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Bundesrechnungshof sieht Steuerbetrug in der Gastronomiebranche

Ob man im Restaurant sein Essen mitnimmt oder im Lokal isst, macht für den Kunden preislich keinen Unterschied, anders sieht es für den Gastronomen aus.

So genannte Außer-Haus-Verkäufe werden mit dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent besteuert, In-Haus-Verkäufe jedoch mit sechzehn Prozent.

Der Bundesrechnungshof beklagt sich jetzt in einer internen Mitteilung an das Finanzministerium über Steuerausfälle in Millionenhöhe, weil schwarze Schafe der Gastronomiebranche ihre Verkäufe falsch deklarieren.


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WebReporter: teledealer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Steuer, Gastronomie, Gastronom
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.08.2006 19:55 Uhr von teledealer
 
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Der Rechnungshof bringt auch gleich eine Lösung des Problems mit und schlägt nun die Abschaffung der Steuervergünstigung für Außer-Haus-Verkäufe vor.
Ich werde hier das Gefühl nicht los, das unter dem Deckmantel der Kriminalitätsbekämpfung eine Steuererleichterung für Unternehmer abgeschafft werden soll.
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25.08.2006 20:48 Uhr von GTE
 
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Steuererleichterung? Wenn das abgeschafft wird, können die gleich die Steuer auf die Lieferung von Lebensmitteln erhöhen, denn das kommt dem Außer-Haus-Verkauf gleich. Mal schauen, was der Verbraucher noch alles schluckt...
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25.08.2006 20:55 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Kann der Rechnungshof rechnen? der Verkaufsstand bei McDonalds (Beispiel der Quelle) verkauft zunächst ein paar Hamburger.

Der Verkäufer, weiss doch noch gar nicht, ob der Kunde die Ware (ohne Tablett) an den Tisch seines Kumpels schleppt - im Lokal anfängt hineinzubeissen und dann nach aussen spazieren geht, die Hälfte im Lokal isst und die andere nach Hause nimmt oder im Auto verspeisst.
Auch in der "Tüte" oder am "Autoschalter" gekaufte Hamburger könnte der Kunde - mangels Bequemlichkeit oder Angst vor Flecken oder Umdiskussion der Freundin - plötzlich wieder ins Lokal bringen.

Der Rechnungshof will demnächst den Kunden ein 8-seitiges Formular ausfüllen lassen, dass dann McDonalds einsenden muss - mit Stempel am Eingang und Ausgang des Lokals.
Die MwSt muss dann der Kunde in einer Umsatzsteuervoranmeldung selbst ans Amt überweisen.
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25.08.2006 21:38 Uhr von Petty EUR
 
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Wählerbetrug in der Politikbranche: Ich sehe einen groß angelegten Betrug in der Politikpranche.
Alle einsperren !
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25.08.2006 21:44 Uhr von milesmoeller
 
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Blöde Regelung: Finde die Regelung absoluten Schwachsinn!

wenn es andersrum wäre: Ok, würde halbwegs sinn machen, da Außer-Haus natürlich weniger Kosten verursacht und man den Gastronomen so entgegenkommen würde...

Zu McDonalds: Normalerweise fragen die jedes Mal nach, ob "zum hier essen oder zum mitnehmen"? Um dann entsprechend abzurechnen.

Ob die dann ggf. bei "hier essen" dann doch ganz ausversehen die 7%-Taste statt die 16%-Taste drücken, ist natürlich eine andere Geschichte
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25.08.2006 22:04 Uhr von Henniksen
 
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Und wenn ich jetzt sage "ich essen zuhause" und das zeug dann beim würger runterschlinge, mache ich mich dann mit strafbar ?
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25.08.2006 22:16 Uhr von Troll-Collect
 
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Lest die Quelle: dann wißt ihr, worum es geht.

"Außer-Haus natürlich weniger Kosten verursacht und man den Gastronomen so entgegenkommen würde."
Außer Haus = ähnlich wie Lebensmittel (ermäßigter Satz, weil Ernährung notwendig). Im Restaurant = Dienstleistung, also nicht Ernährung (Lebensmittel) im Vordergrund, deshalb voller Steuersatz.

" Und wenn ich jetzt sage "ich essen zuhause" und das zeug dann beim würger runterschlinge, "
Wer am McDrive sich den Fraß holt wird es sich wohl kaum anders überlegen und mit der Karre in die Bude fahren.

Es geht wohl kaum um ein paar Einzelfälle, in denen es sich die Leute kurzfristig anders überlegen, um sowas hingegen schon:

"In einem Fall, den die Steuerfahndung Heilbronn ermittelte, hatte ein Wirt sogar einen Außenumsatz von 100 Prozent, beim Innenumsatz herrschte Fehlanzeige"

Knackpunkt ist, der Preis für den Kunden ist gleich, wenn der Gastronom aber 16% MwSt. kassiert hat, aber nur 7% abführt, weil er das fix als Außer Haus umdeklariert hat, ist das üble Steuerhinterziehung.
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26.08.2006 00:29 Uhr von cartman007
 
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Steuer Diktatur: Steuern sind kriminell.

Steuern zwingen die Steuerpflichtigen, sprich:
Gefangene, Sklaven, Ausgebeutete dieses Staates,
zu einem Leben in Armut, während großkotzige Maulhelden, die in der sogenannten freien weißen Wirtschaft keinerlei Chance hätten, immer neue Qualen für das Volk auswürfeln.
Immer größere Gruppen von Schmarotzern müssen durchgefüttert werden.
Siehe u.a. : Unsere fettleibigen Politker, Gesundheit spielt bei denen keine Rolle. sind ja privatversichert!.

Ergo: Keine Steuern = Freiheit.
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26.08.2006 00:57 Uhr von jack200034
 
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Steuerschwachsinn: ich habe nie verstanden, warum der Verkauf von Lebensmitteln anders besteuert wird, als Dienstleistungen in der Gastronomie..

Warum fragen die überaus netten Bedienungen beim MC wo man denn speisen möchte ?? Wegen des Steuersatzes.... und ich habe es öfter als einmal erlebt, dass die Bedienung die "außerhaus verkauf" Taste gedrückt hat, obwohl ich mir den Magen in den Räumen verderben wollte...

9% mehr verdienen mit dem Betätigen einer Taste.. das hat doch mal was ;o)


@cartman : ist alles ok mit Dir ???
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26.08.2006 01:27 Uhr von shadow#
 
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@Troll-Collect: dann fahr mal durch den mcdrive und frag wie das mit dem ermäßigten steuersatz aussieht, und ob die die zuviel bezahlte kohle einfach einstecken wollen ;-)
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26.08.2006 08:24 Uhr von alexolaf
 
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es ist schwer genug: einen Gastronomiebetrieb in Deutschland aufgrund der Steuern aufrecht zu halten. Wollen wir hier mal nicht über Betrug sprechen. Gerade die Gastronomie sollte noch viel mehr Steuererleichterungen erfahren, dass die Restaurantbesitzer ihren Mitarbeitern gescheite Löhne zahlen können.
Denn nur wer in der Gastronomie arbeitet weiß was dies für ein "Knochenjob" ist und Unterbezahlung ist die Regel, bei zum Teil über zehn Stunden Arbeitszeit am Tag.
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26.08.2006 08:25 Uhr von mort76
 
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Alle Achtung! Da wird endlich mal gegen die Wirtschaftskriminalität in Deutschland vorgegangen!
Diese Restaurantbesitzer plündern das deutsche Volk aus!

Da kann doch echt niemand sagen, hier würden nur die kleinenFische verfolgt, hier werden die heißen Eisen angepackt!

Ich bin für die Aussendung von verdeckt ermittelnder Restaurantpolizei und lückenlose Dokumentation der Verkaufsaktivitäten per Videokamera, diese Bonzen mit ihren Restauants sind doch alles Verbrecher!

Gleichzeitig könnte man die Besteuerung des Trinkgelds erhöhen, der Gastronomie geht es ja SO gut, die können sich das doch leisten?
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26.08.2006 08:37 Uhr von Mi-Ka
 
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Könnte man eigentlich nicht von den Burgerbrater verlangen, dass sie einem die 50 Cent auszahlen, wenn man das Essen mitnimmt?
So rum könnt ihr es doch auch sehen.
Also nicht böser Staat sondern böser Konzern.
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26.08.2006 10:48 Uhr von evil_weed
 
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steuerbetrug: ist doch in unseren staat eher notwehr.

da braucht man auch keine moralischen bedenken zu haben, denn der staat nimmt sich das geld ja auch wie er es gerade braucht... und gibt dann 6 milliarden für die bundeswehr aus, obwohl das geld woanders viel dringender benötigt wird.

wer damit einverstanden ist, wie mit unseren steuergeldern umgegangen wird, der kann ja gerne den vollen steuersatz zahlen.
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26.08.2006 10:56 Uhr von vst
 
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Gastronomie? Sind das nicht die, die die Einführung des Euro am schamlosesten ausgenutzt haben?
Dreimal die hintereinander. Deutschgenie :-)

Es ist doch schon immer so gewesen. In der Gastronomie wurde schon immer betrogen.
Getränke und Essen ausgegeben und nicht eingetragen, bzw. nicht in der Kasse erschienen.

Prostitution und Gastronomie.
*g*
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26.08.2006 12:08 Uhr von Sergeant Cube
 
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Deutsche Steuergesetze: Obwohl Deutschland nur 0,07% der Erdoberfläche einnimmt, hat es einen Anteil von 60% der auf der Welt existierenden Steuergesetze.
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26.08.2006 12:10 Uhr von Spaßbürger
 
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Anstatt hier viel Geld auszugeben: um in der Gastronomiebranche die Steuerhinterzieheung zu suchen, sollte doch bitte erst mal doch gesucht werden wo es gelcih um Millionen geht.

Wäre sicher effektiver.
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26.08.2006 16:25 Uhr von normalo78
 
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ich erinnere mich noch an Zeiten, als es bei Außer-Haus-Verkauf tatsächlich billiger für den Kunden war. So sollte es bei einem durchlaufenden Posten auch sein.

Gruß

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