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Dienstvorschrift: US-Soldaten dürfen nicht foltern und sexuell demütigen

Die US-Armee hat eine neue Dienstvorschrift für ihre Soldaten herausgebracht. Sie ersetzt die Vorschrift aus dem Jahr 1992.

Aus dem Kampf gegen den Terrorismus hat man Lehren gezogen und die Vorschriften damit angepasst. Diese Vorschriften sollen alle Teile der Streitkräfte befolgen. Für die CIA gilt diese Dienstvorschrift nicht.

Die Vorschriften verbieten, dass Gefangene gezwungen werden, sich nackt auszuziehen. Sexuelle Demütigungen jeglicher Art sind verboten. Auch Scheinhinrichtungen dürfen nicht durchgeführt werden.


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WebReporter: Extr3m3r
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Sex, Soldat, Dienst
Quelle: www.solms-braunfelser.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.09.2006 03:06 Uhr von Extr3m3r
 
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Das CIA brauch sich nicht daran halten, dann müssten sie ja auch Verhöre völlig neu erlernen. Was da laut Vorschrift alles verboten ist, ist woanders eh verboten, weil Menschenrechte dadurch verletzt werden.
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07.09.2006 09:11 Uhr von opppa
 
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Gehören jetzt Samthandschuhe: zur Ausrüstung der GIs?
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07.09.2006 09:12 Uhr von myfurde2
 
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@Matthias: " wozu gibts denn die Genfer Konvention? "

Die sind nur für schwache Länder da, die man Erpressen oder Besetzen kann. Große und mächtige Länder wie die USA sind davon ausgenommen.

Rein rechtlich frag ich mich ja, warum die USA den internationalen Gerichtshof bzw. das Kriegsverbrecher Tribunal nicht anerkennen können einfach so und ein Saddam Hussein der das auch nicht tut kann trotzdem angeklagt werden!?

Naja wird Zeit dass sich die Araber mal zusammen schließen und Nuklear aufrüsten, dass es mit dem Terror der westlichen Imperialisten ein Ende hat.

Seither kann man der CIA & Co. nur weiterhin viel Spaß beim Foltern und Sexuell demütigen wünschen und den Soldaten beim Vergewaltigen und Ermorden wehrloser.
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07.09.2006 09:29 Uhr von Generalstreik
 
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Beitrag: Ein Schwachsinn an sich. International sind solche Praktiken verboten. Durch die Genfer Konventionen und die Haager Landkriegsordnung. Ein Soldat dem solche Dinge befohlen werden, kann (und muss) dies verweigern. "Befehlsnotstand" gibt keinen internationalen Schutz nach der Genfer Konvention wenn es sich eindeutig um Verbrechen handelt.

Für einen Menschen der nach moralischen und ethischen Prinzipien erzogen wurde, sollten Dinge wie Folter und sexuelle Demütigung von vornherein nicht zur Debatte stehen.
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07.09.2006 09:44 Uhr von eros_averna
 
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wofür denn die genfer konvention ins feld schicken: dass da überhaupt darauf hingewiesen werden muss...

sollten menschenrechte nicht eigentlich prinzipiell geachtet werden? auch von amerikanern? und von soldaten?
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07.09.2006 09:49 Uhr von schlenzer
 
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Schön: Ich glaube nicht, dass die Dienstvorschriften der US-Armee Folter erlaubt haben. Aufgrund der Erfahrungen in Afghanistan und Irak hat man halt einige nicht erlaubte Praktiken jetzt explizit aufgeführt. So eine klarstellung hätten auch einige Bundeswehrsoldaten in Coesfeld gebraucht.

Das die US-Armee keine Vorschriften für die CIA erlassen kann, ist auch klar. Ich glaube auch nicht das der Autor dieser News weiß, welche Verhörmethoden die CIA anwenden darf. Auch der BND hat eigene Vorschriften, die nicht mit denen der Bundeswehr übereinstimmen müssen.
Diese News ist etwas tendenziös ausgefallen.
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07.09.2006 09:51 Uhr von vom_berg
 
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Stanford-Prison-Experiment: Das Stanford-Prison-Experiment war ein psychologisches Experiment und als solches ein Meilenstein der psychologischen Erforschung menschlichen Verhaltens unter den Bedingungen der Gefangenschaft, speziell unter den Feldbedingungen des echten Gefängnislebens. Der Versuch wurde 1971 vom amerikanischen Psychologen Philip Zimbardo an der Universität von Stanford durchgeführt

Worum geht es?

In der Sozialpsychologie gibt es so genannte "Labeling"-Theorien, denen gemäß Menschen nur deswegen ein bestimmtes Verhalten zeigen, weil ihnen eine Gruppenzugehörigkeit per "Label" (deutsch: Etikett) zugewiesen wurde. Der amerikanische Psychologe Philip G. Zimbardo wollte untersuchen, inwieweit dieses Rollenverhalten Auswirkungen auf den Alltag in Gefängnissen hat.

Per Zeitungsannonce rekrutierte Freiwillige erklärten sich bereit, gegen eine Vergütung von 15$ pro Tag an einem Experiment in der nahen Zukunft teilzunehmen - nähere Details wurden ihnen nicht genannt. Wenige Tage später fuhren echte Polizeiwagen vor ihren Privatwohnungen vor und verhafteten sie unter einem Vorwand. Sie wurden in ein Polizeirevier gebracht, und anschließend mit verbundenen Augen in einen zum Gefängnis umgebauten Keller der Stanford University. Andere Teilnehmer des Experiments, denen der Zufallsgenerator des Computers nicht die Gefangenenrolle, sondern die Rolle des Gefängniswärters zuteilte, wurden auf konventionelle Weise zum Ort des Geschehens gebeten.

Systematisch wurden die Versuchsteilnehmer in ihre Rollen eingeführt. Die Gefangenen mussten eine erniedrigende Prozedur über sich ergehen lassen, in dem ihnen die Kleider weggenommen wurden und sie einen Einheits-Overall sowie Fußketten anziehen mussten. Die Gefangenen durften sich nicht mehr mit ihren Namen, sondern nur noch mit den auf der Kleidung aufgedruckten Nummern anreden.

Die Gefängniswärter hingegen erhielten eine respekteinflössende Uniform sowie eine verspiegelte Sonnenbrille, die verhinderte, dass ihnen in die Augen geguckt werden konnte.

Je weiter das Experiment voranschritt, desto mehr "stabilisierte" sich das Rollenverhalten. Anders als in dem bereits genannten Kinofilm gab es keine Vergewaltigungen oder gar Morde. Es zeigten sich jedoch andere erschreckende Entwicklungen:

Bei den jungen Männern wurde Wochen vorher in einem Vortest sichergestellt, dass ausschließlich psychisch gesunde teilnahmen, sowie solche, die weder extrem unterwürfig noch extrem dominant waren, sondern normaler Durchschnitt. Die Zuteilung zu den Rollen "Wärter" und "Häftling" erfolgte rein zufällig. Trotzdem entwickelten die Wärter recht schnell sadistische Neigungen (sie zwangen z.B. Häftlinge, das Klo mit ihren bloßen Händen zu putzen oder verwehrten einem Kettenraucher über mehrere Stunden das Nikotin). Sie wollten den Willen der "Gefangenen" brechen - was auch sehr schnell gelang. Die Betroffenen zeigten recht schnell bedenkliche Anzeichen für psychischen Stress wie z.B. Desorientierung oder Lethargie. Nach nur drei Tagen musste das Experiment aus moralischen Gründen abgebrochen werden, obwohl es ursprünglich zwei Wochen hätte dauern sollen.

Im Nachhinein musste der Versuchsleiter viel Kritik von verschiedensten Seiten einstecken. Zum einen gab es natürlich ethische Bedenken wegen des für die Psyche der ´Gefangenen´ gefährlichen Verlaufs des Experiments. Zum anderen wurde Zimbardo vorgeworfen, nicht primär psychologische Erkenntnisse gewinnen zu wollen, sondern politische Ziele zu verfolgen. Er wolle Einfluss auf die damals herrschenden Haftbedingungen in amerikanischen Strafvollzugsanstalten nehmen.

Wie auch immer man zu der vorgetragenen Kritik stehen möge, eines darf man nicht vergessen: Psychologische Experimente finden oft unter Laborbedingungen statt, weswegen bei diesen nicht immer gesichert ist, dass man ihre Ergebnisse auf Ereignisse in der wirklichen Umwelt generalisieren kann. In diesem Fall fand die Simulation jedoch unter semi-realistischen Bedingungen statt - die somit gewonnen Daten sind für die Forschung in der Sozialpsychologie von hohem Wert.
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07.09.2006 10:40 Uhr von mäckie messer
 
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@vom berg: Sowas ist zynisch und menschenverachtend. Wenn du meinst, dass solche Forschungsergebnisse für Sozialpsychologen so furchtbar wichtig sind, dann stell du dich als Versuchskaninchen zur Verfügung. Falls du "Das Experiment" kennst, solltest du wissen, dass die Wissenschaftler durchaus in der Lage sind, solche Versuche SEHR realistisch zu gestalten. Das dürfen sie nur mittlerweile nicht mehr.
Insgesamt finde ich es erschreckend, dass erst jetzt solche Selbstverständlichkeiten in die Dienstvorschriften aufgenommen werden. Das zeigt mir wieder einmal, wie ernst es die US mit den Menschenrechten meinen...
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07.09.2006 10:55 Uhr von usambara
 
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Toll dann machen es halt ihre Söldner im Irak und Afghanistan.
Die amerikanischen Söldnerfirmen sind ja mit zehntausenden Ex-Soldaten vor Ort.
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07.09.2006 11:12 Uhr von myfurde2
 
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@usambara: CIA darf doch weiter Foltern und Vergewaltigen ... die sind ja ausdrücklich von der Vorschrift ausgenommen.
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07.09.2006 11:33 Uhr von Alfadhir
 
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US-Soldaten !!!! eigentlich eigentlich sehr unpraktisch das man dann jedes mal folterknechte anwerben muss oder extra leute vom cia dabei sein müssen .
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07.09.2006 11:39 Uhr von vom_berg
 
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mäcki messer: falsche schlussfolgerung.

ich heisse solche dinge nicht gut. ich finde es erschreckend.

doch sieht man was passiert wenn menschen in extremsituationen sind.
die verantwortung tragen die vorgesetzen.
wer in einer armee war weiss, das ein soldat keinen furz lassen kann ohne das ein vorgesetzer es weiss.folglich tragen diese die verantwortung. dabei meine ich nichtmal leutnants..oder hauptmänner... sondern oberste bis hin zum general. nicht zuletzt mit den politikern.

nun.. diesen herren sind die folgen und die auswirkungen von so extremsituationen bekannt.
es ist ja nicht der erste krieg. nein anders... es git bekanntermassen keinen krieg wo keine verbrechen begangen wurden. und das experiment legt den schluss nahe.. das es auch keinen solchen geben wird.
wer also ja zum krieg sagt, sagt auch ja zu verbrechen.

mit einem gesetz oder einer vorschrift wird man das nicht ändern. das ist der fakt und die schlussfolgerung.
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07.09.2006 12:21 Uhr von lucky strike
 
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Genfer Konventionen: in den Genfer Konventionen stehen auch Verhaltensregeln während eines Krieges drin. D.h. man darf net Wahllos in zivilen Gebieten rumbomben. Die Konventionen sind geschaffen worden um nicht Kriegsbeteiligte zu schützen.

Mein erster Gedanke war, Menschenrechte zu achten sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
Aber danach ist mir eingefallen. Im Krieg sind Soldaten extrem hohem Streß ausgesetzt, d.h. Folterrungen etc können auch durch Kurzschlussreaktionen stattfinden. Daher finde ich es nicht verkehrt es nochmal in Dienstvorschriften festzumachen.

Man kann es im Grunde nie oft genug schreiben.
Das die "Zentrale Intelligenz Agentur" davon nicht betroffen ist, war auch klar. Die dürfen alles
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07.09.2006 12:39 Uhr von myfurde2
 
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@lucky strike: "in den Genfer Konventionen stehen auch Verhaltensregeln während eines Krieges drin. D.h. man darf net Wahllos in zivilen Gebieten rumbomben. Die Konventionen sind geschaffen worden um nicht Kriegsbeteiligte zu schützen."

Denkfehler!

Denn die Genfer Konventionen gelten nur für die Länder die sie freiwillig akzeptieren oder denen man sie aufzwingen kann. Länder wie die USA oder ISRAEL sagen ganz einfach nein und können nach belieben dagegen verstoßen.
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07.09.2006 13:40 Uhr von virtualnonsense
 
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Russland habt ihr vergessen..
Ich denke nicht das sich die Iraker an irgendwelche Konventionen/Afghanen/Tschetschenen halten..
Aber natürlich sollten die Konventionen eine Selbstverständlichkeit sein für jeden ausgebildeten Soldaten der vorallem mit Stresssituationen umgehen kann .. das unterscheidet ihn ja auch vom Zivilisten oder ?
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07.09.2006 14:24 Uhr von opppa
 
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Nur eine Frage: Wird jetzt Guantanamo geschlossen?
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07.09.2006 14:57 Uhr von vom_berg
 
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07.09.2006 18:49 Uhr von jesse_james
 
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@matthias1979: "wozu gibts denn die Genfer Konvention?"

*hm* damit Israel sie umgeht ?

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