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BenQ Deutschland vor der Pleite: 3.000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe

Zittern bei den Arbeitnehmern von Handyhersteller BenQ in München, Bocholt und Kamp-Lintfort. Der Mutterkonzern stellte die Zahlungen an seinen deutschen Ableger ein. Die Insolvenz soll nach Angaben von "Spiegel Online" kurz bevor stehen.

Auf der ganzen Welt sind bei BenQ rund 19.000 Menschen unter Vertrag. In Deutschland rund 1.400 in München und 1.600 in den Werken Bocholt und Kamp-Lintfort. Erst im letzten Jahr hatte man das Handygeschäft von Siemens übernommen.

Der ehemalige Lieferant für Nokia und Motorola verlor deren Aufträge, als BenQ eigene Handys auf den Markt brachte und damit zum Konkurrenten wurde. Durchgesetzt haben sich seine Produkte am Markt nie. "BenQ-Siemens"-Handys kommen künftig aus Asien.


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WebReporter: dennisk
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Arbeit, Pleite, Arbeitsplatz, BenQ
Quelle: www.spiegel.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.09.2006 13:30 Uhr von miesner
 
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war doch abzusehen Das war für mich schon fast vorraussehbar. Benq wohl gedacht, sie können sich mit dem Kauf von Siemens mobile am Markt beweisen.

Das schlimmste: jetzt stehen wieder Arbeitsplätze auf dem Spiel, die unter Siemens noch ne weile bestand gehabt hätten. Und die Handys von Siemens waren ja auch nicht schlecht. Eine Schande das Siemens überhaupt verkauft hat...
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28.09.2006 13:44 Uhr von frankyboy1977
 
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Kapital- und Arbeitsplatzvernichtung und das alles ganz legal... wetten, dem BenQ-Deutschland-Manager passiert gar nix, ausser einer fetten Abfindung wegen "vorzeitiger Vertragsauflösung" ?
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28.09.2006 13:58 Uhr von Geater125
 
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Wieso diese Aufregung? Siemens Mobil konnte nur noch durch Quersubventionen seitens anderer Sparten überleben und wurde deswegen an einen anderen Hersteller verkauft.

Die Zahlungen seitens Siemens wären evtl. auch irgendwann eingestellt worden und dann? Wäre das geheule mindestens genauso groß gewesen!

Was ist denn schon groß passiert? Die Mitarbeiter in der Produktion (mit viel zu hohen Lohn-Stück-Kosten) werden entlassen, aus der Verwaltung die Leute, welche den Karren in den Dreck gesetzt haben.

Die Fähigen werden noch Anschlußjobs in der neuen Vertriebsgesellschaft haben (BenQ will ja weiter verkaufen), es wird sich was neues bilden. Und dann sieht die Welt wieder ganz anders aus, um diese Vertriebsgesellschaft herum wird auch einiges entstehen; Die Werke werden, wenn sie es "verdient" haben sprich ihre Lohn-Stück-Kosten senken können, auch noch einen Investor finden und auch dort wird es weitergehen.

Also erst einmal abwarten was da passiert.

@ Frankyboy1977: Woher dieser Hass? Es wird weder Kapital vernichtet noch werden die Manager eine "fette Abfindung" kassieren. Ich hoffe Du weisst was eine Insolvenz ist? Und Kapitalvernichtung...dazu müsste Kapital vorhanden sein. Aber wieso trägt sich das Kapital dann nicht von alleine?

@ miesner: Wieso ist es eine Schande das Siemens es verkauft hat? Der Konzern muss sich auf Kernsparten konzentrieren, beim Mobilfunk sind die ehemals vom dritten Platz sind die aus den Top 5 rausgefallen. Und das bei Konkurrenten wie Motorolla, die auch nur Schrott bauen.
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28.09.2006 15:05 Uhr von Gunny007
 
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@Geater125: nun wenn man so viel zeit hat wie du regt man sich über das mißmanagement bei siemens, und der übrigen deutschen wirtschaft, nicht auf.
spitzengewinne obwohl sie gar keinen plan haben, menschen entlassen, weil die lage ja so schlecht ist, und sich selber die taschen vollstopfen - siemensführung plus 30 %.
mir schwillt der kamm. gib mir ne uzi.
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28.09.2006 15:08 Uhr von Anubis71
 
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Abgekartete Sache: Die meisten scheinen vergessen zu haben, dass vor dem Verkauf an BenQ hier verhandelt wurde über eine Arbeitsplatzgarantie. Die hat Siemens dann nach einigem hin und her gegeben hat, dann kam der Verkauf und die machen nun den Laden dicht. Siemens steht gut da und BenQ hat den schwarzen Peter, was die aber nicht interessieren muss als ausländisches Unternehmen, denn Siemens hätte man das krumm genommen als deutsches Unternehmen. Also wie man sieht war das alles vorhersehbar und kaum überraschend wenn man mal ein wenig nachdenkt. Würde mich nicht überraschen, wenn Siemens nun darüber "nachdenkt" BenQ zu übernehmen, das wäre der nächste logische Schritt in der Richtung.
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28.09.2006 15:50 Uhr von Der Erleuchter
 
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@Greater: Wieso muss sich ein Konzern immer auf Kernsparten konzentrieren? Diese Ansicht hab ich noch nie geteilt. Und bevor jetzt kommt ich wär ja auch kein Manager... Diese Ansicht hat Jahrzehnte funktioniert, so wurden die Konzerne groß. Sie konnten ihre Kompetenzen in vielen Bereichen darstellen und dadurch erst die interdisziplinären Leistungen bereitstellen, die notwendig sind, um komplexe Lösungen zu vollbringen. Siemens hat viel von seinem Renommee verloren, seit es immer mehr schrumpft. Die Manager der alten Garde (z.B. Herr Bölkow voo MBB) teilen diese Ansichten auch heute noch. Gehts mal einem Bereich schlecht, kann der Rest des Konzern den defizitären Bereich tragen. Bei der MAN hat das ewig funktioniert. Ich habe das ein wenig verfolgt. Heutzutage geht das plötzlich nicht mehr. Renk eine Tochterfirma der MAN und wichtiger Getriebehersteller wurde dadurch einst gerettet und ist heute wieder profitabel... Wenn die Kleinfelds und Ackermanns dereinst gelernt haben, dass kurzfristige Unternehmensziele wie Gewinnmaximierung auf Dauer nicht funktionieren... - ach ich sollte nicht zu träumen beginnen. Diese Egozentriker denken nicht daran, dass hinter den nackten Zahlen Existenzen stehen. Es würden von den MilliardenGewinnen schon ein paar hundert Millionen genügen um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen und damit die Verbundenheit und Leistungsbereitschaft stärker zu erhöhen, als sie je mit ein paar karrieregeilen BWLern erreichen können.
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28.09.2006 15:58 Uhr von nchcom
 
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@Der Erleuchter: Ich weiss nicht mehr warum, aber vor ca. 15 Jahren hieß es über Siemens immer - Die größte deutsche Bank mit angeschlossener Elektrowerkstatt - Da ist es nur logisch wenn Sparten neu eröffnet, aufgekauft und dann wieder möglichst gewinnbringend veräußert werden.
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28.09.2006 17:39 Uhr von kebabpapzt
 
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@Erleuchter/nhcom: Nein, das Problem der Mobilfunksparte von
Siemens war :Man hat Trends verschlafen und hat nur noch Produkte von zweifelhafter Qualität angeboten, wobei man anfangs sehr gute Handys baute, teilweise bessere als die Konkurrenz.
Hinzu kam dann noch, dass man diese Krise spät bemerkt, viel zu spät, nämlich als alles schon zu spät war und man der Konkurrenz nur noch hinterherhechelte. Darüber hinaus hat Siemens ziemlich lange herumgedoktert an der Mobilfunksparte und sprach dabei immer von "Sanierung". Siemens hat also ziemlich lange versucht diese Sparte wieder in die schwarzen Zahlen zu führen, aber es nicht geschafft.
Nach Ansicht einiger SSN-User hätte Siemens so lange dieses "tote" Pferd reiten sollen bis es zu dem jetzt unabwendbaren Fall gekommen wäre. Das wäre aber falsch gewesen, denn Siemens hat nicht nur bei der Mobilfunksparte bewiesen, dass sie die hohe Kunst der Sanierung nicht verstehen.
Die Mobilfunksparte zu retten hätte BenQ noch mehr Geld gekostet, also wird sie wohl wissend in die Insolvenz geschickt. Eine Sanierung ist nun mal kein Zuckerschlecken und einige bleiben leider auf der Strecke, aber wenn man erfolgreich saniert bleibt wenigstens die Möglichkeit enige Arbeitsplätze zu retten und bietet die Perspektive bei einem fortschreitenden wirtschaftlichen Erfolg noch mehr Leute einzustellen.
BenQ hätte zu Anfang viel härter durchgreifen müssen, aber ihnen waren die Hände gebunden wegen der Arbeitsplatzgarantie die Siemens den Gewerkschaften zugestand.(Ja, ich weiß, dass an diesen Arbeitsplätzen Existenzen hängen, aber wenn man ein Unternehmen nicht profitabel betreiben kann, dann nützt es nichts weiterhin alle Mitarbeiter zu halten. Das ist simpel und einfach. Wenn man nicht Geld verdient oder zu wenig, kann man sich keine Belegschaft leisten, so flexibel und produktiv die Arbeiter auch sein mögen. Denn wenn man nichts verkauft oder zu wenig, muss man entweder dicht machen oder Leute entlassen.)
In Mobilfunksparte von Siemens hätte man viel mehr Zeit und viel mehr Geld und viel mehr Know-How stecken müssen, wobei mit Know-How auch Marketing-Know-How bedeutet, d.h. herauszufinden was die Kunden eigentlich wollen und ihnen genau das zu verkaufen. Siemens ist wie gesagt nicht bekannt dafür sich mit der Sanierung von Unternehmensteilen/Sparten gut auszukennen. Da wird meistens nur am Lohn gekürzt oder es wird die Belegschaft verkleinert. Zur Sanierung eines Unternehmens gehört viel Phantasie und Ahnung von der jeweiligen Materie. Jemand, der sich, in dem Fall der Mobilfunksparte von Siemens, mit CE, also Consumer Electronics auskennt, denn nichts anderes sind Mobiltelefone.
Der einzige bekannte deutsche Sanierer ist der gute Utz Claassen, der zur Zeit der Vorstandsvorsitzender von enBW.
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28.09.2006 17:41 Uhr von shadow#
 
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kein wunder: ich dachte die siemens marke soll sowieso wieder verkauft werden? die qualität stimmt eben nicht - ich hab aich so ein ding vor mir liegen.
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28.09.2006 17:52 Uhr von P. Panzer
 
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Gunny007: "@Geater125
nun wenn man so viel zeit hat wie du "


Der hat doch keine Zeit! Der hat drei Projekte am laufen!

Dann studiert er noch "nebenbei"!

Das sollten wir mal nachmachen.
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28.09.2006 19:08 Uhr von webfliege
 
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Weiter so mit der Globalisierung!
Irgendwann wird dem letzen Gutgläubigen die Augen geöffnet, dass Deutschland und Europa die Verlierer bei der Globalisierung sein werden.
Aber erst wenn sich alle anderen europäischen Staaten davor schützen und Deutschland es wieder einmal verschläft.
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28.09.2006 19:28 Uhr von summertime
 
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ich hab Arbeitsplätze erhalten :): hab einen BenQ-Brenner und der funktioniert tadellos ;)
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28.09.2006 19:33 Uhr von P. Panzer
 
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@summertime: "ich hab Arbeitsplätze erhalten :)
hab einen BenQ-Brenner und der funktioniert tadellos "


Das hast Du! Werden die Teile nicht in Taiwan hergestellt? Da wo BenQ auch herkommt?
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28.09.2006 19:44 Uhr von Geater125
 
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Einige werden es wohl nie verstehen.

"Früher war alles besser, früher war alles gut, da hielten die Leute noch zusammen, die Bewegung hatte noch Wut..."

So fing einst schon ein Lied der Toten Hosen an (wer es mir nennen kann kriegt 50 Shorties; Die einzige Währung die man hier wohl handeln kann *g*). Aber wie geht es weiter das Lied?

"Früher hör auf mit früher, ich kann es nicht mehr hörn, damals war es auch nicht besser,..." und damit haben die Hosen wieder einmal Recht gehabt.

Klar war Siemens früher als Multi-Konzern gut aufgestellt. Aber zu welchem Preis? Zu dem, den der Verbraucher zu zahlen hatte. Dieser war hoch, sehr hoch. Das hat man vor allem dann gesehen wenn man nicht nur den Preis, sondern vor allem das Preis/Leistungsverhältnis sieht. Nunja, da werden einige Leute sagen: Was hat das damit zu tun? Vieles, denn um auch im Preis/Leistungsverhältnis überzeugen zu können mussten die deutschen Firmen die Preise senken und zu wettbewerbsfähigen Preisen handeln. Vor allem da immer mehr Barrieren fielen und die Waren aus dem Ausland nicht mehr bequem mit Schutzzöllen belegt werden konnten. Konsequenz: Die Unternehmen müssen rentabel arbeiten. Was passiert wenn man das nicht tut? Nun, dann passiert das, was die neuesten Marktforschungen ergeben: Siemens, Telekom und die Commerzbank sind heiße Übernahmekandidaten aus dem Dax. Was übrigens fatal wäre, vor allem bei der Telekom und bei Siemens, die würden nur zu schnell fallen bei ernsthaften Versuchen und dann würden viel mehr Arbeitsplätze verloren gehen als ihr es euch jemals erträumen könntet.

Was hilft dagegen? Effizienz, denn diese lässt den Aktienkurs steigen, das Unternehmen wird insgesamt teurer und für Übernahmen unattraktiver. Wisst ihr wer wieviele Aktien von Siemens besitzt? Was ist wenn sich 5 Fond-Gesellschaften zusammenschließen, jede über 20 Fonds Anteile in Höhe von 0,5-0,9% zusammenschließt und das am Ende zu 50,1% zusammenschmelzen lassen? Bei der Telekom (noch) unmöglich, bei Siemens bittere Realität.

Immer diese Sicht "Arbeitsplätze erhalten, der Investor soll sich mit dem was er hat zufrieden geben" ist falsch. Denn durch so eine Ansicht sinkt der Aktienkurs, man wird wieder interessanter für Übernahmen. Nur wenn die Rendite des eingezahlten Kapitals höher ist als das was man am Kapitalmarkt erzielen kann und man noch einen Zuschlag für das Risiko das man eingegangen ist erhält, wird der Investor das Papier ungern aus der Hand geben und eine Übernahme wird verhindert. Wenn die Rendite allerdings unter dem Wert des Kapitalmarktes sinkt werden die Anleger froh sein wenn sie ihr Geld in "sichere Papiere" retten können und einen "dummen" finden der ihnen die "Last" abnimmt.

Aber redet nur weiter von Heuschrecken und mißgeratenen BWLern, die Planierraupe kommt danach ;)
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28.09.2006 19:46 Uhr von Geater125
 
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@ Panzer & Summertime: Die Brenner werden in Asien gefertigt, nur die Handys wurden ein Jahr lang in Deutschland gefertigt.

Was den Vorwurf angeht das ich erstaunlich viel Zeit habe: Schon einmal was davon gehört das Studenten auch Semesterferien haben? Da kann ich auch ab und zu mir Gedanken über andere Sachen machen.

@ Panzer: Keine Sorge, ab nächster Woche bist Du mich los. Da bin ich wieder fleissig in Vorlesungen, Übungen und werde büffeln. Damit aus diesem Land noch was wird, genauso wie die ganzen anderen Studenten ;)
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28.09.2006 19:57 Uhr von P. Panzer
 
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äh Geater125: Erstens die Handy-Sparte von SIEMENS wurde von BenQ schon übernommen, so viel zur Übernahme.


Zweitens, geht es mehr darum das durch die Globalisierung solche Strukturen sich ergeben (wie Du selber an einem Beispiel mit den wegfallenden Zöllen gegeben hast.)



Volkswirtschaftlich gehen die meisten Staaten der Welt den Bach runter (hohe Staatsschulden usw.) währenddessen gewinnen die Unternehmen an Kraft.


Das bedeutet das sich einzelne Volkswirtschaften für ihre Großkonzerne aufopfern.

Beste Beispiele sind zweifellos die USA und Deutschland.


Und das sind Dinge die ein User wie die "webfliege" kritisierte.

"@ Panzer: Keine Sorge, ab nächster Woche bist Du mich los. "

Aber Du schreibst doch noch das mit der Demographie und den in Zukunft entstehenden Arbeitsplätzen?

"Da bin ich wieder fleissig in Vorlesungen, Übungen und werde büffeln. Damit aus diesem Land noch was wird,"

Damit aus diesem Land noch was wird? Sollen wir Exportgalaxiemeister werden?

"genauso wie die ganzen anderen Studenten ;) "

wie die GANZEN anderen? Hast Du nicht gesagt das diese nicht praxisorientiert sind, da diese nicht an diversen Projekten arbeiten so wie Du es machst???
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28.09.2006 21:25 Uhr von Geater125
 
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Panzer verstehen wieder mal zu wenig denn sie lesen nicht vernünftig. Siemens hat die Handy-Sparte an BenQ vor einem Jahr verkauft, richtig. Nur ist der Konzern mit einem aktuellen Wert von ca. 60 Mrd. Euro zu interessant für Übernahmeversuche. Es geht mit um Siemens im GESAMTEN. Die Handy-Sparte, pff, die war nie viel wert. Lass mal das Transrapid-Projekt in München scheitern, die Umsatzzahlen bei den Haushaltsgeräten noch ein wenig schwächeln und den Computerbereich komplett ausgliedern. Telekommunikation haben die schon in ein Joint-Venture mit Nokia ausgegliedert. Der Gesamtwert wird immer weiter sinken, ab 50 Mrd. Euro Börsenwert müssen sie aufpassen. DARUM geht es mir!

Und Studenten bringen das Land immer in irgendeine Richtung weiter. In welche genau, tjoa, das wird nur die Zeit zeigen können ;)

http://de.wikipedia.org/...

Da, damit Du Dich schon einmal ein wenig einlesen kannst ;)
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28.09.2006 21:39 Uhr von P. Panzer
 
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Geater125: "...denn sie lesen nicht vernünftig. Siemens hat die Handy-Sparte an BenQ vor einem Jahr verkauft, richtig. Nur ist der Konzern mit einem aktuellen Wert von ca. 60 Mrd. Euro zu interessant für Übernahmeversuche. Es geht mit um Siemens im GESAMTEN"

Aber hier geht es doch nur um BenQ und die Handysparte von SIEMENS nichr um Gesamt-SIEMENS.

"Der Gesamtwert wird immer weiter sinken, ab 50 Mrd. Euro Börsenwert müssen sie aufpassen. DARUM geht es mir!"

Ja und?

Ob jetzt die Arbeitsplätze unter einem "deutschen" oder unter einem Ausländischen Investor gestrichen, werden ist doch egal, oder?

"Und Studenten bringen das Land immer in irgendeine Richtung weiter. In welche genau, tjoa, das wird nur die Zeit zeigen können ;)"

Das liest sich ja schon nüchtern.

"http://de.wikipedia.org/

Da, damit Du Dich schon einmal ein wenig einlesen kannst ;)"

Das ist sehr Nett von Dir! Ich hoffe auch das der versprochene Beitrag geleistet wird, damit sich das lesen auch lohnt.

Also am Anfang nächsten Monats können wir mit dem Beitrag rechnen?
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28.09.2006 22:13 Uhr von Geater125
 
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Es geht mir um die gesamte Wirtschaft und um Siemens insgesamt. Was die Handysparte angeht, ehrlich, die haben da alles richtig gemacht (zumindest seitens BenQ).

Und es macht einen Unterschied von wem die Arbeitsplätze abgebaut werden, glaub mir. Ein Deutscher hätte kein Problem einen spanischen Konzern komplett zu zerschlagen, die Filetstücke wie den Firmennamen rauszuschneiden und den Rest vor die Hunde gehen zu lassen. Genauso würde es ein Amerikaner mit Siemens machen: Man nimmt die Patente mit nach Amerika, hat einen guten Firmennamen und einen guten Kundenstamm. Man schließt aber 90% der Werke in Deutschland weil man diese vorher in die Insolvenz reingetrieben hat und dann...na dann wars das. Ein einfaches Spielchen für Hedge-Fonds, machen die täglich. Und die interessiert ein Arbeitsplatz...0

Und was die Berechnung angeht: Ich habe Dir schon einmal gesagt das ich die erst anfang Oktober BEGINNEN werde, wann die fertig wird...wer weiß. Und Du kriegst erstmal nur eine abgespeckte Version ;)
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29.09.2006 03:22 Uhr von Der Erleuchter
 
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@ kebabpapzt: Das klingt erstmal ganz gut, aber.... Wollen wir mal hinterfragen? Welche Trends soll Siemens mit seinen Handys verschlafen haben, die nicht einholbar gewesen wären. Die waren schließlich nicht mechanisch oder aus Holz...

Klar kostet es viel Geld, der Gewinn sinkt, die Aktienkurse werden einknicken, aber langfristig wenn man diesen Kampf der gerade im Mobilfunk herrscht, durchsteht, stehen gute Geschäfte ins Haus und wenn Siemens ja die "Bank" darstellt, kann sie es auch zwischenfinanzieren. Die Bereitschaft muss da sein und das Überzeugungsvermögen, die Anteilseigner von der Sache zu begeistern. Sich einfach einer Sparte zu entledigen kann nicht zum Dauerbrenner in der deutschen Wirtschaft werden.

Jedes Unternehmen kann aus betriebsbedingten Gründen kündigen. Da wären dann auch keine Arbeitsplatzgarantien entstanden - nur dann hätte Siemens selber entlassen, aber das is ja nicht gut für die Bilanz des Herrn Kleinfeld der sich lieber feiern lässt.

Es gibt nicht den Sanierer! Diese Manager verstehn nur soviel wie ihre Mitarbeiter ihnen vermitteln, denn sie kommen in einen Betrieb, der unendlich komplex strukturiert ist und da geht es nicht um die Sparte sondern um das Unternehmen und die vor Ort bestehenden Probleme. Zum Sanieren gehört nur Mut und die Fähigkeit andere zu überzeugen unpopuläre Entscheidungen mitzutragen. Ein Mann allein hat nie die Weisheit einen Markt, seine Technologie und Schwachpunkte zu durchdringen. Von der Technologie haben die Supermanager meist eh nicht viel Ahnung. Mit nichtssagender Eloquenz wird das wieder wettgemacht.

Ich hab in einem großen deutschen Dax-Unternehmen Fehlentscheidungen allergrößten Ausmaßes durch das Managemant direkt mitbekommen. Jeder außerhalb des Managements, der von diesen Entscheidungen wußte, hat nur den Kopf geschüttelt und sollte Recht behalten.
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29.09.2006 08:11 Uhr von Geater125
 
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Mein lieber Erleuchter: Soll das etwa bedeuten, dass Du auch zu denjenigen gehörst der "Informationen zurück gehalten" hat? ;)

Das Problem lässt sich nicht so leicht ausmachen, das ist es ja. Wenn Probleme entstehen müssen diese gesehen, erkannt und dann noch richtig abgewendet werden. Nicht immer das, was man auf Anhieb kann.

Was die Technologien angeht, die Siemens nicht mehr aufholen konnte: Während Siemens noch mit einer unter 1-Megapixel-Digicam daher kam hat Samsung auf der CeBit bereits ein Modell mit 7-Megapixel-Digicam mit 3-fach optischen Zoom präsentiert. Zwar nur als Spielerei und als asiatische Ausgabe, Siemens hatte damals aber nicht einmal eine Chance da heran zu rücken.
Während alle Hersteller (sogar Nokia) den Trend zu Klapphandys erkannte schaffte Siemens es nur ein klobigen Stein zu entwickeln (und Motorolla das Razor Z3). Es sind mehrere Punkte die Siemens einfach verschlafen hat, man hätte zwei Jahre reinpumpen müssen, dazu war Siemens aus mehreren Gründen nicht bereit. U.a. weil Kleinfeld halt eine feindliche Übernahme vom Gesamtkonzern fürchtet und das hätte viel weitreichendere Folgen.

P.S.: Durch einige Fehlinvestitionen und evtl. div. Nachforderungen ist Siemens nicht mehr "die Bank", sondern lediglich ein gut aufgestelltes Unternehmen, ohne Finanzrücklagen ein mittelmäßig aufgestelltes Unternehmen. Soviel zur Legende, das Siemens alles reissen kann was sie wollen!
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29.09.2006 09:14 Uhr von nchcom
 
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Siemens hat bei dem Deal: ordentlich draufgezahlt, damit BenQ die Sparte übernimt. Und zwar 350 Millionen Euro. Und dafür wurde von Seitens BenQ eine Arbeitsplatzgarantie abgegeben. Da das Geld nun verbraucht ist wird der Laden dichtgemacht. Also war BenQ nichts anderes als der Leichenbestatter.
<br> http://www.ftd.de/...

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