 Uhr von exekutive
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
was die amis: zu ihrer verteidigung sagen, glaubt doch eh kein mensch mehr

zumal die 650.000 schon jahre vorher immer wieder bestätigt wurden (natürlich waren es die jahre davor auch immer im verhältnis etwas weniger)
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:01 Uhr von Skolle
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zu viele? die Antwort "zu viele" macht nur dann sinn, wenn man sie im Vergleich zu der Zahl sieht, die OHNE den Krieg ums Leben gekommen wären.
Und da das Saddam-Regime wohl ohne ausländische Hilfe nie gestürtzt worden wäre, hätte es unter Saddam auch noch mehr Tote gegeben.
Man treibt zwar die Cholera mit der Pest aus, aber ich würde mich als Iraker doch eher für einen kurzen krieg und anschließend Freiheit entscheiden (die mir die eignene Landsleute momentan verwehren)...

Und klar: natürlich sind das zu viele, aber man muss immer die Relationen betrachten.
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:02 Uhr von Tompunet
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
und ich glaub nicht: das es bin Laden war. Ich glaub auch nicht, das der Irak nicht bewußt angegriffen wurde, um Öl abzugreiffen und dabei einen Mitwisser namens Saddam zum Schweigen zu bringen - oder auch in anderer Reihenfolge, macht keinen Unterschied. Mir tun nur die Soldaten leid, die für die Bush-Admin den Kopf hinhalten müssen.
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:12 Uhr von ccwm
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Skolle: Natürlich, Saddam hatte nach deiner "Rechnung" sein eigenes Volk längst ausgerottet, bevor die USA über das Land hergefallen sind, daher kann die Zahl von 650000 auch unmöglich stimmen...

Manche Scheuklappen üben zu starken Druck auf´s Hirn aus, nicht wahr....
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:17 Uhr von summertime
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
urinstein: von wegen ... unabhängige Organisationen sprechen von 1 Millionen Tote unter Hussein.

Von wegen gerade mal 100 Querulanten.... erstmal informieren ;)
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:21 Uhr von ccwm
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@summertime: 1 Mio. Tote während seiner gesamten Amtszeit!

erst informieren, dann nachdenken und dann erst posten ;-)
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:28 Uhr von dennisk
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Skolle - Eben nicht! Daher ja die Studie die hat nämlich festgestellt, dass in "Friedenszeiten" im Irak jährlich 2,5 Mal weniger Menschen ums Leben kamen... (siehe alte SSN Meldung von gestern über die Studie und deren Quelle)
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:43 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zauberlehrling: Bush kommt mir langsam so vor, wie der Zauberlehrlich:

Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht wieder los!

Herr Bush: Erst denken, dann handeln!
Kommentar ansehen
12.10.2006 12:43 Uhr von thimphu2003
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Skolle nach Ihrer Rechenmethode müßte man sämtliche US-Soldaten im Irak umbringen, da sie für mehr Tote im Irak verantwortlich sind als es US-Soldaten gibt. Würde sich also lohnen.
Kommentar ansehen
12.10.2006 13:15 Uhr von usambara
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
1,5 Mio geflohen: ins Ausland, täglich 2000 alleine nach Syrien.
Und die USA sowie ihre Marionetten-Regierung schaut zu.
Kommentar ansehen
12.10.2006 13:40 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Bush-Administration glaubt: sowieso nur Zahlen, die sie selbst gefälscht hat!

Eins ist jedenfalls sicher: Bush hat weit mehr M e n s c h e n auf seinem Gewissen, als Saddam!
Kommentar ansehen
12.10.2006 14:46 Uhr von Bibip
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hallo pippin: meintest Du mit den Machthaber Bush? Da könntest Du ein klein wenig Recht haben. Doch dieser Überfall war nicht deswegen, weil evtl. Saddam ein Diktator war (er war x-fach humaner als die Invasionstruppen), sondern aus 2 Gründen:
1. wollte Saddam den Petrodollar abschaffen und dafür den Euro als Zahlungsmittel. Das wäre der Tod des Dollars gewesen.
2. Wollten die Ölmultis endlich die riesigen Ölfelder des Irak krallen. Und für deren Reibach starben bis jetzt mindestens 200.000 Menschen.
Dagegen war Saddam ein humaner menschenliebender Regent.
Grüße
bibip
Kommentar ansehen
12.10.2006 19:12 Uhr von *Flip*
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Glaube die Zahl auch nicht --> 50000 trifft zu: Nach Ansichten einschlägiger Casualities-Sites sind seit Jan 2005 --> um die 18000 Zivilisten ums leben gekommen.

Geht vom Angriffsdatum am 20. März 2003 aus, ist es gut möglich, dass durch Bombardements und Haji Einwirkung :-)) 32000 noch dazugerechnet werden müssen.

100 Zivilisten sterben täglich durch die Hajis nicht durch die Amerikaner, sollte man auch mal klarstellen.

Tschau

ps.: Gestern haben irak. Polizisten in Baghdad die kopflose Leiche des christlichen Priesters Amir Ayuub gefunden.

Sieht doch nach CIA aus oder ?

Adios
Kommentar ansehen
12.10.2006 21:45 Uhr von chithanh
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
bezweifelt wird die Zahl, nicht die Methodik: Interessant ist doch, wie sehr sich die Kritik auf die Zahl von 650.000 Toten konzentriert, anstatt auf die in der Studie angewandten Methoden.

Im Gegensatz zu anderen Statistiken, die auf Medienberichten oder Behördenangaben basieren, werden hier tatsächlich zufällig ausgewählte Haushalte befragt und die Ergebnisse auf das gesamte Land hochgerechnet (sog. "cluster sampling").

Man könnte die Unterschiede zwischen der Lancet-Stude und den Medien-Zählungen vielleicht besser verstehen, wenn man untersucht, wieviel Prozent der Opfer in den Medien Erwähnung finden.

Refresh |<-- <-   1-16/16   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nachrichtensender N24 ab 2018 mit neuem Namen
Flüchtlingsmädchen soll abgeschoben werden, obwohl es 14.000 €uro-Fund abgab
Chemnitz: Leopardin verletzt Tierpfleger


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?