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Rom: Daniel Madigan erklärt, der Papst kenne sich im Islam nicht gut aus

Daniel Madigan, der Direktor der Päpstlichen Gregorianischen Universität in Rom, sagte zu der umstrittenen Papstrede, dass diese vom Papst selbst verfasst worden sei. Benedikt XVI. sei aber mit der Materie nicht sehr bewandert.

Der Jesuit führte aus, dass in der Rede des Papstes Fehler gewesen seien. Das Außenministerium des Vatikans sei über den ihm vorgelegten Entwurf des Vortrags "etwas geschockt gewesen", dachte aber, dass er es so habe sagen wollen.

Der Papst, er gilt auch als der "Rottweiler Gottes", sei, so schätzt der Korrespondent des Vatikans, Robert Mickens, die Situation ein, in der Kurie von Ja-Sagern umringt, die ihn zu sehr schätzen, um ihn herauszufordern.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Papst, Islam, Rom
Quelle: www.telegraph.co.uk

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2006 11:53 Uhr von la_iguana
 
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Ein äussert interessanter Artikel über die Fehlbarkeit des -Menschen im Allgemeinen und des Papstes im Besondern. Ich halte immer noch die Opus Dei – Machtanspruchs-Theorie aufrecht. Ratzinger war und ist ein Mitglied der Bewegung.
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19.09.2006 11:56 Uhr von vst
 
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Wenn er sich nicht auskennt: soll er doch die Klappe halten.
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19.09.2006 12:26 Uhr von Baxxxter
 
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ich finde X-V1 sieht aus wie dieser Typ (Fester?) von der Addams Family.
Ansonsten ist mir dieser Brückenschredder und sein ´Gott´ so ziemlich egal...
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19.09.2006 12:29 Uhr von ccwm
 
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@vst: oder um Mark Twain zu zitieren: "Es ist besser still zu sein und für einen Idioten gehalten zu werden, als den Mund aufzutun und alle Zweifel zu beseitigen."
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19.09.2006 12:31 Uhr von kwikkwok
 
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Ist was dran: Nur steht er da ncht allein: Über den Islam sprechen heutzutage fast ausschließlich Leute, die keine Ahnung davon haben inklusive jede Menge solcher, die sich selbst als Muslime ausgeben/empfinden/zelebrieren!

(Hatte ja schon im Thread zu einer mittlerweile gesperrten News meine Zeifel daran angebracht, dass Ibn Hazm sozusagen als Kronzeuge für den islamischen Gottesbegriff taugt: Das scheitert wie so viele andere Versuche, dieser Religion gerecht zu werden, daran, dass es eben keine zentrale dogmatische Institution gibt, die so etwas ex cathedra verordnen kann.
Der Islam erscheint uns in vielerlei Hinsicht als rigide und dogmatisch, dennoch ist er in Wirklichkeit strukturell in einem Ausmaß anarchisch, das selbst protestantischen Christen kaum vorstellbar erscheint. Gehört werden dann im Westen regelmäßig die lautesten Stimmen. Nicht die maßgeblichsten.)

Trotzdem war das Aufregerzitat nunmal nichts weiter als ein Aufhänger in dieser Vorlesung, die sich ansonsten überhaupt nicht groß mit dem Islam beschäftigt, sondern mit dem, was der derzeitige Papst für den richtigen christlich-katholischen Glauben hält. Es war nirgends die Intention zu erkennen, Aussagen über den Islam zu treffen. Das weiß aber nur, wer sich nun endlich doch einmal die Mühe macht, den kompletten Text zu lesen...
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19.09.2006 12:35 Uhr von ciaoextra
 
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@ kwikkwok: "Es war nirgends die Intention zu erkennen, Aussagen über den Islam zu treffen. Das weiß aber nur, wer sich nun endlich doch einmal die Mühe macht, den kompletten Text zu lesen..."

Und genau das, haben die Schreihälse eben nicht getan. Derjenige, der sich zuerst über die Rede aufgeregt hat (und zu Gewalt gegenüber Katholiken aufrief) mußte sogar am Tag danach eingestehen, er habe nur diese eine Zeile gelesen, die ihm von der Presse vorgelegt wurde. Die Rede selbst, hat er nie unter Augen bekommen.
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19.09.2006 12:42 Uhr von noiz
 
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der pabzt: für mich steht fest:
er hat sich beachtlich in seiner wortwahl vergriffen.er weiß auch wie sensilbel die muslime auf solche statements, und seien es auch nur zitate, reagieren. da kann mir keiner erzählen "er ist nicht so gut bewandert in sachen islam" er hat ja auch den karikaturenstreit mitbekommen oder ist der vatikan hermetisch verriegelt?
alles nur show.
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19.09.2006 12:43 Uhr von kwikkwok
 
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@ciao: Leider nix Neues: Ich bin zu diesem heutigen Tage der felsenfesten Überzeugung, dass Ayatollah Khomeini den Rushdie-Roman "Die satanischen Verse" niemals gelesen hatte. Hatte ihn bekanntlich trotzdem nicht daran gehindert, über den Mann quasi ein Todesurteil zu verhängen. Auch damals ging es um ein paar wenige ´Aufregerzitate´ aus einem sehr langen und hochkomplexen Roman.
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19.09.2006 12:43 Uhr von la_iguana
 
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Im Mittelalter: standen die Päpste im Schutz der Lehr-Unfelbarkeit. Zum Glück steht das heute nicht mehr geschrieben. Wer weiss was sonst mit Vater Dr. Daniel Madigan SJ geschehen wäre.
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19.09.2006 12:45 Uhr von K-rad
 
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Hat der Papst keinen Beraterstab ?: Es war doch 100% ig abzusehen das so ein Aufstand kommen würde wenn man sich das Zitat mal anschaut. In der Regel sind solche "Vorzeigeleute" wie der Papst oder ein Bush doch nur das Sprechorgan und bekommen alles vorgetextet und werden in Szene gesetzt um bestmöglichst zu wirken. Mir unverständlich wie so etwas passieren kann ...
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19.09.2006 12:47 Uhr von logisch
 
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@ciaoextra: ich glaube kwikkwok wollte nicht das sagen was du meinst, sondern umgekehrt.
Ich habs so verstanden, dass das zittat die Gedanken vom Papst sind, weil er dieses zitat weder vorher noch nachher nicht relatviert hat.
also wie hast du das gemeint @kwikkwok
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19.09.2006 12:47 Uhr von kwikkwok
 
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@K-rad: Die Antwort auf Deine Frage steht im dritten Absatz der News. Ansonsten weit ausführlicher natürlich in der Newsquelle;)

@logisch: Nein, ciao hat mich völlig richtig verstanden. Habe jetzt eigentlich keine große Lust, all das, was ich im Thread zur besagten anderen gesperrten News hierzu ausführlich geschrieben hatte, nochmal von mir zu geben.
Es kann keiner wirklich beurteilen, was da schief gegangen ist, der nicht den Text der Vorlesung zur Kenntnis nimmt. Ist leider so, dass Meinungen wohlfeil sind (heutzutage hat jeder zu allem eine), wer sich aber fundierte bilden möchte, der muss arbeiten, und zwar vorher. ssn-Lektüre reicht da nicht aus.
PS: Er hatte das Zitat übrigens relativiert.
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19.09.2006 12:54 Uhr von summertime
 
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haben: die Moslems Ahnung vom Christentum? Was ist das denn für ein Käse ... wer studiert denn freiwillig vorher die Religion des anderen bevor er darüber was sagen will.

Klingt ja fast wie eine Rekrutierungsmaßnahme. Jeder meint jetzt etwas dazu sagen zu müssen. Schwachsinn...
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19.09.2006 13:02 Uhr von Mi-Ka
 
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Maestro,
du hast keine Ahnung.
Versuch mal rauszufinden, was das mit der Unfehlbarkeit des Papstes wirklich ist.

"Es war nirgends die Intention zu erkennen, Aussagen über den Islam zu treffen. Das weiß aber nur, wer sich nun endlich doch einmal die Mühe macht, den kompletten Text zu lesen..."
Das ist ja auch richtig, aber warum bringt er dann dieses Zitat. Er müsste wissen, wie das aufgefasst wird und dass man nicht die ganze Rede zitieren wird.
Es hätte doch auch sicherlich Zitate genug gehabt, die die katholische Kirche und deren Staats- und Gewaltverständnis in alter Zeit kritisiert hätte.
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19.09.2006 13:05 Uhr von opppa
 
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Rottweiler Gottes? Der Papst hat die Religionen verurteilt, die zur Gewalt aufrufen.

Wenn jetzt die Leute, die er treffen wollte, und die ihn mit aller Gewalt mißverstehen w o l l e n laut aufheulen, hat er doch seinen Zweck erreicht!

Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß wir den (militanten) Moslems keinerlei Toleranz mehr zeigen sollten.

Wer sind die denn?

Wenn wir Toleranz zeigen, werden wir verarscht, und wenn wir uns wehren, werden wir als Kreuzritter oder intolerant beschimpft.

Wir müssen mit den Versuchen, uns bei denen beliebt zu machen sofort aufhören.
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19.09.2006 13:18 Uhr von logisch
 
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Ich wiederhole: Warum zitiert der papst einen Kreuzzügler und
Moslemhasser, wenn er gleichzeitig zu einem Dialog der Religionen aufruft. Das ist genau so wie wenn er zum Dialog mit Juden aufruft, und dabei Adolf Hitler zitiert" an allem übel sind die Juden schuld". Wo liegt der Sinn.
Ich bin mir sicher er beabsichtigte diese reaktion. Es ist ein genialer Schachzug von ihm. Es ist ein moderner Kreuzzug von ihm ohne Waffen.
Jetzt können die Fanatiker noch die letzten friedlichen Moslems dazu bewegen, damit man ihnen recht gibt und der Terror (Macht) zu ihren Gunsten ausbreiten hilft. So können die Fanatiker behaupten, die christen hassen uns seht wie sie über uns denken. Sie oder wir.
Und die Katholische Kirche kriegt viele ihrer Schäfchen (Kirchen beitäge) zurück, so auf die Art "seht wir sind friedlich die anderen sind böse wir brauchen eure unterstützung".
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19.09.2006 13:26 Uhr von opppa
 
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Ich wiederhole auch: Der Papst hat die Aufrufe zur Gewalt von Seiten der Religionsführern verurteilt.

Er war davon überzeugt, daß die maßgebenden Führer des Islam ihm geistig folgen können. Wenn aber jetzt irgendwelchen Hetzer, die die Grundaussage des Papstes nicht verstehen w o l l e n, losheulen, weil er ein Beispiel aus der Geschichte zitiert, das ihnen nicht gefällt, beweist das doch nur, daß die Moslems den D I A L O G nicht wollen, da sie Angst davor haben, daß irgendwann das Volk anfängt zu hinterfragen, was Islam wirklich bedeutet.
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19.09.2006 13:45 Uhr von Rixa
 
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Wenn man sich anschaut,: was der Papst denn nun eigentlich gesagt bzw. zitiert hat sollte doch folgendes als bemerkenswert erscheinen.

Es war also vor Jahrhunderten möglich, daß ein (christlicher) byzantinischer Kaiser und ein muslimischer Perser in gesitteter Form und auf hohem intellektuellem Niveau Fragen der Religion diskutierten.

Dies sollten sich all jene Muslime, die nun einmal mehr mit Schaum vor dem Mund verkünden, jemand hätte ihre Religion und damit sie selbst beleidigt ohne meist auch nur zu wissen worum es eigentlich geht einmal vor Augen führen.

Jener Perser vor Jahrhunderten war um Lichtjahre zivilisierter als sie es heute sind.
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19.09.2006 14:23 Uhr von oarhell
 
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Volle Zustimmung @opppa: /* Toleranz ende ...


Greetz,
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19.09.2006 15:20 Uhr von numerobis
 
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was heißt hier: Toleranz Ende

Es gab bei diesem Thema nie Toleranz.

Auf keiner Seite.
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19.09.2006 15:40 Uhr von numerobis
 
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oppa: >....beweist das doch nur, daß die Moslems den D I A L O G nicht wollen, da sie Angst davor haben, daß irgendwann das Volk anfängt zu hinterfragen, was Islam wirklich bedeutet.<

....beweist das doch nur, daß die Katholiken den D I A L O G nicht wollen, da sie Angst davor haben, daß irgendwann das Volk anfängt zu hinterfragen, was Katholizismus wirklich bedeutet.<

keiner will den dialog.
die christen nicht, die moslems nicht.

und der papst will ja den dialog zwischen katholiken und protestanten schon nicht, wie dann den zwischen christen und moslems?

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