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Eva Hermans Frauenbild: "Sie sollten öfters mal den Mund halten"

Die ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Herman erläuterte in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" ihre persönliche Einstellung zur Emanzipation. Karrierefrauen, wie sie selber, führen demnach oft kein erfülltes und glückliches Leben.

Primäres Ziel müsse nach Herman das Gebären von Kindern sein. Ideales Alter dafür sei zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Danach hätten Frauen immer noch genug Zeit, sich im Beruf zu verwirklichen. Politik und Wirtschaft sollten jetzt umdenken.

Um auch Männern das Leben zu erleichtern, rät sie Frauen, öfters mal den Mund zu halten. Männern fehle außerdem die Veranlagung und Lust zur Hausarbeit. Würden sie dennoch von ihren Frauen dazu gezwungen werden, so gehe die Ehe häufig kaputt.


WebReporter: M:H:S
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Frau, Mund
Quelle: www.spiegel.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2006 17:29 Uhr von M:H:S
 
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Eva Herman veröffentlicht übrigens demnächst ein Buch, in welchem sie ihre Thesen näher erläutern wird.
Wird bestimmt auch von vielen Männern gelesen und kann mit Sicherheit dazu beitragen die ein oder andere Ehe zu retten. ;-)
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03.09.2006 18:28 Uhr von Mithandir
 
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Also wo die Frau Recht hat ,da hat sie Recht. Bravo =D.
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03.09.2006 18:32 Uhr von jokobe
 
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Genau sach ich doch: Frauen zurück an den Herd. Auch das Wahlrecht und die Sache mit dem Führerschein sollte überlegt werden (einige Moslemländer sind da weiter). Und Frauen brauchen auch kein Studium (das haben die Nazis 1933 schon erkannt).
Und ich hoffe, dass Eva Herman sich ganz aus dem Berufsleben zurückzieht, sie sollte auch keine Interviews mehr geben. Vielleicht kann sie auch günstig eine Burka erwerben und sich zukünftig verhüllen, geht doch nicht, dass die Männer abgelenkt werden.
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03.09.2006 18:59 Uhr von CHR.BEST
 
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Also naja Ich gestehe Frau Herman durchaus ihr Recht auf eine eigene Meinung zu kann mich ihr aber so nicht anschließen.
Es geht ja bei der Gleichstellung der Geschlechter nicht darum daß jede Frau, worauf vielleicht Alice Schwarzer indirekt drängt, jetzt unbedingt eine Karrierefrau werden soll. Nur rein rechtlich und gesellschaftspolitisch sollte ihr zumindest die Möglichkeit dafür offen stehen. Wie sie sich dann entscheidet bleibt ihr dann ja selbst überlassen.

Dahingehend sind wir hierzulande ja schon realtiv weit vorangekommen wenn ich mir so die Rechte von Frauen in moslemischen Gotteststaaten ansehe. Aber man muß auch dazu bemerken daß in Deutschland die grauen Eminenzen in der Wirtschaft nach wie vor noch fast ausschließlich männlich ist.

Ich denke das grundsätzliche Problem der männlichen Denke ist daß sie zu selbstbewußte Menschen, egal welchen Geschlechts, bewußt immer automatisch als potenzielle Konkurrenten wahrnehmen. Dazu gibt es ja auch den bekannten Werbespot "Mein Haus, mein Auto, mein Boot ...".
Und wer will schon Liebe mit der Konkurrenz machen?

Ehen können allerdings auch aus viellerlei anderen Gründen kaputtgehen. Manchmal womöglich genau deshalb gerade weil der Mann seine Frau nur als besseres Haushaltsutensil betrachtet *g*

Ich muß Frau Herman dahingehen aber rechtgeben daß Hausarbeit auch nicht gerade mein Ding ist. Doch ich hab mal gehört daß man in Japan an Robotern arbeitet die sich komplett um die lästige Hausarbeit kümmern können. Vielleicht könnte in Zukunft so ein Teil die ein oder andere Ehe retten, es sei denn man streitet sich wieder um die Anschaffungskosten ;-)
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03.09.2006 19:01 Uhr von no_trespassing
 
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Einige verstehen Frau Herman falsch oder wollen sie vielleicht falsch verstehen.
Sie selber muß da ja aus Erfahrung sprechen.
Es ist die Sucht nach Karriere, die sie geißelt.
Es geht nicht darum, Frauen an den Herd zurückzubefördern, sondern sich darüber klar zu werden, daß Frauen gerade in sozialen Belangen ausgeprägtere Kompetenzen haben und für die Familienführung daher besser geeignet sind.

Machen wir uns doch nichts vor - die wenigsten Frauen streben wirklich danach, sich dem Druck einer shareholder-value-orientierten Company auszusetzen. Und die wenigsten Männer genießen diesen Druck. Es ist etwas notwendiges, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Aber was ist der Lebensunterhalt bzw. was ist das Leben? Diese Frage muß viel mehr beleuchtet werden.

Ist es wirklich das Maximum was das Leben zu bieten hat, wenn man sich das neueste Klapphandy oder die schickste Designer-Handtasche gönnt? Für manche auf den ersten Blick vielleicht, aber die Erfahrung Kinder großzuziehen und Verantwortung für eine Familie zu übernehmen, die kann mit den materiellen Dingen nicht aufgewogen werden.
So sehe ich es zumindest.

Es geht überhaupt nicht darum, Frauen wieder hinter den Herd zu verbannen. Nur Emanzen sehen das so.

Es geht um die notwendige Diskussion, ob die Zunahme des Karrierestrebens nicht vielen Frauen und auch Männern das wichtige und elementare im Leben vorenthält und darüber hinaus das Soziale in unserer Gesellschaft gefährdet.
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03.09.2006 19:12 Uhr von Hängematte
 
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wow ^^: die frau hat recht und noch besser, sie hat ahnung!

mal sehn was alicia schwarzer und ihr emanzenverein dazu sagt...
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03.09.2006 19:32 Uhr von HolyLord99
 
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Nicht ganz falsch: Nicht alles, was die Herman sagt, ist falsch. Wenn ich mir nur mal die Frauen angucke, die ich beim Babyschwimmen oder in der Kindergruppe von meiner Tochter treffe, dann sind die fast alle mindestens 35. Und meistens sind es die ersten Kinder, die sie dabei haben. Das ist das Resultat von "Selbstverwirklichung" und Propaganda ala "Wenn du erstmal Kinder hast, ist das Leben vorbei". Bei allem Positiven, was die "Emanzipation" gebracht hat, sollte man auch zulassen, die negativen Effekte herauszustellen. Und nichts anderes macht Herman. Zwar auf sehr persönliche Art, wo vielleicht auch etwas Reue mitschwingt, aber im Kern hat sie Recht.
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03.09.2006 19:35 Uhr von alexolaf
 
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Sie: hört auf bei der Tagesschau, also muss sie sich ins gespräch bringen. Susan Stahnke hat es auch so gemacht.
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03.09.2006 19:41 Uhr von mutanto
 
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no_trespassing: klasse kommentar! kann ich nur zustimmen.
(obwohl immernoch kinderlos ;-) )
gruß, s.
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03.09.2006 20:04 Uhr von BitteBrigitte
 
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Also, Emanzipation hat mit Kinder bekommen: nichts zu tun. In der *guten alten DDR* waren der Großteil der Frauen berufstätig, auch in verantwortungsvollen Positionen. Und trotzdem hatten wir genug Kinder. In meiner Stadt lebten vor der Wende 89.000 Einwohner. Wir hatten 60 volle Kindergärten. Die Betreuung war kostenlos und das Mittagessen kostete 0,25 Pfennig/Tag. Die Frauen konnten nach der Geburt bis zu einem Jahr zu Hause bleiben und danach sind sie wieder arbeiten gegangen. Ihre Kinder wurden in den Kindereinrichtungen von 6:00 - 18:00 betreut. Wenn ihre Kinder krank wurden, dann war das kein Problem. Es gab Hortbetreuung, Ferienbetreuung...

Ich will nicht damit sagen, dass ich die DDR wieder haben will, aber ich will damit sagen, dass fehlende Kinder nichts mit dem Wunsch der Frau nach sinnvoller gemeinnütziger Arbeit und nach Selbstbestätigung zu tun hat. Sondern an fehlender gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Was Frau Herrmann sagt, lässt mir die Nackenhaare hochstehen. Nicht jede Familie kann von einem Einkommen leben, nicht jeder Mann ist ein fauler Sack, wenn es um die Hausarbeit geht und nicht jedes Single-Ehepaar ist gewollt kinderlos. Und nicht jede Frau findet ihre Erfüllung im Kinder groß ziehen, Mann in Ruhe lassen und den Haushalt sauber halten. Es gibt auch Frauen, die haben andere Vorstellungen von ihren Leben. Wissenschaftlerinnen, Medizinerinnen und ihre verwandten Berufe, Pädagoginnen... --- sind das alles egoistische Frauen, die besser zu Hause blieben und ihre Intelligenz bei Ratespielen vor dem Fernseher testen sollten? Bei solchen, die Frau Herrmanns übrigens selbst moderierte. In dem Leben vor ihrer Erleuchtung...

Noch ganz kurz, Frau Hermanns und Bild am Sonntag, Was für ein Karriereende....

Danke Anke
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03.09.2006 20:24 Uhr von la_iguana
 
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kurzsichtig: Frauen sollen in die Unsichtbarkeit des Heim- und Herdlebens zurück? Grade jetzt wo Frauen so langsam den Schneid haben, den Männern Machtpositionen wegzukämpfen sollen sie darauf verzichten sich im Beruf zu verwirklichen?

Frau Eva Herman hat wohl zuviel Männer-Tagesschau-Luft geschnuppert. Wenn sie über den deutschen Tellerand hinwegschauen würde, könnte sie zudem sehen, wie wenig sich Frauen in anderen Gegenden der (Männer)Welt beruflich entfalten können (z.Bsp. in Afrika, Lateinamerika oder in der arabischen Welt) und zuhause ein äusserst glückliches Dasein fristen...

Aber wie der Buchtitel schon sagt, es handelt sich wohl um "Eva (Hermans) Prinzip".
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03.09.2006 21:42 Uhr von Aurinko
 
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Und sowas von einer Frau kaum zu glauben. Selten soviel Schwachsinn gehört.

Tja, mein primäres Ziel war nie und wird auch nie das Kinderkriegen sein. Ich mag meinen Job und will den auch solange wie möglich behalten.
Kinder kommen erst Mitte 30 in Frage.... ohne Wenn und Aber.
Denn leider ist unsere Gesellschaft und Politik nicht mehr auf Kinder ausgerichtet.
Bekommt man Kinder, rutscht man schnell ins soziale Abseits. Vor allem, wenn man noch dazu alleinerziehend ist.
Und sorry, aber einen gewissen Lebensstandard will ich mir nunmal beibehalten und auch dem Kind etwas bieten können - sollte es mal dazu kommen.

Ach ja, und von einem Mann erwarte ich einfach, dass er im Haushalt mithilft. Denn sonst kann er getrost zurück zu Mami ziehen. Aber zum Glück gibt es noch genug Männer, die ohne Murren mithelfen. Durfte das selbst schon erleben. :)
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03.09.2006 22:12 Uhr von winwin
 
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Die besten Kommentare zu Erziehungsfragen hat man schon immer von denjenigen bekommen, die kinderlos waren.

Wieso kommen solche Kommentare nicht von Frauen wie Amelie Fried, die nicht minder intelligent sind? Weil die Kinder hat, alles unter einen Hut bekommt und deshalb weiß, was für Müll da gelabert wird.

Und Kinder zu haben über 35 ist heutzutage auch nicht mehr so das Problem. Die Lebenserwartung ist wesentlich höher und demzufolge kann sich auch die Altersgrenze für Kinder verschieben.

Die Kinderarmut in Deutschland hat ganz andere Gründe, meine ich. Nicht alle Frauen, die arbeiten, wollen das auch. Viele hetzen zwischen Küche, Heim und Arbeitsplätzen (jawohl, mehrere) hin und her, nicht damit es für den fünften Urlaub reicht, sondern damit sie in ihrer Familie ein Mindestmaß an Lebensqualität haben.
Das kann natürlich eine Frau, die weiß-der-Geier-wieviel für das Ablesen eines Teleprompters verdient, nicht nachvollziehen.

Eva Hermans Frauenbild (öfter mal den Mund halten): Prima, Eva, fang am besten bei Dir selber an.

In diesem Sinne

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03.09.2006 22:43 Uhr von Poncia
 
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Back to the roots: Schön, wenn alle Frauen zurück an den Herd gehen, dann haben wir mehrere Probleme auf einen Schlag gelöst. Keine Hartz IV-Empfänger mehr, keine sexuelle Belästigung mehr am Arbeitsplatz und endlich wieder genug Kinder, dass die Politiker zufrieden sind /ironie off.

Vielleicht sollten wir einmal überlegen, woran es wirklich krankt:
Kann ich ein Kind unter 3 Jahren irgendwo unterbringen während man arbeitet (bezahlbar)? Nein
Kann ich in den Zeiten eines Kindergartentages( ca.8Uhr 30 bis 12Uhr 30 flexibel arbeiten? Nein, (in welchem Beruf ist das möglich)?!
Alleinerziehende haben da gleich verloren.

Kann man von einem Gehalt leben, während Niedriglöhne, Arbeitslosigkeit und merkwürdige Steuern einem das Leben schwermachen? Nein.

Wie soll man Geld ausgeben, wenn man nicht weiß, wie es weitergehen soll? Wenn man Kinder hat? Laut Politikern sollten wir ja einfach nur mehr Geld ausgeben, damit unsere Wirtschaft wieder in Schwung kommt, und neue Arbeitsplätze schafft.

Ach ja, und nicht immer sind Frauen Schuld daran, dass es weniger Kinder gibt, auch immer mehr Männer sagen nein, und da wir emanzipiert sind und die Männer auch, akzeptieren wir das, und schieben ihnen nicht, wie in früheren Zeiten durchaus praktiziert, Kinder unter.
So long.
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03.09.2006 23:15 Uhr von stellung69
 
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Naja, so ganz Unrecht hat die Frau nicht; glaube aber eher, daß sie auf ihr Buch aufmerksam machen will.......
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04.09.2006 03:40 Uhr von Schlury
 
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an manchen Kommentaren hier: sieht man genau dass sie Recht hat.

Jetzt gerade wo Frauen kurz davor stehen den Männer die Chefetagen streitig zu machen??? Wooahh wusste nicht dass es da einen Kampf gibt und dass dies ein erklärtes Ziel der "Frauenbewegung" ist....(hört sich ja stark nach Penisneid an ;)).
Es geht hier darum dass die Frauen es nicht geschafft haben sich zu emanzipieren. Schliesslich sind die meisten "emanzipierten" Frauen nicht in der Lage ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu führen. Stattdessen ahmt man die Männer und deren bis dahin noch verhöhnten Lebensstil nach. Also Emanzipation sieht mit Sicherheit anders aus.
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04.09.2006 06:32 Uhr von karlauer
 
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E - man/frau - zipation: gut, dass jetzt wenigstens mal wieder eine Frau bemerkt hat, dass sie sich hat instrumentalisieren lassen.
Jeder halbwegs intelligente Mensch konnte doch schon zu Beginn der Frauenbewegung erkennen, dass es dabei nicht um die Rechte oder Selbstverwirklichung der Frauen ansich ging, sondern vielmehr sollten die Frauen nun einen Lebensweg einschlagen, den provokant formuliert, ein paar vom Leben frustrierte Emanzen ihren Geschlechtsgenossinnen als den "Königswegs für ein erfülltes Frauenleben" aufzeichneten und alles andere als rückständig, unterwürfig, ungerecht patriarchaisch und reaktionär brandmarkten.
Diese ganze Bewegung war nur von einer Sache wirklich beherrscht, nämlich Intoleranz (vor allem anders denkenden Frauen gegenüber).
Es ist meiner Meinung nicht mal wahr, dass die Möglichkeiten der Selbstverwirklichung vor der Frauenbewegung wirklich geschlechtsspezifisch waren. Es gab vielmehr halt gewisse Vorbilder denen man sich anschloß oder auch nicht. Auch vor der Frauenbewegung haben Frauen bedeutsame Karrieren gemacht, wenn sie es drauf hatten.
Viele Frauen werden sich umschauen, wenn sie mal über 30 sind.
Leider haben Frauen gegenüber Männern das große Problem, dass die biologische Uhr lautet tickt. Zwar ist es medizinisch heute kein Problem mehr mit mitte 30 ein Kind zu bekommen, aber die Geduld, Gelassenheit und Energie einer 20 jährigen haben sie einfach nicht mehr, weshalb sie heutzutage auch Kinder aufziehen ziemlich anstrengend empfinden.
Es ist doch ein Mythos vor allem der Frauenliteratur, dass eine Beziehung auf Liebe, Gefühle usw. aufbaut, das ist vielleicht die ersten Jahre der Fall, danach kommt es vor allem darauf an miteinander leben zu können ohne sich ständig auf die nerven zu gehen und sich gegenseitig zu unterstützen und füreinander gegenseitig verantwortung zu übernehmen. Wer sich dessen nicht bewusst ist, wird wohl kaum eine Beziehung führen können, die mehrere Jahrzehnte hält. Da heutzutäge viele Zwänge. von welcher Seite (Kirche, Gesellschaft) auch immer. weggefallen sind, wird ebendieses immer schwieriger und jeder muss sich fragen, ob das nun eher zu einem glücklichen Leben beiträgt oder nicht.
Selber denken ist die Devise, sich nicht von irgendwelchen schlauen Leuten vorschreiben lassen, wie ein erfülltes Leben auszusehen hat. Das sieht eh bei jedem anders aus und hier das richtige Maß an Toleranz zu zeigen, aber auch negative Entwicklungen zu hinterfragen wäre schon ein guter Anfang.

Bei einem bin ich mir auf jeden Fall sicher, mit 40 Karriere machen ist einfacher als mit 40 Kinder großzuziehen. Ausserdem würde es der Wirtschaft gut tun, da neben Weiblichkeit vor allem mehr Weißheit ins Unternehmen käme.
Mal ganz davon abgesehen, dass so manches Unternehmen doch nichts anderes als ein großer Kindergarten ist ;-)

Aber eines hat die Emanzipation durchaus gebracht, sie die Frauen entmachtet, denn nirgens konnte eine Frau mehr Einfluß auf andere Menschen nehmen als zu hause im Verborgenen.
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04.09.2006 07:43 Uhr von luthienne
 
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*lol*: "Ich denke was über jahrtausende erzogen wurde so das es schon in FLEICH UND BLUT übnergegangen ist kann mann nicht innerhalb von 100 jahren ändern !"

Ähm... immerhin sind wir in ca. 100 von der Pferdekutsche aufs Auto umgestiegen und seit ca. 20 Jahren erleichtert der PC viele Arbeiten. Ach ja, Feuer schüren und drauf aufpassen, dass es nicht ausgeht, müssen wir spätestens seit Erfindung der Glühlampe und des E-Herdes auch nicht mehr.
Übrigens- in der überwiegenden Zeit der letzten mindestens 2000 Jahre ist ein Großteil der Männer alle paar Jahre in den Krieg gezogen, und- man höre und staune- Frau führte in der Zeit die Geschäfte fort! Es gab zu allen Zeiten Frauen, die sich auch auf "Männer"handwerk verstanden haben, die Handel betrieben und die großen Gutshöfen vorgestanden haben, die Heilkundig waren (ehrlich gesagt hätte ich mich zumindest vor der von Männern angezettelten Inquisition 1000x lieber von einer Kräuterfrau als von einem Bader behandeln lassen).. die Liste ist beliebig erweiterbar. Und das alles auch noch neben Haushalt und Kindererziehung. Nur zugeben wollten man es spätestens dann nicht mehr, als die christliche Religion Einzug in Europa gehalten hat. Ihr wißt schon- Eva hat dem armen, armen Adam gegen seinen Willen nen Apfel aufgezwungen, deswegen sind alle Frauen das personifizierte Böse *augenroll* Ach ja, und die bösen Frauen sinds, die die armen Kerle immmer zum Sex verführen (falls sie sie nicht sogar zwingen *lachweg*)
Erst in den letzten 200 Jahren hat sich das im Zuge der Industrialisierung geändert.
Also für die, an der der WIRKLICH traditionellen Rollenverteilung festhalten wollen:
Kerle, auf in den Krieg mit euch, haut euch meinetwegen die Köppe ein- wir Frauen schaukeln das Schiff auch gern noch weitere 1000 Jahre überwiegend alleine.
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04.09.2006 08:17 Uhr von luthienne
 
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Nachtrag: Bevors wieder heißt, ich wäre männerfeindlich *g*
Im Gegenteil, ich bin Mutter von 4 Kindern und glücklich liiert mit einem Mann, dem ich sogar die Hemden bügele ohne zu meckern und auch so nen großen Teil des Haushalts mit erledige (obwohl wir noch nicht mal zusammen wohnen) *g*
Aber er akzeptiert eben auch, dass Kinder und Putzen mein Leben nicht wirklich ausfüllen und ist bereit, mir unter die Arme zu greifen wo es nur geht, wenn sich die Chance auf nen Job ergibt.
Alleinerziehend zu einem großen Anteil deswegen, weil ich in vorauseilendem Gehorsam öfters den Mund gehalten hab....
Das einzige, worin Frau Hermann wirklich Recht hat, ist, dass Politik und Wirtschaft umdenken müssen. Frauen muss einfach die Gelegenheit gegeben werden, sich mindestens bis zur Einschulung selbst um ihre Kinder kümmern zu KÖNNEN (ausdrücklich nicht MÜSSEN!), ohne wirtschaftlich total ins Abseits zu geraten, ob nun alleinerziehend oder nicht. Irgendwo steht auch sowas in irgendeinem Gesetz, dass einer Frau durch Schwangerschaft und Kindererziehung kein Nachteil entstehen darf (ich komm grad nicht mehr drauf, in welchem Gesetzbuch das noch gleich war, aber während der ersten Schwangerschaft hat mein Arbeitgeber mich ausführlich über alle möglichen Sachen informiert). Und wenn die Kinderbetreuung gesichert ist (oder eben einfach nicht mehr nötig ist, weil die Kinder groß genug sind), sind Mütter häufig die besseren Arbeitnehmer, weil sie einfach besser organisieren können.
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04.09.2006 12:13 Uhr von Rixa
 
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Jede Frau sollte ihren eigenen Weg finden: Egal ob sich eine Frau für Kind und Karriere entscheidet, oder lieber Hausfrau sein möchte - man kann werder das eine fordern noch das andere verdammen.

"Der Feminismus hat uns eingeredet, dass Frauen nur dann etwas wert sind, wenn sie arbeiten und Geld verdienen.", sagte Eva Herman in einem Interview.

Hier kann ich Frau Herman voll zustimmen.

Habe es selbst im Bekanntenkreis miterlebt, wie eine Freundin von mir, die "nur" Hausfrau war und zudem keine Kinder hatte, von anderen Frauen schief angesehen wurde und immer wieder doofe Fragen gestellt bekam wie:
"was machst du den ganzen Tag lang?", "würdest du nicht auch lieber dein egenes Geld verdienen wollen?", "ist dein Leben überhaupt ausgefüllt?", "vermisst du den täglichen Kontakt zu Arbeitskollegen nicht?", ect.pp.....

Sie fing nur wieder zum Arbeiten an, damit sie diese Fragen nicht mehr gestellt bekommt und damit die Frauen sie endlich in Ruhe lassen und als einen vollwertigen Menschen betrachten.

Ich finde, jede Frau sollte nach eigenem Ermessen entscheiden ob sie genügend Kraft und Organisationstalent mit sich bingt, um sowohl ein erfülltes Berufs- als auch ein glückliches Familienleben führen zu können, oder ob sie lieber Hausfrau sein möchte.

Beide Lebensweisen verdienen Respekt und Anerkennung.
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04.09.2006 15:06 Uhr von LadyWanda
 
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Frau Hermann gehört zu den Privilegierten und ist somit nich kompetent wenn es um die Beurteilung der Lage der Frauen in unserem Lande geht. Wenn ich ein gut dotiertes Redakteursgehalt habe und mir eine Hausangestellte u.ä. leisten kann und außerdem noch über einen gut verdienenden Ehemann verfüge, habe ich natürlich gut reden. Gehe mal davon aus, dass das Gros der werktätigen Frauen in unserem Lande die Lage anders beurteilt - vor allem dann wenn sie Dank des systematischen Verarmungsprogramms unserer Regierung (Hartz IV) an den Rand des Existenzminimums gedrängt werden... da erledigen sich manche Dinge nämlich von allein.
Anstatt diese ewig gestrigen Klugscheißereien abzusondern, sollte sich Frau Hermann lieber mal für die Verbesserung der Situation von allein erziehenden Müttern stark machen - aber dazu braucht man natürlich Zivilcourage... und das ist was anderes als die Lust an der kontrollierten Provokation
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04.09.2006 16:06 Uhr von Enny
 
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stimmt: Sie hat ja wieder sowas von Recht.
Frauen sollten öfters den Mund halten. Zum einen kommt ja selten was vernünftiges raus und zum anderen hört Mann ihnen ja sowieso nicht zu.
Der Mann der sich im Haushalt was von einer Frau sagen läßt hat ist sowieso selbst Schuld.
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05.09.2006 05:05 Uhr von teenie16
 
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klappe halten: genau meine liebe frau herman fangen sie einfach mal
selber damit an
ich bin weiblich und mir fehlt definitiv die lust zur hausarbeit
warum sollte ich das einem mann nachsehen und den
ganzen mist alleine machen? gut bin 16 und momentan in
kanada also noch nicht mal bei hotel mama und ich will
keine kinder bekommen da ich nicht den ganzen tag
zuhause rumsitzen moechte da wuerde ich durchdrehen die
lebensaufgabe putzen brr da waere ich nicht ausgelastet
und kinder und beruf unter einen hut zu bringen finde ich
sehr schwierig und mit einem unter sechs jaehrigen fast
unmoeglich ohne das kind zu benachteiligen denn ein kind
sollte bei seinen eltern aufwachsen und nicht in kitas oder
bei nannys am besten waere eine regelung mit dem vater
abwechselnd zu arbeiten um genuegend zeit fuer das kind
zu haben aber das ist wohl nicht realisierbar da ich kein kind
und auch mich selber nicht benachteiligen moechte werde
ich hoechstwahrscheinlich auf kinder verzichten b das
unserer lieben karrierefrau nun passt oder nicht
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05.09.2006 13:07 Uhr von gerrit.samson
 
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Frau Herman find ich gut. Es ist schon ziemlich mutig so was offen auszusprechen! Ich finde Sie hat in vielen Punkten Recht. Nichts gegen Gleichberechtigung ... aber ebend auch nichts gegen Arbeitsteilung.

Der eine kann gut Mathe, der andere besser Handwerklich arbeiten ... wieso soll der Mathematiker denn nun Regale aufbauen und der Handwerker mit Formeln jonglieren?

Tja, und selbst Emanzen können nicht leugnen das den Männern eine Schwangerschaft einfach nicht gelingen will.

Also anstatt auf Teufel komm raus gegen die Natur der Dinge zu arbeiten weil man falschen Idealen hinterher hechelt um anschließend festzustellen das man unglücklich ist, sollte man evtl. mal der Herman zuhören ... ich glaube die hat es geschnallt.
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06.09.2006 23:43 Uhr von Fleurmia
 
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was: ist denn mit dieser frau los?
hat die emanzipation den zenit überschritten?

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