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Ein-Kind-Politik: Chinas Rentensystem eine "demographische Zeitbombe"

Wird die lange Jahre praktizierte Ein-Kind-Politik Chinas zum Verhängnis für das chinesische Rentensystem? Eine Studie der Deutschen Bank bezeichnet es jetzt als "demographische Zeitbombe", die schneller als gedacht "explodieren" könne.

Auch Vorhersagen der Vereinten Nationen zeichnen ein düsteres Bild für Chinas Rentenversorgung: So werde das Durchschnittsalter der Chinesen bis zum Jahr 2050 auf 45 Jahre anwachsen.

Damit sei das Rentensystem dort noch viel fragiler als in Deutschland. Auch das Mitte der 90er Jahre neu reformierte System zur Sicherung der chinesischen Renten leide nach Angaben der Tagezeitung "Die Welt" seit Anfang an unter Geldknappheit.


WebReporter: dennisk
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Kind, China, Rente
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2006 14:02 Uhr von tuba44
 
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Es regelt sich doch von alleine wie auch bei uns. Glaube nicht das die Chinesen uns da noch überholen.

Lösungsansatz?
Al la Deutsche Bank. Mehr Gewinn machen und Mitarbeiter entlassen.

Oder? Mehr Kinder .....oder vielleicht doch wieder Kommunismus???? O Gott, o Gott .....
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10.10.2006 14:58 Uhr von Atatuerk1881
 
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Oder einfach ein Weltumfassender Krieg, so regelt man auch die Rentenkassen...
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10.10.2006 15:31 Uhr von no_trespassing
 
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@Atatuerk: Schon, aber aus was für einem Grund sollte China jetzt in einen Krieg verwickelt werden?

Es käme höchstens intern zum Bürgerkrieg um die Ressourcen.

Allerdings wird China die Milliarden Dollar Geldreserven für das Rentensystem brauchen.
Adios USA kann ich da nur sagen.
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10.10.2006 15:48 Uhr von oarhell
 
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@ Atatuerk1881: Da müssen aber nur noch Rentner in der Cinesischen Armee Dienst tun. Wenn du jüngere einsetzt, werden Dir die Beitragszahler weggeschossen ...

Greetz,
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10.10.2006 16:22 Uhr von eros007
 
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Im Gegensatz zu Deutschland: Im Gegensatz zu Deutschland kann China - wenn die wirtschaftliche Dynamik auf Dauer nachlässt und somit der Wohlstandszuwachs nur mehr gering ist - aber recht schnell wieder mehr Kinder haben. Die große Masse der Landbevölkerung, die voraussichtlich auch noch in 2 Jahrzehnten mindestens 500 Millionen Leute umfassen wird, wartet doch nur auf ein Ende der Ein-Kind-Politik.

Falls das Rentensystem das Wirtschaftswachstum in China zu schwächen beginnt, wird die Regierung folglich die Ein-Kind-Politik aufgeben und schwups, werden mehr Kinder geboren. Zwar auf dem Land, aber das ist eigentlich kein Problem. Weitere 20 Jahre später wandern diese eben in die Städte und ersetzen den fehlenden Nachwuchs. Und ich wette, dass mit dem Ende der Ein-Kind-Politik die Geburten auf dem chinesischen Land deutlich ansteigen werden. Egal ob heute, in 10 oder in 30 Jahren.

Demgegenüber steht Deutschland sehr viel schlechter da. Deutschland hat keine Reserven auf dem Land. Im Gegenteil. Das ländliche Bevölkerung vergreist bei uns noch viel schneller (was an der Abwanderung und der gleichermaßen niedrigen Geburtenrate liegt). Wäre ich Politiker, wäre ich lieber auf der chinesischen Seite. Dort hat man noch sinnvolle Maßnahmen verfügbar. Bei uns hingegen scheint dies nicht in Sicht.

Andere europäische Länder (Frankreich, England, Skandinavien, aber auch die USA) machen uns hingegen vor, dass reiche Länder durchaus nicht zwangsläufig wenige Kinder haben müssen. Wir sind - in Gesellschaft mit Italien, Spanien, Japan und den kleinen Österreich und Schweiz - eigentlich die einzigen entwickelten Länder, denen es so ergeht.

Was können wir also gegen die "demographische Zeitbombe" machen? Man muss die Interventionen des Staates aus der Familienpolitik reduzieren. Ja, richtig gelesen, reduzieren! Es ist nämlich so, dass die Rentenleistungen derzeit stark sozialisiert werden, d.h. die Kinder kommen für die Renten ihrer Elterngeneration auf. Dies muss reduziert werden. Auf http://www.cesifo-group.de/... findet man eine ausführliche Ausarbeitung zu genau diesem Punkt mit einer möglichen Abhilfe. An anderer Stelle müssten die staatlichen Anreize zum Bekommen von Kindern steigen, insbesondere in der Bereitstellung einer flächendeckenden und kostengünstigen Möglichkeit der (Klein-)Kindbetreuung am ganzen Tag, also von 7 bis 19 Uhr. Derzeit haben wir ein ziemliches Ungleichgewicht auf dieser Seite, d.h. der Staat fördert die Kinderlosigkeit. Ein Kind erarbeitet für die Gesellschaft einen einen Rentenbetrag von 90.000 EUR. Nach Abzug aller Leistungen an Kinder bleibt immer noch ein Betrag von 35.000 EUR pro Kind bestehen. Mit diesem Beitrag pro Kind fördert unser Staat die Kinderlosigkeit.

Im Übrigen wird China nach Abschluss seines wirtschaftlichen Aufstiegs genau wie wir die staatliche Intervention in die Familienpolitik senken (müssen). So hohe Renten kann sich auf Dauer kein Land leisten. Wir nicht und China ebensowenig.
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10.10.2006 17:26 Uhr von nickmck
 
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@ vorredner: dumm nur, dass die ein-kind-politik praktisch nur auf die stadtbevölkerung zutrifft.

familien auf dem land sind davon meines wissens nach ausgenommen.

gruß
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10.10.2006 19:51 Uhr von Bibip
 
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Das stimmt nur wenn man das besch*** Rentensystem Deutschlands hat. also das Generationenmodell. Das kann ohne immer mehr Nachwuchs nicht funktionieren.
Wird aber die Rente auf die Sparleistung des einzelnen aufgebaut, als jeder baut sich seine Rente selbst auf ist selbst dafür zuständig, dann funktioniert das prächtig.
China hat 2 Möglichkeiten: entweder Ei-Kind-Familie und wirtschaftlichen Aufschwung oder die 10 Kinderfamilie und dann die Konsequenz Hungersnöte, Unterversorgung, Kriege. China hat sich für die friedliche Lösung entschieden. Das geht nicht ohne einzelne "Ungerechtigkeiten" Doch lieber so, als einen Weltkrieg mit Milliarden Toten, Verstrahlten und unbenutzbaren, verseuchten Boden. Wenn die Menschheit so einen Krieg überhaupt überleben würde.
Grüße
Bibip
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10.10.2006 21:53 Uhr von summertime
 
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Ablenkung? Wir sollten uns erstmal um unseres kümmern...
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10.10.2006 23:30 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Was ein Schmarrn: Durchschnittsalter der Chinesen wird dann 45 Jahre sein! Ab wann bekommen die Chinesen Rente, mit 40? Also ich dachte die bei der Bank könnte rechnen! Ist nämlich genau wie bei uns, Rente ab 65+ und durchschnittlicher Sterbezeitpunkt 86! Und bei uns wissen wir, dass wir weniger rausbekommen als wir einzahlen in die Rentenversicherung (auch durchschnittlich). Also völliger Schmarrn! Das Rentensystem ist richtig! Das "Abgreifungssystem" ist falsch (das Geld wird Falsch verteilt)!
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10.10.2006 23:35 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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"n" nachreich: und keine Punkte dafür kassier.
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11.10.2006 08:14 Uhr von _BigFun_
 
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Was ihr nur habt schaut euch das Volk dort doch an - wenn es heist- es sind zuviele Alte da - werden die einfach Abgemurkst - glaubt hier etwa jemand, das das da drüben die Massen jucken wird ? - Man könnte sogar glauben, dass manche freiwillig in den Tod gehen, sollange sie ja gute Untertanen sind.
Und falls nicht, dann wird das Land genau das machen, was alle anderen auch tun würden - sie expandieren in die angrenzenden Länder - ob friedlich oder per Waffengewalt - der große Wird immer den Kleinen schlucken.
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11.10.2006 08:36 Uhr von HolyLord99
 
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Krieg: Die Wahrscheinlichkeit, dass China in einen Krieg zieht ist gar nicht mal so klein. Durch die Ein-Kind-Politik, nei gleichzeitiger Präferenz für Jungen gegenüber Mädchen, wurde ein gewaltiger Männerüberschuss produziert. Die Reichen importieren jetzt schon Frauen, die Armen werden sich das nie leisten können. Dadurch entsteht ein Aggressionspotential, dass sich zwangsläufig irgendwann entladen wird. Und ich glaube nicht daran, dass dies in einem internen Konflikt geschehen wird.
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11.10.2006 08:49 Uhr von zenon
 
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@tuba44: Danke für das wirre Statement - aber w.t.h. wolltest du uns damit sagen?
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12.10.2006 13:48 Uhr von Bibip
 
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Hallo _BigFun_: Was hast Du für Vorstellungen von China!?
Ein "Abmurksen" der Alten würde eine Revolution bringen, wie sie China noch nie erlebt hat.
Im Gegensatz zu Deutschland wird das Alter in China geehrt. Hier muss man sich entschuldigen, dass man über 45 Jahre ist und noch nicht den Löffel abgegeben hat. Versuche mal einen Arbeitsplatz als 50-jähriger zu finden!
In China sind zwar einige politische Entscheidungen möglich, die bei uns nicht machbar sind. doch gerade mit dem Alter ist China beispielgebend. IN China würde niemanden einfallen eine alte Frau in der Straßenbahn oder im Zug stehen zu lassen. Hier in D?
Nein, die Abartigen sind wir... nicht die Chinesen.
@ HolyLord99
Nein, einen Krieg wird China zumindest die nächsten 30 Jahre nicht vom Zaun brechen. Zwar hat China gesagt, dass sie im Gegensatz zu allen anderen Staaten einen Atomkrieg überleben würden (wenn nur noch 30 % der Bevölkerung überleben würde, dann sind immer noch ca 500.000.000 Chinesen übrig. Bei den USA sieht es dann recht traurig aus.
Trotzdem werden die Chinesen keinen Krieg inszenieren. Denn dann würden logischerweise die Gegner (und das wären mit Sicherheit die USA) die Industrie- und Handelszentren vernichten (Shanghai, Peking, Hongkong.....) Und das wäre sehr schmerzlich, auch für China.
Nein, China ist "friedliebend", aber verteidigungsbereit. Wären sie das nicht, die USA hätten sie schon lange überfallen.
Grüße
Bibip

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