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Stockholm: Bürger beschließen Maut für die Innenstadt

Ähnlich wie in anderen europäischen Großstädten wird es auch in der schwedischen Hauptstadt Stockholm im nächsten Jahr eine Innenstadt-Maut geben. Dies beschlossen die Bürger in einem Referendum.

53,1 Prozent der Stockholmer sprachen sich für eine Maut aus. In einer Testphase in der ersten Jahreshälfte 2006 wurde das Verfahren bereits erprobt. Dabei kamen Kameras zum Einsatz, welche die Nummernschilder der Citybesucher filmten.

Für Dauerbesucher der Innenstadt gab es auch spezielle Transponder. Gelegentliche Besuche mit dem Auto in Stockholm konnten auch an Kiosken bezahlt werden. Maximal sollen 60 Kronen an einem Tag pro Auto fällig werden.


WebReporter: never.ever
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Bürger, Maut, Stock, Innenstadt, Stockholm
Quelle: de.biz.yahoo.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2006 19:48 Uhr von Bibip
 
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na, die werden sich umsehen, wenn die Gewchäfte aus der Stadt auf die Grüne Wiese abwandern oder die Preise der Geschäfte die in der Stadt bleibern plötzlich heftig steigen.
Aber der Mensch lernt aus Erfahrung.
Grüße
Bibip
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18.09.2006 20:14 Uhr von Buster_
 
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Gute Idee: Das gleiche fordern die Grünen für Berlin.
Wenn mit den Einnahmen der ÖPNV sinnvoll erweitert wird, ist das für alle ein Gewinn. Wenn ich mir mal eine Waschmaschiene kaufe, kann ich die 6 Euro Gebühr zahlen, oder ein Taxi nehmen. Auch kann man die Maut auf Hauptverkehrszeiten wie in London begrenzen. Dann kann ich größere Transporte außerhalb dieser Zeit erledigen. Die Diskussion über die Feinstaubbelastung sollte hier auch berücksichtigt werden. Kein Aldi und kein Modegeschäft in der City muss deshalb pleite gehen. Im Gegenteil es kann neue Dienstleistungsangebote geben. Ein Möbelhaus kann die gekauften Waren auch zum Kunden liefern. Es ist die Frage was wir wollen, sollen die Menschen in den Innenstädten auch noch Luft zum Atmen bekommen oder ist uns unsere Bequemlichkeit wichtiger?
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18.09.2006 20:18 Uhr von ottokar VI
 
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hab ich was verpasst? Gibt es schon, die Maut.
An allen Zufahrtstraßen sind Mautbrücken, Autos mit ausländischen Kennzeichen dürfen umsonst rein. Die city ist übrigens trotzdem voll und Tagestickets für den ÖPNV kosten ca. 60% dessen, was sie hier kosten.
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18.09.2006 20:29 Uhr von Bibip
 
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Hallo buster, das ist leider reine Theorie.
Die Praxis sieht anders aus.
Es wird so kommen, dass die Städte nur noch Wohnsilos sind.
Wer einkaufen will, muss erst mal aufs Land fahren. Und zurück mit der scheren Tasche. und glaube nicht, dass der Kaufhof dem alten Mütterchen die Tüte mit einem Einkaufwert von 100 Euro nach Hause liefert. Nur kann die Frau das schwere Ding nicht schleppen. also muss sie entweder ein Taxi nehmen oder in den teuren Tante Emmaladen um die Ecke gehen.
Makler und andere "ambulante" Verkäufer werden möglichst nicht in die Stadt zum Kunden gehen und alles per E-Mail und Telefon machen. Die fundierte Beratung fällt in den Keller. usw.
Soll das die schöne neue Welt sein?
Nein, besser wäre es die Autoindustrie nicht zu hätscheln, sondern zu zwingen, neueste Entwicklungen zu akzeptieren.
Denk mal an den Dieselmotor von Peugeot/Citroen. Statt den steuerlich zu fördern und damit Mercedes, BMW... zu zwingen ähnliche Konzepte auf den Markt zu bringen, wird den Firmen das Näschen geputzt.
Ergebnis: Dieselmotore von Peugeot/Citroen werden von Mercedes in ihre Autos eingebaut, weil sie selbst nicht adäquates haben.
Nicht die Symptome bekämpfen, sondern die Ursachen.
Grüße
Bibip
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18.09.2006 20:44 Uhr von Buster_
 
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@Bibip: Das alte Mütterchen hat meist eh kein Auto. Die kauft in kleinen Stücken. Mackler können sich das leisten, für die ist ein schnelleres vorankommen wichtiger als die Mautgebühren. In London geht man von 20-30% weniger Staubedingte Verspätungen aus. Ich bin fast täglich in Berlin. Da kaufen mehr Leute ohne Auto ein, als mit Auto. Meine zwei Tüten vom KadeWe kann ich auch mit der S-Bahn transportieren und wenn es mal mehr Einkaufen will, zahle ich an dem Tag halt die Maut. Bei den PArkgebühren in den Innenstädten macht das auch kaum noch den Kohl fett.

In London hat das Auto die Hauptrolle als Verkehrsmittel schon längst eingebüßt. Der anteil des ÖPNV liegt dort bei 85%. Sicher hat eine Citymaut nicht nur Vorteile, aber man sollte abwegen ws einem wichtiger ist. Ich persönlich kann gut auf das Auto verzichten.
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18.09.2006 20:46 Uhr von homer_01
 
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In Deutschland wäre das nicht passiert, denn hier stimmen wir ja solange ab bis das Ergebnis passt. Zumindest dann, wenn der Souverän überhaupt mal nach seiner Meinung gefragt wird. (z.B. Brücke Dresden)
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19.09.2006 02:15 Uhr von borgir
 
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ich finde: das super. sollte man sich in deutschland auch mal überlegen. wohne selbst in der nähe eines "autobahnzubringers" (es gäbe ein umgehung, die ist aber eben ein bisschen weiter). könnte man hier auch machen.
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19.09.2006 14:17 Uhr von eros007
 
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Idee: Super: Die Idee einer Innenstadtmaut (deren Höhe von der Tageszeit abhängt, also mehr bei Berufsverkehr und weniger in entspannteren Zeiten) ist super. Ich würde mir wünschen, wir würden so was auch in deutschen Städten (und zwar in eigentlich allen mit gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln: Hamburg, Stuttgart, Frankfurt, Rhein-/Ruhrgebiet, München, Berlin, Nürnberg, ...) umsetzen.

Aber jetzt mal zur Klarstellung:
Erstens ist es gar nicht gesagt, dass in Stockholm die Citymaut kommt. Zwar hat die Bevölkerung Stockholms die Maut befürwortet (mit 53% gegen 47%), aber das sagt noch nichts. Durch den Wahlsieg des Mitte-Rechts-Blockes haben sich die Gewichte nämlich verschoben. Dieser wollte nämlich nicht nur die Bewohner Stockholms fragen, sondern auch noch gleich die Bewohner des Umlandes. Da dies vor den Wahlen nicht geplant war, hielten nun manche Kommunen des Umlandes die Umfrage auf eigene Faust ab, andere hingegen nicht. Um das Chaos perfekt zu machen, stellten die Kommunen im Umland auch jeweils leicht verschiedene Fragen zur Wahl (es gab ja nix Offizielles).

Das Resultat - so fragwürdig es insgesamt ist - wäre jedenfalls, dass unter Berücksichtigung des Umlandes (des Teiles, der eben gewählt hat) die Mautgegner in der Mehrheit sind. Laut Dagens Nyheter (wer schwedisch versteht, bitte: http://www.dn.se/... ) kommen die Gegner auf 30.000 Stimmen mehr als die Befürworter (bei knapp 800.000 Stimmen). Wegen des Fehlens einer offiziellen Linie weiß aber noch niemand, wie das gemacht werden soll. Wahrscheinlich werden die Politiker eben über die Köpfe des Volkes hinweg entscheiden. Da nun nicht mehr die Sozialdemokraten an der Regierung sind, ist davon auszugehen, dass die "Gedrängelsteuer" eher nicht kommen wird.

Jedenfalls ist die Quelle dieser News höchst fragwürdig - sie stimmt nämlich einfach nicht.

Was man an der Umfrage schön sehen kann: Auch das Ausland gleicht hin und wieder einer Bananenrepublik, nicht nur unser eigenes Land. :-)

Noch was zum Thema "Straßenbenutzungsgebühren":
Ich persönlich bin für zeit- und ortsabhängige Straßenbenutzungsgebühren auf allen Straßen (Autobahn, Bundesstraßen, ...). Der Preis für vielbefahrene Straßen im Berufsverkehr sollte hoch sein, für entlegene Gebiete können auch keine Gebühren anfallen. Als Preisniveau könnte ich mir 10 Cent pro Kilometer Autobahn/Bundesstraße im Berufsverkehr vorstellen und 5 Cent außerhalb des Berufsverkehrs. Bei Ein-/Ausfahren in/aus größere Städte würden 3/1,5 Euro fällig (3 im Berufsverkehr), dort aber ansonsten keine zusätzlichen Gebühren anfallen (ist sonst noch nicht kontrollierbar, glaube ich). Aber die genauen Preise müssten gefunden werden; ich selbst habe zugegeben zu wenig Ahnung, um sie festlegen zu können.
Im Gegenzug sollten die Benzinsteuern so weit gesenkt werden, dass sie auf dem Niveau des billigsten Nachbarlandes (Polen, glaube ich) liegen. Dies wäre ein wirksames Instrument gegen Tanktourismus. Die zeitabhängige Gestaltung der Kosten würde zudem eine gute Steuerungswirkung besitzen.

Nicht zuletzt sind solche Gebühren auch ein Anreiz, die Zahl der Autofahrten zu verringern. Heute sind viele getätigte Fahrten einfach nur überflüssig (Tendenz steigend) - das erlebe ich persönlich Tag für Tag. Die Umwelt würde es uns danken. Einen Teil der Einnahmen über ein solches System sollte dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsnetze (U-Bahn, Bus, ...) dienen, der andere der besseren Instandhaltung der Straßen.

Und nur so nebenbei: Die deutschen Autofahrer sehen sich ja nur allzu gerne als größte "Steuerzahler" der Nation. Aber in anderen Ländern zahlen Autofahrer noch mehr. In Italien etwa ist die Kfz-Steuer ähnlich hoch, das Benzin teurer. Und trotzdem zahlt man noch Autobahngebühren; zusätzlich ist das Land sogar ärmer als wir! Auch in Frankreich ist Autofahren teurer als bei uns. Insofern sollten wir uns nicht immer beklagen. Sparsamere Autos kaufen, unnötige Fahrten vermeiden, bei der Fahrt zur Arbeit Fahrgemeinschaften bilden (da gibt es viele Möglichkeiten) und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Leider zeigen zu viele schlechte Beispiele, dass Autofahren eher zu billig als zu teuer ist.
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20.09.2006 21:14 Uhr von marshaus
 
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gute entscheidung: endlich mal ein paar vernuenftige leute...autos sollten allgemein in der innenstadt verboten werden.
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21.09.2006 23:35 Uhr von md2003
 
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bei uns würde dies Maut die Innenstadt gar kaputtmachen.....

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