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Rente: Politiker wollen über Erhöhung diskutieren

In der kommenden Woche wollen Rentenexperten von CDU und SPD darüber beraten, ob die Rentenbezüge aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung erhöht werden sollen. Die Renten sind an die Bruttolöhne gekoppelt, welche im laufenden Jahr steigen.

Allerdings ist das Vorgehen umstritten. In den vergangenen Jahren wurden Kürzungen bei der Rente trotz sinkender Bruttolöhne ausgesetzt - so dass in guten Zeiten eigentlich gespart werden müsste.

Der sog. Nachholfaktor, der dies steuern soll, wurde aber noch nicht beschlossen. Selbst Sozialexperten weisen darauf hin, dass nur zum Vorteil der Rentner gehandelt wird. Junge Menschen werden heutzutage vermutlich mehr Rente einzahlen als sie erhalten.


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WebReporter: eros007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Politiker, Rente, Erhöhung
Quelle: www.manager-magazin.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.10.2006 13:22 Uhr von eros007
 
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Selbst die große Koalition scheint nicht in der Lage zu sein, Beschlüsse gegen die mächtige Gruppe der Rentner zu fassen. Der Nachholfaktor wäre meiner Meinung nach bitter nötig gewesen - nachdem in den vergangenen Jahren Kürzungen eben ausblieben. Zahlen tun dies jene Leute, die arbeiten und auch alle Steuerzahler (80 Milliarden schießt der Bund an die Rentenkasse zu).
Wen wundert's, dass junge und gebildete Menschen in Scharen auswandern?
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06.10.2006 15:57 Uhr von 666leslie666
 
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haha: haben wir den schon den 1sten April???

Ist n schlechter Scherz das ganze...

Mfg jp
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06.10.2006 16:13 Uhr von eros007
 
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Witz? nein: Ich glaube nicht, dass dies ein Witz ist, leslie. Eher im Gegenteil. Die Rentner sind zu viele (fast 20 Millionen), als dass man nicht für sie Politik machen sollte ;-( Wenn Politiker über Rentenerhöhungen diskutieren, dann sind sie so gut wie sicher. So war es doch auch in den letzten Jahren, als man immer wieder stolz verkündete, man habe das Rentenniveau trotz Lohnkürzung stabil halten können...
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06.10.2006 16:49 Uhr von 666leslie666
 
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Mit dem Witz: meinte ich das:

ob die Rentenbezüge aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung erhöht werden sollen. Die Renten sind an die Bruttolöhne gekoppelt, welche im laufenden Jahr steigen.

Wo sehen die den steigende Löhne??

Bei den Managern vielleicht.

Mfg jp
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06.10.2006 16:58 Uhr von eros007
 
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achso: Naja, die Quelle schreibt, dass die Löhne _im Schnitt_ steigen. Manager spielen also schon mit rein... :-)

Allerdings las ich, dass die Löhne im produzierenden Gewerbe insgesamt um etwa 2,1% stiegen. Nach Abzug der Inflation (1,9%) bleiben immerhin noch 0,2% Lohnsteigerung - die aber sehr wohl den Managern zugeschrieben werden kann.

Insgesamt halte ich es dennoch für plausibel, dass die Nettolöhne auch der einfachen Arbeiter stiegen - halt nur nicht so stark, wie die Inflation :-)
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06.10.2006 19:26 Uhr von opppa
 
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Die größte Lüge ist doch, daß "nur zum Vorteil der Rentner gehandelt wird!

Wir sollten derart deftige L Ü G E N schnell zum S T R A F T A T B E S T A N D erheben und die Lügner mindestens für 5 Jahr einsperren - aber ohne Hafturlaub und Freigang.

So wie die Rentner von CDU/CSU und Spd beschissen wurden, war es noch nie!
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09.10.2006 09:39 Uhr von eros007
 
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opppa: "Die größte Lüge ist doch, daß "nur zum Vorteil der Rentner gehandelt wird!"

Warum ist das eine Lüge? Es verhält sich doch so:
Die Bruttolöhne der Arbeitnehmer (an welche die Rente gekoppelt ist) in den vergangenen Jahren sind gesunken. Um den Rentnern zusätzliche Belastungen zu ersparen, wurde auf eine Rentensenkung verzichtet. Die Randbemerkung eben jenes Vorgehens war, dass stattdessen die Erhöhung in den guten Jahren ausbleiben sollte - bis eben die ganze Sache wieder ausgeglichen ist.

Wenn jetzt aber im ersten Jahr mit einer Bruttolohnsteigerung (2006) gleich die Renten erhöht werden, kann man - wie der Sozialexperte in der Quelle - doch sagen, dass sich die Rentner diese Erhöhung eigentlich nicht verdient haben und daher zum Vorteil der Rentner und zum Nachteil der restlichen Bevölkerung gehandelt wird? Oder wo ist hier der Haken?

opppa, man kann das Rentensystem an sich für ungerecht halten und sich darüber beklagen, dass die Rentner hinten und vorne abgeschröpft werden. Das liegt an den politischen Rahmenbedingungen, die eben für die Rente gelten. Aber in diesem speziellen Sachverhalt unter Berücksichtigung eben dieser politischen Rahmendaten ist die Datenlage doch ziemlich klar. Die Rentner werden bevorzugt und der Rest der Bevölkerung - ich sags nicht gern - abgezockt.

P.S. 80 Milliarden wendet der Bund auf, um den Rentnern ihre Altersbezüge aufzustocken, weil die Rentenversicherung zu wenig Geld einnimmt. Das sind 80 Milliarden, die der Steuerzahler neben den Rentenbeiträgen zusätzlich aufbringt. Wenn wir ehrlich wären (ohne verzerrende Steuerzuschüsse also), hätte also auch die heutige Rentnergeneration schon faktisch negative Rendite auf ihre Einzahlungen bekommen. Nachdem dies den heute jungen Leuten (<40) mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sowieso blüht, frage ich mich, warum andere auf Teufel komm raus immer noch mehr Geld erhalten müssen. Das ist für mich eine der großen Ungerechtigkeiten in diesem Land.
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09.10.2006 13:56 Uhr von opppa
 
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eros007: Der "Zuschuß" aus den Staatshaushalt wird dafür gezahlt, daß es der Politik immer wieder gelungen ist, u n s e r e r Rentenversicherung z.B. Rentenansprüche von Auslandsdeutschen aus Rußland, anzuhängen, die niemals durch Einzahlung von Beiträgen entstanden sind.

Zusätzlich dazu wurde - gerade bei der Rentenversicherung - immer wieder das "Kleingedruckte" - d.h. die Berechnungsgrundlage der Renten zu Lasten der Rentenempfänger geändert. Außerdem versucht der Staat jetzt auch noch die Rentner durch die Einführung der Steuerpflicht zusätzlich abzuzocken. Denn daß der augenblickliche Prozentsatz, der gesetzlich von einem "Ertragsanteil" von (bei mir) 50% ausgeht, demnächst wieder zu Lasten der Rentner geändert wird, ist doch schon im Ansatz vorbereitet.

Auf das Geschrei der Politik - z.B. Norbert Blüm - "die Renten sind sicher" will ich hier lieber nicht eingehen.

Ich verstehe daher die Tatsache, daß Politiker über eine Rentenerhöhung reden, so, daß sie, für den Fall, daß Sie uns wirklich 5,--€ mehr zahlen, darüber beraten, wie sie uns zum Ausgleich dafür mindesten 7,--€ irgendwo anders wieder abziehen wollen.

Übrigens, ich bin nur Pessimist, weil ich nicht gerne unangenehm überrascht werde.
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09.10.2006 15:27 Uhr von eros007
 
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@ opppa: Du hast natürlich irgendwie Recht, wenn du sagst, dass das Kleingedruckte immer wieder verändert wird. Das ist gang und gäbe - leider :-)

Was die Renten angeht, so handelt es sich sowieso um eine recht heimtückische Angelegenheit. Unsere Rente ist ein Umlageverfahren, d.h. die heute arbeitende Bevölkerung arbeitet für die Renten der heutigen Rentner. Dazu gehört die variable Komponente, dass die Rentenhöhe davon abhängt, wie viel man vorher mal verdient hat. Wer mehr verdient hat (und damals mehr eingezahlt hat), erhält auch mehr Rente. Allerdings hat dieses System Grenzen. So hängt die Rentenhöhe eigentlich direkt mit den Bruttolöhnen der arbeitenden Bevölkerung zusammen - was derzeit ja auch gerecht ist. Wenn es also auf dem Arbeitsmarkt schlecht steht (so wie in den letzten Jahren), dann müsste die Rente - wäre sie nicht um Steuermittel aufgebläht - eben entsprechend sinken. Werden es mehr Rentner (weil, wie derzeit der Fall, die Leute immer älter werden) sinkt entsprechend der Betrag für den einzelnen.

Die Effekte, die dies hätte, hätten die Rentner in den letzten 15 Jahren deutlich zu spüren bekommen. Die Rente läge heute um 25% niedriger, wäre sie weiterhin nur ein reines Umlageverfahren mit den heutigen Sätzen. Das ist aber nicht der Fall. Natürlich wurden viele Leute in das Rentensystem aufgenommen, die eigentlich keinen gleichen Anspruch wie wir Westdeutsche darauf hatten (wie jene aus der DDR, Russlanddeutsche usw.), aber eigentlich würden sie ja ins derzeitige System (Umlage!) reinpassen. Da ist eigentlich furchtbar egal, wer aufgenommen wird. Die arbeitende Bevölkerung zahlt die Rente. Natürlich sollten Leute, die nicht einzahlten, nur einen Mindestsatz erhalten, aber im Endeffekt müssten das die Rentner unter sich ausmachen. In der Reinversion unseres Umlageverfahrens zahlten die Arbeitnehmer stur 19,5% von ihrem Arbeitseinkommen (davon die Hälfte über den Arbeitgeber), wer wie viel erhält, ist ihre Sache nicht.

Solange die Umlage der hauptsächliche Bestandteil unserer "Rentenversicherung" ist, darf man sich also nicht darüber aufregen, wenn die arbeitende Bevölkerung ihren Anteil konstant bei 19,5% halten will. Das ist ihr gutes Recht. Die Rentner bzw. jene, die es mal werden, haben dafür zu sorgen, dass sie genug abbekommen. Tun sie das nicht, etwa weil sie zu wenige Kinder haben und folglich 30 Jahre später die Zahl der Erwerbsfähigen zurückgeht, kommt es zu unvermeidlichen Einschnitten.

Alles in allem waren die Einschnitte dank Steuergelder weit weniger schlimm, als sie mit dem Umlagesystem eigentlich hätten sein müssen. Wer für sich selbst einen konstanten Betrag (unabhängig von der Zahl der Rentner/Kinder) haben will, müsste eben privat eine Zusatzversicherung abschließen. Insofern kamen die Rentner ziemlich glimpflich weg, wenn man das System betrachtet, von dem sie ihre Gelder ziehen. Dass zu viele Leute "unverdient" Renten bekommen, ist eine andere Sache...
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10.10.2006 16:45 Uhr von ArrowTiger
 
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Bruttolöhne und junge Menschen -- "Junge Menschen werden heutzutage vermutlich mehr Rente einzahlen als sie erhalten."

War das je anders?

-- "Die Renten sind an die Bruttolöhne gekoppelt"

Das, und im Übrigen auch an das ALG-II/Sozialgeld. Möglicherweise mit ein Grund, warum man hier die Zahlungen noch herabsetzen will? )B->

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10.10.2006 16:55 Uhr von eros007
 
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ArrowTiger: Die heutigen Rentner erhalten - jedenfalls nach der Quelle - etwa mehr an Rente, als sie selbst einzahlten. Die Inflation einbegriffen!

Und die Politik macht nicht den Anschein, als wollte sie die Rentner benachteiligen. Kürzungen von Alg/Alg2 sind also meiner Meinung nach keineswegs dafür gedacht, die Renten zu kürzen. Für die Renten gäbe es zig andere Gründe (meist demographische), die weit plausibler wären. Alg2 wird vielmehr deshalb gekürzt, damit die Renten so hoch bleiben können. Glaube ich.

Im Übrigen wäre eine Überdenkung des Rentensystems sowieso fällig. Kinderlose werden in diesem System bevorzugt, und zwar um netto (nach Abzug der Leistungen für Schule, Kindergeld usw.) 35.000 EUR. Das heißt, die Rente wird sozialisiert. Die Kinder kommen für ihre Elterngeneration auf. Das heißt, unser Staat fördert durch seine Intervention die Kinderlosigkeit und damit die aktuellen Rentenprobleme. Dümmer geht´s, kaum. Für Details siehe http://www.cesifo-group.de/...

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