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Ackerfläche wird zum Energielieferanten

Während die Treibstoffgewinnung aus Pflanzen und Bäumen schon seit einiger Zeit die Forschung beschäftigt, gewinnen Bäume nun auch an Bedeutung für andere Energiebereiche. In Elsterwerda zum Beispiel steht ein Biomassekraftwerk, das Bäume "verheizt".

Für die Landwirtschaft ist das womöglich eine gute Alternative zum herkömmlichen Ackerbau, denn obwohl der Anbau von Pappeln und Weiden nicht subventioniert wird, sind die Erträge aus dieser neuen Form der Landwirtschaft durchaus rentabel.

Wenn die erste Ernte drei Jahre nach der Bepflanzung eingefahren wird, ist die Saat ein für allemal aufgegangen, denn die Bäume wachsen im Frühjahr wieder nach. In Brandenburg will man in diesem Jahr 400 Hektar für diese neue Agrarform nutzen.


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WebReporter: Gelassener
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Energie, Acker
Quelle: www.ftd.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.10.2006 20:02 Uhr von tastenkrueppel
 
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Ebenso interessant ist das Sunfuel-Projekt von Choren Industries und VW, das in der Quelle genannt wird. Dabei wird aus Biomasse (also nicht nur Holz, sondern auch beispielsweise Stroh oder was noch so an- bzw. abfällt) Sprit hergestellt, der meines Wissens vergleichbar ist mir Diesel.

Liebe Grüße

Tastenkrueppel
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08.10.2006 00:44 Uhr von jd-fun
 
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wird das da verbrannt? oder was ist ein biomassekraftwerk?
weil dann währe es ja nichs neues sondern ein alter hut. bevor man im zuge der industialisierung die dampfmaschinen mit steinkohle antrieb, wurde holzkohle verwendet. nachdem aber die halbe eifel abgeholzt war, hat man sich das dann ja anders überlegt :)

oder wird dort irgendwie mit gasen etc. hantiert?

tastenkrüpel:
ja, hab ich auch schon viel von gehört. das zeug kann normal in dieselmotoren verheizt werden. dennoch nicht gerade umweltfreundlich, da verbrennun -> umweltbelastung durch abgase
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08.10.2006 01:26 Uhr von Leeson
 
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Biomassekraftwerk: In einem Biomassekraftwerk werden z.B. Holzspäne, Pallets oder Stroh in einem Dampfkessel verbrannt.

CO² neutral weil nur das beim Wachsen der Pflanze aufgenommenes CO² wieder freigesetzt wird.
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08.10.2006 01:51 Uhr von ooo
 
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gute Idee: Holz ist meiner Meinung nach sowiso die Energiequelle der Zukunft.

Wir haben den ganzen Winter bei uns zu Hause, dank eines Kaminofens, für einen Bruchteil der Kosten der letzten Jahre geheizt.
Auch für unsere Landwirtschaft könnte sich das in D lohnen Anstatt Getreide in Übermengen anzupflanzen könnten viele auf die Holzwirtschaft umsteigen. Das wird zwar nich Subventioniert, aber man könnte auch so davon leben. Des weiteren tun wir etwas für den Umweltschutz, da die neu angepflanzen Bäume mehr CO2 verbrauchen und es gäbe wieder mehr Lebensraum für Wildtiere.
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08.10.2006 10:29 Uhr von BenPoetschke
 
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Erhebt sich: doch die Frage, warum unsere Altvorderen das Bäume v erbrennen aufgaben als sie Kohle und später Erdöl und Erdgas förderten, wenn Bäume so optimal sind?

Mit welch hohem Energieeinsatz in form von Diesel für Traktoren und Maschinen wird heute schon ein großer Teil unserer Lebensmittel Produziert?

Jetzt erzeugen wir Biodiesel, den Liter unter Einsatz von zwei Litern Diesel für Traktoren und Erntemaschienen, Presse Raffinerie?

Aber es rechnet sich noch, wird ja subventioniert?
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08.10.2006 13:06 Uhr von Tommy69
 
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fossile Kraftstoffe: liefern einen höheren Heizwert / Energiewert je Gewichtseinheit.

Sind leichter und platzsparender zu lagern und transportieren als z.B. Brennholz.

Im 18 Jahrhundert waren große Waldteile abgeholzt, zum Teil weil das Holz als Brennmaterial benutzt wurde.
An Wiederaufforstungen dachte damals kaum jemand.
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08.10.2006 14:56 Uhr von LexxDark
 
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erstaunlich viele Halbwahrheiten zu dem Thema existieren.

@BenPoetschke Wie kommst du zu der erstaunlichen Aussage das 2 Liter Diesel gebraucht werden um 1 Liter Biodiesel herzustellen?
P.ha. werden zur zeit ca. 80-90 Liter (Bio-)Diesel vebraucht, um dort min 2000 Liter P.Öl hergzustellen, aus denen mit Ethanol (ca. 10% und im besten Fall aus Zuckerrüben z.B. von CropEnergies aus Zeitz) und einem Katalysator ca. 2000 Liter Biodiesel hergestellt werden. benötigt wird noch die Energie zum erwärmen während der Verarbeitung, die sehe ich allerdings auch als relativ gering an was die Bilanz betrifft. Also wo sind die restlichen Liter hin ??

Ich denke es wäre allen Beteiligten am liebsten die Agrarsubventionen wären langsam aber sicher weg. Und der Markt regelt sich (siehe Argentinien, Neuseeland die das schon lange gemacht haben) aber denkt doch mal weiter - was passiert mit den Nahrungsmittelpreisen wenn die gesamten Produktionskosten aufs Produkt umgelegt werden.. Und Fläche für die Energiegewinnung genutzt wird? Der einzige der im Moment wirklich von den Agrarbeihilfen partizipiert ist der Verbraucher. Der hat das billige Essen auf dem Tisch.
Seit ende der 70er wird auf die Art die Inflation nämlich klein gehalten. Also demnächst Hirn einschalten bevor wieder mal auf die Bauern geschimpft wird ;-)
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08.10.2006 15:09 Uhr von thinktank
 
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@ BenPoetschke: Sie haben damit aufgehört weil ihnen das ökologische fehlte und sie den verlust der Bäume nicht durch aufforstung kompensieren konnten.

Nachwachsende Rohstoffe sind die Energielieferanten der Zukunft, denn fossile Brennstoffe sind wie du ja bestimmt weisst begrenzt.
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08.10.2006 15:13 Uhr von thinktank
 
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@ lexxdark: DANKE (-;
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08.10.2006 15:53 Uhr von CHR.BEST
 
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Erhebt sich die Frage ob es in Deutschland überhaupt genug Ackerfläche gibt um all unsere Wünsche an Mobilität und Wärme damit zu erfüllen?

Trotzdem bin ich natürlich für den Energie-Mix. Damit würde man drei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

1. Energetische Emanzipation von Energieträgern aus fremden Ländern
2. Keine Abzocke mehr durch Großkonzerne, da dezentrale Energieversorgung
3. Nachhaltigkeit, Sicherheit (Murphys Gesetz) und keine Umweltverschmutzung (Atommüll rechne ich auch grundsätzlich mal zur Umweltverschmutzung)
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08.10.2006 16:34 Uhr von thinktank
 
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"Energetische Emanzipation von Energieträgern aus fremden Ländern"


Sorry, aber der Satz ist zu geil...
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08.10.2006 20:04 Uhr von Nessy
 
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Warum: erst jetzt ??? Das scheint ja eine "echte" Neuigkeit zu sein !!! Komisch das man sich erst jetzt damit beschäftigt.
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10.10.2006 05:23 Uhr von wahrheitskenner
 
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CO²-neutral ist nur ein Werbewort: Es wird gesagt, dass die Holzverbrennung CO²-neutral ist, da dabei nur das CO² freigesetzt wird, das vorher hineingegangen ist.

Ist es bei Öl anders? Nein! Also auch CO²-neutral.
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10.10.2006 16:34 Uhr von eros007
 
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@wahrheitskenner: " Es wird gesagt, dass die Holzverbrennung CO²-neutral ist, da dabei nur das CO² freigesetzt wird, das vorher hineingegangen ist. Ist es bei Öl anders? Nein! Also auch CO²-neutral."

Genau dieser Satz hat mich während meiner Zeit in der Schule, als immer wieder von der CO2-Neutralität von Holz etc. hingewiesen wurde, auch immer wieder gewurmt, und die Lehrer haben mir nie eine befriedigende Antwort gegeben. Nun, etwa 10 Jahre später, glaube ich, die Antwort darauf zu kennen:

Das CO2, oder besser, das C, in Erdöl, Erdgas und Kohle ist gebunden und wird in aller Regel nicht freigesetzt. Es schlummert vor sich hin, gelangt aber nicht in die Luft. Bei nachwachsenden Stoffen ist es etwas anders. Wenn ein Baum wächst, wird das CO2 zwar zunächst gebunden. Aber auch, wenn man den Baum nicht nutzt, gerät es in den allermeisten Fällen wieder an die Luft. Das Holz verfault/verrottet mit der Zeit. In diesem Prozess geht der ganze schöne gebundene Kohlenstoff wieder in die Luft über. Das ist nur dann nicht der Fall, wenn Holz oder auch andere Biomasse langfristig erhalten bleiben (also sich nicht zersetzt) oder aber schnell eingebuddelt wird. In letzterem Prozess sind übrigens unsere Kohle-, Erdöl- und Erdgaslagerstätten entstanden. Durch schnelle Einschüttung bei Erdbeben, Überschwemmungen und dergleichen.

Du siehst also: Wenn Holz jetzt wächst und jetzt verbrannt wird, dann ist die CO2-Bilanz neutral (natürlich nicht positiv). Wenn ich aber Erdöl aus dem Boden hole, dann geht ursprünglich gebundener Kohlenstoff wieder in die Luft, und damit steigt der CO2-Gehalt.

So einfach ist das. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass - wenn es gelingt, Holz oder andere Biomasse dauerhaft zu konservieren - der CO2-Gehalt der Luft gesenkt werden könnte, wenn man es nicht mehr als Energie-Rohstoff benötigte. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
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10.10.2006 16:46 Uhr von eros007
 
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Energielieferanten: Mir ist übrigens kürzlich ein Verfahren, entwickelt am Max-Planck-Institut von Potsam, bekannt geworden, das Biomasse (Holz, Pflanzen) unter geringem Einsatz in Kohle verwandelt. Man gibt das Zeug einfach eine Zeit lang (einen Tag, glaube ich) in einen Kessel mit bestimmten Druck, gibt Zitronensäure als Katalysator dazu, und dann kommt schöne Kohle raus. Die Energieeffizient dieses Verfahrens wäre die bislang beste. Man könnte schnellwachsende Ackerpflanzen (etwa Mais, oder was erzeugt denn pro Hektar noch mehr Biomasse in wenigen Monaten?) verwenden und diese dann in Kohle umwandeln. Damit könnte man dann alle möglichen Verbrennungsprozesse befeuern - mit sehr hoher Effizienz. Kohle hat nämlich eine bessere Energieausbeute als Holz oder gar grüne Pflanzen.

Im Gegensatz zu Raps kann man hier die ganze Pflanze verwenden, ist also auf der höchsten Effizienzstufe. Die Düngung der Ackerflächen, das einzige hierbei noch bestehende Problem, wäre mit dem Verfahren auch gelöst. Wenn man den Kessel schon nach 1-2 Stunden öffnet (statt nach einem Tag), dann erhält man den Humus, der wiederum das Wachstum neuer Planzen anfeuert. Auch hier mit höchstmöglicher Effizienz. Ließe man etwa eine Planze zwecks Humusgewinnung auf dem Feld, wären 95% wieder verloren (als CO2 und andere Gase an die Luft), während bei dem Kessel-Prinzip nahezu 100% in verwertbaren Boden umgesetzt werden.

Dies ist meiner Meinung nach die momentan beste Lösung der Forschung. Hoffentlich kommt sie bald auf den Markt. Gerade Biodiesel aus Raps ist sehr wohl bedenklich. Raps erzeugt Lachgas (N2O) in erheblichen Mengen (300 Liter/Hektar), welches den Treibhauseffekt weit stärker fördert als CO2.
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10.10.2006 23:42 Uhr von Norther
 
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Nichts neues: Diese Art der Nutzung von erneuerbaren Energieformen ist im Grunde nichts neues.
Ob Blockheizkraft werk oder Gasherstellung aus Biomasse. Im Prinzip alles ähnlich.
Aber viel wichtiger ist, dass die Politik viel mehr auf die regenerativen Energien eingeht, denn die fossilen Brennstoffe sind bald verbraucht und Kernenergie ist und bleibt gefährlich.

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