06.09.06 10:34 Uhr
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Schweiz: Zwölfjähriger Junge wegen Totschlags verurteilt

Weil ein zwölfjähriger Junge im Juli 2005 seinen Onkel niedergestochen hatte, wurde er gestern in Solothurn von einem Jugendanwalt wegen des Totschlags schuldig gesprochen. Er soll nun für unbestimmte Zeit in ein Heim eingewiesen werden.

Der Getötete soll die 15-jährige Schwester des Jungen wiederholt massiv bedroht haben. Nach einer vorausgehenden heftigen verbalen Auseinandersetzung drohte der Onkel offenbar mit dem Tod der Kinder sowie mit der Vergewaltigung des Mädchens.

Danach schlug der Mann auf das Mädchen ein, worauf der damals Elfjährige dem Onkel ein mitgeführtes Messer in den Rücken rammte. Da das Mädchen bereits strafmündig ist, muss es sich noch vor einem Gericht verantworten.


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WebReporter: Tira2
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Junge, Totschlag
Quelle: www.nzz.ch

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34 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2006 10:24 Uhr von Tira2
 
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Krasse Sache, aber irgendwie verstehe ich nicht, dass hier keine Notwehr geltend gemacht wurde – bitte Quelle lesen!
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06.09.2006 10:41 Uhr von Lostscout
 
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Genau, bitte Quelle lesen dort steht nämlich warum die Verurteilung erfolgte!

"Die Situation des Knaben zur Tatzeit wurde vom Jugendanwalt zwar als Notwehrlage qualifiziert. Angelastet wird dem Jungen aber eine Überschreitung der Notwehr, ein so genannter Notwehrexzess, wie aus einer Mitteilung der Jugendanwaltschaft vom Dienstag hervorgeht"
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06.09.2006 10:47 Uhr von stellung69
 
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"Notwehrexzess": Zuerst wird die Tat weniger schlimm eingestuft als ´Notwehr´ und dann doch wieder schlimmer als ´Notwehrexzess´... Aber vielleicht gibt es dafür wieder mildernde Umstände...........
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06.09.2006 11:02 Uhr von Lostscout
 
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Nein, nein, nein Notwehrexzess ist ein übertreiben der Notwehrhandlung!
Da gibt es kein mehr oder weniger schlimm als Notwehr.

Wenn mich jemand am Kragen fasst, darf ich den Griff "brechen", also mich aus dem Griff mit "möglichst geringer Gegenwehr" befreien. Nach der Befreiung ist die Notwehrsituation nicht mehr gegeben! Sollte ich dennoch weitermachen und denjenigen noch niederschlagen (weil er es ja nocheinmal versuchen könnte) so übertreibe ich die Notwehr! Dies ist Notwehrexzess!
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06.09.2006 11:09 Uhr von One of three
 
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Hmmm Nun gut - ich denke mal, das selbst die Quelle nicht ganz so verständlich wiedergibt, wie es denn nun zu Entscheidungsfindungen gekommen ist und kommen wird.

Notwehr - nun ja, die ist nicht unbedingt gegeben, wenn man jemanden von hinten ein Messer in den Rücken rammt. Das ist Situationsbedingt und in diesem Fall vielleicht möglich, wenn Gefahr an Leib und Leben der 15jährigen bestand.
Im Normalfall ist ein solcher Messerangriff von hinten sogar mit Heimtücke in Verbindung zu bringen und wird deshalb in einer Verurteilung als Strafmaßerhöhend wirken.

Viel interessanter ist die Tatsache, das ein 11jähriger die Hemmschwelle zur Körperverletzung eines anderen überwindet. Da mehrere Streitsituationen vorausgingen spielt hier auch eine anzunehmende Wut des Kindes eine nicht unerhebliche Rolle.
Das Kind muß auf jeden Fall psychologisch betreut werden.

Warum aber die 15jährige vor ein Gericht muß ist mir schleierhaft. Das geht meines Erachtens nach auch nicht aus der Quelle hervor ...

Möglichweise bin ich aber auch blind ..
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06.09.2006 11:20 Uhr von Lostscout
 
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Und übrigens hatte der Knabe das Messer bereits dabei!
Er hat also den Einsatz des Messers vorher eingeplant! Ts ts ts, für das geltendmachen von Notwehr gar nicht gut!

Er hat also die Hemmschwelle zum Einsatz des Messers vorher, zumindestens gedanklich, bereits überwunden
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06.09.2006 11:30 Uhr von Jamall
 
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Beschützscherinstinkt: Ich kann den Jungen schon verstehen, er hätte seinem Onkel zwar nicht direkt das Messer in den Rücken rammen müssen sondern versuchen die Polizei zu rufen aber was hätte er den machen sollen wenn das nicht möglich gewesen wäre? Dabei zugucken wie seine Schwester vergewaltigt wird?

Vielleicht hatte er die Tat geplant oder das Messer nur zufällig dabei gehabt, ein Taschenmesser zu besitzen ist nichts ungewöhnliches..
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06.09.2006 11:38 Uhr von Mitmirnicht
 
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@One of three: <<worauf der damals Elfjährige dem Onkel ein mitgeführtes Messer in den Rücken rammte.>>

Noch interessanter ist die Tatsache,das der Junge ein "mitgeführtes"Messer benutzte.
Sollte eigentlich zu denken geben,oder?
Das scheint ja Mode zu sein,das jeder Jugendlicher bewaffnet rumläuft.
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06.09.2006 11:41 Uhr von MaxeL0815
 
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Schlimme Sache: Aber was ic nicht Verstanden habe was war mit dem Vater passiert oder wieso war der Onkel so sauer ich kann den Jungen gut verstehen auch wenn er sich nun leider seine Kindheit verspielt hat.... traurig....
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06.09.2006 11:41 Uhr von Jamall
 
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@Tira2: Wenn sich die Geschichte so ereignet hat wie die beiden das angeben dann scheint das ja auch nötig gewesen zu sein, wie gesagt kann ich verstehen das er so gehandelt hat auch wenn es weitaus vernünftiger gewesen wäre die Polizei rechtzeitig einzuschalten, da den beiden ja offensichtlich klar war wie gefährlich der Mann war. Ob es nun vorsätzlich war oder nicht kann man schwer beurteilen.
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06.09.2006 11:48 Uhr von adibaba
 
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Notwehr: Der Junge hatte ein Messer dabei, weil er und seine Familie schon mehrfach von dem Onkel bedroht wurden. Eine Waffe mit sich zu führen, schließt Notwehr wohl kaum aus, die Polizei macht es aus gutem Grunde genau so.
Die Polizisten gehören bestraft, sie haben trotz der vorausgegangenen Auseinandersetzung ein erneutes Zusammentreffen von Onkel und den eigendlichen Opfern nicht verhindert. Dumme Stümper und Versager. Die beiden hatten Todesangst vor ihrem Onkel.
Der Junge hat unmittelbar vor der Tötung die Erfahrung gemacht, nicht von außen beschützt zu werden. Der Vater hatte versagt und ebenso die Polizei. Wenn ein Kind durch das Versagen der Erwachsenen zu einer solchen Handlung gezwungen wird, liegt das Verbrechen an völlig anderer Stelle. Das Kind gehört bestens betreut und es ist ihm klar zu machen, dass er völlig frei von Schuld ist.

Es gibt hier Personen die es für angemessen halten, wenn ein Erwachsener Weltklasse-Fussballspieler auf dem Platz ausrastet, weil ein Spielerkollege seine Schwester vögeln möchte.

Der Junge hat für mich moralisch richtig gehandelt und ist ohne jede Schuld.
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06.09.2006 12:25 Uhr von blazebalg
 
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adibaba: hat er leider nicht und ist mit schuld. aber was ist besser, mit einem mord / totschlag leben zu müssen (ist es recht einen geistig kranken/behinderten menschen zu töten aufgrund seines verhaltens) oder er kann nix dafür und gehört therapiert und weggesperrt ? was ist besser?

körperlich haben die menschen ihre ruhe vor dem kerl jetzt, aber geistig ist doch alles im arsch... die materialisten hätten nix gegen die vorgehensweise wa ;)
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06.09.2006 12:27 Uhr von Schäff
 
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Notwehr: für mich war das ganz klar Notwehr, von einem unangemessen hohen Gewalteinsatz kann ich nichts erkennen. Der Junge war doch erst 11 und hätte in einem Kampf vermutlich nicht die geringste Chance gehabt. Deshalb war es meines Erachtens vollkommen richtig, dass er den Onkel mit dem ersten Stich kampfunfähig machen, bzw. eine sehr hohe Wirkung erzielen wollte. Ich hätte es ganz genauso gemacht, alles andere wäre doch völliger Quatsch gewesen.
Es ist mir völlig unverständlich wieso hier aus Opfern Täter gemacht werden sollen.
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06.09.2006 12:34 Uhr von Jamall
 
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@Schäff: Leider sollen aus Opfern nicht schuldige gemacht werden, sondern es wurden. Der Junge wurde verurteilt, wobei ich das beim besten Willen nicht verstehen kann da jeder normale Mensch seine Schwester verteidigen würde...
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06.09.2006 12:44 Uhr von Big Rolly
 
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@ Lostscout: Zitat Ende

Und übrigens...

hatte der Knabe das Messer bereits dabei!
Er hat also den Einsatz des Messers vorher eingeplant! Ts ts ts, für das geltendmachen von Notwehr gar nicht gut!

Zitat ende


Irgend wie verstehe ich diese Äusserung nicht!!

Das würde bedeuten das jeder der ein Messer bei sich trägt, wenn auch nur ein Taschenmeser,was ja fast jeder Mann in der Hosentasche trägt wird der Notwehrparagraph ausgehebelt ??

Für mich war es absolut ein Fall von Notwehrexess der somit den Tod des Onkels entschuldigt und rechtfertigt.

Es gibt da einen Ausdruck für, verhältniss der Mittel.
Zeig mir bitte einen normalen 12 jähringen Jungen der sich gegen seinen, offensichtlich gewalttätigen,Onkel wehren kann.

Ist ja eigentlich schon wunderlich warum es überhaupt zu dem Verfahren kam.

Zum anderen stell ich mir die Frage was ist der Vater der Kinder für ein Weichei das er es zulässt daß der Onkel sie angreift.
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06.09.2006 12:48 Uhr von MulleMaus
 
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Jo richtig! Junge gehört weggesperrt: Also erstmal stört mich der Begriff "Jugendanwalt". Wie bitteschön kann ein Anwalt jemanden frei- oder auch schuldig sprechen? Das kann immer nur ein Richter machen!

2. Ein Elfjähriger Junge führt immer ein Messer bei sich mit. Ja der muss AUCH (wie der Onkel) nicht mehr richtig in der Birne sein! Find ich schon richtig, dass der eine Strafe bekommt!! Allerdings is mir die noch bisschen zu gering für Mord. Es gibt immer noch andere Ansprechpartner, wenn man nicht direkt, sprich: erstmal verbal bedroht wird. Der Onkel wollte die Kinder ja sicher nicht AUF DER STELLE vergewaltigen und umbringen!!? Die Kinder hätte es auch den Eltern oder der Polizei melden können.

Also wenn ein Kind einen Menschen ermorden kann, dann spreche ich dem auch so viel Verstand zu, dass es eine andere Lösung hätte sehen können. Mord ist eigentlich bzw. war Erwachsenensache. Wenn Kinder morden, dann sollten sie auch so wie Erwachsene behandelt werden. Das gilt genauso für Diebstähle, wenn sie die zum 100sten Male wiederholt haben.

Da wird dann nichts Vernüftiges mehr draus. Ab in den Steinbruch damit oder lieber gleich für medizinische Forschungszwecke gebrauchen. *hihi* Vielleicht findet man dadruch ein Mittel gegen Krebs.

Boah nee! Also an dieser Stelle fordere ich wiederholt die Strafmündigkeit auf 10 J. zu senken!! Die Zeiten haben sich zu sehr geändert!!!
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06.09.2006 12:53 Uhr von Garviel
 
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@BigRolly: Lies mal die Quelle durch (da steht z.B., wieso der Vater nix machen konnte), mach nen Rechtschreibkurs und meld dich dann wieder.
Mannmannmann....
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06.09.2006 13:28 Uhr von Us-Diego
 
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@MulleMaus: Ich hoff mal das das alles was du geschrieben hast ironie war, sonst bist du ganz schön hohl in der Birne.
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06.09.2006 13:41 Uhr von Airstream
 
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nachvollziehbar: für alldiejenigen die hier meinen, der Junge wird zurecht Bestraft, möchte ich doch mal das die sich in die Sitution hineinversetzen...

Da gibt es einen ONKEL, der mit voller brutalität auf die Familie, speziell auf die Kinder, losgeht. Seitens der Eltern haben die beiden Kiddies keine Hilfe zu erwarten weil scheinbar der Vater unfähig ist ausreichend Schutz für seine Kinder zu geben. Dazu scheinen Ämter und Behörden weggesehen zu haben bzw. es wurde nichts Unternommen.

Da leben zwei Kinder, 15 und 11, mit der Angst, ein viel stärkerer Erwachsener kann jederzeit über sie herfallen. Was würdet ihr da als 11 jähriger machen? Dumm herumstehen und warten bis es passiert? Neben dem Onkel stehen der gerade auf eure Schwester einprügelt und kläglich "Hilfe Hilfe" rufen?

Als Kind sieht man nur, das man von Gott und die Welt allein gelassen wird. Schutz durch Selbstschutz, in diesem Fall ein Messer. Ich glaub kaum das der Junge vorher dachte "Hey, das nächste mal Stech ich ihn an!"... Das Messer war eher ein Versuch sich und seiner Schwester ein gewissen Schutz zu geben, eben weil sonst keine Hilfe zu erwarten war.

Ich war nicht dabei als es geschah (Niemand von uns), aber ich denke mal das es so abgelaufen ist, das der Onkel einfach wieder mal sein scheiss Ego an den Kindern auslies und der Junge erst versuchte seine Schwester da weg zu bekommen und im Effekt zustach.
Ich finde für sowas sollte er nicht Verurteilt werden...


@MulleMaus

Bitte, sag mir nun das es Ironie war... Ansonsten würd ich Vorschlagen dich gleich mit in den Steinbruch zu schicken, immerhin scheinst du mit der Welt auch nicht mehr klar zu kommen, denn scheinbar begrüßt du es ja das der Onkel nach lust und laune die Kinder vermöbelt. -.-


Btw. wieso wurd nun die Schwester angeklagt? Weil sie sich hat verprügeln lassen oder was?

Was ist das für ne kranke Rechtslage in der Schweiz?????
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06.09.2006 13:44 Uhr von MulleMaus
 
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@US-Diego: @US-Diego Naja. Alle war nicht ironisch gemeint Diego. Bin ich deswegen hohl? Dann bist du´s auch, denn meckern ohne eine eigene Meinung abzugeben, zeugt nur von Feigheit und noch all den anderen schlechten Charaktereigenschaften.
Dir steht ohne eigenes Kommentar gar keine Kritik meines Kommentars zu!

Das mit dem Steinbruch und testzwecke jaja... das war nur von der Wut heraus. Es trifft doch fast immer nur die Unschuldigen und die Täter wreden geschützt. Name geändert, Bilder unkenntlich gemacht, Polizeischutz für den 23jährigen Fahrer, der 4 18jährige mit seinem super teurem und geschützen Sportauto getötet hat. Danach berief sich sein Anwalt darauf, dass er Drogen und Alkohol genommen habe und er dafür nichts könne. Aber das weiß man ja auch nicht vorher, dass man was trinken könnte, wenn man zu ner Feier fährt.

Was für ne Meinung hast du denn dazu, dass ein 11jähriger Junge anscheinend ständig ein Messer bei sich trägt und es auch einsetzen tut? Da gehört ne ganze Menge dazu, auf einen Menschen einzustechen!!! Und kurze Klingen fallen nicht unters Waffengesetz, da sie oft nicht tödlich sind. Also entweder muss der Junge schon gezielt mit Absicht zugestoßen haben oder aber er hatte nur Pech und stach mit seinem Schwert nur ein bisschen zu. Nur dumm, dass es so lang und tödlich war.
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06.09.2006 14:02 Uhr von Us-Diego
 
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@MulleMaus: Erstmal: Lieber frag ich nach, ob es ironie war, statt erstmal kräftig rumzuheulen. Danke für deine Aufmerksamkeit.


<"Das mit dem Steinbruch und testzwecke jaja... das war nur von der Wut heraus. Es trifft doch fast immer nur die Unschuldigen und die Täter wreden geschützt. Name geändert, Bilder unkenntlich gemacht, Polizeischutz für den 23jährigen Fahrer, der 4 18jährige mit seinem super teurem und geschützen Sportauto getötet hat. Danach berief sich sein Anwalt darauf, dass er Drogen und Alkohol genommen habe und er dafür nichts könne. Aber das weiß man ja auch nicht vorher, dass man was trinken könnte, wenn man zu ner Feier fährt.">

Mag ja sein, allerdings sollte man auch richtig nachdenken, wär das Opfer und wer der Täter war.

<"Was für ne Meinung hast du denn dazu, dass ein 11jähriger Junge anscheinend ständig ein Messer bei sich trägt und es auch einsetzen tut?">

Hast du vllt mal die Quelle gelesen? Da steht ganz deutlich drinnen, das er ein Messer zum Schutz mitgenommen hat. Aber es steht nirgends etwas davon, das er das Messer immer dabei hatte.

<"Da gehört ne ganze Menge dazu, auf einen Menschen einzustechen!!! ">

Stimmt. Und das war bei dem Jungen die Eiskalte Angst. Wer Angst hat, schaltet erstmal sein gehirn aus und versucht, irgendetwas zutun. Egal was. Und ich glaube kaum, das der Junge so schnell was anderes machen hätte können.

<"Also entweder muss der Junge schon gezielt mit Absicht zugestoßen haben oder aber er hatte nur Pech und stach mit seinem Schwert nur ein bisschen zu.">

Also ich glaub kaum, das der Junge ganz klar geplant hat wo er zustechen soll. Ich glaube eher, er ha aus purer Angst (Wie vorher gesagt) einfach nur drauf losgestochen. Aber ich glaube das würde jeder machen in der Lage.
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06.09.2006 14:02 Uhr von MulleMaus
 
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@Airstream: Also Du stellst dir das so vor. Ich möchte jetzt mal, dass ihr euch alle vorstellt, dass die drei zusammen in einer Eisdiele saßen. Der Onkel beugte sich über den Tisch und guckt seine Nichte bestimmend an: Duuu schläfst bald mit mir! Sie pflaumt ihn an und droht ihm auch: dann scheid ich dir die Eier ab. Er packt sie grob am Oberarm und sie fängt an zu winseln an. Der Junge, ganz unbeteiligt, sitzt danaben und hört seine Schwester jammern. Dann springt er auf, stürzt sich von hinten auf den Onkel und sticht gezielt in Herzhöhe voll zu.

Naa? Wie war denn das? Ich möchte mir doch Beleidigungen ect. hier verbieten, bloß weil man etwas mal anders sieht! Wir waren alle nicht dabei und jeder hat seine eigenen Erfahrungen wonach er Dinge beurteilt.

Zeitungen und Fernsehen sollte man nur mit allerhöhster Skepsis betrachten! (siehe Israel gegen Libanon) Es gab nur eins was laut ARD und Co. richtig war und das war die Einsetzung von geächteten Streubomben. Und auch sonst ist immer alles richtig, was Israel sagt und macht. Egal, auch wenn nicht! - So viel zur unparteischen Berichterstattung von den Medien.

Und Airstream, du meintest bestimmt Affekt und nicht Effekt. :D
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06.09.2006 14:03 Uhr von crazy-wolf
 
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ich hätte auch so gehandelt... nun, vlt nicht gleich den typen umgebracht... aber zugestochen... zumindest wenn ich in seinem alter gewesen wäre... was soll er denn sonst machen, zu lassen dass seine schwester verprügelt wird??? und übrigens trage ich auch immer ein taschenmesser mit mir rum, was aber nicht heißt, dass ich vorhabe es zu verwenden!
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06.09.2006 14:05 Uhr von Lostscout
 
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@Big Rolly: Hallo Big Rolly,

"Irgend wie verstehe ich diese Äusserung nicht!!
Das würde bedeuten das jeder der ein Messer bei sich trägt, wenn auch nur ein Taschenmeser,was ja fast jeder Mann in der Hosentasche trägt wird der Notwehrparagraph ausgehebelt"

Nein, du darfst ein Taschenmesser bei dir tragen, solange es nicht unter WaffG Anhang2 Abs.1.4.1 - 1.4.3 fällt (Verbotene Waffen).
Du darfst das Taschenmesser allerdings (hier auf diesen Fall bezogen) nicht benutzen, da es als Waffe definiert ist.
"Hieb- und Stoßwaffen (Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Verletzungen beizubringen)" WaffG Anhang1 Unterabschnitt2 Abs1.1

Notwehr (§32 StGB; §227 BGB)
(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Überschreitung der Notwehr (§33 StGB; §15 OWiG)
Überschreitet der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken, so wird er nicht bestraft.

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (§12 UZwGBw)
(1) Bei der Anwendung unmittelbaren Zwanges ist von mehreren möglichen und geeigneten Maßnahmen diejenige zu treffen, die den einzelnen und die Allgemeinheit am wenigsten beeinträchtigt.
(2) Eine Maßnahme des unmittelbaren Zwanges darf nicht durchgeführt werden, wenn der durch sie zu erwartende Schaden erkennbar außer Verhältnis zu dem beabsichtigten Erfolg steht. Die Maßnahme darf nur so lange und so weit durchgeführt werden, wie ihr Zweck es erfordert.

Da der Bursche sich nicht an die Verhältnismäßigkeit gehalten hat, kann er den Notwehrparagrafen nicht in Anspruch nehmen!
Ein überschreiten der Notwehr ist auch nicht gegeben, da er nicht aus Furcht oder Schrecken gehandelt hatten (erscheint vielleicht so, da ein 11 jähriger einem Erwachsenen gegenübersteht) sondern er hatte sich bereits im vorraus gedanken über eine solche Situation gemacht.

Ich hoffe ich konnte dir, in der Kürze, weiterhelfen!

PS.
"Es gibt da einen Ausdruck für, verhältniss der Mittel.
Zeig mir bitte einen normalen 12 jähringen Jungen der sich gegen seinen, offensichtlich gewalttätigen,Onkel wehren kann."

Vermutlich keinen, aber auch weglaufen oder Hilfe schreien sind Maßnahmen der Notwehr!
Erneut, der Bursche hat sich mit 11 Jahren Gedanken über eine möglicherweise eintretende Situation gemacht und eine Waffe mitgenommen und diese dann in der Situation auch genutzt!
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06.09.2006 14:12 Uhr von Jamall
 
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@Lostscout: Ja... jetzt wissen wir über die Deutschen Gesetze bescheid... problem nur das der Vorfall in der Schweiz war und somit anderen Gestzen unterliegt...

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