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WHO: DDT wird wieder zur Bekämpfung von Malaria eingesetzt werden

Gestern hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben, dass sie in Malariagebieten den Einsatz von DDT fördern will. Mit einem Sprüh-Programm soll die Krankheit, an der jährlich eine Millionen Menschen sterben, bekämpft werden.

Die Mücken, die Malaria auf den Menschen übertragen, sollen getötet werden, indem Häuser und auch Ställe einmal jährlich mit dem als Fraß- und Kontaktgift wirkenden DDT behandelt werden.

Dieses "Indoor Residual Spraying" sei laut dem Direktor des WHO-Malariaprogramms, Arata Kochi, eine der "wirksamsten Waffen gegen Malaria" und DDT habe sich als das effektivste Mittel erwiesen.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: WHO, Malaria, Bekämpfung
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2006 03:15 Uhr von la_iguana
 
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DDT baut sich aber sehr langsam ab, und ausserdem tötet das Gift dann auch andere Insekten wie Fliegen oder Spinnen. Die Entscheidung ist schwer nachvollziehbar.
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17.09.2006 12:20 Uhr von ippich
 
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Schwer nachvollziehbar? Wenn es hier in Mitteleuropa eine lebensbedrohliche Krankheit geben würde, und man uns aus den anderen Teilen der Welt verbieten würde, das einzig wirksame Mittel einzusetzen - weil man sich Sorgen um Fliegen und Spinnen macht - wäre DAS für mich schwer nachvollziehbar...

Aber man sollte das DDT schon gezielt und nur von Profis ausbringen lassen, denn im Prinzip sollte so wenig wie möglich in die Umwelt kommen...
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17.09.2006 12:32 Uhr von radiojohn
 
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Kurioserweise: hat sich ein sehr beliebter Aquarienfisch bei der Bekämpfung der Anophelesmücke als äusserst wirksames und natürlich auch sehr ökologisches Mittel erwiesen.
Die "Guppis" (Poecilia Reticulata) welche schon vor Jahren an der indisch- nepalesischen Grenze (Chitwan) ausgesetzt wurden, vermehren sich prächtig und haben zu einer deutlichen Abnahme der dort brütenden Mücke geführt.
Das müsste doch auch in anderen tropischen Gebieten durchführbar sein, zumal diese kleinen Fische, da sie "viviparo" (lebendgebährend) sind eine hohe Geburtenrate haben, und auch dazu noch sehr preiswert sind.

Also nix wie los, Aquarium plündern und ab damit in die Malariagebiete!

Gruss r.j.
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17.09.2006 12:50 Uhr von Buster_
 
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Wenn es denn wirkt: Es soll ja immer mehr Stämme dieser Insekten geben, die sich resistent zeigen.

http://www.zeit.de/...
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17.09.2006 13:25 Uhr von la_iguana
 
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@radiojohn: Genau! Schickste mir ein paar Beutel der netten Fischchen rüber?

Bedauerlicherweise müssten die aber dann in alten Autoreifen, Plastikbechern und sonstigen Behältnissen und Orten leben, wo hier der verantvortungslose Mensch Brutstätten für die Mücken hinterlässt... Wie immer ist der Mensch sich selbst sein grösster Feind. (an Ippich - mit Dengue oder Malaria ist nicht zu spassen, aber die "paar Fliegen und Spinnen" haben auch ihren Platz in irgendeiner Nahrungsmittelkette).
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17.09.2006 14:16 Uhr von ippich
 
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Den Fliegen und Spinnen will ich ihren Platz in Nahrungskette auch nicht aberkennen. Aber viele Leute machen sich eben zuerst um die Fliegen und Spinnen sorgen und dann erst um die Menschen, die in diesen Regionen leben... Das finde ich kurios.
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17.09.2006 14:18 Uhr von soereng
 
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@radiojohn @all: @radiojohn
Das Einbringen eines nicht heimischen Fisches in ein ökologisches System birgt immer eine sehr hohe Gefahr für das System selbst, da die Folgen recht schwer abschätzbar sind.
Die Vergangenheit hat eigentlich gezeigt, dass ein solches Mittel häufig mit einer starken Schädigung des ökologischen Gleichgewichts verbunden war.

Das DDT wird ja nun auch nicht wie früher auf Felder und Sümpfe gesprüht, sondern lediglich auf die Häuser und Ställe (wie auch im Artikel beschrieben) aufgetragen. So bietet es Schutz indem es die Insekten von den Häusern abhält(wenn diesedas Gift berühren sterben sie) und Neuinfektionen verhindert.

Und so wird das DDT nicht/kaum in den biologischen Kreislauf miteingebracht.

Dieser Einsatz vom DDT ist natürlich in keinster Weise mit dem der 50/60er Jahre vergleichbar, wo es in großen Mengen über große Landstriche hinnaus verteilt wurde.
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17.09.2006 15:00 Uhr von radiojohn
 
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@soereng: Natürlich ist mir die Gefahr der im fremden Lebensraum angesiedelten Tiere bewusst. In dem von mir angeführtem Fall jedoch hat es zu keinen unerwünschten Folgen geführt. In den sumpfigen und flachen Gewässern des Chitwan haben diese kleinen Zierfische allerdings perfekte Lebensbedingungen gefunden und auch die einheimischen Raubfische, sowie Vögel freuen sich über deren Anwesenheit.
Guppis kommen ursprünglich eigentlich aus dem Zentralamerikanischen und brasilianischem Lebensraum, haben sich aber mittlerweise auf dem gesamten Planeten in mässig warmen Gewässern ausgebreitet.
Ich habe selber eine ganze Menge davon in meinem Gartenteich und deswegen auch kein Mückenproblem im Sommer. Ab und zu kommt ein Bekannter, um sich einige davon als Lebendfutter für seine Scalare abzuholen.

gruss r.j.
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17.09.2006 17:01 Uhr von cyrus2k1
 
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DDT: ist auch für Menschen hochgefährlich, das scheinen hier einige nicht zu wissen...
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17.09.2006 17:43 Uhr von lsdangel
 
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@cyrus: Aber weniger gefährlich als die Malaria.
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17.09.2006 18:04 Uhr von la_iguana
 
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Isdangel: hat finde ich auch Recht. Wieso git es allerdings nach über dreissig Jahren Geschichte der Malariabekämpfung noch immer keine Alternative zum DDT gibt ist mir unverständlich.
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17.09.2006 18:42 Uhr von lsdangel
 
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@la_iguana: Lies dir mal den verlinkten Artikel der ZEIT durch. Lohnt sich!
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17.09.2006 19:04 Uhr von la_iguana
 
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@isdangel: Bringste den Link noch hier rein? Dann werd´ ich ihn gerne und aufmerksam lesen ;)

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