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Shell-Studie: Angst vor Arbeitslosigkeit und Armut treibt Jugendliche zum Lernen

Der aktuellen Shell-Studie zufolge kündigt sich unter Jugendlichen eine Stellenwertsverschiebung in Sachen Bildung an. So gab eine Vielzahl der 2.500 befragten Jugendlichen an, dass eine gute Schulausbildung für ein glückliches Leben unabdingbar sei.

Dies liegt darin begründet, dass sich die Jugendlichen durch Bildung bessere Jobaussichten versprechen. Die Angst vor der Arbeitslosigkeit ist es auch, die die Jugendlichen zu höherer Leistungsbereitschaft führt.

Ebenfalls verändert im Vergleich zur letzten Shell-Studie vor vier Jahren ist das Ansehen gegenüber der Familie. 72 Prozent der Befragten sehen im familären Zusammenhalt einen wichtigen Baustein für ein glückliches Leben.


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WebReporter: ggggtttt
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Studie, Arbeit, Angst, Jugend, Jugendliche, Arbeitslosigkeit, Armut, Lernen
Quelle: www.netzeitung.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2006 18:40 Uhr von Teppichratte
 
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Aus Angst lernen? Halte ich für Blödsinn.
Vielmehr frage ich mich, was wird aus Menschen die schon mit der Angst vor Arbeitslosgkeit aufwachsen?
Manipulierbare, billige Arbeitssklaven?
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21.09.2006 19:31 Uhr von summersunset
 
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Wieso Teppichratte? Es ist doch nun wirklich kein Geheimnis, dass jemand mit Abi viel bessere Chancen hat einen Azubiplatz zu bekommen als ein Realschüler.
Und das haben die Schüler von heute auch mitbekommen und strengen sich dementsprechend mehr an.

Ich glaube auch, dass sie eben nur "manipulierbare, billige Arbeitssklaven" werden, wenn sie eben keine gute Ausbildung bekommen, sondern eben mit einem Hauptschulabschluss die Schule verlassen und so kaum eine Aussicht auf eine erträgliche Stelle haben.
____

Es gäbe natürlich noch eine andere Möglichkeit, die nur nicht so in das soziale Gleichheitsdenken passt.
Und zwar, dass die einzelnen Schultypen wieder mehr an Profil gewinnen und wieder weniger Schüler Abitur machen.
Die folge wäre dann, dass die mit Abitur dann auch nur studieren und nicht den ganzen Real- und Hauptschülern den Ausbildungsplatz wegnehmen.
Habe mich auf über die OECD Studie letztens gewundert, die kritisiert hat, dass in Deutschland zu wenig Menschen einen Uni Abschluss machen aber zum Beispiel in Island (war es Island?) 50% der Menschen.
Nur ist ein Hochschulabschluss ein Zeugnis von Qualität? Oder das Abitur? Wenn ich das Abi jetzt so leicht machen würde, dass 90% aller deutschen Schüler es bestehen würden, wären wir zwar auf einem Spitzenplatz in der OECD Studie, nur wären dann die Unternehmen nett gesagt am A***. Denn dann hat es nur noch Abiturienten in der Auswahl und muss sozusagen ins Blaue hinein eine Vorauswahl treffen um dann mit eigenen Tests qualifizierte Abiturieten zu finden.
Deswegen bin ich für eine Stärkung der einzelnen Schulzweige. Wer Abi machen, soll damit wirklich konsequent auf ein weiterführendes Studium unterrichtet worden sein, wer auf der Realschule war, hat gutes Grundhandwerk gelernt, um eine kaufmännische Lehre zu beginnen und wer auf der Hauptschule war, soll nicht abgeschrieben werden, sondern eben eine gute handwerkliche Grundausbildung gelernt haben.
Es ist auch ok, wenn das dreigliedrige Schulsystem erst nach der 6. beginnt, so dass die Kinder genügend Zeit haben, ihren Profilschwerpunkt zu entwickeln, nur eben nicht noch später. Schliesslich müssen wir uns schon fragen, wann wollen wir sonst in eine gezielte Richtung hin lehren und lernen. Wenn sie 15 oder 16 sind, ach ne, dann sind sie mitten in der Pubertät, mit 12 noch zu jung... da bleibt nichts mehr übrig.
Also stärkt die einzelnen Schulformen, so dass die Hauptschule keine Restschule mehr ist, sondern eben eine gezielte Bildungsrichtung verfolgt.
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21.09.2006 19:34 Uhr von Buster_
 
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Gut, die Jugend denkt positiv: "Nach wie vor überwiegt mit 50 % bei der Mehrheit der Jugendlichen eine eher zuversichtliche Vorstellung von der eigenen Zukunft. 42 % sehen ihre persönliche Zukunft eher gemischt – mal so, mal so und nicht mehr als 8 % eher düster."
http://www.shell.com/...
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21.09.2006 19:38 Uhr von Zyniker1975
 
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So scheint HartzIV doch zu wirken 1. Auf einmal gehen wieder mehr Menschen arbeiten.
2. Die Blagen kommen in die Pötte, weil sie auf einmal die soziale Hängematte nicht mehr sehen, auf die sich die letzten 10 Jahre Schulabgänger mit schöner Regelmäßigkeit verlassen haben. Auf einmal fangen die an zu denken. Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen. Und leichte Schläge ins Kontor erhöhen die Leistungsbereitschaft. Gilt hier wie da. Großartig. Bitte mehr davon!
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21.09.2006 19:39 Uhr von summersunset
 
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Ich bin 19 und habe in diesem Jahr mein Abitur bestanden. Derzeit leißte ich Zivildienst und beginne im nächsten Jahr mit meinem Studium.

Derzeit erlebe ich es wirklich, dass Ehemalige aus meinem Jahrgang schon wieder (nach 2 Monaten) ihre Ausbildungen abbrechen, z.B. zur Hotelfachfrau, weil sie sich unterfordert/falsch gefodert fühlen und wollen jetzt lieber nächstes Jahr etwas unverfängliches wie BWL studieren.
Und die Freunde von mir, die einen Realschulabschluss oder eine FOR haben, bekommen nur Absagen von den Unternehmen, weil diese erstmal die vermeintlich "besseren" Abiturienten nehmen.

Und wieso? Weil das Abitur immer einfacher wurde, da ja die Abiturientenquote pro Jahrgang anscheinend über das Bildungsniveau entscheidet. Und nicht die "wirkliche Qualität" die mit den einzelenen Abschlüssen verbunden ist.

Lässt sich ja auch so viel einfacher ranken. Man muss nur ein wenig zählen ;-)
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21.09.2006 19:46 Uhr von luthienne
 
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@summersunset: Du hast völlig recht!
Hauptschule heißt nicht, dass der Schüler blöde ist- seine Talente liegen halt in anderen Bereichen.
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21.09.2006 20:25 Uhr von daggetthebeaver
 
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@summersunset: Zu hartes reglement! Ich persönlich wurde aufgrund meiner sprachkenntnisse während der 4 klasse auf eine haupschule empfohlen. Meine eltern weigerten sich und schickten mich auf eine realschule. Dort habe ich einen abschluß erreicht, der mich auf gynmasium zum abitur gebracht hat. Deiner ansicht nach sollte ein "zugewiesener" schüler keine möglichkeit mehr erhalten seine bildung zu verbessern, um bessere ziele zu erreichen, und das finde ich grundlegend falsch.
Stattdessen solle das gesamte niveau angehoben werden. Diejenigen, die die kraft haben sich hervorzuheben sollen ihre chance bekommen. Wenn weniger schüler zum abitur zugelassen werden und nur diese ein studium genießen dürfen, die es auch wert sind, befinden wir in der liga der "elite-universitäten", denen ich nicht abgeneigt bin.
Aber wir könnten an der basis anfangen, in dem wir kopfnoten einführen und die schüler von grund auf für die wirtschaft sensibilisieren. Das würde schon ein ganzes bündel probleme lösen.
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21.09.2006 20:33 Uhr von summersunset
 
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So hab ich das nicht gesagt: "Deiner ansicht nach sollte ein "zugewiesener" schüler keine möglichkeit mehr erhalten seine bildung zu verbessern, um bessere ziele zu erreichen, und das finde ich grundlegend falsch."

Das habe ich nicht gesagt. Eine Profilstärkung der einzelen Schultypen bedeutet ja nicht gleichzeitig eine inkompatibilität. Ich vordere ja nicht, dass die Schüler nach der 6. Klasse sozusagen "Hauptschule", "Realschule", "Gymnasium" auf die Stirn tätowiert bekommen sollen, sondern sie sollen eine Bildung bekommen, mit der sie im weiteren Leben auch etwas anfangen können.
Und wenn sich zeigt, dass ein Schüler mehr potential hat, kann er ja zu einer anderen Schulform wechseln.

Und in deinem speziellen Fall, den ich so natürlich nicht genau kenne, möchte ich fragen, ob ein intensiver Sprachkurs vor und während der Grundschulzeit nicht auch schon viel geholfen hätte. Dann wärst du nämlich nicht auf grund deiner Sprachdefizite schlecht benotet worden.
Das hat doch mal der Stoiber gefordert. Verbindliche Sprachkurse für Kinder, wenn sie durch einen Test fallen. Find ich gut.
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21.09.2006 21:09 Uhr von HöKennIchDich
 
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lernen lernen lernen ja, so ist das.
Ich glaube man bräuchte gar nicht so viel lernen, wenn mehr versucht würde Grundprinzipien zu vermitteln... man sollte heutzutage mehr Querdenken fördern, als stricktes auswendig lernen, das könnte einem viel Zeit ersparen. Nicht jeder ist dafür geboren, aber ein Teil könnte vielleicht ihr potential erkennen.

Erschreckend find ich immer wieder, wie wenig brauchbares man eigentlich gelernt hab, von der Grundschulzeit mal abgesehen. Was will ich mit Chemie wenn ich nicht gerade Apotheker werden will? Bio, nen Teil kann ganz brauchbar sein, aber das meiste... Französisch? Hä, wie, ich möchte nicht in Frankreich , Kanada oder sonste wo arbeiten. Politik, Geschichte, ja, gut, gewisse Grundelemete sollte man schon kennen, aber das aufzählen der Kanzler und Bundespräsidenten, ej, wofür? English, ok, sollte vielleicht schon in der Grundschule eingeführt werden, chinesisch vielleicht auch?, fänd ich klasse, auch wenn ich nicht der begabteste Fremdsprachler bin. Mathe, die verschenkteste Zeit überhaupt--> irgendwelche Kurvendiskussionen und wie das nicht alles hies, kann ich mir auch noch dann aneignen, wenn ichs brauch. Dazu kommt das Mathestudenten bspw. nicht wissen, was nicht gleich 3/4... 6/8, 24/32, 0,75 oder 7/12?! wusste ne mathestudentin bei wer wird millionär nicht, hä? geht ja gar nicht, wodran das wohl liegt.. Deutsch, oh gott--> Aufsätze, Analysen, irgendwelchen SchnickSchnack, ohhh gott, wenn jemand Spass daran hat soll er 3 Bücher mehr lesen.. was eine verschenkte Zeit war das.

Ich hab Schule immer gehasst (zumindest den Unterricht), weil es einfach so stink langweilig ist.. trotzdem hab ich mir das Abi noch so besorgt, einfach da es doch schon vorteilhaft sein KANN, aber nicht unbedingt muss.

Selbstständig sein, frei, eigenverantwortlich, dafür brauch man nicht unbedingt Abi.. wenn man unterm Patoffel bei Siemens, BMW und Konsorten stehen will, da braucht mans... aber nur den "Titel", dass Wissen in der Regel weniger.
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21.09.2006 21:15 Uhr von daggetthebeaver
 
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@summersunset: Korrektur: Zugegeben, ich bin durch die damalige, aussergewöhnliche lage geprägt.

Zu meiner zeit wurde man bereits nach der 4. klasse vom lehrer auf eine schulform "empfohlen", und sowet ich weiss wird dies demnächst noch verschärft. Dann können die eltern nicht mehr veto einlegen und den sprößling auf eine "bessere", auf´s leben vorbereitende schule schicken. Ich halte dies doch schon für eine art "tattoo".
Aufgrund dessen wünschte ich mir, dass es keine trennung zwischen den schulformen gibt.
Auf der anderen seite steht aber die folgende frage: Kann ein hochintelligenter schüler inmitten von weniger begabten, um nicht zu sagen primitiven, seine volle leistung zeigen? Ich wette nicht. Psychisch wird er schon mit der stellung innerhalb der gruppe nicht fertig und es gibt keine adäquate möglichkeit ihn zu "bewerten", denn in der regel werden alle schüler gegenübergestellt und bewertet. Womöglich wird er unterfordert und sogar komplett falsch gewertet.
Unter berücksichtigung dieser erkenntnis, würde ich dafür plädieren die schule vor der entscheidung um 2 jahre zu verlängern, um ein möglichst genaues bild des schülers zu bekommen, bevor man ihn in eine bestimmte schulform hineinsteckt.

Zu mir: ich glaube ich wurde in die realschule empfohlen, weil ich mich mit "händen und füßen" unterhalten hab und den eindruck hinterlasen hab ich würde davon provitieren berufsfördernd geschult zu werden. Sprachkurse kamen damals nicht in frage, ich habe die sprache auf der strasse gelernt, und ich finde ich krieg das heute ganz gut hin, hm? ;o)
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21.09.2006 21:25 Uhr von HöKennIchDich
 
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Hat ich vergessen, die meisten Stunden sollten vielleicht durch Sport ersetzt werden... fördert den Körper, fördert den Geist, fördert das Beisammensein.. weitaus sinnvoller in unserer heutigen Zeit wie ich finde.

Reli hat ich auch noch vergessen, schrecklich.. ethnische Grundsätze sollten von Haus vermittelt werden oder liegen einem im Blut, nen bescheidener Unterricht hilft da gar nichts... rund die hälfte des Unterricht war verschenkte Zeit, würd ich mal so schätzen.
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21.09.2006 21:33 Uhr von [email protected]
 
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stimmt doch ich (16),

bin auch nach der 10. von der real schule auf gymnasium gewechselt um abi zu machen. kla - ich hätte auch so nen job gekriegt, habe aber noch keine lust zu arbeiten, bzw. weiss noch nicht was ich machen will... jetzt erst ma abi, dann noch studieren =)
im mom versuch ich einfach so viel wissen wie möglich zu erlangen, damit ich später die größtmögliche auswahl an arbeit habe. bauarbeiter kann ich mit abi immer noch werden, nur manager von i.nem konzern oder so kann ich mit mittlerer reife wohl vergessen.
hab jetzt aber keine zeit, spiel jetzt noch ne runde CS:S und werd mir dann noch ma spanisch angucken -> morgen klausur^^ (ja ich weiss: wayne :D)
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21.09.2006 21:43 Uhr von Sinner66
 
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shell?? warum gerade ein Mineralölkonzern??
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21.09.2006 22:03 Uhr von summersunset
 
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@HöIchKennDich: Lernen um des lernen Willens ;-)

Denk mal drüber nach. Wenn ich alles weglasse, was du doof oder unnütz findest, bleibt doch nichts übrig und damit ist man dann auf jedes Studium bzw. Ausbildung schlecht vorbereitet.
Und auch das Lernen von vermeindlich Sinnlosem schult die Fertigkeit zu lernen. Denn wenn die Kinder erst im Studium damit konfrontiert werden, wie man richtig und strukutriert lernt, brechen die doch zusammen. Auch da muss man sich durchbeißen, wenn es gerad nicht so toll ist, der eigenen Meinung nach.
Ich zum Beispiel habe gerne und schreibe immernoch gerne Analysen von Gedichten, Büchern, Textpassagen. Mir macht die vertiefte Textarbeit eben Spass ;-)
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21.09.2006 22:06 Uhr von summersunset
 
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@daggetthebeaver: Glaube, auf den Kompromiss können wir uns verständigen ;-)

Nur eine verbindliche allgemeine Gesamtschule für alle wäre meiner Meinung nach fatal. Ich habe ja schon gesehen, wie riesig teilweise die Leistungsunterschiede und auch die Motivation auf einem Gymnasium waren. Und die letzte Reihe hat immer die besseren gemobbt und den Unterricht getört. Naja, zumindest bis wir in die Oberstufe kamen und die besseren damit anfingen ins Fitnessstudio zu gehen xD
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21.09.2006 22:36 Uhr von HöKennIchDich
 
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@summersunset: Du verstehst nicht... wenn dir das spass macht, machst du sowas wahrscheinlich auch in deiner Freizeit--> vielen macht sowas allerdings nicht spass, die lernen für den Moment und vergessen dies im laufe der Zeit wieder... da sie es beruflich nicht ausüben werden und das Wissen auch nicht tranieren ist das der übliche Prozess.

Du studierst vielleicht Journalismus oder sowas, dann gut, mach was dir gefällt und dich weiterbringt, aber überleg mal, wieviel Chemie o.ä. du da brauchst..

Außerdem gibt es heutzutage so extrem viel Wissenswertes, was man in der Schule einfach nicht vermittelt bekommt. Ich würde mich bspw. als ziemlich guten Azubi ansehen, zu einem sehr großen Teil allerdings nicht wegen dem, was ich in der Schule gelernt habe, sondern das, was ich in mir durch meine Freizeitinteressen angeeignet habe.
Dazu muss noch gesagt werden, dass ständiges Büffeln von Sachen die man wahrscheinlich eh nie wieder braucht ein großes Stück entzug von Lebensqualität ist... der Prof von meinem Bruder sagte mal, "90% von dem was du lernst, brauchst du eh nie wieder" und das ist oftmals so, auch wenn es kaum jemand zugeben will.
Meiner studierten Schwester geht es auch nicht anders, aber bei ihrem Bereich sind es vielleicht 75%..
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22.09.2006 08:21 Uhr von luthienne
 
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@HöKennIchDich: Was du alles abschaffen willst...
Chemie braucht man z.b. bei weitem nicht nur als Apotheker, genausowenig wie man Bio nur als Arzt brauchen kann.
In sehr, sehr vielen Berufen sind 1-2 Fremdsprachen mehr als nützlich, hier im luxemburgischen Grenzgebiet braucht man sich ohne gute Englisch- und Französischkenntnisse für viele Stellen gar nicht erst bewerben, selbst wenn man keinen direkten Kundenkontakt hat oder nur in einer Fabrikhalle am Band steht- die Firmen speziell knapp hinter der Grenze haben kein Interesse daran, alle Anweisungen in dreifacher Ausführung in 3 verschiedenen Sprachen zu machen. In Zeiten, wo man flexibel sein muss und für eine Stelle auch mal einen Umzug in Erwägung zieht, können Fremdsprachen jedenfalls nicht schaden.
Und Mathe ist die Grundlage für alle Naturwissenschaften und viele technische Berufe. Selbst für Musik sind fundierte Kenntnisse in Mathe hilfreich. Auch wenn man z.b. eine Kurvendiskussion nie mehr brauchen wird (dachte ich früher auch mal, und ich hab mich getäuscht *g*), geht es gerade in Mathe darum, das Hirn in logischem Denken zu schulen.
Und Geschichte/Politik willst du auch noch abschaffen bzw einschränken???
Bei einem Wahlergebnis für die NPD von über 7% halte ich DAS für mehr als fraglich.
Deutschunterricht- schult die Ausdrucksfähigkeit und lehrt auch, mal zwischen den Zeilen lesen zu können (zumindest sollte es so sein).

Das Fazit meiner Schulzeit:
in 16 Jahren (Abitur + Berufsausbildung) hab ich vielleicht vieles gelernt, was ich nicht zwingend bräuchte, aber nichts völlig nutzloses.
Die Form des Unterrichts könnte man in einigen Fällen nochmal überdenken, mehr Erarbeiten im Klassenverband von Inhalten statt einfachem Vorsetzen irgendwelcher Dinge wäre in manchen Fällen sinnvoller gewesen, aber das liegt zu einem großen Teil einfach daran, wie die Lehrer auf ihre Aufgabe vorbereitet werden und wie ihre Schüler eine solche Unterrichtsform annehmen.
Sinn der Schule ist es jedenfalls nicht, nur das absolut notwendige zu vermitteln, sondern auch "Lernen lernen".
Die Schule soll dem Schüler ermöglichen, später in ihrem Leben fähig zu sein, neues Wissen effektiv aufzunehmen.
Wenn du all diese Fächer einschränken willst- Wann sollen denn die Schüler entscheiden, in welche Richtung ihre Interessen und Fähigkeiten gehn? Wann soll der angehende Mathematiker entscheiden, ob er den Anforderungen eines entsprenden Studiums gewachsen ist? An der Uni nachm 3. Semester? Oder doch schon in der dritten Klasse, mit anschließender entsprechender Fächerwahl? Inklusive des Szenarios, dass er in der 6. dann merkt, dass er der Sache doch nicht gewachsen ist, er aber dann nicht mehr umschwenken kann, weil ihm in den anderen Fächern der entsprechende Hintergrund fehlt?
Das Problem ist weniger, WAS an unseren Schulen gelehrt wird, sondern eher das WIE.
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22.09.2006 13:22 Uhr von bittebrigitte
 
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Gestern hat Horst Köhler: seine Berliner Rede gehalten und Schwerpunkt war die Bildung.
Im Rahmen dessen hat eine Reporterin ein paar Schüler nach ihren Berufswünschen gefragt und eine 15-jährige antwortete: Ich werd Hartz 4 !

Deshalb finde ich ausgesprochen gut, dass die Jugendlichen dies nicht einfach akzeptieren wollen und ich finde gut, dass sie die Schule nicht als "Feind" sondern als Grundlage für ihr weiteres Leben sehen.

Traurig, aber richtig ist, dass Jugendliche, die kein Abitur haben, erst gar nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden - obwohl die meisten den Anforderungen gerecht werden würden.
Leider ist aber auch der Prozentsatz derer ziemlich hoch, die zwar einen Realschulabschluss haben jedoch nicht die Grundrechenarten oder die deutsche Schriftsprache beherrschen.

Nun sind wir jedoch wieder bei dem Punkt angelangt, dass genau hier die Schule ansetzen muss. Wie können sie höheres Wissen (Dreisatz *g*) vermitteln, wenn die Multiplikation und Division nicht begriffen wurden.

Und kommt mir jetzt nicht mit LRS oder Dyskalkulie. Das gab es und wird es auch immer geben, jedoch - warum wird dies zur Volkskrankheit, genau wie AD(H)S?

Ich sage es euch. Abgesehen von denen, die wirklich davon betroffen sind,
ist es eine bequeme Ausrede für Ärzte, Eltern und Kind.

So, nun bin ich etwas von Thema abgekommen... Sorry, aber das brannte mir schon lange auf den Nägeln.

Danke Anke
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22.09.2006 15:08 Uhr von Stiba441
 
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nicht immer nur auf den Hauptschulen rum meckern also ich war auch dort, habe ganz normal in 10 Jahren meinen Abschluss mit mittlerer Reife abgeschlossen(Realschule) . Das ganze allerdings mit Q-Vermerk.
Dh. Qualifikation für die gym. Oberstufe.
Ja.. Dann hab ich mein Abi nachgemacht und bin jetzt seit 4 Semestern an der Uni.
Alle Wege stehen einem offen, wenn man nur die nötige Motivation mit bringt! Auch wenns in der pupertät vieleicht noch anders war.
Aber gesellschaftlich sieht das leider ein wenig anders aus, daher bin ich wohl doch nur ne Aussnahme und die Kritik ist berechtigt in unserem Schulsystem zu suchen.



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22.09.2006 17:34 Uhr von fpanyre
 
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leistungsbereitschaft durch zwang: deutschland ist fuer mortivationsforscher ein testland.
wo andernorts mit belohnung auf interesse und aktion reagiert
wird, arbeiten die pyschologen hier mit drohung und warnung.
was zu allen zeiten gut tut, ist bildung. wie waers mit yoga?
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22.09.2006 17:48 Uhr von HöKennIchDich
 
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@luthienne: "Chemie braucht man z.b. bei weitem nicht nur als Apotheker, genausowenig wie man Bio nur als Arzt brauchen kann."

Das waren auch nur Beispiele... weiterführendes Wissen kann man sich dann auch noch aneignen, wenn man wirklich Interesse daran hat und den Beruf ausüben will.
Dafür braucht man nicht unbedingt Schule.

"In sehr, sehr vielen Berufen sind 1-2 Fremdsprachen mehr als nützlich, hier im luxemburgischen Grenzgebiet braucht man sich ohne gute Englisch-..."

Hab ich was anderes gesagt?, bitte genau lesen..

"Und Mathe ist die Grundlage für alle Naturwissenschaften und viele technische Berufe."

Mein ich auch, viele beherrschen aber genau die Grundlegende Mathematik nicht--> siehe Beispiel Mathestudentin.. jemand der Leistungskurs Mathe hatte, ne Ausbildung als Steuerfachangestellter angeht und noch studieren will kann aus einem Bruttobetrag keine Steuer ziehen. Sowas muss der erst noch lernen!, ganz ganz viele können den einfachen Dreisatz nicht anwenden, da die Aufgabe vielleicht etwas anders gestrickt ist als die vorherige oder anders als so, wie es in der Schule gelernt haben.

"Und Geschichte/Politik willst du auch noch abschaffen bzw einschränken???
Bei einem Wahlergebnis für die NPD von über 7% halte ich DAS für mehr als fraglich."

Mal ehrlich, als ob das auch nur Ansatzweise mit Geschichte- u. Politikunterricht zu tun hat... jeder (auch jeder Hauptschüler), weiss was in der Vergangenheit vorgefallen ist, das hat ganz andere Ursachen.

Abschaffen will ich gar nichts, grundlegendes Wissen in vielen Bereichen find ich wichtig, aber es sollte nicht hoffnungslos überzogen sein... es sollte noch viel mehr Fächer geben, überall etwas lernen und das was einem Spass macht Intensiv durch Leistungskurse, Freizeit (AGs..) ..

"Deutschunterricht- schult die Ausdrucksfähigkeit und lehrt auch, mal zwischen den Zeilen lesen zu können (zumindest sollte es so sein)."

Wirklich?, glaub ich nicht... weniger vor dem Fernseher hocken und mit andern Leuten unterhalten schult viel mehr als bescheidener Deutschunterricht.
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22.09.2006 22:11 Uhr von P. Panzer
 
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@fpanyre: Ich stimme Dir zu! Das ist die Faschisten_mentalität der hier lebenden Leute!


Erst ein auf eine Tour erziehen nach dem Motto" Wenn Du viel leistest dann wirst Du viel erreichen und ein schönes Leben haben"

Und jetzt? "Wenn Du viel leistets wirst Du nicht verhungern"

Da ist doch ein Unterschied drinn zu lesen oder?
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23.09.2006 08:27 Uhr von supermeier
 
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Soso, der Trend geht also Richtung Zweitbuch. Soll ja Leute geben die glauben dass Hartz IV etwas damit zu tun hat, aber gibt ja auch Leute die glauben Politiker sind Ehrenleute die immer die Wahrheit sagen und unter Entbehrungen für das Volk Gutes tun.
Wohl eher ist inzwischen eine neue Generation Eltern herangewachsen die erkannt haben, dass es nicht mehr ausreicht wenn Vattern mal ein gutes Wort einlegt und den Jung dann mit zur Schicht nimmt um auf lange Sicht in Lohn und Brot zu stehen, und dieses an ihre Kinder weitergibt. Die Zeiten "Von der Lehre bis zur Rente" im gleichen Unternehmen gehören ja so ziemlich der Vergangenheit an.
Hoffentlich merken sie auch, dass nicht nur Ausbildung, sondern auch stetige Weiterbildung wichtig ist um für den Arbeitsmarkt interressant zu bleiben.
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24.09.2006 13:43 Uhr von supermeier
 
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@writinggale: Stimmt genau. Sieht man an der letzten Landtagswahl.

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