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Caracas: Bürgermeister konfisziert zwei Golfplätze für den Wohnungsbau

Der "Country Club" und "Valle Arriba" sind zwei Golfplätze, die in den besseren Vierteln der Hauptstadt Venezuelas, Caracas, liegen. Vergangene Woche erklärte der Oberbürgermeister der Stadt, diese Plätze könnten sich für den Wohnungsbau eignen.

Der Pressesprecher der Stadtverwaltung gab nun bekannt, dass der mit dem Präsidenten Venezuelas befreundete Bürgermeister per Dekret angeordnet habe, die beiden Golfplätze zu beschlagnahmen. Von weiteren Kommentaren sah er ab.

Die Golfplätze liegen in Stadtteilen mit Bürgermeistern, die dem Präsidenten Hugo Chavez nicht freundlich gesonnen sind. Auf dem zukünftigen Bauland sollen Wohnviertel für die Mittelklasse entstehen.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bürger, Wohnung, Bürgermeister, Wohnungsbau
Quelle: www.bloomberg.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.08.2006 00:56 Uhr von la_iguana
 
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Eine einsame und bestimmt mit dem Wahlkampf und entsprechenden Machtkämpfen in Verbindung zu bringende Entscheidung: Nehmt den Reichen ihre Golfplätze weg. Als ob sich dadurch etwas ändern würde. (Mal ganz abgesehen vom Amtsmissbrauch.)
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30.08.2006 10:38 Uhr von 666leslie666
 
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Sehr schön: Wundert mich nicht das die Besitzer der Plätze pissig sind.

Golfplätze braucht man wohl nicht unbedingt.

Warum ist Golf bei den reichen so beliebt.

Weil man es auch mit Handschellen spielen kann. :-)))

Ausserdem ist Golf ein Sport für Impotente.

Mfg jp
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30.08.2006 11:24 Uhr von Letourist
 
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Dekadent: Ich kann mich 666leslie666 nur anschließen. Golf ist dekadent und nur für eine bestimmte Klasse relevant.
Natürlich kommt diese Meldung aus den USA - klar, die haben eh Probleme mit Chavez. Nachdem der Mordaufruf, den ein gestörter, amerikanischer Prediger gegen Chavez ausgerufen hat, nichts gebracht hat, wird hier mit eher blassen Emotionen versucht, gegen Venezuela Front zu machen. Oooh, die armen, armen Reichen.....können kein Golf mehr spielen.......eine Runde Mitleid, Schade, vorbei.
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30.08.2006 12:43 Uhr von mercator
 
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Als ob sich etwas ändern würde? Bertolt Brecht, ganz zu Unrecht nur noch wenig gelesener Autor, hat die Problematik einer solchen Handlung in seinem Gedicht "Die Nachtlager" exemplarisch abgehandelt. Hat es Sinn etwas Gutes zu tun, auch wenn die Welt sich dadurch nicht verändert?

DIE NACHTLAGER
Ich höre, daß in New York
An der Ecke der 26.Straße und des Broadway
Während der Wintermonate jeden Abend ein Mann steht
Und den Obdachlosen, die sich ansammeln
Durch Bitten an Vorübergehende ein Nachtlager verschafft.

Die Welt wird dadurch nicht anders
Die Beziehungen zwischen den Menschen bessern sich nicht
Das Zeitalter der Ausbeutung wird dadurch nicht verkürzt
Aber einige Männer haben ein Nachtlager
Der Wind wird von ihnen eine Nacht lang abgehalten
Der ihnen zugedachte Schnee fällt auf die Straße.

Leg das Buch nicht nieder, der du das liesest, Mensch.
Einige Menschen haben ein Nachtlager
der Wind wird von ihnen einen Nacht lang abgehalten
Der ihnen zugedachte Schnee fällt auf die Straße
Aber die Welt wird dadurch nicht anders
Die Beziehungen zwischen den Menschen bessern sich dadurch nicht
Das Zeitalter der Ausbeutung wird dadurch nicht verkürzt.
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30.08.2006 13:00 Uhr von la_iguana
 
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Brecht in Ehren: - er verstarb vor 50 jahren an einem 14. August (http://shortnews.stern.de/...)-
aber es ist kaum anzunehmen, dass der Chávez-treue Bürgermeister aus Nächstenliebe handelt.
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30.08.2006 13:06 Uhr von mercator
 
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@la iguana: Die Motivation des Bürgermeisters steht hier nicht zur Diskussion. Ich habe mich auf den Kommentar bezogen, dass sich durch eine solche Aktion nichts ändern würde - und das habe ich mit Brecht (oder mit Recht?) bezweifelt... Sollte man etwas Vernünftiges nicht tun, weil man die Welt eh nicht verändern kann?
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30.08.2006 14:03 Uhr von la_iguana
 
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wird sich dadurch etwas ändern? na klar: die Tage des wohltuenden Bürgermeisters sind gezählt.

Ich spreche Dir nicht ab, das jemand der anderen Gutes tut damit unbedingt Veränderungen auslösen will. In Caracas wird damit aber Politik gemacht!
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30.08.2006 15:15 Uhr von Muta
 
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@la_iguana ? <Nehmt den Reichen ihre Golfplätze weg>
Nein, das Prinzip lautet "Baut neue Wohnungen". Aufgrund des großen Bevölkerungswachstums in der Hauptstadt Caracas herrscht Wohnungsmangel.
Wo soll man denn sonst Wohnungen in der Stadt errichten? Auf ein paar Golfplätze kann man doch am ehesten verzichten (sprich sie zählen zu den eher unwichtigen Dingen, da nur Freizeitbeschäftigung von einigen wenigen Leuten und es gibt noch genug Golfplätze).
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30.08.2006 15:25 Uhr von la_iguana
 
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@Muta: klar, ganz Deiner Ansicht - aber muss er sie deshalb beschlagnahmen (enteignen wollte ich nicht schreiben, das wird hier nicht klar)?
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30.08.2006 15:44 Uhr von Muta
 
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@la_iguana: Naja, sicherlich ist es nicht die feine Art aber es ist ja unwahrscheinlich, dass die ihren Golfplatz freiwillig abgeben wollten.

Spontan beschlagnahmt hat man sie aber nicht, bessere ausführliche Quelle dazu:
http://seattlepi.nwsource.com/...
"Vadell said the golf courses´ owners have 30 days to appear before the mayor´s office, starting a negotiation period in which a commission will eventually decide on fair compensation for the courses.

Barreto told state television as many as 50,000 homes would be built on 363 acres spanning the three golf courses."
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30.08.2006 18:00 Uhr von fpanyre
 
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andersrum umgekehrt: wachstum ist fuer alle da, siehe venezuela.

hier, wo "man" sich (angeblich gesund) schrumpft, wird
dauernd oeffentlicher raum privatisiert.
war da nicht neulich noch in dresden der komplette soziale
wohnungsbau vom yankee aufgekauft worden?

an den autor: es geht wohl weniger um die golfplaetze als um
die wohnungen. du scheinst ein handicap zu haben!
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30.08.2006 19:40 Uhr von la_iguana
 
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handycap? Ich hoffe sehr wohl, dass es um Wohnungen geht (Ich hätte dort auch gerne eine :-) oder besser jetzt noch nicht und erst nach den Wahlen?

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