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Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kritisiert Manager in Deutschland

Der Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kritisierte in einem Interview massiv die Top-Entscheidungsträger von Banken und Versicherungen. Gewinnmaximierung könne nicht das einzige Ziel einer Firma sein, gab Wiedeking zu verstehen.

"Es ist nicht nachzuvollziehen, wenn Konzerne Rekordgewinne melden und zugleich ankündigen, dass sie Tausende von Arbeitsplätzen streichen." Solche Begebenheiten würden sich auf die Gesellschaft destabilisierend auswirken.

Auch mahnte Wiedeking, dass einige Länder in der EU Niedrigsteuern nur aufrechterhalten könnten, weil sie von der EU und Deutschland Gelder erhalten. Somit finanziere Deutschland die Abwanderung der eigenen Arbeitsplätze.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Chef, Porsche, Manager, Wende
Quelle: ftd.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.09.2006 02:00 Uhr von no_trespassing
 
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Wiedeking ist eindeutig ein Top-Manager, der Managern wie Kleinfeld einiges voraus hat: Er denkt langfristig und patriotisch.

Deutsche Firmen haben sich trotz Globalisierung ihrer Verantwortung bewußt zu werden und sich darauf zu besinnen wie sie zu dem wurden, was sie heute sind bzw. wer sie groß gemacht hat.
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25.09.2006 08:35 Uhr von axh30100
 
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dies unterscheidet den wiede"king" wirklich von seinen manager kollegen. porsche ist wirklich ein top-konzern, weist jährlich immer wieder neue spitzengewinne aus und hat dennoch keine tausende mitarbeiter entlassen. und er erwartet im gegensatz zu seinen siemens-vorstand-kollegen keine satte 30% gehaltserhöhung...obwohl er es mit sicherheit verdient hätte!! ein großes lob an dieser stelle. *thumbs up*
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25.09.2006 09:53 Uhr von DarrylW
 
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stimmt! Mein Vorredner hat Recht.

Es sollte mehr Unternehmer wie Wiedeking geben, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind, und die nicht nur hemmungslos ´abgreifen´, weil es im Ausland eben ´so üblich´ ist.
Auch geiselt er, vollkommen korrekt, die ohne Not vorgenommenen Entlassungen von Mitarbeitern gesunder Unternehmungen in Deutschland; auf die Art kann man auch ein Staatswesen kaputt machen.

Wasser auf die Mühlen von Rattenfängern aller Art!
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25.09.2006 10:05 Uhr von bodensee1
 
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Hier redet einer Tacheless: aber die es trifft interessiert es nicht....Schande
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25.09.2006 10:52 Uhr von Geater125
 
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Er ist Zweifelsohne ein Top-Manager nur kann man ihn nicht mit anderen Managern und ihren Firmen vergleichen. Wieso? Porsche ist lediglich im Premium-Segment tätig, hat damit ganz andere Kundenstrukturen als z.B. Siemens; Außerdem fehlt in diesem Segment die große Konkurrenz, während z.B. Siemens oder die Allianz ständig neue Konkurrenz bekommt

Und die Gehaltserhöhung von 30% können die sich sparen, weil die schon längst soviel verdienen; Man beachte wieso Siemens das Gehalt so hoch gesetzt hat ;)

Nichtsdestotrotz: Guter Job, alles richtig gemacht Jung!
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25.09.2006 11:08 Uhr von Maglion
 
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Der beste Manager: Wiedeking ist einer unserer besten Manager, der nicht nur große Worte spuckt, sondern auch mit Porsche zeigt, wie man es richtig macht. Schon sein Aufstand gegen die Börse, in dem er sich weigerte 1/4 jährliche Berichte zu veröffentlichen, zeigte seine überlegene Weitsicht und dass er sich vom Mainstream der Wirtschaft nicht beirren läßt.

Er war einer der wenigen, der im Osten investiert hat und freiwillig auf Mio. Euro Fördergelder verzichtet hat. Er setzt fest auf den Standort Deutschland und unterstreicht das mit einem weiteren Neubau in Leipzig, wo die neue Baureihe produziert werden soll. Außerdem legt man bei Porsche großen Wert auf die Mitarbeiter und bietet ihnen ein überdurchschnitlich gutes Arbeitsumfeld, eine gute Bezahlung und honoriert Firmentreue sehr großzügig. Ich denke, dass die Porschemitarbeiter gerades deshalb und wegen der sicheren Zukunftsaussichten, eine so gute Arbeit abliefern und so für den Erfolg des Unternehmens sorgen.

Wenn man sieht, wie Porsche da stand, als Wiedeking zu Porsche kam und wie Porsche heute da steht, beweist das, dass Wiedeking alles richtig gemacht hat.

Inzwischen ist Porsche der größte Aktionär von VW und ich hoffe, dass Wiedeking dort seinen Einfluß geltend macht und VW wieder auf einen erfolgreichen Kurs bringt.

Eigentlich ist es schon ein Hammer, dass der Kleine Hersteller Porsche, bei einen Konzern wie VW, so viele Anteile kaufen konnte, dass man dort das Sagen hat - wer hätte das vor 10 Jahren gedacht?

Und VW ist gut beraten, wenn Sie Wiedeking bei seinen Plänen unterstützen.

Übrigens gibt es in Italien eine parallele Unternehmerpersönlichkeit - Luca Cordero di Montezemolo. Er sanierte Ferrari und machte diese Firma hoch profitabel und wechselte dann zu Fiat, die in der größten Krise, der Unternehmensgeschichte steckten und brachte sie wieder auf Erfolgskurs.

Es ist schon erstaunlich, was einzelne Personen, an der richtigen Stelle bewegen können.

Leider gibt es viel zu viele Unternehmer, die viel zu sehr an ihr Ego denken, anstatt an die Firma, die Mitarbeiter, die Kunden oder das Land, in dem sie erfolgreich wurden.
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25.09.2006 11:31 Uhr von axh30100
 
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@Maglion: super beitrag... du triffst die sache auf den punkt! weiter so ;)
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25.09.2006 13:43 Uhr von opppa
 
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Herr Wiedeking sitzt wohl im Trockenen, wenn seine höchste Priorität nicht die Gewinnmaximierung ist.

Die von ihm angesprochenen Manager geben aber (mehr oder weniger notgedrungen?) dem Druck der Aktionäre nach, die einzig und allein an höheren Kursen und Dividenden interessiert sind.
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25.09.2006 14:29 Uhr von maglion
 
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@opppa: Druck von den Aktionären gibt es nur, wenn man zu viel verspricht.

Wer eine Porsche Aktie kauft, weiß genau mit welchem Stil die Firma geführt wird, wem das nicht i den Kram paßt, der kann ja in eine andere Firma investieren - das sind dann die Leute, die dann in eine EM.TV-Aktie einvestierten, um das große Geld zu machen. Im Nachinein, müssen sie aber eingestehen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben und die Porscheaktien, sämtliche Börsencrashs nahezu unbeschadet überstanden hat - außer einer Delle im Kursverlauf ist davon nichts geblieben.

Herr Wiedeking hält zu Rechts nichts davon, von Quartalsbericht zu Quartalsbericht zu hecheln, mit dem Druck, immer gute Zahlen zu melden. Denn wichtig sind keine kurzfristigen Erfolge, sondern Mittel und Langfristige Erfolge, die eine nachhaltige Wirkung haben - das ist auch im Interesse von Anlegern, die ihr Geld langfristig anlegen wollen und genau das sind die Anleger, die jedes Unternehmen haben möchte, denn das garantiert einen soliden kontinuierlichen Kursverlauft. Eine Firma, die in Hand von Spekulanten ist, überlebt selten lange.

Die Enstellung der Firmen, dass sie nach der Pfeife ihrer Investoren tanzen müssen, ist falsch. Eine Firma sollte die für sie optimalen Entscheidungen treffen und die Investoren, sollten dann entscheiden, ob sie das gut finden oder nicht und dementsprechend reagieren.

Das Problem bei vielen AGs ist doch der, dass die Vorstandsgehälter zu einem gewissen Teil erfolgsabhängig sind, und viele Unternehmen machen das am Aktienkurs fest (ganz grob beschrieben) - bei Porsche macht man das an anderen Faktoren fest, die füe eine langfristige Entwicklung eines Unternehmens, wesentlich wichtiger sind, als ein künstich gepuschter Aktienkurs zur Hauptsversammlung, der als Grundlage für die Prämien der Vorstände dient.

Und Firmen, die meinen, sie müssten durch Entlassungen ihre Kosten senken, obwohl sie hochprofitabel sind, bluten auf diese Weise aus, da so viel KnowHow die Firma verläßt und die restlichen Mitarbeiter leben in der ständigen Angst, dass sie auch bald ihren Job verlieren könnten. Das senkt die Produktivität und hemmt Innovationen, denn kein Mitarbeiter möchte mehr ein Risiko eingehen und arbeitet unauffällig. Langsfristig gesehen, ist das für ein Unternehmen, das wachsen möchte, eine Katastrophe. Nur meistens trifft es dann einen anderen Vorstand, also juckt es den aktuellen Entscheider wenig.

Was man noch bedenken sollte, in Firmen, wo die Mitarbeiter Angst um ihren Arbeitsplatz haben müssen, gehen meistens die jungen und hoch qualifizierten Fachkräfte zu erst und die, die auf dem Arbeitsmarkt nichts besseres finden, da sie keine besonderen Qualifikationen vorweisen können oder das Risiko scheuen den Arbeitsplatz zu wechslen, bleiben so lange wie möglich in der Firma - dass das nicht gut für ein Unternehmen ist, dürfte wohl jedem klar sein.
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26.09.2006 07:48 Uhr von wdsl
 
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Es gibt da aber nen Gehörigen Unterschied: Bei Porsche hat die Börse keinen Einfluss, da es im Familien Besitz ist und die stärken Wiedeking den Rücken wodurch ihm ermöglicht wird eine langfristige Strategie zu fahren.

Siemens ist anders Strukturiert und man kann deshalb die Firmen schwer mit einander Vergleichen.

Trotzdem hat er den Nagel auf den Kopf getroffen und er ist zu recht eine der Erfolgreichsten Manager.

Naja vielleicht liegts ja daran das er kein wirklicher BWL´er ist
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26.09.2006 17:22 Uhr von paul lahrmann
 
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Genau richtig! Lieber Herr Wiedeking,
Herzlichen Dank für Ihre Initiative, ihre Selbstlosigkeit gibt ihr die notwendige Glaubwürdigkeit. Ich denke, viele Menschen teilen Ihre Sichten, aber nur ganz wenige haben die Möglichkeit, mit solchen Aussagen etwas zu bewegen. Sie haben es!
Trotz allem gesellschaftlichem Verfallen, die Menschen wollen gebraucht werden, nützlich sein, sein Potential ausschöpfen. Wirtschaft ist da, um Werte zu schaffen, keine Frage. Aber den größten, weil auch nachhaltigeren Wert schaft man mit dem Mensch, und nicht gegen ihn. Dies gilt gerade in mündigen, gut ausgebildeten Gesellschaften, wie die deutsche.
Bitte bleiben Sie am Ball, und lassen nicht locker. Es lohnt sich, da bin ich mir sicher.
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02.10.2006 23:53 Uhr von md2003
 
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naja irgendwie hat er schon recht...die Manager stecken sich die Taschen voll - und auf der anderen Seite werden Arbeiter ausgebeutet und dann entlassen!
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03.10.2006 00:16 Uhr von Jorka
 
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Sehr schön sowas mal zu lesen: es gibt tatsächlich noch Manager die nicht nur daran interessiert sind sich die Taschen vollzustopfen, sondern denen auch jeder Arbeiter der Firma wichtig ist,
Hut ab Herr Wedeking, es wäre schön wenn es nach mehr Top Manager Ihrer Sorte geben würde. :-)
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03.10.2006 11:15 Uhr von SchlachtVati
 
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wenn nicht die subventionierung: porsches in der luft liegen würde , könnte man den knilch ja ernst nehmen , ab SO kann der arsch doch rumblubbern wie er will !
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03.10.2006 11:37 Uhr von Cpt.Proton
 
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lol: Er hat gut reden... in dem Preissegment hat er viel weniger Konkurrenzdruck. Der Kerl hält die Leute zum Narren.

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