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NRW: Kein Naturschutzgebiet, weil es die wirtschaftliche Entwicklung stört

In Ostwestfalen-Lippe gab es seit einiger Zeit kontroverse Diskussionen über ein Naturschutzgebiet. Erst war ein Nationalpark angedacht, danach sollte es Biosphärenreservat werden. "Das wäre weniger gewesen als ein Nationalpark light", so der BUND.

Jetzt haben das Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen sowie die Landräte der Kreise Höxter, Paderborn und Lippe beschlossen, dass es kein Naturschutzgebiet geben wird.

Als Begründung wurde angegeben, dass ein solches Gebiet eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Gegend wäre. Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) erklärte, dass dies ein "Armutszeugnis für die Landesregierung" sei.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Nordrhein-Westfalen, Entwicklung, Natur, Naturschutz
Quelle: www.wdr.de

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26.08.2006 13:45 Uhr von fcb92
 
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Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) erklärte, dass dies ein "Armutszeugnis für die Landesregierung" sei.

*vollkommenzustimm*
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26.08.2006 14:25 Uhr von Erazor32
 
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@fcb92: Möchtest du hunderten oder gar tausenden Familien sagen "Tut mir leid Leute, aber wegen n paar Pflänzchen seid ihr arbeitslos." ?

Hier in meiner Nähe hat es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Wegen ein paar Feldhamstern wurde ein länderübergreifendes Riesenprojekt (Avantis) für einen neuen Wirtschaftsstandort zunichte gemacht. Jetzt stehen auf einem riesen Areal eine Hand voll Firmen und der Rest darf nicht bauen, wegen den Hamstern.
Bei aller Liebe zur Natur, denn ich finde auch, dass die im Originalartikel angesprochene Eifel ein wunderschönes Fleckchen Erde ist, aber man sollte doch auch immer abwägen, was im moment wichtiger ist.
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26.08.2006 14:26 Uhr von hatschuss
 
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@fcb92: Wenn man keine Ahnung hat, sollt eman einfach mal die .....

Das geplante Biosphärenreservat aus der Nachricht wäre in unmittelbarer Nähe meiner Heimat erschaffen worden. Es geht um das Eggegebirge östlich von Paderborn, welches das Münsterländische Tieffland vom Weserbergland trennt ( Warum wird das in der Quelle nicht erwähnt?). Südlich des Teutoburgerwalds gelegen, wird dieses Gebirge von großen, zusammenhängenden Wäldern durchzogen. Die meisten Einwohner um das Eggegebirge leben von der Forstwirtschaft direkt oder indirekt. Nach Plänen des Biosphärenreservats hätte diese komplett eingeschränkt werden müssen. Neue Arbeitsplätze würden gewiss entstehen, aber die Umstellung von Forstwirtschaft auf den Tourismus der beabsichtigt war, hätte die sonst so spärliche Wirtschaft im Kreis Höxter gefährdet. Da ich selber, wenn ich aus meinem Fenster hier schaue und die Egge sehe, dieses weiß, kann ich nur sagen, dass Leute die das schade finden, überhaupt keien Ahnung haben. Wir können nicht alles einfach so als Naturschutzgebiet ausweisen, wenn sich eine kompltte, abhängige Region umstellen müsste.
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26.08.2006 14:41 Uhr von jack200034
 
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grüner Schwachflug: ein Teil dieses geplanten Nationalparks sollte ein Truppenübungsplatz sein, die "Senne". Dort sieht es aber nur aus, wie es aussieht, weil dort ständig Panzer den Boden aufwühlen und es somit nicht zu einem wildwuchs kommt.

Bärbel Höhn, ehemalige Ministerin in NRW ( die jetzt im Bundestag sitzt, nachdem die Grünen in NRW verloren hatten ) wollte die Argumente der Menschen vor Ort aber nicht hören und wollte es durchziehen.

Jetzt melden sich sicher wieder viele hier zu Wort, die die Gegend dort überhaupt nicht kennen.
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26.08.2006 17:48 Uhr von Stiba441
 
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@hatschuss: Bitte was????????????????
"Die meisten Einwohner um das Eggegebirge leben von der Forstwirtschaft direkt oder indirekt."

Dafür möchte ich jetzt gerne einen Beleg von dir!
Welche Firmen die ihre Holzvorräte aus der Egge bekommen bzw. sie weiterverarbeiten standen nicht schon kurz vor der pleite und sind nur noch dank Subventionen am Leben. Kronospan und wie se nich alle heissen. Schau dir einfach die Holzpreise auf dem Weltmarkt an, dann wüsstste das das wir wirtschaftlich da nie mithalten könnten. OK Arbeisplätze hin oder her.. aber so ist´s nunmal

und ausserdem sind eh große Teile der Egge bereits privatisiert! Da entscheidet der Staat eh nicht mehr drüber.. so far...

Die leute die am lautesten schrein das die andern keine Ahnung haben, sind meist selber die verbohrten...........

nehj.. egal.... bis denn


Ps: wohne überiges auch direkt an der Egge..
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26.08.2006 18:07 Uhr von Stiba441
 
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und was noch dazu kommt!
Ein Naturschutzgebiet heisst nicht das gar keine Forstwirtschaft mehr stattfinden wird.
Nur unter Kontrolle! Und das die freie Wirtschaft auf soziale, ökonomische Werte keine Rücksicht nimmt ist auch klar..

Warum aber gleich ein Naturschutzgebiet aus solchen Regionen gemacht werden muss versteh ich auch nicht ganz, liegt aber wahrscheinlich an der bereits angesprochenen Pivatisierung!
Beispiel Bad Driburg direkt an der Egge..
der kompllete Saatsforst gehört mittlerweile dem Grafen von Sierstorf von Oynhausen welcher sehr an Toursmus intersiert ist.
Zusätzlich macht er eingentlich die Driburger Politik, da er mehr Kaptial hat als der komplette rest zusammen.
WIRTSCHAFT DURCH NATURSCHUTZGEBIETE EINdÄMMEN ist ne gute sache die Unterstüzt werden sollte, wenn man nicht bald unter voller kontrolle leben möchte, obwohl es anfänglich vieleicht genau in die andere Richtung geht..
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26.08.2006 18:28 Uhr von Jiperia
 
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soso ist das also wenn ich aus dem fenster gucke... steht 3 meter weiter ein baum vor mir der dem teutoburger wald rund um bielefeld angehört... der teuto... besonders unser fleck hier bei halle westfalen (kein plan wie weit das geht) gehört zu dem weltweiten naturschutzpark terra vita... einer von schlag mich tot 20 oder so...

bei uns hat es niemanden gestört... außer unserem nachbarn der gerne die wiese gekauft hat... gut jetzt isses nicht mehr zu verkaufen und niemand kann dieses als bauland nutzen...

südlich von uns... gut 2 km luftlinie soll die a33 gebaut werden.... zwischen osnabrück und bielefeld bis runter paderborn ist sie geplant... doch ab borgholzhausen bis bielefeld fehlen halt ein paar kilometer...
jetzt der hammer... wegen ein paar fröschen im umland von halle westfalen kann die sogenannte "südtrasse" nicht gebaut werden... HALLOO???? frööööösche... die hüpfen doch sofort weg und siedeln sich von alleine um.... in manchen gegenden wrde für hunderttausende euronen grünbrücken für drei rehe gebaut... mitten durch die stadt fahren bei uns über 40.000 (in worten : VIERZIGTAUSEND) LKWs durch die stadt...

hey... jeglichen respekt vor allen fröschen in unseren wäldern... aber baut dieses scheiß ding einfach... duie diskussion um die a33 is schon so alt wie meine eltern...

ich finds gut... macht die wälder zu naturschutzgebieten.... so bleiben ein paar bäume die nicht der zivilisation weichen müssen und wir können noch atmen...
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27.08.2006 00:55 Uhr von mister_e
 
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ein armutszeugnis das ist es wahrhaftig. Anstatt den knappen schönen Lebensraum zu wahren , den Grund und Boden lieber verschachern und wenn nötig vielleicht noch umweltschädigender Industrie den Zuschlag gewähren.
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28.08.2006 20:40 Uhr von red.devil
 
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Ich glaube: dass es niemals komplett funktionieren wird Umwelt und Wirtschaft in Einklang zu bringen. Hoffen wir alle das beste für uns und unsere Kinder....
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24.01.2008 15:53 Uhr von SayNeverNo20
 
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Frösche / Rehe: Habe ich da jetzt tatsächlich gelesen das Frösche sich selber umsiedeln????
Seit wann das denn????
Frösche kehren immer dorthin zurück wo sie geboren wurden, die einzigsten Ausnahmen bilden Wasserfögel an deren Füßen/Beinen sich ab und an mal Fisch-oder Froschlaiche verhakt, und die somit woanders angesiedelt werden, wenn aber in einem Gewäasser das wenigstens halbwegsfunktionierende Ökosystem durch das wegbleiben von einer einzigen Frosch-/Kröten-/Lurchart gestört wird, dann ist der See/Weiher/Tümpel in wenigen Jahren hinüber!
Weil dadurch Fische Wegbleiben, dadurch bleiben Vögel weg, dadurch bleiben bestimmte Säugetiere weg.... usw... die verschwinden dann meistens so das es keiner merkt!!!!

Grünbrücken wegen drei Rehen? Das ich nicht lache, in Mecklenburg Vorpommern wird eine einzige Grünbrücke benutzt von Rehwild, Damwild, Rothirsch, Wolf, Luchs, Otter, Biber, Frösche, Kröten, Maüse, Ratten, Wildschweine, Moorhuhn, Birkhuhn, Auerhuhn, Wildkatze, Baummarder, Edelmarder, Iltis, Feldhase, Wildkaninchen, Fuchs dachs Wiesel usw.... (in einer Nacht bis zu 100 Tieren, Fotos mit Bewegungsmeldern bestätigen das!!!
Die meisten dieser Tierarten kommen stehen unter Naturschutz und sind höchstgradig vom Aussterben bedroht, in NRW gibt es die meisten schon garnicht mehr.
Und die werden auch niemals wiederkommen können, die können nämlich nicht über eine Autobahn laufen, hinter der der Schutzwall einer ICE-Trasse wartet...
deswegen müssen Schutzgebiete durch Grünbrücken miteinenader vernetzt werden, und neue Korridore gebaut werden die ganz Deutschland miteinander vernetzt, damit die Tiere a) die Chance haben sich auszubreiten, und b) damit keine Inzucht entsteht und die genetische Vielfalt erhalten bleibt!!!
Das bei euch nur drei Rehe drüber laufen, liegt an der Tatsache das kein Verbundsystem für Wildtiere zu anderen Ökologisch wichtigen Gebieten besteht! Wenn genügend Grünbrucken vorhanden sind, dann wird sich das ändern!
Nachzulesen auf http://www.nabu.de/...

Klar ist die Finazierung solcher Projekte teuer, aber sie wird unumgänglich sein, weil wenn wir nichts für den Naturschutz und den Artenschutz tun, dann kriegen wir Strafen von Brüssel, und diese Beträge werden höher sein, als der Bau von 100 Grünbrücken!

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