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Urteil: Wer sein WLan nicht schützt, muss bei Missbrauch durch Dritte mit haften

Wer seinen WLan-Internetzugang nicht schützt und anderen über sein offenes Netz illegale Machenschaften ermöglicht, muss mit einer Strafe rechnen. Dies entschied das Landgericht in Hamburg.

Das Urteil vom 26. Juli dieses Jahres wurde nun vom Rechtsanwalt Arno Lampmann veröffentlicht. Danach muss jemand, der es Dritten ermöglicht hat, über sein offenes Netz Musikdateien zu tauschen, eine Strafe an die Musikindustrie zahlen.

Das Gericht entschied somit, dass jeder, der sein WLan nicht schützt, mit haften muss.


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WebReporter: borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Urteil, Missbrauch
Quelle: www.gmx.net

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.09.2006 20:07 Uhr von Ov3ron
 
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@Milano: Ich ziehe mal einen Vergleich zu dem was du schreibst, da ich deine Aussage nicht Nachvollziehen kann. Wer anderen erlaubt illegale Taten zu vollziehen die problemlos aufgehalten werden können, der muss natürlich mithaften.
Die Provider haben viel zu viele Dinge zu kontrollieren um so etwas unterbinden zu können.

Nun zum Vergleich:
Wenn ich mein Auto offen stehen lasse, den Schlüssel im Zündschloss steckend und mir dann jemand das Auto klaut, dann kann ich doch nicht von der Versicherung Ersatz für das verlorene Auto verlangen. Genauso wenig kann ich mein Autohaus für den Diebstahl verantwortlich machen, da ich ja von denen das Auto habe was geklaut wurde.
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10.09.2006 20:09 Uhr von headhunterxp
 
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Das man da haften muss ist ja ansich nix neues.

"Ich find es lästig, wenn ich immer beim Einwahl ins Internet über WLan ein Paßwort eingeben muß und aus diesem Grunde habe ich diese Sicherheit wieder abgeschaltet."

Unsinn. Man richtet einmal eine Verbindung mit WPA-Passwort oder -Passphrase ein und danach ist Ruhe im Schacht. Die Verbindung benutzt dann jedes mal die gleiche Einstellung. Alles andere ist fahrlässig und da man nicht nachweisen kann wer jetzt genau Illegales im Netzwerk angestellt hat, wird halt derjenige, der den Anschluss bereitstellt, dafür zur Haftung herangezogen.
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10.09.2006 20:11 Uhr von borgir
 
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@milano: wollte auch grad schreiben was headhunterxp da von sich gegeben hat. einmal eingerichtet und nie wieder eingeben müssen. wo ist das problem. wer sein netzwerk nicht schützt ist selbst schuld und muss für strafbare handlungen die er hätte problemlos verhindern können mit haften. nicht mehr als logisch.
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10.09.2006 20:19 Uhr von zagor
 
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WLan absichern? das fällt sehr relativ aus!!!

Die Herren Richter haben wohl nicht bedacht, das die IT-Welt sehr relativ und schnelllebig ist. Was gestern sicher war ist heute schon überholt und was das Thema Sicherheit angeht u.U. ein Witz (WPA z.B.).
Das kann man nicht wirklich mit einer verschlossenen Haustür oder Autotür vergleichen.
Es gibt natürlich Freaks, die können mit ihrem Werkzeug eine Tür schneller öffnen als wir mit dem Schlüssel, von diesen Freaks gibt es aber nicht viele. Tools um die WPA-Verschlüsselung zu knacken gibt es mitterweile auf "fast" jeder Homepage.

Zieht euch warm an, jetzt heißt es jedes Jahr einen neuen WLan-Router besorgen oder mithaften oder einfach auf WLan verzichten (wie ich)...;)

Ach ja, die WEP-Verschlüsselung wurde auch schon gehackt, zwar von hinten durch die Brust ins Auge, aber trotzdem.
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10.09.2006 20:25 Uhr von KEROY
 
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Passwort ? Es geht nur um die Verschlüssellung SSL oder so heisst das Ding Schlüsselnr. Steht auf Deinem Modem.

Wenn mehrere Leute diesen Zugang Nutzen ist der Nachweiss einfach nur entsprechend schwerer, alles klar?
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10.09.2006 20:29 Uhr von Demy
 
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Trotzdem ist dieses Urteil schlicht und ergreifend völlig falsch wiedergegeben worden.

Wie immer in den Medien.

Es ging um KEINE Strafe, sondern um das abgeben einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.
Das ist Zivilrecht und hat mit Geldstrafe und deren Zahlung überhaupt nichts zu tun.

Das ist auch noch keine Entscheidung in einem Hauptsacheverfahren, sondern "nur" eine Entscheidung darüber, dass der W-lan Inhaber zukünftige Rechtsverstöße zu unterbinden hat.
Der W-Lan Inhaber wurde also dazu per Gerichtsurteil dazu "gezwungen" es in Zukunft zu unterlassen über seinen Anschluss Rechtsverstöße zuzulassen.

Das was er zahlen muss, sind schlicht und ergreifend die Verfahrenskosten zu der einstweiligen Verfügung.
Man sollte vielleicht mal das Urteil lesen:
http://www.lampmannbehn.de/...

Wobei ich sagen muss, dass der RA des unterlegenen W-Lan Inhabers in seiner Argumentation ein paar wesentliche Argumente "vergessen" hat.
Er hätte in diesem Fall das Gericht vielleicht mal mehr in Richtung TDG "lenken" sollen.
Das wäre dem Herrn Dr.Bahr aus Hamburg mit Sicherheit nicht passiert.

Merke, vor Zivilgerichten hat der die Nase vorn, der einen besseren Sachvortrag macht.

Ein Zivilgericht entscheidet nämlich vornehmlich nach dem Sachvortrag der beiden Streitparteien.

Und das ist dann der Punkt wo der bessere Rechtsanwalt ins Spiel kommt.

Naja, was solls, die Presse liest aus dem Urteil eh schon wieder etwas heraus was so schlicht und ergreifend nicht stimmt.
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10.09.2006 20:31 Uhr von Ammy
 
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@KEROY: nicht wirklich ....
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10.09.2006 20:31 Uhr von headhunterxp
 
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@ zagor: WEP ist mittlerweile einfach zu knacken weshalb man seinen Schlüssel öfters wechseln sollte. Bei WPA-AES (WPA2) mit einen richtigen Passwort, ist es um Längen schwieriger. Da bleibt meistens nur ein Wörterbuchangriff der bei zufälligen Passwortskombinationen zeitlich nicht ausreicht. Außerdem ist der Aufwand so ein Netzwerk zu knacken dermaßen hoch das es kaum lohnt.

100%ig sicher ist nichts. Aber richtig eingestellt vollkommen ausreichend.

ergänzend und interessant:
http://de.wikipedia.org/...
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10.09.2006 20:44 Uhr von Mazzi
 
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KEROY: mit absoluter zielsicherheit und mit vollem unwissen haste den text eben geschrieben.... ssl verschlüsselung. SUPER INGO! genau das war das thema.........
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10.09.2006 20:48 Uhr von charlesmanson
 
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@zagor: Es ist egal ob eine WEP verschlüsselung geknackt werden kann. Der Anschlußinhaber hat seines getan um Fremde vor dem ungewollten Zugriff auf sein WLAN abzuhalten, das diese den Schlüsser erkennen und umgehen kann ihm nicht angelasstet werden. Die "Eindringen" in fremde Netzwerke mittels Aushebelung selbst des "primitiven" Keys stellt nach allg. Rechtsauffassung seinerseits eine Straftat dar. Für Straftaten Fremder kann der "Anschlußinhaber!" NICHT haftbar gemacht werden.
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10.09.2006 21:23 Uhr von HHAG
 
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@primera: MAC-Adressen kann man sehr leicht fälschen. Es geht - je nach Hardware - oft sogar mit Windows-Bordmitteln (über den Geräte-Manager).

Ein MAC-Filter kann höchstens ein kleiner Zusatz "on top" sein.
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10.09.2006 21:34 Uhr von ishn
 
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So wird es kommen. Also werden in Zukunft geldgeile Anwälte durch die Gegend fahren um nicht geschützte WLAN Punkte zu finden um dann den besitzern eine saftige Unterlassungserklärung vor den Latz knallen. Wieder eine Einnahmequelle mehr für diese Bande !
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10.09.2006 21:40 Uhr von CyrusDaVirus
 
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Schweinerei! Wiedereinmal so ein Urteil von einem bestochenen Richter!. Denn verstanden hat der Opa die Technik sowieso niemals!

Jetzt soll man schon wegen unwissenheit im "verschluesselungs" bereich verknackt werden.

Das ist alles reine Lobbyarbeit der Musik-Industrie, die erkennen muss, das es, auch dank WLAN Routern, ihnen praktisch nicht moeglich ist einer Person irgendetwas nachzuweisen.

Ueber deine IP wurde etwas gezogen---> Du musst zahlen! Sie machen sichs einfach! Bald fährt die Musik Industrie wohl selber wardriven!


BTW: jedes Skript kiddi kann heutzutage WEP knacken!


PS: Wer sein Wlan nicht schützt muss in den Knast, wenn darueber KP gezogen wird!

Diese Nachricht wird man niemals zu sehen bekommen, Kinder haben nunmal keine MafiaLobby!
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10.09.2006 21:46 Uhr von HHAG
 
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dummes Zeug: > PS: Wer sein Wlan nicht schützt muss in den Knast,
> wenn darueber KP gezogen wird!
>
> Diese Nachricht wird man niemals zu sehen
> bekommen,

Doch. Der Inhaber der IP ist für *alles* verantwortlich, was unter seinem Anschluss passiert.

Es reicht aber, *irgendeine* Verschlüsselung laufen zu lassen, wie "charlesmanson" korrekt erklärt hat. Das Knacken eines auch noch so schwachen Schutzes (WEP) stellt eine Straftat dar, für die der Betreiber des WLANs nichts kann.

In ein ungesichertes Netz sich einzuloggen ist hingegen legal. Der Inhaber hat dann Pech, wenn die blinden Netzpassagiere illegale Dinge über seine IP treiben.

Wo ist das Problem?
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10.09.2006 21:54 Uhr von CyrusDaVirus
 
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@primera: Jo ,der Mac filter ist wenn die verschluesselung geknackt ist, kinderleicht zu umgehen. (Sogar fuer windows user;)

@ishn Gleicher gedanke;) bei der Juristenschwemme muessen die sich echt was einfallen lassen

hier in der Nachbarschaft wuerden die ziemlich fündig werden. Auch lustig die meisten offenen Wlans haben den Router nicht passwort geschuetzt. bzw standardpassword;)

Sprich den account koennen die auch gleich mitnehmen! Das vereinfacht oft die identifikation des Users, auch ohne Verfahren;)
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10.09.2006 22:00 Uhr von CyrusDaVirus
 
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@hhag: nenn mir bitte einen Fall, Hab davon noch nicht gehört!

Dieser Fall war wie gesagt angestossen worden von der Musikindustrie!

Wer soll die Strafe bei KP denn einfordern, der Staat? Wer wurde denn geschädigt?! Wie hoch liegt die straffe fuer das Kilobyte KP, von fremden ueber das eigene Wlan gezogen?

Keine Antwort oder?!
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10.09.2006 22:06 Uhr von shadow#
 
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aha: na hoffentlich kommt niemand auf die idee dieses urteil in bezug zu beispielsweise anonymisierungsdiensten etc. zu setzen...
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10.09.2006 22:09 Uhr von HHAG
 
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@CyrusDaVirus: > Dieser Fall war wie gesagt angestossen worden von der
> Musikindustrie!

Richtig, da Zivilverfahren. "Demy" hat den Unterschied ja schon angerissen.

> Wer soll die Strafe bei KP denn einfordern, der Staat?

Richtig, da dies eine Straftat wäre (sogar Offizialdelikt).

> Wer wurde denn geschädigt?!

Ein Strafgesetz wurde gebrochen, also wird ein Staatsanwalt aktiv.

Ich dachte, solche wirklich *Grundlagen* des Rechtsstaates wären dir klar, ansonsten verstehe ich umso weniger, was du hier rumpolterst.

Sowas weiß eigentlich jedes Schulkind.
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10.09.2006 22:15 Uhr von CyrusDaVirus
 
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@shadow: Na ja das Urteil beschänkt sich ja auf Leute mit offenen Wlans!

Das wäre dann schon das Endziel der Industrie

--> Verbot von ungewünschter Technologie/software!

Wilkommen totaler Überwachungsstaat!
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10.09.2006 22:25 Uhr von CyrusDaVirus
 
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@HHAG: War auch anders von mir gemeint.

Wollte damit nur zum ausdruck bringen, das es hier hauptsächlich um Interessen der Industrie geht. Sprich um Geld!

Eigentlich sollte so ein WLAN-Präzidenzsfall doch aufgrund anderer strafbestände angestossen werden.!

Aber ich, und du wohl auch nicht, haben noch nie von so einen Fall gehört! Noch wissen wir wie hoch den die Strafen dafuer sind! Passieren tut das aber wohl oft genug!

Defato interssiert es erstmal kaum einen solange nicht eine Lobby/Industrie geschädigt wird!
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10.09.2006 22:33 Uhr von CyrusDaVirus
 
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@hhag: und danke fuer verweis auf demys kommentar:)
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10.09.2006 23:02 Uhr von Demy
 
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@HHAG: was in strafrechtlicher Hinsicht,Tausch von KiPo als Beispiel, über deinen Anschluss aus geht, dafür ist man niemals STRAFRECHTLICH verantwortlich.

Eine Mitstörerhaftung gibt es für den zivilrechtlichen
Bereich, ja, aber eine strafbare Handlung kann ausschließlich einem Täter zugeordnet werden.

Wenn dem Anschlussinhaber eine strafrechtliche Täterschaft NICHT nachgewiesen werden kann, sondern ein dritter eine strafbare Handlung begangen hat, so ist ausschließlich möglich den unbekannte Dritten strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.
Wenn der nicht zu packen ist.
Pech gehabt, der Anschlussinhaber ist aber mit Sicherheit in diesem Fall nicht dran.

Man ist niemals im Strafrecht für andere Verantwortlich.
Das weißt du aber sicherlich.

Ich weiß, dass es noch fahrlässig begangene Straftaten gibt für die man zur Verantwortung gezogen werden kann.
Die gelten aber nicht in so einem Fall wie hier geschildert.
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10.09.2006 23:57 Uhr von evilboy
 
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diese Urteile: sind doch politisch gewollt. Man will alles beschneiden, kontrollieren und einschränken, wo es nur geht.
Mal sehen, wann das Terrorargument wieder auftaucht.
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10.09.2006 23:58 Uhr von grimpi
 
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was ist wenn: mehrere im haus sich in ein wlan aus kostengründen reinteilen... wenn einer was illegales da macht, wer ist dann dran ??? wenn der anschluss z.b. auf max mustermann läuft ;-)
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11.09.2006 00:59 Uhr von Serinas
 
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@evilboy: Das Terrorargument ist zwar nen guter anfang , vergiss aber bitte nicht das Kinderschutz argument , das lässt sich je nachdem was grad in dem medien aktuell ist , auch gut verkaufen.

Das urteil selbst ist für mich schon irgendwo logisch , wusste nich mal das es bis dahin sozusagen noch offener spielraum war.
Ist allein aus sicherheitsaspekten schon ne sache für sich , wenn mein wlan offen ist , kann der zugreifende auch in mein netzwerk gehen, und je nach skill verschiedenste dinge anstellen.
Und ich persönlich sags einfach mal so , wenn ich irgendwo bin und nen offenes wlan finde ist meine neugier sowieso viel zu gross um das zu übersehen.Jedoch leute die vorsätzlich illegale sachen in netzen machen die ihnen nicht gehören, kann ich auch wiederum nich befürworten.

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