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Private Krankenversicherer dürfen Arbeitslose künftig nicht mehr ablehnen

Durch eine Rechtsänderung bei der Krankenversicherung dürfen private Anbieter Arbeitslose künftig nicht mehr ablehnen und müssen auch diejenigen Aufnehmen, die zuvor privatversichert oder wegen Selbstständigkeit nie pflichtversichert waren.

Diese Neuregelung dient in erster Linie dazu, den Druck von den gesetzlichen Krankenkassen zu nehmen, die bislang jeden Arbeitslosen versichern mussten und dafür vom Staat nur 125 Euro pro Person im Monat bekamen.

Nach Angaben des "Handelsblatt" könnte das neue Gesetz jedoch dazu führen, dass die Versicherungsprämien bei den privaten Krankenkassen steigen.


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WebReporter: dennisk
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arbeit, Sicherheit, Krank
Quelle: de.news.yahoo.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2006 16:26 Uhr von ArrowTiger
 
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*ggg*: Auch wenn die beschlossene Reform alles andere als gut durchdacht und ausgewogen ist (möglicherweise beabsichtigt): Jetzt bekommen die PKVen endlich mal zumindest annähernd den von ihnen so oft geforderten Wettbewerb. (Fehlt im Wesentlichen nur noch die ursprünglich geforderte Fonds-Abgabe, um die sie sich ja offenbar dank "Connections" bisher drücken konnten.)

Ob es jetzt noch so einfach sein wird, die GKVen wegen angeblicher Ineffizienz in Grund und Boden zu polemisieren?

Freut mich aufrichtig, diese Nachricht. *veg*
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10.10.2006 20:33 Uhr von Bibip
 
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Zum Glück ist Dein Neidfaktor höher als die Wirklichkeit, ArrowTiger
Denn: wenn es die Privaten nicht mehr gibt, dann wirst Du danach schreien.
Warum? Weil die Staatskrankenversorgung, und darauf zielt die Kommunistin Schmidt, nur noch ein Grundabsicherung ist, die Ärzte ins Ausland gehen und nur noch der Schrott hierbleibt, die Geräte zur Früherkennung und Diagnose nicht mehr eingesetzt werden können....
Aber zum Glück hat Karlsruhe da noch ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Die Gesundheitsreform wird vor der neuen Regierung nicht kommen. Und dann in einer ganz anderen Form. Denn so wie sie jetzt beschlossen ist, verstößt sie in vielen wichtigen Teilen gegen unsere Verfassung (Urteil des obersten Verfassungsrichters u,a,). Sei froh, dass es die Privaten noch gibt. Und danke Gott für jeden Tag an dem es sie noch gibt.
Grüße
Bibip
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10.10.2006 21:28 Uhr von ArrowTiger
 
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@Bibip: -- "Zum Glück ist Dein Neidfaktor... höher als die Wirklichkeit, ArrowTiger"

Neidisch bin ich sicher nicht, ich könnte jederzeit wechseln, aber ich bin indirekt involviert! Und mir reichen die Infos, die darüber zu finden sind, völlig aus. ;-)

Wer sich vollständig privat absichert, wird sich noch umschauen, wenn das System so bleibt, wie es ist.

-- "Denn: wenn es die Privaten nicht mehr gibt, dann wirst Du danach schreien."

Ja, Freudenschreie werden das sein, da dann wieder ein paar Abzocker von der Bildfläche verschwunden sind. Private als Zusatzversicherung für Sonderwünsche mag ja noch angehen, ansonsten sind die PKVen ineffektiv und teuer. Wer sich nur über Wasser halten kann, wenn er Kunden selektiert, ist kein echter Wettbewerber und unterhöhlt zudem das Solidarsystem. Zumal sich die Leistungen der Privaten inzwischen auch in Grenzen halten, und lange nicht mehr alles übernommen oder gezahlt wird.

-- "Warum? Weil die Staatskrankenversorgung, und darauf zielt die Kommunistin Schmidt, nur noch ein Grundabsicherung ist, die Ärzte ins Ausland gehen und nur noch der Schrott hierbleibt, die Geräte zur Früherkennung und Diagnose nicht mehr eingesetzt werden können...."

Zumindest hier gebe ich Dir recht. Schmidt ist jedoch durchwachsen: einige Dinge, die sie durchzieht, sind nicht so übel, bei anderen könnte man dreinschlagen.

Die bescheuerte Gesundheitspolitik ist jedoch kein Problem, welches direkt mit den PKVen zu tun hätte. (Höchstens, daß die als Finanzspritze für Ärzte mißbraucht werden, um ja die GKV-Beiträge nicht anheben, oder gar das System überarbeiten zu müssen.) Es wäre jedoch allemal billiger für alle, die gesetzlichen Beiträge anzuheben und den Ärzten ein anständiges Honorar zu zahlen, als das System durch Querläufer auszuhöhlen. Gute, einige alte Zöpfe gehören sicher abgeschnitten...

-- "Die Gesundheitsreform wird vor der neuen Regierung nicht kommen. Und dann in einer ganz anderen Form. Denn so wie sie jetzt beschlossen ist, verstößt sie in vielen wichtigen Teilen gegen unsere Verfassung (Urteil des obersten Verfassungsrichters u,a,). "

Die geplante Reform ist völlig unausgegoren, da gebe ich Dir ebenfalls recht. Einige Punkte sollen ganz klar die Kopfpauschale forcieren und den Markt für die PKVen öffnen. Andere Punkte kann man so lassen. Wir werden uns aber sicher in einigen Punkten der Reform nicht einig werden. :-)

-- "Sei froh, dass es die Privaten noch gibt. Und danke Gott für jeden Tag an dem es sie noch gibt."

Naja, meine Frau ist Ärztin, da sorge ich mich weniger. Da Du vermutlich auf die meist höheren Honorarleistungen der PKVen anspielst: ja, viele Ärzte (vor allem kleine Praxen) könnten dann gleich zumachen. Bei stärkeren Praxen geht das aber auch ohne Privatliquidation. Der Anteil Privatpatienten in der Praxis meiner Frau bewegt sich im locker an einer Hand abzählbaren Prozentbereich. Und ge-IGeL-t wird auch nicht. Ist allerdings mit erheblichem Arbeitseinsatz verbunden, das ist wahr. In England oder v.a. Norwegen ginge es ihr finanziell und von der Arbeitsbelastung her deutlich besser. (Übrigens war dies alles schon mal wesentlich besser, und da gab es quasi noch keine PKVen!)

Aber auch dies ist kein Problem der GKVen oder PKVen, sondern der Gesundheitspolitik. Ich halte es jedenfalls für verwerflich, die Privaten aus dem Solidarsystem heraushalten zu wollen, von dem sie auch in mancher Hinsicht profitieren. Riecht für mich nach Vetternwirtschaft - v.a. wenn man sich mal ansieht, welche Politiker alle Beraterpöstchen bei den großen Privatversicherern innehaben.

Ich kenne übrigens keinen Arzt, der sich privat versichert hätte. Die zeigen einem da eher den Vogel, ob man denn noch ganz bei Trost sei... :-)
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10.10.2006 21:32 Uhr von ArrowTiger
 
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@Bibip - noch was: Solltest Du privat versicher sein: Privat Versicherten werden gerne mal Behandlungen empfohlen, die völlig unnütz bis schädlich sind. Zumindest aus medizinischer Sicht. Nicht alle Ärzte sind da so ethisch wie sie sein sollten...
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11.10.2006 00:47 Uhr von summersunset
 
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lol arrow: "Wer sich nur über Wasser halten kann, wenn er Kunden selektiert, ist kein echter Wettbewerber und unterhöhlt zudem das Solidarsystem."

Wie jetzt? Das Gymnasium selektiert, ich selektiere bei meinen potentiellen Freundinnen, auch der Supermarkt selektiert an der Kasse zwischen zahlenden und nicht zahlenden... würden sie das nicht tun, könnten sie sich alle nicht über Wasser halten oder...?
Man wird doch kein "echter Wettbewerber" nur weil mal alle annimmt. Also wäre ein Supermarkt dann auch nur ein echter Wettbewerber, wenn er keinen unterschied macht zwischen Kunden die den vollen Kaufpreis zahlen, denen die nur einen Teil zahlen und die die gar nicht zahlen?!

Und zum Unterhöhlen des Sozialsystems; es sind nunmal private. Wenn sie super mega solidarisch wären, sollten sie doch eher staatlich sein und nicht privat. Schliesslich ist es nicht das Ziel einer privaten Firma größtmögliche Solidarität zu gewähren. Alles andere wäre abstrus. ;)
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11.10.2006 08:03 Uhr von TeleMaster
 
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...ich sehe von einer Bewertung wegen eines Schreibfehlers ab, weil die News informativ und korrekt wiedergegeben ist.

Aber lasse "Aufnehmen" korrigieren; schreibt man nämlich mit einem kleinen A :)
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11.10.2006 08:23 Uhr von Skorti
 
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@arrow: Lach ... "Wer sich nur über Wasser halten kann, wenn er Kunden selektiert, ist kein echter Wettbewerber " ... ich roll mich weg, selektiert wird hier vom Gesetzgeber, der vorschreibt, ab welchem Einkommen eine private Krankenversicherung erlaubt ist. Die Privaten würden sicher gerne jeden nehmen, der sich ihre Tarife leisten kann.
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11.10.2006 08:38 Uhr von summertime
 
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@arrow: Sorry, aber allein die eine Aussage ist schon Schrott ...

"Solltest Du privat versicher sein: Privat Versicherten werden gerne mal Behandlungen empfohlen, die völlig unnütz bis schädlich sind. "

Und unter den ganz normalen Ärzten gibt es natürlich keine schwarzen Schafe ist klar. 4 Ärzte, 4 Meinungen.

Und ich bekomme lieber richtige Medikamente, als die günstigsten, das Geld gibts eh zurück ;) Und aktuell ist die Privatversicherung mit mehr Leistungen immer noch wesentlich billiger als die gesetzliche mit weniger Leistungen.

Mal ganz abgesehen von schnelleren Terminen etc.

Ich bin froh Privat versichert zu sein ;) ...
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11.10.2006 09:14 Uhr von mages
 
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@ArrowTiger: natürlich werden privatpatienten dinge empfohlen die völlig unnütz und teuer sind. warum auch nicht?
in einer welt, wo das geld regiert, muss das so sein. und du findest das auch nicht nur bei ärzten.
geh mal in einen elektonikladen (zb mediamarkt) und sag einfach du brauchst einen tv ... wenn du jetzt den erst besten nimmst, der dir empfohlen wird, haste mit sicherheit was unnötiges gekauft ... oder?
wie immer gilt, wer sich vorher informiert, abwägt und ´ne zweite meinung einholt, kann schaden rechtzeitig abwenden.
ich kenn das noch gut aus der zeit, wo ich mir mal mein gebiss hab "richten" lassen... 4 ärtze => 4 meinungen ... jeder wollte es so machen, wie er es am besten konnte. ist doch logisch. entschieden hab ich, wie ich es haben will.
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11.10.2006 10:50 Uhr von ArrowTiger
 
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Klärung bzgl. Wettbewerb/Selektion: Eigentlich ging ich davon aus, daß die Aussage verständlich war. Es geht um den viel zitierten Wettbewerb zwischen PKVen und GKVen. Die GKVen _müssen_ alle Versicherten annehmen, egal wie gesund oder krank, die PKVen behalten sich hier Selektion vor, indem sie nach einem Gesundheitscheck entscheiden, wer darf, und wer nicht (bzw. dann nur zu stark überhöhten Preisen). Ich bin mal gespannt, was die PKVen für den angedachten Basistarif leisten werden...

Ich darf daran erinnern, daß vor ein paar Jahren noch manche privatversicherten Rentner Beitragserhöhungen zu schlucken hatten, die in Einzelfällen sogar ihre Rente überstiegen. Zum Glück hat dann ein Gericht diesem Treiben einen Riegel vorgeschoben.

Wo soll in so einer Situation bitte echter Wettbewerb möglich sein? Immerhin behaupten die PKVen ja immer, effizienter und günstiger zu sein. Reine Augenwischerei!

Daß die Gesundheitspolitik ein weiteres Problem ist, wurde nie in Frage gestellt. War das so schwer zu verstehen?
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11.10.2006 11:01 Uhr von myfurde2
 
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ist doch ok... was habt ihr denn? Ich frage mich allerdings wie ein Arbeitsloser eine private Krankenversicherung bezahlen will ?!
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11.10.2006 17:12 Uhr von borgir
 
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es ist eh: eine schweinerie, dass sich die priveaten kassen die mitglieder aussuchen. da findet ja eine regelrechte selektion statt.
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11.10.2006 20:04 Uhr von summersunset
 
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Was habt ihr gegen das Aussuchen? Da sie Privat sind, dürfen sie nunmal aussuchen. Jedem Unternehmen steht es frei die Kunden zu haben die es will, so lange es dabei keine Kunden auf Basis ihrer Herkunft, Religion usw. ablehnt ;-)

Doch das sie nach dem Einkommen und Gesundheitsstand gehen ist doch vollkommen logisch.

Privat bleibt privat und die staatlichen Kassen sind nunmal für die Solidarität da. Die müssen ja auch nicht einen Gewinn abwerfen wie die privaten.
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11.10.2006 21:41 Uhr von Benutzername69
 
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Private Krankenversicherungen waren bis jetzt im Grunde genommen "Vereine" der besserverdienenden und halbwegs Gesunden Menschen! Und die GKV muss alle anderen auffangen! Und die größte Sauerei ist, das es unter Umständen sogar Menschen gibt, die von der GKV nicht genommen werden und die sich eine PKV zu den Bedingungen, die dann gestellt werden, nicht leisten können! Dafür ist dies jetzt wohl auch gedacht!
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12.10.2006 09:22 Uhr von blitzlichtgewitter
 
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Krankenkasse für alle: einem arbeitslosen menschen kann es doch egal sein, wie hoch die betragsätze sind - schließlich zahlt das amt. selbst die krankenkassen sind daran interessiert die mitgliederzahlen zu erhöhen. dabei spielt es keine rolle ob arbeitssuchend oder nicht.
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13.10.2006 23:49 Uhr von md2003
 
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das ist auf jeden Fall mal ne gute Sache!!! Ein Schrittt in die richtige Rcihtung:-))))

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