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Bundespräsident Köhler: Chancenungleichheit bei der Bildung ist beschämend

In seiner so genannten "Berliner Rede" in einer Hauptschule im Bezirk Neukölln übte Bundespräsident Horst Köhler (CDU) starke Kritik am deutschen Bildungssystem. Außerdem sprach sich Köhler für einen Islamunterricht auf Deutsch aus.

Ein Kind aus der Arbeiterschicht hätte nur ein Viertel so gute Chancen das Gymnasium besuchen zu können wie ein Kind von Akademikern. Köhler unterstrich die Bedeutung von Bildung für die Integration von Ausländern und für die soziale Sicherheit.

Die Investitionen für Bildung seien zu niedrig, so der Bundespräsident. Die Senkung der Finanzen für Schulen, weil es weniger Schüler gibt, lehnte er ab. Auch eine Umschichtung der Gelder innerhalb des Bildungssystems sei nicht akzeptabel.


WebReporter: M:H:S
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Chance, Bundespräsident, Bildung, Horst Köhler
Quelle: www.faz.net
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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2006 22:18 Uhr von reziprok
 
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Ja und? Was kann man daran ändern? Oder muss man dies überhaupt?

Die Eltern werden wohl auch deswegen Arbeiter geworden sein, weil sie handwerklich geschickter sind. Die Akademiner wiederum, weil sie geistig fähiger sind. Solche Fertigkeiten werden natürlich auch vererbt. Daher ist es ganz logisch, dass Kinder von Akademikern eher das Gymnasium besuchen als Kinder von Arbeitern.
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21.09.2006 22:59 Uhr von dreamcatchergo
 
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@ reziprok: Das ist Schwachsinn was du da schreibst, ich hoffe das ist dir klar.
Meine Eltern sind auch als Gastarbeiter hergekommen, bis kurz nach dem Mauerfall war mein Vater ein Mittelständischer Unternehmer. Daher hatte ich den Finanziellen Background und die Mittel Abitur zu machen und zu Studieren. Naja ehrlich gesagt musste ich zum Schluss selber über die runden kommen., aber die Weichen wurden mir als Kind gestellt.

Was ich damit sagen will es ist natürlich so, dass Akademiker mehr verdienen wie Arbeiter. Natürlich haben es die Kinder von Akademiker besser und mehr Finanzielle Unterstützung als Arbeiterkinder. Zudem kommt hinzu das sich viele auch kein Studium mehr leisten können.

Es wird so sein, dass in Deutschland nur noch die Reichen studieren können.
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21.09.2006 23:08 Uhr von reziprok
 
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@ dreamcatchergo: Und was hat das Studium jetzt mit dem Gymnasium zu tun?

Und welche Rolle spielt Geld beim Besuch der Schulform? Ein Gymnasium bis zur zehnten Klasse zu besuchen ist ja nun nicht teurer als eine Hauptschule zu besuchen!
Man kann sagen, dass es in einem reichen Elternhaus meist mehr Bücher gibt, vielleicht abonnierte Tageszeitungen etc. Ich persönlich habe da aber nie reingeschaut. Heutzutage kann man sich jegliche Information auch kostelos aus dem Internet holen. Also was sind nun die konkreten Benachteiligungen von Schülern aus Arbeiterfamilien?
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22.09.2006 00:30 Uhr von ChristianWagner
 
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Hauptschule und Gymnasium zusammenlegen dann wächst zusammen was zusammen gehört.

Handy Ali neben Streber Sabine
"Was kuckst Du Murat neben Einser Michi.
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22.09.2006 00:32 Uhr von ChristianWagner
 
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Nachtrag: Ich wußte gar nicht das das Geld entscheidend ist ob man Haupt, Real oder Gymi besuchen darf. Aber man lernt ja immer noch dazu...
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22.09.2006 00:46 Uhr von Big-Sid
 
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Seid ihr ignorant, oder so? Schulgeld, Lehrmittel, Studiengebühren, wieder Lehrmittel, Unterkunft, ....
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22.09.2006 00:47 Uhr von lsdangel
 
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@Wagner & @reziprok: Das Geld ist nicht entscheidend. Und die Zeiten, in denen Eltern ihre Kinder möglichst früh von der Schule nehmen damit sie zum Familieneinkommen beitragen können, sind bei uns glücklicherweise auch vorbei. Aber Familien mit einem höheren Einkommen haben logischerweise auch mehr Geld für bildungsbegleitende Maßnahmen (z.B. Nachhilfe), Kinder solcher Familien wachsen meist schon in einer akademischen Umgebung auf und haben dadurch einen besseren Start als andere.

Wenn Reziprok sich hier hinstellt und erzählt, daß Abitur würde den Kindern genetisch in die Wiege gelegt, ist das schlicht Schwachsinn. In anderen Ländern gibt es mehr Arbeiterkinder mit akademischer Ausbildung, da können es wohl schlecht die Gene sein. (PISA-Studie...)
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22.09.2006 01:09 Uhr von cozmixx
 
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22.09.2006 01:39 Uhr von shadow#
 
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aha: dass es gerade seine partei war, die dem bildungssystem endgültig, systematisch und gewollt den todesstoß gegeben hat, sollte ihm zu denken geben...
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22.09.2006 01:53 Uhr von Big-Sid
 
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@shadow: wie ich schon sagte, Studiengebüren und Schulgeld. ;) Und jetzt anfangen nach Studenten zu schreien. :D
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22.09.2006 09:06 Uhr von «azero»
 
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Der Herr Köhler also? War es nicht die CDU, die verlangte, dass Bildung wieder - wie einst zu Zeiten der deutschen Kleinstaaterei - Ländersache werden müsse. War es nicht die CDU, die damit die Qualitätsunterschiede und somit den Bildungsnotstand, noch weiter forcieren will? War es nicht die CDU, die es nun für einen Umzugswilligen zu einem hochinteressanten Lottospiel macht, ob das "Mehr" an Geld im neuen Job nicht direkt in der Nachhilfe für die Blagen versenkt werden muss?!

Im Übrigen habt ihr noch einen Punkt nicht berücksichtigt: In "akademischen Haushalten" ist der Leistungsdruck höher. Und dieser wirkt sich i.d.R. darin aus, dass die Option "Ausstieg nach der 9./10. Klasse" nicht einmal im Ansatz verhandelt werden kann.

Und nicht zuletzt ist es ebenfalls ein Faktum, dass die Selbstverständlichkeit der eigenen Umwelt dem Kind mitgegeben wird: Nicht ohne Grund heißt es schon seit Jahrhunderten

» Zeige mir deine Freunde,
» und ich sage dir, wer du bist.

Wer abends liest, statt fern zu sehen, erzieht seine Kids anders. Wer seine Kids mit Comics und Trickfilmen abspeist um seine Ruhe zu haben, der bekommt auch andere "Früchtchen".

Grundsätzlich ist es also schlicht ein Gerücht, das unsere Freunde sozialfaschistischer Politik hier nutzen, um ihr soziales Gewissen auch weiterhin sedieren zu können: Die wenigstens (historischen) "großen Geister" stammen aus "intellektuellen" Familien. Und wer heute für "groß" gehalten wird, ist es häufig nur deshalb, weil der Schein - ganz wie einst zu feudalen Zeiten, als die Christen noch eine ultimative Macht im Lande waren (Vielleicht ist das ja der Grund, warum die CDU/CSU so massiv bildungspolitische Kleinstaaterei und sozialen Faschismus propagiert? Die Sehnsucht nach - Wie nannte es Frau von der Leyen? - "alten Werten"?!) - weit mehr zählt, als das Sein.

Und dazu kommt noch ein weiteres Phänomen: Das - schier allumfassende - soziale Versagen der Bevölkerung. Obwohl man alle naselang tönt, "die Kids seien der Sockel unseres Alters", ignoriert man deren Belange völlig. Da werden Kindergärten geschlossen, um Blumenrabatten bezahlen zu können (So geschehen anlässlich der IGA 2003.); da werden Schulen und Klassen zusammengelegt und Lehrer entlassen, dass es nur so raucht... Was, glaubt ihr, soll das bewirken? Eine Verbesserung der Situation?! ... *lol, wie einfältig muss man sein, um das zu glauben?!

Zumindest ist es wieder einmal lustig , beobachten zu dürfen, dass man in Regierungskreisen nicht über die Symptome hinauszublicken vermag. Kein Wunder also, wenn nahezu alles, was man dort anfasst, nach einem kurzen, mehr oder weniger hellen Aufleuchten zu einem Haufen Staub zerfällt...

Ach ja: Lieber reziprok, du bist nicht zufällig nach der 9. Klasse abgegangen, nein? Angesichts deiner Argumentation, Intelligenz sei angeboren, muss ich nämlich davon ausgehen...

Wie kommt es eigentlich, dass es - Intelligenz vorausgesetzt - auch nach so vielen offensichtlichen Desastern in der "Reformpolitik" von Schwarz und Rot immer noch so viele Grenzdebile gibt, die glauben, Kürzungen in der Bildungspolitik würden keine nachhaltigen Schäden anrichten?
Zum Vergleich: Arbeitsmarktpolitik, Gesundheitspolitik ... Es ist ja nicht so, dass man über - intellektuell fordernde - abstrakte Gedanken reden würde, nicht wahr? Jeder, der in der Lage ist, ohne fremde Hilfe eine Tür zu öffnen, sollte mittlerweile erkannt haben, dass die Menge an praktischen Beispielen mehr als ausreicht, um zu erkennen, dass der eingeschlagene Weg ("Wir sparen! Koste es, was es wolle!") alles andere macht als von "geistiger Reife" zu zeugen.
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22.09.2006 09:27 Uhr von black.night
 
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Was hat das mit Migration zu tun?? Wieso sprach dieser sich für einen Islamenunterricht aus??
Damit für die Islamen ein Unterricht in ihrer Heimatssprache stattfindet?
Also meine Meinung dazu ist, dass die Kinder/Jugendlichen mit dem Migrationshintergrund noch weniger Deutsch lernen und in "Ihren Klassen" sich Clans bilden. Das führt dazu, dass sich die Gesellschaft noch mehr spaltet!
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22.09.2006 11:37 Uhr von reziprok
 
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@ azero: "Ach ja: Lieber reziprok, du bist nicht zufällig nach der 9. Klasse abgegangen, nein? Angesichts deiner Argumentation, Intelligenz sei angeboren, muss ich nämlich davon ausgehen..."


Ich weiss ja nicht woher Du Dein Wissen nimmst, aber natürlich spielt das Erbgut der Eltern für eine spätere Begabung eine Rolle. Je intelligenter die Eltern, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch das Kind halbwegs intelligent ist. Dies schließt natürlich nicht aus, dass auch zwei "dumme" Personen ein intelligentes Kind zeugen können. Die Wahrscheinlichkeit ist nur wesentlich geringer. Und um die geht es schließlich in obiger News.
Zudem ist damit nicht gesagt, dass Arbeiter immer dümmer als Akademiker sein müssen. Sie können ja auch einfach nur mehr Spass an diesem Beruf gehabt haben. Im Durchschnitt aber werden Akademiker intelligenter sein als der Durchschnitt der Arbeiter.
Ebenso sind Akademiker nicht mehr wert als Arbeiter. Jeder sollte sich seinen Fähigkeiten und Interessen entsprechend entfalten.
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22.09.2006 16:37 Uhr von Garviel
 
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@blacknight: Lies mal die Rede durch, falls du dazu in der Lage bist. Da steht groß und breit: "... dass in unseren Schulen den Kindern muslimischen Glaubens von gut ausgebildeten Lehrern und in DEUTSCHER Sprache Islamunterricht angeboten wird."

Und was er mit "gut ausgebildet" meint, sollte ja auch klar sein: Lehrer mit Staatsexamen, die vom Staat auf ihre Bejahung des Grundgesetzes getestet wurden.
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22.09.2006 17:21 Uhr von Tasko
 
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@ «azero»: Die Intelligenz eines erwachsenen Menschen hängt sicher von mehreren Faktoren ab. Auch ich denke, daß das genetische Grundmaterial eine große Rolle spielt. Aber natürlich spielt z.B. auch die Förderung in frühen Kindheitsjahren eine Rolle, ebenso wie Lernverhalten und Förderung in der Schulzeit. Und die Förderung zu Hause ist sicher je nach Status der Eltern völlig unterschiedlich. Das Ergebnis ist trotzdem: Die Kinder strohdummer Eltern sind i.d.R. keine Intelligenzbestien, wenn da nicht die Gene des klugen Opas durchkommen.
Verwandte von mir haben Zwillinge adoptiert. Die Familie ist ganz ok, das genetische Material der Zwillinge hat leider nicht für eine ansprechende Intelligenz gereicht, um´s mal vorsichtig auszudrücken. Das ist als Einzelfall natürlich nicht repräsentativ, ich weiß auch nicht genau, wie alt die Zwillinge bei der Adoption waren. IIRC nicht älter als zwei oder drei Jahre.
Theoretisch müßte man mal ein paar tausend Kinder nach der Geburt vertauschen, aber da würden mir die Beteiligten leid tun. Und Einzel-Experimente sind zu ungenau, weil sich auch mal Gene von Urahnen durchsetzen können. Wär mal interessant zu wissen, ob man "dumme" Kinder mit richtiger Förderung zu guten Wissenschaftlern machen könnte...
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23.09.2006 01:15 Uhr von legionaer
 
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Lüge der Chancengleichheit: Alles Quatsch, alles Lüge...

Selbst wenn alle "Arbeiterkinder" auf das Gymnasium gehen dürften/könnten und alle danach erfolgreich studieren würden, hätte dies in Wahrheit keine wirkliche Auswirkung.

"Die Elite" wird aus "der Elite" gebildet. Aussenstehende haben da eine Chance von 1:1000 reinzukommen und das ändert sich auch nicht, nur weil jetzt mehr von denen dann danach streben würden. Natürlich kann jeder versuchen sich seine Mitgliedschaft In den Club zu erkämpfen, aber das hat keinen Einfluss auf eine Akzeptanz des Clubs gegenüber dem "Kämpfer", denn der Club muss einen Aussenstehenden aufnehmen. Wie gesagt...das passiert sehr selten.

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