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Vatikan: Geheimarchive aus der Periode 1922-1939 jetzt geöffnet

Der Vatikan hat am Montag auf Anweisung von Papst Benedikt XVI. die Geheimarchive aus der Zeit des Pontifikats von Papst Pius XI. geöffnet, obwohl diese nach vatikanischem Recht erst Frühjahr 2009 zugänglich gemacht werden sollten.

Die Archive umfassen etwa 30.000 Bände mit Dokumenten und Akten des Papstes und der Kirchenobrigkeit aus der Zeit 1922-1939. Historiker hoffen nun darauf, einen besseren Einblick in die Rolle des Vatikans in der Zwischenkriegszeit zu erhalten.

Einer der Mitarbeiter der vatikanischen Archive, Marco Grilli, berichtet davon, dass bereits am ersten Tag an die 50 Interessierte Einsicht in die Akten von Papst, Kurie und vatikanischen Botschaften genommen hätten.


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WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Vatikan, Geheimarchiv
Quelle: www.zeit.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2006 16:05 Uhr von Katatonia
 
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naj: Verschwiegen wird, die richtig wichtigen Dokumente aus dieser Zeit bleiben weiterhin geheim. Ebenfalls sämtliche Daten aus der Zeit des Nachfolgers. Es ist natürlich schön, dass nun ein Zugang zu intensivem Material der Historie besteht, ein fader Beigeschmack bleibt trotzdem. Denn ein Herr Deschner wird wohl keine Genehmigung bekommen, in die Archive blicken zu dürfen. So bleibt die kritische Betrachtung der Dokumente aussen vor, was der wirklichen Geschichtsforschung nun überhaupt nicht dienlich sein kann.

In der Quelle steht etwas mehr zu meiner Kritik.
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19.09.2006 17:50 Uhr von Koyan
 
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Tja, zeit genug zum Sortieren hatten sie wohl
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19.09.2006 17:54 Uhr von summertime
 
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@Katatonia @koyan: ist ja auch richtig so ... wenn ich eine Firma hätte und wüsste genau da kommt einer nur um nach Dreck zu suchen (und den findet man immer und überall), würde ich auch sagen bye bye. Denn objektiv ist der nicht.

Mal ganz nebenbei ist es ihr gutes Recht nur das zu zeigen was sie wollen, sie hätten die Archive ja nicht mal öffnen müssen.

@koyan Dich lassen sie wohl auc besser draußen ... mal ganz abgesehen davon das Du das nicht mal lesen wollen würdest, außer immer drüber herzuziehen.
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19.09.2006 19:00 Uhr von Timmey
 
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Dunkle Geheimnisse: Mich würde es schon interessieren welchen politischen Einfluss der Vatikan zu dieser Zeit hatte und vorallem wie sich die hohen Persönlichkeiten zum Thema Nationalsozialismus geäußert haben. Außerdem vermute ich würde da noch ne Menge Dreck zum Vorschein kommen der sicherlich zu hohen Forderungen einiger Nachkommen führen würde.
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19.09.2006 22:52 Uhr von Katatonia
 
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@summertime: Natürlich, irgendwo hast du recht. Dennoch ist deine Sicht oder mehr der Kirche, irgendwo auch inhuman, undemokratisch, wenig sachlich, unwissenschaftlich, auch unchristlich und obendrein naiv.

Das Schlechte darf sich verstecken. Nunja, wenn das deine Sicht der Dinge ist. Meine jedenfalls nicht, angesichts der massiven Verbrechen der Catholica.

Am Ende nützt der Forschung diese Öffnung wenig, da das meiste eh schon belegt ist und in anderen Archiven schon vorhanden.
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20.09.2006 10:30 Uhr von Garviel
 
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@Katatonia: "... bleiben weiterhin geheim. Ebenfalls sämtliche Daten aus der Zeit des Nachfolgers."

Und das ist auch richtig so, da die Akten nach vatikanischem Recht erst 70 Jahre nach dem Tod des Papstes freigegeben werden dürfen. Ein Vorziehen der Pius-XI-Aktenöffnung um drei Jahre sollte nicht dazu verleiten, daraus ein Vorziehen der Pius-XII-Akten um 22 Jahre zu fordern...
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20.09.2006 11:01 Uhr von Katatonia
 
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@Garviel: Mir erschließt sich jetzt nicht der Zusammenhang zwischen historischer Aufklärung und den 70 Jahren!? Das ändert auch nicht dein offizieller Hinweis.

Was hat es auch für einen Sinn, ausser Verbrechen und üble Machenschaften zu verdecken, die Daten garnicht beziehungsweise erst nach 70 Jahren preis zugeben?
Und jetzt wurden doch auch schon drei Jahre früher die Daten freigegeben. Ob nun drei oder 22 - ist doch am Ende wurscht.
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20.09.2006 13:49 Uhr von asmodai
 
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[edit! vst] Vereinigung: Warum müssen eigentlich Akten nach vatikanischem Recht 70 Jahre lang nach dem Tod eines Papstes unter Verschluss gehalten werden. Was hat der Vatikan denn zu verbergen?!
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20.09.2006 14:13 Uhr von waldy39
 
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@asmodai: alles!!!
Es gibt kaum etwas verlogeneres und falscheres als die römisch Katholische Kirche!
Bei uns in der Gegend verdient die Kirche sogar mehr Geld durch Prostitution als bei Messen im Klingelbeutel oder Opferstock landen!
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20.09.2006 16:19 Uhr von miraculi
 
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Ein Fehler kann es sicher nicht sein ansonsten hören die Spekulationen, in was der Vatikan in der faschistisch-nationalistischen Zeit "scheinbar" so alles verstrickt gewesen sein soll, von manch einer Seite eh nie auf.

Es wird aber auch Zeit, nachdem die russische (= nach der sog. "Wende") und die englische (= Anfang 2006) Seite - zumindest ein Großteil - ihrer Vor- und Weltkriegsarchive für Historiker längst zur Verfügung gestellt haben.

Übrig bleibt aber immer noch die USA, welche mit Sicherheit den größten und interessantesten Teil jener Zeit immer noch unter Verschluss halten.
Es darf also weiter darüber spekuliert werden, warum ausgerechnet jene sich bisher weigern und nicht Beispielgebend allen vorangegangen sind.



P.S. Meines Wissens müssen sämtliche Kriegsarchive "spätestens" 50 Jahre nach Ende des Konflikts der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden.
Warum diese Regelung in England (= z.T.bis 2013), Frankreich ( = z.T. bis 2053!) und die USA (= ????) scheinbar niemand interessiert, frage sicher nicht nur ich mich.
Und damit darf weiter darüber spekuliert werden, warum dies wohl manch eine kriegsbeteiligte - vor allem alliierte - Nation es auch noch nach über 60 Jahre Kriegsende wohl für unbedingt nötig hält, so lange abzuwarten, bis sämtliche Zeitzeugen auch ganz sicher verstorben sind.
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20.09.2006 16:19 Uhr von Katatonia
 
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@vst: Deine Editierung ist unsachlich und unhistorisch. Es gibt tausende Belege für die kriminelle Vergangenheit der Kirchen. Die Kirche war eine kriminelle Organisation und ob sie das noch heute ist, wird erst in der Vergangenheit geklärt werden können. Aber zum Teil kann man sagen, das sie das auch heute noch ist. Vorallem in Südamerika.

Ich bitte die Editierung rückgängig zu machen und in Zukunft solche Lapidarität zu unterlassen. Editierungen sind gut, doch nicht, wenn sie missbraucht werden und unsachlich erscheinen.

Und es wäre ja nicht zum ersten male, das du durch soetwas auffällst.
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22.09.2006 01:54 Uhr von ercon
 
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Aufarbeiten: Statt rum zu wettern, sollte man jeden kleinen Schritt der
Kirche honorieren, Vergangenes aufzuarbeiten. Je früher desto
besser. Hätte die Kirche mit ihrer Politik aus dem Vatikan
heraus Hitler verhindern können? Vielleicht geben diese Akten
Antwort.
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23.09.2006 23:01 Uhr von exekutive
 
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@ercon: der vatikan hat hitler mit unterstützt


genau so wie der vatikan heute die cdu unterstützt

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