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Politikwissenschaftler kritisiert NS-Bewältigung des Bundes der Vertriebenen

Der Gießener Politikwissenschaftler Dr. Samuel Salzborn sieht die Aufarbeitung der Geschichte des Bundes der Vertriebenen bezüglich der NS-Vergangenheit einiger Funktionäre lediglich als eine Art Alibi-Handlung an.

Seiner Meinung nach seien weit mehr Funktionäre des BdV NS-belastet, als der Verband zugeben möchte. Er wendet sich darüber hinaus gegen eine pauschale Einordnung des gesamten Geschehens von Flucht und Vertreibung als ein Verbrechen.

Salzborn sieht die vorhandenen Denkmäler für ein Gedenken an die Opfer der Vertreibung als genügend an und wendet sich vehement gegen ein "Zentrum gegen Vertreibung". Er gehört zu den Initiatoren eines internationalen Aufrufs gegen dieses Zentrum.


WebReporter: Generalstreik
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Nationalsozialismus, Vertrieb
Quelle: www.tagesschau.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.09.2006 10:31 Uhr von Generalstreik
 
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Schaut euch mal den Bericht der Wikipedia zum Thema Vertreibung
an.

http://de.wikipedia.org/...


Um mal eine Vorstellung von dem Ausmaß der Verteibung zu bekommen sollte man sich die Anzahl der Vertriebenen ansehen. 14 Millionen.
In einem halben Jahr wurden 2,1 Millionen Deutsche auf der Flucht ermordet. Es gab in dieser Zeit mehrere Millionen Vergewaltigungen, woran ca. 240.000 Frauen starben.
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02.09.2006 16:16 Uhr von Bibip
 
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der soll doch bevor er kritisiert erst mal bei seinen Leuten in Israel nachsehen. Da findet er genügend zum bekritteln.

Schon wieder ein Jude, der der Meinung ist, dass wir nur noch selbstgeisselnd durchs Leben gehen sollen.

Eine meiner sehr verehrten Bekannten (wesentlich älter als ich...), eine Jüdin aus Warschau (und am Kampf ums Ghetto beteilgt) , die im KZ beide Beine verloren hatte, sagte mal: "Warum können meine Leute nicht endlich Ruhe geben? Sie fordern doch den Judenhass regelrecht heraus!"
Recht hatte sie.
Grüße
Bibip

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03.09.2006 13:42 Uhr von Generalstreik
 
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Bibip: Tja Bibip, das erschreckende daran ist, dass er sich dagegen wendet das die Vertreibung ein pauschales Unrecht sei.
Immer wieder hört man, dass die Bevölkerung in den Ostgebieten die Zeche von Hitlers Krieg zahlen musste.
Das stimmt nur bedingt. Entgegen der Meinung des Herrn Salzborn bestehen seit dem Beginn des 20.Jahrhunderts territoriale Ansprüche seitens Polen an Ostpreussen und Schlesien, sowie an Pommern.
Die bewaffneten Versuche diese Gebiete in den Jahren 1918-22 Deutschland zu entreissen sprechen eine deutliche Sprache. Das Entstehen der "Freikorps" kommt nicht von ungefähr. Gründeten sich doch diese zum Schutz der bedrohten Gebiete.

Die Vertreibung in Europa des 20.Jahrhundert sind schreiendes Unrecht. Die Vertreibung von Deutschen, Polen, Ukrainern, Ungarn, Juden...sind Unrecht und forderten millionenfache Opfer. Opfer die nur möglich waren, weil ideologische Gedanken das menschliche Miteinander vergiftet hat. Nationalsozialismus, Kommunismus oder die Demokratie nehmen sich in ihrer völkerverachtenden Umgangsweise absolut nichts.

Was hat die Vertreibung von Millionen Menschen und ihr brutales Abschlachten mit einem Kampf für Demokratie, Befreiung und Menschenrechte zu tun? Nichts!!!
Meinungen wie die des Herrn Salzborn tragen nur nochmehr dazu bei, ein gemeinsames Miteinander der Völker zu unterminieren. Opfer erster, zweiter und dritter Klasse. Zu sehen an der Denkmalskultur und am gelebten Gedenken an die Toten.
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03.09.2006 13:58 Uhr von Bibip
 
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@ Generalstreik: dass Teile Schlesiens polnisches Gebiet ist, war mir klar. Dass aber Polen aber gleich ganz Schlesien kassiert hat, ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Klar, sie halten sich schadlos am schwächeren für die Gebiete die sie an die Sowjetunion verloren hatten. Doch ein Unrecht wird nicht besser, wenn man es mit einem anderem Unrecht aufwiegt.
Doch deswegen einen Krieg anzufangen (ob mit Waffen oder Politik) ist nicht mehr zeitgemäß. Teilweise muss man dazu noch sagen: hätten wir von Gorbatschow 1990 nicht nur die DDR "geschenkt" bekommen, sondern auch noch den deutschen Teil Schlesiens und Ostpreußen (was er eigentlich wollte), die BRD wäre vor die Hunde gegangen. Das wäre so teuer gekommen, dass wir uns voll übernommen hätten.
Doch was soll das alles. In einem vereinten Europa kann jeder dort wohnen, wo er will. also kann jeder ehemalige Schlesier und seine Kinder und Enkel nach Schlesien ziehen und sich dort niederlassen. Klar, Polen hätte die Hosen gestrichen voll. Doch sie könnten sich dagegen nicht wehren. Sie würden es versuchen... doch die EU würde sie dazu zwingen.
Aber die Gefahr besteht doch gar nicht. Wieviele BRD´ler würden denn dort hinziehen? 300? Dann wäre das schon sehr viel.
Also ist dieses Geschwafel über die bösen Vertriebenenverbände in Deutschland alles Blödsinn. Nur dafür da, Hass aufzubauen um vom eigenen Versagen abzulenken.
Oder kann sich ein einziger Deutscher vorstellen, dass die Bundeswehr Polen den Krieg erklärt um den deutschen Teil Schlesiens "heim in´s Reich" zu holen?
Grüße
Bibip
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03.09.2006 14:39 Uhr von Generalstreik
 
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Bibip: Tja, wenn amn sich einmal das Buch "Der Zweite Weltkrieg" von Winston S. Churchil zur Hand nimmt und in den Kapiteln über die Konferenzen von Teheran und Jalta blättert, so stellt man fest dass zwischen den Allierten nur die Rede von der schlesischen Neisse als Demarkationslinie war. Dies hätte bedeutet das Nieder- und Mittelschlesien incl. Breslau in deutschen Besitz geblieben wäre. Mit der Oder-Neisse-Linie wurde seitens Polens und der UdSSR vollendete Tatsachen geschaffen, welche von Churchill auf der Potsdamer Konferenz heftig angeprangert wurden. Er konsterniert, dass wäre er zu diesem Zeitpunkt nicht abgewählt worden wäre, er diese Annexion niemals zugelassen hätte. Für den Offensivdrang seitens Polen sprechen auch zahlreiche Übergriffe auf Gebiete westlich der Oder-Neisse-Linie in den Nachkriegsjahren. So wurde beispielsweise die Altstadt von Frankfurt/Oder von polnischen Nationalisten angezündet und die Besetzung und Okkupation der westlichen Odergebiete in der Nähe von Stettin sowie des Ostteils der Insel Usedom sprechen eine deutliche Sprache. Diese Aggressionen stehen in bewährter Tradition zu den Übergriffen während der Jahre 1918-22. Übrigens drangen tschechische Nationalisten nach Kriegsende in das Erzgebirge vor und versuchten auch hier Gebiete zu annektieren. Ebenfalls wie nach 1918.

Keine Frage, wirtschaftlich gesehen wären diese Gebiete heute eine schwere Bürde und finazielle vom Staat nicht zu tragen. Es würde ja nicht nur den Aufbau des Landes betreffen sonder die dort lebenden Polen müßten versorgt werden, Rente und Arbeitslosengeld gezahlt werden. Eine Rückvertreibung würde niemand wollen. Wobei ich in punkto Bundeswehr dir natürlich beipflichte. Übrigens bin ich da andere Meinung, wenn es um eine deutsche Neubesiedlung geht. Meiner Meinung nach würden schon viele Personen in diese Gebiete gehen wollen. Vor allem Geschäftemacher und Spekulanten würden dort ihre Chance versuchen. So wie es nach der Wende in der ehemaligen DDR war.

Deinen europäischen Geist in allen Ehren (dem ich mich gerne anschließe), aber auch wenn wir diesen europäischen Gedanken propagieren und frei und ohne Einschränkungen in Europa leben möchten, so muß man doch bedenken dass die überwiegende Bevölkerung Europas nicht zu den europäischen Träumern gehört. Hier besonders die Polen. Wenn es um nationale Eigenheiten, Kultur oder Staatsgebiet geht, hört der Spaß auf. Versuch mal Elsass-Lothringen als erstes staatsfreies europäischen Gebiet ins Gespräch zu bringen, da wirst du selbst von jedem linken französischen Europabefürworter eine Abfuhr erhalten.
Der europäische Traum lebt bereits in vielen Menschen der Bundesrepublik, aber vielleicht werden wir auch gerade deshalb von unseren als Narren angesehen.
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03.09.2006 14:42 Uhr von Generalstreik
 
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Anmerkung: im letzten Absatz muß es heissen:

Der europäische Traum lebt bereits in vielen Menschen der Bundesrepublik, aber vielleicht werden wir auch gerade deshalb von unseren Nachbarn als Narren angesehen.
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03.09.2006 15:22 Uhr von Bibip
 
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@ Generalstreik: es gäbe noch viel zu dem zu sagen, was den Krieg in Wirklichkeit ausgelöst hat. Klar, Deutschland trägt sein gerütteltes Maß daran. Doch gerade Polen, die Sowjetunion und GB sind hier kräftig beteiligt gewesen. Aber auch noch eine Volksgruppe die Deutschland schon Jahre zuvor den Krieg erklärt hat.
Doch sollten wir das alles weglassen und versuchen diese Zeit zu überwinden und Europäer zu werden.
Ich weiß, dass der europäische Gedanke wohl am stärksten in Deutschland vertreten ist.
Die Nationen um uns herum wollen teilweise nur ihr Süppchen kochen (Polen z.B.)
Es wird auch viele Generationen dauern, bis es ein echtes "USE" (United States of Europe) geben wird. Eine Nation der Nationen. Doch der Anfang ist gemacht. Hoffen wir, dass es so lange hält, bis unsere Kindeskinder sich gar nichts anderes vorstellen können. Dass es nur noch eine3 Zentralregierung, ein Militär, ein Gesetz für alle gibt.
Beim Militär speziell liegt es, ob dieser Weg relativ schnell begangen wird.
Wie?
Nun, ein Deutscher, der eingezogen wird, der sollte grundsätzlich nicht in D Dienst tun, ein Engländer nur in... , ein Franzose.... Das Ergebnis wäre nicht nur ein besseres Verständnis des Nachbarvolkes und ein paar Sprachkenntnisse, sondern auch eine Vermischung. Denn viele finden im Stationierungsort ihren Lebenspartner.
Das Streben nach einer dominierenden Sprache ist noch ein Überbleibsel der Nationalstaaten. Trudeau (ich glaube so hieß der ehemalige kanadische Präsident) führte vor, wie man das macht: er wechselte während einer Rede permanent die Sprachen: mal Englich, mal Französisch. Die Nationalisten verfluchten ihn. Doch er hatte Recht.
Grüße
Bibip

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