10.10.06 13:17 Uhr
 4.819
 

Detonation zerstört Labor an der Universität Marburg

Ein fehlgeschlagenes Experiment zerstörte am Dienstagvormittag ein Chemielabor der Marburger Universität. Die Druckwelle beschädigte auch angrenzende Räume.

Der 26-jährige Verursacher kam mit leichten Verletzungen davon. Wie die Polizei mitteilte, bestand keine Gefahr durch giftige Gase.

Durch die Explosionswucht wurden sogar die Außenwände beschädigt. Den Schaden beziffern die Beamten auf einen sechsstelligen Betrag.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: dennisk
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Universität, Marburg, Detonation
Quelle: de.news.yahoo.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEERBUSCH: Schamverletzer an Badebereich
Mississippi/USA: Acht Tote bei Amoklauf
Sri Lanka: Knapp 150 Tote durch Monsun-Unwetter

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
10.10.2006 13:43 Uhr von pippin
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Erstaunlich: Da hat die Explosion selbst die Außenwände in Mitleidenschaft gezogen und der Verursacher kommt mit leichten Verletzungen davon.

Da kann er aber wirklich von Glück reden.
Kommentar ansehen
10.10.2006 14:01 Uhr von DisturbedDreaming
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
mhm: also ich wohne in marburg...
das ist ein ganz schöner schlag für die uni.. denn die ist ja eben vor allem für die hervorragende chemieausrüstung bekannt... und jetzt ein ganzes labor in die luft geflogen... uiuiui
Kommentar ansehen
10.10.2006 14:31 Uhr von Equitas
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
sowas muss doch auch mal sein^^
sonst weiss der verursacher doch net ob seine bombe gut ist oder net:D
Kommentar ansehen
10.10.2006 14:57 Uhr von NaSenHaArschNeider
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Aha Mich würde mal interessieren wie er das hinbekommen hat.... ^^
Kommentar ansehen
10.10.2006 15:10 Uhr von kimmsen
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
es steht ja nicht in der quelle, ob sich der 26 jährige im labor aufhielt, als es zur verpuffung kam.

generell würde ich aber sagen:

setzen - sechs
Kommentar ansehen
10.10.2006 15:27 Uhr von no_trespassing
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zuerst das Wasser, dann die Säure,
sonst geschieht das ungeheure *g*
Kommentar ansehen
10.10.2006 16:28 Uhr von andi84
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
keine Panik: Ich studiere in Marburg Chemie und war heute morgen auf dem Campus. Dort hat sich die Nachrricht nur langsam verbreitet. Mitbekommen hat man nichts. SO schlimm kanns also nicht gewesen sein.
Und zum Thema Außenwände:
Diese sind extra so konstruiert, dass sie nach außen nachgeben, damit sich eine Druckwelle nicht im Inneren des Gebäudes ausbreitet. Also alles halb so wild.
Der hohe finanzielle Schaden kommt eher von den Glasapparaturen und Geräten.
Kommentar ansehen
10.10.2006 17:39 Uhr von tobi-89
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
mmhh frag mich was das für ein labor war... bzw. was für ein experiment
Kommentar ansehen
10.10.2006 17:55 Uhr von stratege2006
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
was das für ein Experiment war? Na 8.tes Semester "Ausbildung zum Schläfer" ;-)

Im Ernst ... gut das nichts wirklich schlimmes passiert ist ...!
Kommentar ansehen
10.10.2006 18:26 Uhr von cmfly
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Spekulationen: Um hier mal den ganzen Spekulationen ein Ende zubereiten...
Ich befand mich zu dem Zeitpunkt der Detonation zwei Etagen unter dem besagtem Labor. Selbst bei uns unten haben die Wände gewackelt bis dann der Feueralarm losging und wir uns alle nach draußen begaben.
Wie unten bereits richtig von andi84 erwähnt, handelt es sich nicht um massive Wände aus Stein, sondern vielmehr aus einer Art Pressholz mit Isolierung, diese gaben der Druckwelle dann eben nach, interessanter Weise blieben die Fenster intakt.
So wie es momentan aussieht scheint der besagte Student garnicht Schuld an dem Unfall gewesen zu sein, er war nur unglücklicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort.
Auf die Frage was da eigentlich hochgegangen ist geht man arbeitsgruppenintern davon aus dass sich der Inhalt eine Distille zur Trocknung von THF entzündet hat.
Das ist zumindest dass was ich weiss, das soll hier keine offizielle Presseerklärung sein :-)
Kommentar ansehen
10.10.2006 18:31 Uhr von Norther
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nichts besonderes: Naja gut ... dass jemand sein Labor sprengt passiert nicht jeden Tag, aber sowas kann ja mal vorkommen. Genauso wie wenn Feuerwerksfabriken in die Luft fliegen können.
Mich interessiert aber bei welchem versuch das passiert ist.
Als ehemaliger Chemie-Leistungskursler haben wir auch einige Sachen angestellt, aber das war ja eher harmlos.
Kommentar ansehen
10.10.2006 18:37 Uhr von mäckie messer
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hab mich auch eher gefragt wieso der Schaden so gering ist. (6-stellige Beträge summieren sich in einem Chemie-Labor ja nun wirklich schnell) Außerdem weist das Ausbleiben von irgendwelchen giftigen Gasen schon darauf hin, dass wirklich nicht viel los gewesen sein kann. Weiß von einem Verwandten, der vor einem halben Jahr seinen Doktor gemacht hat, dass in Jena schon jemand gestorben ist, nur weil bei einem Umzug in einem Schrank irgendeine Säure umgekippt ist. Und die Story von dem Spülbecken für Reagenzgläser etc., in dem die Reinigungsflüssigkeit über ein Jahr lang nicht ausgetauscht worden ist, fand ich dann auch bedrohlicher als irgendeine kleine Explosion.
Kommentar ansehen
10.10.2006 19:10 Uhr von cmfly
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kommentar ansehen
10.10.2006 20:07 Uhr von cruzaderz
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hat nichts mit Unvorsichtigkeit zu tun! Jeder Chemiestudent kennt die Tücken von Lösungsmitteln und gewissen Substanzen. Wer z.B. mal mit Aziden gearbeitet hat weiß das Risiko der Tätigkeit (hoffentlich) zu beurteilen. Schon eine ausgefallene Kühlung und 1/2 L Ether reichen für eine wesentlich heftigere Explosion bequem aus da ist es nicht verwunderlich, daß man sich bereits im Grundpraktikum für kleine "Ausrutscher" einen großen Tadel einfängt. Im aktuellen Beispiel geht es um eine Lösungsmitteldestille, wo (bei uns) während der fast kompletten Arbeitszeit zwischen 2 und 5 L Lösemittel mit ähnlichen Eigenschaften wie Benzin unter Rückfluß sieden und bei Bedarf "abgezapft" werden. Dies ist wie gesagt für gewisse Experimente eine notwendige Routine und mit Sicherheitsvorrichtungen wie Wasserwächter (schaltet bei Ausfall der Kühlung den Strom aus) sowie diversen Raumüberwachungen abgesichert. Da man als Doktorand wesentliche Gefahrenpunkte sehr wohl einschätzen kann ist hier von einem Unfall zu sprechen bei dem zum Glück niemand durch Glas o.Ä. verletzt wurde. Von einem "Verursacher" und "ermitteln" zu sprechen zeugt von Unwissenheit der Presse.
Kommentar ansehen
11.10.2006 10:03 Uhr von Diddlhasser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Explosion, nicht Detonation: Es besteht grundsätzlich ein Unterschied zwischen einer Detonation und einer Explosion: Die Detonation is um ein vielfaches heftiger, schneller und gefährlicher als die Explosion.
Die Quelle spricht daher auch "nur" von von einer Explosion, die stattgefunden hat, nicht von einer Detonation.

@kimmsen: Eine Verpuffung ist nun mal ganz was anderes...
Kommentar ansehen
11.10.2006 10:40 Uhr von dennisk
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Didlhasser - wg. Explosion vs. Detonation nur dass leider "Explosion" schon in der Headline der Quelle steht, und man hier leicht Gefahr läuft, dann "zu nah an der Quelle" zu schreiben.
Kommentar ansehen
11.10.2006 13:28 Uhr von ari99
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ja was denn nun ??? Eine Verpuffung ist nun mal ganz was anderes...

Die Quelle spricht daher auch "nur" von von einer Explosion,

----

Quelle:
...Uni bei Explosion verwüstet
... einem Experiment.. zu einer Verpuffung,
---

Vermutlich ist die Explosion verpufft, so das es nicht zu einer Detonation kam.
Kommentar ansehen
11.10.2006 15:12 Uhr von Diddlhasser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ dennisk und ari99: "und man hier leicht Gefahr läuft, dann "zu nah an der Quelle" zu schreiben."
Stimmt, aber das Wort "Labor" kommt auch in beiden vor, trotzdem wird´s verwendet. Fachbegriffe sollten nicht verändert werden - meine Meinung.

Wenn´s schlicht Unwissenheit war, ok, da gibt´s ja dann die Quelle zur Klärung.

--------
"Vermutlich ist die Explosion verpufft, so das es nicht zu einer Detonation kam."

Das ist es bestimmt :)
Kommentar ansehen
11.10.2006 15:50 Uhr von cruzaderz
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@tobi-89: Um auf deine Frage bzw. das "Experiment" einzugehen:

In der fortgeschrittenen Chemie ist bei fast allen Reaktionen Wasser der größte Feind des Chemikers. Das liegt daran, daß es besser als viele Moleküle mit den Chemikalien reagiert und diese "hydrolysiert" und somit verbraucht. Auch zahlreiche andere Verunreinigungen im Lösungsmittel stören, denn wenn man bedenkt, daß als Beispiel 100 mg Substanz in 50-100 mL Lösungsmittel gelöst werden, ist schon eine geringe Verunreinigung gewaltig viel. "Absolute" (also besonders saubere und wasserfreie) Lösungsmittel sind extrem teuer, weshalb man in den Labors üblicherweise sogenannte "Umläufer" verwendet. Das ist ein Kolben mit einer elektrischen Heizung, auf dem ein Aufbau zum "umschalten" zwischen Ablauf und Rückfluß, sowie auf diesem ein Kühler befestigt ist. Durch den Kühler fließt ständig Wasser, so daß das Lösungsmittel ständig und ohne Verlust sieden kann und wieder kondensiert. In den Kolben wird dann üblicherweise noch eine größere Menge eines "Trockenmittels" gegeben, also eine ungefährliche Substanz, die Wasser aufnehmen kann gegeben.
Der übliche Vorgang ist dann folgender: Man gibt das Lösungsmittel (bei ausgeschalteter Heizung) in den Kolben und stellt die Apparatur auf Rückfluß. Dann wird aufgeheizt und man läßt einige Stunden sieden, um die Absorption des Wassers durch das Trockenmittel zu fördern und die Glasteile durch den ständigen Fluß auch etwas zu reinigen. Nun stellt man auf den Ablauf um und entnimmt idealerweise einen kleinen Vorlauf, da diese ja noch leichtflüchtigere Verunreinigungen (sieden früher als das zu reinigende Lösungsmittel) enthalten kann. Anschließend kommt die Vorratsflasche unter den Ablauf und man entnimmt das saubere Lösungsmittel, wobei natürlich die Heizung arbeiten muß - es ist ja letztliche einfach nur eine "Destillation". Das Lösungsmittel ist nun recht sauber und "vorgetrocknet", d.h. hat einen geringen Wassergehalt und kann nun, sofern es absolut (wasserFREI) sein muß deutlich schneller weiter getrocknet werden.

Wenn man bedenkt, daß jeder voll tätige Doktorand sagen wir 0.5 L Lösungsmittel pro Tag benötigt und weiterhin für die Aufarbeitung (Reinigung der Produkte einer Reaktion) oft noch ein Vielfaches zusätzlich, ist es verständlich, daß die Umläufer den ganzen Tag arbeiten. Die Tätigkeit geht einem schnell in Fleisch und Blut über und es gibt nur ein paar essentielle Gefahren zu beachten, z.B.: Beim Befüllen muß die Heizung aus sein - tropft etwas daneben kann es sich an dieser entzünden. Dann darf der Kolben NIEMALS trocken laufen, da dessen Kühlung durch verdunstendes Lösungsmittel so nicht mehr gegeben ist und dieser bis auf gefährliche Temperaturen heizen könnte. Weiterhin muß natürlich die Kühlung - auch unbeaufsichtigt - gewährleistet sein, da das Lösungsmittel sonst oben aus dem Kühler austritt. Dies wird durch einen Wasserwächter realisiert, der den Wasserfluß registriert und bei Ausfall den Strom trennt.

Die Möglichkeiten für einen Unfall, die sich daraus ergeben sind vielfältig: Man kann, weil es ja Zeit kostet, einfach mal bei aktiver Heizung befüllt haben und doch etwas in die Heizung "gekleckert". Auch beim Abzapfen könnte es irgendwo tröpfeln und so in die Heizung laufen. Auch undichte Verbindungen der Glasgeräte können zum Austritt von Lösungsmittel führen, was dann natürlich senkrecht in die Heizung läuft. Der Kolben kann trocken gelaufen sein (bei unbeaufsichtigtem Abzapfen) und und und... Fest steht, daß reines Lösungsmittel keine Explosion, sondern maximal eine Flamme gibt - da ist also immer auch Luft dran beteiligt. Es muß also irgendwo eine Leckage gegeben haben, die - vermutlich durch die Heizung - rasch verdampft wurde und sich dann durch einen Schaltfunken o.Ä. entzündet hat. Gehen wir jetzt mal davon aus, daß der Kolben einen unerkannten Riß hatte, der irgendwann einen Tropfen austreten ließ, dessen Verpuffung ein größeres loch geschlagen hat und die weiteren Folgen verursachte, dann kann besagter Doktorand überhaupt nichts für den unfall. Letztlich ist er ja zu 99% auch nur "Benutzer" der Apparaturen, denn diese bleiben üblicherweise über jahre fest aufgebaut und werden nur zum Reinigen teilweise kurzzeitig demontiert.
Kommentar ansehen
11.10.2006 23:52 Uhr von John_Philipp
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wieder so ein Langzeitstudent... ts, ts brauchen ewig an der Uni (kosten also Geld) und verursachen dann einen zusätzlichen Schaden in Millionenhöhe... der sollte das als Zeichen nehmen!
Kommentar ansehen
12.10.2006 00:37 Uhr von cruzaderz
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
An die eigene Nase fassen: Dein Beitrag, sofern man das überhaupt so nennen kann, ist eine uUverschämtheit!

a) 6-stellig ist NICHT Millionenhöhe - nach meiner Einschätzung incl. Personenaufwand (Einsätze von öffentlichen Kräfen) max. 200.000 € für den vorliegenden Fall. Die mögliche "Schuld" des Verursachers habe ich bereits eingehend geschildert, sofern sie überhaupt vorliegt.

b) Ist er mit 26 als Doktorand schnell dabei. Die Durchschnittsstudienzeit für Chemie beträgt im Bundesdurchschnitt etwa 11.5 Semester, d.h. ein 19-jähriger Abiturient, der nach dem Wehrdienst mit 20 1/2 zu studieren beginnt hat bereits nach 11 Semestern sein Diplom absolviert. Das ist schnell, da Chemie eines der aufwändigsten Fächer überhaupt ist. Fertige Doktoren sind bei uns um die 30 und damit schon "gut dabei".

c) Gäbe es ohne die Chemie kaum eine Errungenschaft der Modernen Welt. Ob Medikament, Kunststoff oder Mikrochip. Das Geld ist also gut angelegt.

d) Hast Du keine Ahnung, wovon Du redest und vermutlich selbst noch nicht einmal eine abgeschlossene akademische Ausbildung - ich wage zu behaupten, nicht einmal ein Abitur. Faß´ dich erst einmal an die eigene Nase!!!

Refresh |<-- <-   1-21/21   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

MEERBUSCH: Schamverletzer an Badebereich
Bei Augsburg: LKW rollt in Wohnhaus, Sachschaden 120.000 Euro
Frankreich: Erstes Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?