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Benachteiligt: Schulen sollen Jungen mehr fördern

Die männliche Jugend gehört zu den Bildungsverlierern. Jungen bleiben öfter sitzen, brechen die Schule häufiger ab und werden in der Grundschule schlechter benotet als Mädchen. Auch sind nur 44 Prozent der Abiturienten männlichen Geschlechts.

Die Bildungsministerin Schleswig-Hosteins, Ute Erdsiek-Rave (SPD), sagte, der Schule gelinge es nicht, Mädchen und Jungen gleichermaßen zu fördern. Jungen aus bildungsfernen oder aus Migrantenfamilien scheiterten häufig am Bildungssystem.

Auch Freizeitmöglichkeiten sind eher auf die Mädchen abgestimmt (Theater, Musik), für Jungen bleibe nur Sport. Daher sei es wünschenswert, mehr männliche Pädagogen in Schule und Kindergarten zu haben, jedoch sei eine Quotenregelung unpraktisch.


WebReporter: terrordave
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Junge, Schule
Quelle: www.n-tv.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2006 13:30 Uhr von terrordave
 
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nachtrag ich wollt noch sagen: ich fühl mich eigentlich nicht benachteiligt aber an den argumenten ist schon was dran. und dass jungen bei gleicher leistung in der grundschule schlechter bewertet werden hab ich auch schon gehört, das liegt daran, dass es viel mehr grundschullehrerinnen als -lehrer gibt.
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31.08.2006 13:34 Uhr von mäckie messer
 
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lol: Na klar, wir armen Jungen.... Mehr Aufmerksamkeit zu Hause, Lehrer-Bonus in Mathe, Sozialkunde, Geo und Physik, wir sind schon schlecht dran. Ich glaube, die Bildungsministerin verwechselt da was. Wenn Jungen häufiger abbrechen, liegt das nicht an mangelnder Förderung, sondern daran, dass sie verhätschelt werden, und im Allgemeinen fauler sind.
Außerdem ist bekannt, dass Frauen im Durchschnitt einen höheren IQ haben als Männer (auch wenn man das an den deutschen Führungspositionen wohl nicht ablesen kann). Die einzige Benachteiligung, die Jungen durch das Bildungssystem entsteht, sind über-emanzipierte Deutschlehrerinnen, und dieser schon immer angefeindete Schulwechsel nach der 4. bzw 6. Klasse. Da werden Kinder in eine Oberschule eingestuft, obwohl noch gar nicht klar ist, welche Leistungen sie tatsächlich bringen können. Gerade Jungen entwickeln ihre volle Leistungsfähigkeit nämlich erst in der 8., 9. oder 10. Klasse.
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31.08.2006 13:56 Uhr von Garviel
 
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Die will mehr männliche Lehrer? Kein Problem. Besoldung um ein paar Stufen rauf, und die wird sich wundern, wie schnell ihr die Bewerber die Bude einrennen. Momentan ist es doch so, dass man als Grundschullehrer absolut der Arsch ist, weil jedes andere Lehramt besser bezahlt wird und man null Aufstiegschancen hat. Der einzige Vorteil von Grundschullehrern ist die höhere Wahrscheinlichkeit, am Wunschort eingesetzt zu werden und etwas weniger Nachmittagsunterricht erteilen zu müssen, weshalb der Job lehrerfamilienfreundlicher ist. Aber sonst?
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31.08.2006 14:12 Uhr von mäckie messer
 
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@garviel: Wenn´s wenigstens so wäre. Mit den neuen Integrationsklassen dürfen Grundschullehrer jetzt jede Aufgabenstellung, jede Hausaufgabe und erst recht jede Klassenarbeit in 3 verschiedenen Varianten ausarbeiten. Der Job ist anz sicher nicht familienfreundlich, nur schlecht bezahlt, mit nem schlechten Image und eben ohne große Karrierechancen, da hast du Recht.
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31.08.2006 15:34 Uhr von Python44
 
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Achwas: Eine Quotenregelung ist unpraktisch ??? Für die Frauen war sie doch die ultimative Lösung und wurde immer und überall zwangseingesetzt !!!
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31.08.2006 16:54 Uhr von Dr.G0nz0
 
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fakt ist es gibt in jeder schulform mehr lehrerinnen als lehrer. und mädchen haben eigentlich immer die besseren noten, sei es nun deutsch oder physik. und selbst im sport kriegen mädels für schlechtere leistungen die gleichen noten wie jungs.
ausserdem hat der IQ nichts aber auch wirklich überhaupt nichts mit schulischen leistungen zu tun. schon mal von albert einstein gehört?
und wieso eine quotenregelung hier keinen sinn machen soll versteh ich auch nicht.
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31.08.2006 17:01 Uhr von Phoebe5035
 
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mmmmhhhh: also ich denke auch, dass jungs öfter sitzen bleiben und die schule abbrechen, weil sie einfach fauler sind und weniger lust auf schule haben. die wollen eben nicht auf der schulbank sitzen, sondern lieber was praktisches machen.

was die schlechtere benotung angeht ... okay, da ist was dran. erinnere mich da an meinen alten musiklehrer in der 7. klasse. beim vorsingen hatten die mädchen fast alle eine 2, und bei den jungs (die meisten davon im stimmbruch) hieß es immer: "das war doch schon richtig gut! eine 4!" obwohl die jungs ja nun wirklich nichts für ihren stimmbruch konnten.

und zum thema freizeit:
"Auch Freizeitmöglichkeiten sind eher auf die Mädchen abgestimmt (Theater, Musik), für Jungen bleibe nur Sport."

warum bleibt für jungs nur sport? jungs können auch in theatergruppen mitmachen oder zur musikschule gehen. das sind doch nun wirklich keine mädchen-sachen. theaterdarsteller, schauspieler und musiker gibt es in beiden geschlechtern etwa gleich viel. diese sachen sind ja nun wirklich nicht nur auf mädchen abgestimmt.
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31.08.2006 17:18 Uhr von vst
 
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da hat die gute schon recht: sehe ich bei meinen Kindern fast täglich.

Mein Sohn hatte auf der Grundschule nur Lehrerinnen. In der ganzen Schule gab es nur einen Mann und das war der Hausmeister.
Und nur eine Lehrerin die die Mädchen nicht bevorzugte.

Auch läuft die ganze Pädagogik in den Schulen gegen die Art der Jungs.

Die lieben Mädchen und die bösen Jungs. Schüler haben einen wesentlich größeren Bewegungsdrang als Mädchen.
Wenn sie den nicht ausleben können wird es schlimm.

Und sie können ihn nicht ausleben.
Und die Lehrer können damit nicht umgehen.

Das Pendel schlägt im Moment eben auf die andere Seite aus.
Weil vor dreißig Jahren die Mädchen stark benachteiligt wurden hat man die ganze Pädagogik auf die Mädchen umgestellt, damit sie es einfacher, bzw. gerechter haben. Dadurch werden jetzt die Jungs benachteiligt.

Eine Erziehung und Pädagogik die beiden gerecht wird hat man scheinbar bis jetzt nicht gefunden.
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31.08.2006 17:49 Uhr von Phoebe5035
 
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@ Dr. G0nz0: also als ich dein
"fakt ist es gibt in jeder schulform mehr lehrerinnen als lehrer"
gelesen habe, wollte ich schon protestieren. aber dann hab ich mal meine alten abschlusszeitungen rausgeholt und nachgezählt. bei meiner grundschule bin ich mir ziemlich sicher, dass es mehr lehrerinnen als lehrer gab. bei meiner gesamtschule und beim gymnasium hätte ich auf ein verhältnis 1:1 getippt. war es aber nicht. bei der gesamtschule waren es 37% männliche lehrer, beim gymnasium gute 41%. irgendwie hatte ich wohl immer mehr mit männlichen als mit weiblichen lehrern unterricht, denn etwa die hälfte der weiblichen lehrer auf meinen damaligen gymnasium waren mir völlig unbekannt.
bei meiner hochschule bin ich mir allerdings ganz sicher, dass es mehr männliche als weibliche professoren und lehrende gibt! genaue zahlen hab ich allerdings nicht und ich hab jetzt auch keine lust, bei jedem fachbereich einzeln durchzuzählen.

wo ich aber auf jeden fall protestieren muss, ist deine aussage
"und selbst im sport kriegen mädels für schlechtere leistungen die gleichen noten wie jungs".
ganz nüchtern betrachtet stimmt das. allerdings muss das auch so sein, weil der weibliche körperbau eben ganz anders ist, als der männliche. die evolution hatte für den mann ein leben als jäger und sammler geplant, während die frau für das gebären und grosziehen der kinder vorgesehen war.
dementsprechen kann der weibliche körper nun mal sportlich nicht die gleichen leistungen bringen wie der männliche. klar, ausnahmen gibt´s immer. wenn du beim sport aber alle gleich bewerten wollen würdest, dann würden die mädchen im sportunterricht nicht mehr über eine 3 hinauskommen. und das wäre doch wohl nun mehr als ungerecht, oder? schließlich kann doch wohl niemand etwas für sein geschlecht.

ich bin übrigens dafür, dass sportliche leistungen ÜBERHAUPT NICHT BEWERTET werden. motivation und fleiß vielleicht, aber nicht die leistung selbst. denn mit der bewertung der leistung wird man eigentlich für sein erbgut bestraft.
ich hatte ein mädel in meiner klasse, die einen ziemlich großen busen hat. beim sport trug sie immer zwei BHs übereinander und musste beim sprint und beim rennen trotzdem noch immer ihren busen festhalten, weil der sonst auf und ab hüpfte und ihr das schmerzen bereitete. ergo: sie konnte nicht so schnell rennen und bekam schlechte noten. aber sie kann doch nichts für ihren großen busen.
und manch einer mit kurzen beinen kann nun mal nicht so schnell laufen und so hoch springen wie jemand mit langen beinen, ganz egal, wie sehr er sich anstrengt. und dafür wird er mit schlechten noten bestraft.
bei mir sind die sehnen in meinen gelenken ein wenig zu lang. deshalb bin ich zwar sehr beweglich, kann aber z.b. beim volleyball beim aufschlag von oben keine spannung in meinen gestreckten arm bringen. ich kann den arm ganz weit nach hinten drehen, aber spannung kommt da nicht rein. deshalb klappt der aufschlag von oben bei mir eben nicht. ich kann nichts für die länge meiner sehnen, aber trotzdem wurde ich mit schlechten noten bestraft.
im schwimmunterricht mussten wir 400 meter auf zeit schwimmen. mein hämoglobin-wert war ziemlich niedrig (wusste ich aber damals nicht), weshalb mein blut weniger sauerstoff transportierte und ich deshalb schnell in atemnot kam. ist zwar inzwischen besser, aber damals hätte im wasser nicht viel zum blackout gefehlt. resultat: note 5, obwohl ich ja gar nichts dafür konnte. einem anderen mädel ging es ähnlich, aber sie bekam eine 6 und ist dann hinterher auf dem weg nach hause wirklich abgeklappt, so dass ein krankenwagen gerufen wurde.

sportliche leistungen sollten im schulunterricht nicht bewertet werden!
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31.08.2006 18:13 Uhr von dare_13
 
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also ich finds schon richtig so: nach meiner Erfahrung werden Mädchen oft bevorteilt (ich kenne nur Lehrer, die zu allen gerecht und gleich sind und die, die Mädchen vorziehen, ich habe NIE einen Lehrer kennengelernt, der Jungs vorzieht) ... Durch Vorurteile, dass Mädchen vertrauenswürdiger sind oder härter Arbeiten. Wenn ein Junge und ein Mädchen dieselbe Arbeit haben, dann ist wer schuld? Automatisch der Junge... Also mir fallen leider nicht mehr Beispiele ein, aber es gibt viele.. zB im Sport, wo Mädchen schlechtere Leistungen erbringen müssen und oftmals durch Anstrengung gute Noten bekommen, die Jungs durch ihre Leistungen schwer erreichen können. Bei Jungen wird oft vorausgesetzt, dass sie es können und bei Mädchen wird gesagt "Sie hat sich sehr angestrengt, also gute Note" -.- Durch solche Beispiele steht man als junger Mensch den feministischen Bewegungen doch recht skeptisch gegenüber..
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31.08.2006 18:17 Uhr von borgir
 
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ooooch: die armen jungs, haben gar keine freizeit-beschäftigung...die armen....aber die doofen mädchen, denen wird alles in den hintern gesteckt....gäähn
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31.08.2006 19:26 Uhr von mäckie messer
 
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Komisch, war das nur bei mir so, dass in vielen Fächern Jungs eindeutig bevorteilt wurden? Ist es Zufall, dass in fast allen naturwissenschaftlichen und technischen Kursen an Gymnasien und Gesamtschulen mehr Jungs als Mädchen saßen und sitzen? Und was das "Ausleben" und den "Bewegungsdrang" angeht, der hilft vielen Jungen gerade im mündlichen Bewertungsbereich mehr aufzufallen. Es ist eine alte Weisheit unter Lehramtsstudierenden, dass es meist schwieriger ist, die konstanten Leistungen und die Teilnahme am Unterricht bei Mädchen fair einzuschätzen, als bei Jungen. Wenn Jungen so benachteiligt werden, warum war im Abiturjahrgang meiner Freundin der Jahrgangsbeste ein Junge, in meinem Jahrgang der zweitbeste, und das bei einem Verhältnis von etwa 2:3 Jungen:Mädchen in den Klassenstufen?
Warum erhält ein Junge im Ausbildungsbetrieb meiner Freundin bei gleichen Leistungen schon vor Abschluss seines BA-Studiums einen Posten als Vorstands-Assistent angeboten, ein Mädchen muss allerdings darum kämpfen, wenigstens eine befristete Übernahme zu bekommen?
Es ist durchaus richtig, dass in den Schulen weniger Lehrer als Lehrerinnen arbeiten, genauso wie in Kindergärten, in der Kranken- und Altenpflege, etc. pp. Das liegt aber nicht an einer Diskriminierung der Männer, im Gegenteil, diese werden händeringend gesucht, schon seit Jahrzehnten und haben meist in den Kollegien dann einen ziemlich privilegierten Status. Es liegt vielmehr daran, dass diese Berufe oft wegen der Bezahlung, dem Arbeitsaufwand und der Art der Tätigkeit als minderwertig eingestuft werden, und es Männer in dieser Gesellschaft nicht nötig haben, minderwertige Jobs anzunehmen. Diese, oft als geringfügig erachteten Arbeiten, die auch häufig nur im Teilzeitbetrieb angeboten werden, sind daher eher die Ausweich-Karrieren für Frauen, die keine faire Chance auf Karriere in den besser bezahlten Stellen bekommen.
Daher sollten also nicht Jungs mehr gefördert werden, sondern Frauen - und Mädchen in der Schule mehr gefordert.
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31.08.2006 19:49 Uhr von borgloh
 
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@mäckie messer: Bist du eine Frau , die gerne Männder fertig macht , oder bist du 12 ?

Warum meinst du bitteschön das Mädchen gefördert werden müssen und nicht Jungen ? Ich bin da genau der gegenteiligen Meinung , und ich mag auch ein Junge , bzw. männlicher Schüler sein , aber ich spreche aus Erfahrung , es kann nicht sein das Mädchen in der Klasse sitzen können ihne den Mund aufzubekommen und dafür 3en kassieren wogegen Jungen sich den Arsch aufreißen und 5 kassieren ? Ist das gerecht ? Und zum Thema Sport , was hat der Körperbau denn für die Mädchen für einen Nachteil beim Bodenturnen ? Oder warum bekommen Mädchen beim 1000Meter-Lauf nen halben Kilometer Vorsprung vor den Jungen ? Ist auch nicht gerecht ... und wenn sich nen Mädchen bzw. ne Frau ganz vorne in die Reihe setzt und sich in den Ausschnitt gucken lässt und dafür bessere Noten bekommt ?? Gerecht ? Und jetzt kommt bitte niemand damit das es soetwas nicht gibt , ich habe es letzte Woche selber miterlebt , ich konnte das nicht glauben , wenn das nicht noch 2 andere mitbekommen hätten , unteranderm auch ein Mädchen , was es sogar zugegeben hat , und ein Mädchen muss nur mal kurz auf die Tränendrüse drücken , das bewirkt ja Mitleid und die "Gnadennote" ist gerettet , kein Wunder das (ich war mit auf der Schulnotenkonferenz) die Mädchen komischerweise alle , die auf der Kippe standen eine 4--- erhalten haben , und die Jungen nur eine 5+++ , komischer Zufall , ja muss ich schon sagen ...

Mfg borgloh
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31.08.2006 20:03 Uhr von mäckie messer
 
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@borgloh: Jetzt komm mal bitte von dem pubertären "Die Lehrer sind alle böse-Trip" runter. Wenn ich 12 wär, hätt ich wohl kaum Abitur, und wenn ich auf Männer fertig machen aus wär, würde ich mich nicht nur selber nieder machen, sondern ganz sicher andere Geschütze auffahren.
Wenn du denkst, dass deine Beobachtungen die Regel wären, dann solltest du vielleicht mal ein, zwei Semester Soziologie studieren. Die Statistiken in Deutschland sind erschreckend, was die Leistungsbeurteilung bei Männern und Frauen angeht. Genau wegen solcher Argumentationen wie deiner bekommen Frauen in der Regel die schlechteren Beurteilungen, nur um sicherzugehen, das ihre Brustgröße, oder ihr gutes Aussehen sich auf keinen Fall in der Bewertung niederschlagen. Abgesehen davon, dass bei weitem nicht jede Frau sich dadurch sicherer fühlt, wenn ihr ein Lehrer/Vorgesetzter/Prüfer die ganze Zeit in den Ausschnitt, statt ins Gesicht, guckt. So was kann auch ne ziemliche Belastung sein und führt mit Sicherheit nicht zu besseren Leistungen. Außerdem steht ja auch in der Quelle, dass es sehr wenig männliche Lehrer gibt, solche Bevorzugungen können also auch nur in Ausnahmefällen stattfinden. Und denkst du etwa, Lehrerinnen würden sich nicht emotional durch den süßen, frechen kleinen Jungen vor ihnen beeinflussen lassen?
Was den Sportunterricht angeht - kein Kommentar. Guck dir Leichtathletik- oder Turnmeisterschaften an. Dann solltest du sehen können, wer wie stark körperlich bevorteilt ist. Entgegen dieses besseren Wissens werden aber schon seit Jahren Mädchen gerade im Turnen weitaus härter gefordert und benotet als Jungen.
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01.09.2006 10:26 Uhr von eros007
 
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@mäkkie messer: "Wenn Jungen so benachteiligt werden, warum war im Abiturjahrgang meiner Freundin der Jahrgangsbeste ein Junge, in meinem Jahrgang der zweitbeste, und das bei einem Verhältnis von etwa 2:3 Jungen:Mädchen in den Klassenstufen?"

Anhand von 2 Beispielen kannst Du doch nicht erwarten, dass sich hier das richtige Verhältnis zwischen Mädchen und Jungs einstellt. Selbst wenn du 10 Fälle kennen würdest, in denen immer ein Junge der Jahrgangsbeste ist, könntest Du dennoch nicht behaupten, dass das Verhältnis 2:3 verletzt wäre.

Nehmen wir an, es sei mehr oder weniger zufällig, ob jetzt ein Junge oder ein Mädchen der/die Jahrgangsbeste ist. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass in zwei Klassenstufen jeweils der Junge der Beste ist, immerhin noch 4/25. Dass in beiden Fällen ein Mädchen die Beste ist, ist mit 9/25 zwar wahrscheinlicher, aber eben nicht _sicher_. Aus diesem Grund kannst Du anhand von zwei Beispielen nicht schließen, ob die Verteilung jetzt zufällig ist, oder ob Jungen vielleicht doch schlechtere oder bessere Chancen haben. Das könntest Du, wenn Du 100 oder besser, 10.000, Beispiele kennen würdest, und dort jeweils alle Abiturienten rankst. Dann könnte man sehen, ob Jungs tatsächlich besser oder schlechter als Mädchen (im Verhältnis) abschneiden. Aber anhand von 2 Beispielen kann man so was unmöglich belegen. Die Mathematik hat sich für dieses Phänomen, dass man eben erst bei sehr vielen Daten relativ sicher sagen kann, wie die Verteilung aussieht, den Begriff "Gesetz der großen Zahlen" ausgedacht. Der Name sagt, was Sache ist.

Deshalb befragt man bei Umfragen auch immer einige 1000 Leute, um relativ sichere (wobei sie immer noch eine gewisse Unsicherheit aufweisen) Aussagen zu erhalten.

Ich finde es komisch, dass Du einerseits von alten "Lehramtlerweisheiten" sprichst (dass es bei Jungs schwieriger ist, objektiv zu bewerten, als bei Mädchen), andererseits aber einfache statistische Zusammenhänge nicht erkennst (dass man anhand von zwei Beispielen fast nichts behaupten kann). Das liegt aber auch an unserem Schul- und Unisystem, dass man praktische Mathematik nicht recht lernt. Also ist es nicht (allein) Deine Schuld.

@Dr. Gonzo
"ausserdem hat der IQ nichts aber auch wirklich überhaupt nichts mit schulischen leistungen zu tun. schon mal von albert einstein gehört?"

Warum soll Albert Einstein ein Beispiel dafür sein? Er war - da sind wir uns wohl noch einig - ein ziemlich intelligenter Mensch. Aber er war auch ein ziemlich guter Schüler (vielleicht nicht der Beste seiner Klasse, aber gut war er dennoch). Die von ihm bekannten Zeugnisse stammen nämlich aus der Schweiz, und dort ist eine 6 (Einstein hatte ein paar davon) die beste Note. Dass sich das Gerücht, Einstein sei ein schlechter Schüler gewesen, gebildet hat, liegt am ersten Biographen von Einstein, der - in Unkenntnis der Situation in der Schweiz - aus den 4en, 5en und 6en schloss, dass Einstein schlecht war in der Schule, insbesondere in Mathematik.

Im Übrigen glaube ich sehr wohl, dass ein bestimmter Zusammenhang zwischen Schulnoten und Intelligenz besteht. Ein Schüler mit unterdurchschnittlicher Intelligenz wird es schwer haben, Klassenbester zu werden (es sei denn, alle anderen strengen sich nicht an). Umgekehrt muss sicher nicht der intelligenteste Schüler Klassenbester sein. Motivation, Fleiß und Lernfähigkeit (hat mit Intelligenz nicht so viel zu tun) spielen da ebenfalls eine gewisse Rolle. Aber wenn diese drei Faktoren etwa gleich ausgeprägt sind, sehe ich den intelligenteren Schüler im Vorteil.

Intelligenz ist also ein Faktor unter vielen, ob ein Schüler gut ist oder schlecht. Ganz vernachlässigen kann man ihn aber auch nicht.

Dass Mädchen im Schnitt einen höheren IQ haben, kann stimmen. Aber es gibt auch Behauptungen, der IQ sei bei Männern breiter verteilt, d.h. es gibt verhältnismäßig mehr Hochbegabte Männer als Frauen, aber auch mehr "Dumpfbacken". Das würde dann doch wieder Jungs als Klassenbeste bevorzugen. Da die Intelligenz aber gar nicht so gut erforscht ist, werde ich mich hüten, hier tiefere Schlüsse zu ziehen. Alles in allem wird sie sicher häufig überschätzt.
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01.09.2006 11:39 Uhr von luthienne
 
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@vst: "Eine Erziehung und Pädagogik die beiden gerecht wird hat man scheinbar bis jetzt nicht gefunden."

Ich war ab der 5 auf einem Mädchengymnasium und fand das richtig gut. Ein Freund war in einer Klasse, in der zufällig nur Jungs warn weil im ganzen Jahrgang nur 2 Mädels warn, und die Klasse war im Schulschnitt die beste...
Nach dem Abi kam ich in der Berufschule in eine gemischte Klasse, und es war einfach der Horror *g*
Aber ich war die einzige, die sich gegen die Jungs durchsetzen konnte und auch in gewisser Weise respektiert wurde, weil ich gewisse Sachen eben nicht einfach als gottgegeben hinnahm (wie z.b. anzügliche Sprüche) und entsprechend gekontert hab.
Man kann den Unterschied halt nur beurteilen, wenn man beides erlebt hat, und spätestens rüchblickend haben alles Mitschülerinnen mit denen ich noch Kontakt habe die Geschlechtertrennung in der Schulzeit positiv bewertet.
Wäre denke ich die beste Möglichkeit, mehr Angebote in der Richtung zu machen. Da könnte man die Arbeitsweise dann auch viel einfacher auf das jeweilige Geschlecht ausrichten, es gäbe weniger Ablenkung (spätestens in der Pubertät SIND beide Geschlechter nunmal extrem leicht durchs andere Geschlecht abzulenken ;)) und der Unterricht wäre effektiver.
Aber dem steht dann natürlich wieder die Ideologie der 68´er und der Kampfemanzen entgegen.
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01.09.2006 15:21 Uhr von mäckie messer
 
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@eros: Das Gesetz der großen Zahlen ist mir genauso bekannt, wie die Tatsache, dass deine hier angewandte Stochastik recht oberflächlich ist - ebenso oberflächlich wie meine Beispiele, aber wo soll ich jetzt eine verlässliche Statistik aus dem Hut zaubern? Ich will hier keine Statistik aus zwei Exemplaren basteln, sondern, wie man auch beim LESEN (eine andere Grundfähigkeit die offenbar kaum noch vermittelt wird) hätte erkennen können, darauf aufmerksam machen, dass meine Erfahrungen einfach ganz andere sind.
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02.09.2006 06:13 Uhr von diva11
 
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stimmt eigendlich :D: es is ja bewissen das die Sprachlichen Fächer eher der Frau liegen

und die naturwissenschaftlichen Fächer dem Mann

so es gibt 3 Hauptfächer: Mathe, Englisch, Deutsch

es steht somit 2 zu 1 fuer die Frau

also is doch klar das Männer ein wenig schlechter sind, das hat aber nichts mit Freizeitangebote zu tun oder so .. is einfach so

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