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Lehrstellenknappheit: Einige Unternehmen setzen auf Ausbeutung

Lehrstellen in der BRD sind knapp, diese Feststellung ist kein Geheimnis. Einige Unternehmen scheinen die Problematik auszunutzen und darauf zu drängen, die Ausbildungsstandards deutlich zu senken.

Die stellvertretende Bezirksvorsitzende des DGB in Berlin-Brandenburg Doro Zinke macht deutlich, dass dabei unter anderem auch die Ausbildungsvergütung oder die Arbeitszeiten in den Fokus der Unternehmen rücken.

Auch die Politik spielt in diesem Zusammenhang eine weniger erfreuliche Rolle. So drängen Politiker u. a. auf die Lockerung des Jugendarbeitsschutzes, welcher bisher zumindest noch ein Nachtarbeitsverbot für Jugendliche vorsieht.


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WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Unternehmen, Ausbeutung, Lehrstelle
Quelle: www.jungewelt.de

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59 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.08.2006 12:02 Uhr von 666leslie666
 
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Ward mal langsam Zeit: das auch in Deutschland Barrikaden brennen..

Üps vergessen ihr schlaft ja noch.. ;-))

Mfg jp
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23.08.2006 12:12 Uhr von P. Panzer
 
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Der Jetzt sind die Lehrstellenlosen drann!: "Lehrstellen in der BRD sind knapp"

Vielleicht weil die Wirtschaft nicht so viele Lehrlinge braucht?


"diese Feststellung ist kein Geheimnis."

Der Grund dafür aber schon!

"Einige Unternehmen scheinen die Problematik auszunutzen und darauf zu drängen, die Ausbildungsstandards deutlich zu senken."

Das ist das selbe wie mit den Arbeitslosen, diese Problematik hatte man ja auch ausgenutzt um die Wirtschaft nach und nach zu deregulieren! Und as Weltweit!


"Auch die Politik spielt in diesem Zusammenhang eine weniger erfreuliche Rolle. So drängen Politiker u.a. auf die Lockerung des Jugendarbeitsschutzes, welcher bisher zumindest noch ein Nachtarbeitsverbot für Jugendliche vorsieht."

Seh ich dann Nchts noch mehr 16 Jährige Mädchen rumlaufen?

Ach ich will euch Leser nicht nerven, schlaft mal weiter;-)
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23.08.2006 12:16 Uhr von Alfadhir
 
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ja und war doch auch schon vorher bekannt: genau das gleiche passiert mit arbeitsplätzen und weiter? macht doch eh niemend etwas dagegen die politiker haben uns eh verkauft und vom volk kommt kein wiederstand.
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23.08.2006 12:28 Uhr von Borgir
 
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Jawoll: sparen wo´s geht. Azubis werden doch eh ausgebeutet ohne ende und nun wollen sie die paar kröten auch noch kürzen.unfassbar.
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23.08.2006 12:41 Uhr von schlupfloch
 
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das erzähl ich schon seit jahren. aber es lassen sich ja alle blenden...
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23.08.2006 12:51 Uhr von Teppichratte
 
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Richtig! Lehrjahre sind keine Herrenjahre! Mein Opa musste seinem Lehrherrn noch Geld mitbringen.

Sorry, mehr als Schwachsinn fällt mir zu dem Schwachsinn gerade nicht ein.
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23.08.2006 12:54 Uhr von Manueldoninger
 
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Ich bin gegen Kürzungen: aus dem einen Grund: Heutzutage verbringen sehr viele Auszubildende den größten Teil der Ausbildung im normalen Betriebsablauf. D.h. dass sie zum großen Teil die selben Arbeiten erledigen, wie Facharbeiter. Und an die Auszubildenden werden die selben Qualitätsansprüche gestellt. Unter diesem Gesichtspunkt finde ich die Gehälter der Auszubildenden gerechtfertigt.
Ich war zwar selbst bis Juli 2005 noch Auszubildender mit entsprechend gutem Gehalt (weil großer Konzern und Ausbildung zum Mechatroniker), aber angesichts der Arbeiten für die ich eingesetzt war, fand ich das Gehalt angemessen.
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23.08.2006 13:17 Uhr von LethalSparks
 
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dummfug: zum einen verlangen sie heute höchste flexibilität auch von zukünftigen azubis, die ziehen womöglich
in eine andere stadt, kriegen aber weniger geld, und dass obwohl sie die selben preise zahlen müssen wie jeder andere auch. aber ohne ausbildung stehn sie als hartzIV empfänger da weil ihre eltern auch nicht viel haben sonst hätten sie ihren sprössling ja finanziell unterstützt. warum schreibt sich die politik in deutschland nicht gleich "erhärtung der zweiklassengesellschaft" auf die fahnen, denn unternehmen tun sie was für die unternehmer und es wär endlich mal ehrlich. danke...
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23.08.2006 13:17 Uhr von zahme
 
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lehrstellenknappheit: alle jahre wieder, diese kampagne und ändern tut sich nichts. die wirtschaft jammert auf hohem niveau, dass sie keine geeigneten bewerber findet und auf der anderen seite sind so viele junge, lernwillige menschen zu hause. wenn ich mir die voraussetzungen bei einigen lehrstellen anschaue, kann ich nur mit dem kopf schütteln. es geht hier um lehrstellen, junge leute, die geformt werden sollen, die lernen möchten und nicht um schon ausgebildete leute. es ist haarsträubend. auch ändert sich nichts an der bildung und dass nun schon seit jahren. nun auch noch die schraube an den lehrlingsgehältern anzusetzen, ist die härte. hier im osten gibt es vielfach nur noch betriebsübergreifende ausbildungen mit einem bafög von 192€ im monat. das auch noch zu kürzen eine frechheit. dass lehrlinge ausgebeutet werden ist schon lange bekannt und wird einfach so hingenommen. die lehrlinge haben keine lobby.
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23.08.2006 13:47 Uhr von quinn
 
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bahnhof: und was erhoffen sie sich durch die senkung der ausbildungsstandards?
dann zahlen sie den leuten weniger, weil sie nicht so hoch qualifiziert sind, auf der anderen seite geht die produktivität steil den bach runter, weil die leute nix können => man braucht mehr leute um das leistungsniveau zu halten und dann ist die ersparnis auch schon wieder futsch.

und was soll das mit der lockerung des jugendarbeitsschutzes? was bringt das? dann kann ich den lehrling auch nachts an die maschine stellen, aber eigentlich will ich doch eh, dass er weniger arbeitet, also warum raum für mehr arbeitszeit schaffen?
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23.08.2006 14:04 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Kein Mensch der Welt ersetzt Maschinen wenn es um die Rentabilität geht. Kein Mensch der Welt wird jemals billiger arbeiten als Maschinen. Das wird bald auch in China oder Taiwan so geschehen - die Betriebe setzen langsam auf Maschinen um, auch wen der Arbeiter nur 50 Cent / Stunde kostet.

Die Politik muss weg vom Irrtraum der Vollbeschäftigung und sich ein ganz neues System - vielleicht ohne Geld - ausdenken.
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23.08.2006 14:43 Uhr von Pitbullowner576
 
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was: nachtarbeit soll? z.b. Bäcker arbeiten nunmal nachts, wenn aber Lehrlinge erst ab 5 dürfen ist das nen problem da in vielen backstuben da schon nurnoch geputzt wird..
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23.08.2006 14:53 Uhr von Mitmirnicht
 
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Lehrstellen: gibt es eigentlich noch genug,das Problem sind die faulen jugendlichen von heute,da keiner mehr ins Handwerk will und körperliche Arbeit scheut,so siehts aus.
Jeder will Banker,Netzwerktechniker,Kaufmann oder Versicherungskaufmann werden um möglichst mit wenig Anstrengungen gutes Geld zu verdienen.
Handwerksberufen wie Dachdecker,Schreiner,oder Fleischer,Bäcker usw fehlt einfach der Nachwuchs.
Dazu kommen dann bei den Bewerbern auch noch starke Defizite in der Rechtschreibung und Mathematik e.t.c.
Wer stellt schon jemanden ein,der gravierende Mängel in den wichtigsten Fächern hat,da bleibt dann auch nicht mehr viel übrig an Bewerbern.
Traurig aber wahr!
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23.08.2006 15:33 Uhr von P. Panzer
 
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@ Mitmirnicht: "Lehrstellen
gibt es eigentlich noch genug,das Problem sind die faulen jugendlichen von heute,da keiner mehr ins Handwerk will und körperliche Arbeit scheut,so siehts aus.
Jeder will Banker,Netzwerktechniker,Kaufmann oder Versicherungskaufmann werden um möglichst mit wenig Anstrengungen gutes Geld zu verdienen."

Heulst Du jetzt wenn ich Dich widerlege?

http://de.news.yahoo.com/...

Bei den Herren sind auf folgendender Beliebtheitsskaler 2005

Platz 1 Kraftfahrzeugmechatroniker
Platz 2 Industriemechanikers
Platz 3 Anlagenmechaniker für Sanitär und Heuzung


Und die Damen hätten ohnehin sehr viel schlechtere Karten in diesen Berufen, falls Du dann auf die Damenwelt losgehen solltest.

"Handwerksberufen wie Dachdecker,Schreiner,oder Fleischer,Bäcker usw fehlt einfach der Nachwuchs."


Bei Fleichscher und Bäcker kann ich Dich "beruhigen"! die werden in der traditionellen Form nicht mehr gebraucht! In Zukunft werden sowieso nur noch Bäckereien wie Kamps (Automatische Produktion) oder die Discount-Bäcker geben (Teig kommt aus dem Ausland). Für alle anderen ist kein Platz da!

Eine grosse Fleichserei, hat seine Facharbeiter gegen Billiglöhner aus Ost-Europa ersetzt, mit diesem Wissen würde ich in dem Bereich auch keine Ausbildung anfangen wollen!

Und vom Dachdecker brauchen wir uns ja garnicht zu unterhalten, oder? Genauso wie andere Baustellenberufe auch!

"Dazu kommen dann bei den Bewerbern auch noch starke Defizite in der Rechtschreibung und Mathematik e.t.c."

Also hier im Forum habe ich immer dem Fehler das ich Buchstaben auslasse, im realen Leben habe ich den Fehler das keiner meine Handschrift lesen kann! Deswegen durfte ich damals auch nicht in den Ferien Regale einräumen! (Ausreden sind immer da)

"Wer stellt schon jemanden ein,der gravierende Mängel in den wichtigsten Fächern hat,da bleibt dann auch nicht mehr viel übrig an Bewerbern.
Traurig aber wahr!"

Du da kenne ich aber gegenteilige Argumente!

Mein Opa sagte damals immer "im Handwerk braucht keiner mit guten Noten ankommen, die können nichtmal einen Nagel in die Wand hauen!"

Mein Opa war ALLES andere als Gut in der Schule! (Er war richtig schlecht) aber für eines beneideten ihm seine Mitmenschen! Das ernorme Talent in vielfälltigen Handwerklichen Dingen! Kombiniert mit einer Qualität und Schnelligkeit! (Er liebte solche arbeiten einfach!) Er hat sogar geweint als er wegen eines Unfalls in Frührente musste! Er konnte laufen sich bewegen alles, nur seine Hände zitterten und in einer anderen verlor er seine Kraft! (das mit 45)

Aber Du wärst so smart gewesen und hättest ihm keine Chance gegeben, oder?


Also hör auf mit diesen Ausreden!
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23.08.2006 15:34 Uhr von Hämorrhoidenkönig
 
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solche schweine: ich finde es eine frechheit, dass so eine ausnutzung zugelassen wird. Nachtarbeit für jugendliche...warum nicht gleich sklavenarbeit?
Aber naja, nachdem ich gelesen habe, dass einer arbeitsuchenden der job einer hure vermittelt wurde News ID: 632253 wundert mich garnichts mehr
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23.08.2006 16:25 Uhr von eros007
 
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P.Panzer: Du hast Recht, nicht alle Lehrlinge oder welche, die es gerne würden, können weder rechtschreiben noch rechnen, aber man kann auf der anderen Seite dennoch nicht verschweigen, dass es eben auch solche gibt, die mit unzureichenden Fähigkeiten von der Schule kommen. Natürlich braucht man als Bäckerlehrling kein mathematisch veranlagter Mensch sein. Das kann kontraproduktiv sein, wie du ja selbst geschrieben hast. Dein Opa in allen Ehren, aber ich würde heute eher behaupten: „Auch unter den Leuten mit guten Noten in der Schule gibt es viele, die keinen Nagel in die Wand schlagen können.“ Der wichtige Unterschied ist, dass es auch Leute mit schlechten Noten gibt, die das nicht können und für eine handwerkliche Lehre mehr schlecht als recht geeignet sind. Wahrscheinlich sogar in ähnlich hohem Anteil wie unter Gymnasiasten.

Zudem vermitteln schlechte Rechtschreib-/Rechenkenntnisse noch ein Bild von Jugendlichen. Dass man in der Schule faul war. Jeder, der sich in der Schule anstrengt, kann mit einem Hauptschulabschluss einen einigermaßen fehlerfreien Text schreiben. Er wird kein Goethe sein, und wahrscheinlich wird er trotz Anstrengungen an der einen und anderen Stelle dennoch Fehler nicht vermeiden können. Aber in der Regel erkennt man an solchen Fertigkeiten, wie sie die Schule vermittelt, ob einer willens ist, sich anzustrengen, oder nur ein Störenfried war und vielleicht auch noch im Betrieb sein kann. In Zeiten wie der heutigen, wo es zu wenige Ausbildungsplätze und zu viele Bewerber gibt, kann es dann schon vorkommen, dass man anhand solcher Kriterien viele Leute aussiebt. Da können auch begabte Handwerker verloren gehen, keine Frage. Unter anderem solche, die in der Schule nicht motiviert werden konnten. Es ist fragwürdig, ob Unternehmen mangels fehlender Rechen-/Sprachfertigkeiten einen Platz unbesetzt lassen sollten, da man zufällig einen begabten erwischen könnte. Andererseits ist meiner Meinung nach bei solchen, die halbwegs fehlerfrei schreiben können, die Wahrscheinlichkeit einfach höher, dass sie sich anstrengen möchten und damit für den Unternehmer eher von Nutzen sind.

Die Frage ist: Wie kann man der fehlenden Motivation der Jugendlichen und fehlenden Kenntnissen (die auch hin und wieder wichtig sind) entgegenwirken? Dazu müssen die Schulen schleunigst verbessert werden. Die Lehrer müssen mit kleineren Klassen arbeiten können oder eben zwei Lehrpersonen am Stück – die Erfahrungen zeigen, dass so die Leistung der Klasse deutlich steigt. Wir müssen sinnlosen Stoff aus der Schulbildung weglassen und solche, der junge Leute eher motiviert, hinzugeben. Kinder müssen endlich als das begriffen werden, was sie sind. Sie sind nicht die schreienden Plagen von nebenan (wobei, das sind sie eine Zeit lang auch), sondern vor allem unser Potential für die Zukunft. An ihnen erkennt man, wie wichtig uns die Zukunft ist. Dreimal könnt ihr raten, was ich glaube, wie wichtig wir Deutschen sie empfinden... :-)

Nicht zuletzt glaube ich auch, dass die Tatsache, dass wir als Gesellschaft einerseits wenige Kinder haben und andererseits bildungsnahe/politiknahe Schichten nochmals einen geringeren Anteil an ihnen haben, nicht ganz unschuldig an dieser schlechten Situation ist. Wenn man kein Kind hat, ist einem eine gute Schulbildung auch ziemlich egal – die kostet ja nur Steuergelder und bringt einem persönlich nix (so die gängige Meinung). Oder wenn die eigene Stimme nicht viel zählt wie jene von weniger gebildeten Schichten, die einfach nicht die Möglichkeit haben, in selbem Maße an der Politik mitzuwirken. Insofern glaube ich, dass die Situation bei mehr Kindern sogar besser wäre, weil dann die entsprechende Gruppe der Eltern einfach mächtiger wäre. Wie auch immer, wir können dank der wenigen Kinder dennoch was Positives leisten: Das Schulsystem ist mit relativ geringen Kosten auf Vordermann zu bringen, da ja der Anteil der zu versorgenden Kinder klein ist. Der politische Wille ist derzeit aber nicht da.
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23.08.2006 16:28 Uhr von Mitmirnicht
 
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@P.Panzer: <<<Heulst Du jetzt wenn ich Dich widerlege?>>>
Warum sollte ich?Das was du dort zitierst,zählt bis auf die sanitären,zu den Industrieberufen und hat mit Handwerksberufen wenig zu tun.

<<<Bei Fleichscher und Bäcker kann ich Dich "beruhigen"! die werden in der traditionellen Form nicht mehr gebraucht! In Zukunft werden sowieso nur noch Bäckereien wie Kamps (Automatische Produktion) oder die Discount-Bäcker geben (Teig kommt aus dem Ausland). Für alle anderen ist kein Platz da!>>>

Wo hast du diese Weisheit her? Quelle?
Selbst Kamps braucht ausgebildete Bäcker,ohne gehts nicht,dafür gibt es Verordnungen der Handwerkskammern? Und ob der Teig aus der Türkei kommt oder vom Hindukusch ist dabei auch völlig schnuppe.

<<<Eine grosse Fleichserei, hat seine Facharbeiter gegen Billiglöhner aus Ost-Europa ersetzt, mit diesem Wissen würde ich in dem Bereich auch keine Ausbildung anfangen wollen!>>>
Ob das Billiglöhner sind oder nicht,relevante Arbeiten,die nur von ausgebildeten Fleischern gemacht werden können,werden auch von diesen gemacht,selbst in diesen "Billiglohnfleischereien".

Du solltest keine Behauptungen aufstellen,die du nicht belegen kannst,denn auch dafür gibt es strenge Richtlinien der Handwerkskammern.

<<<Und vom Dachdecker brauchen wir uns ja garnicht zu unterhalten, oder? Genauso wie andere Baustellenberufe auch! >>>

Ach?Warum nicht,werden wir in Zukunft in Zelten leben?
Hier bei uns in Erkrath (48 000 Einwohner)sind 4 Dachdeckereien,die Lehrlingsmangel haben.
Aber das sind Berufe bei denen man sich bewegen muss und ab und an auch mal rechnen können muss(Aufmass e.t.c.).

<<<Mein Opa war ALLES andere als Gut in der Schule>>>

Du solltest nicht Äpfel mit Birnen und nicht andere Zeiten mit der heutigen Zeit vergleichen.
Dein Opa wird wohl mindestens so um die 60 sein,also in einer anderen Zeit aufgewachsen.
Damals war der sogenannte Wirtschaftsaufschwung (falls dir das was sagt) und die Vorraussetzungen waren nicht so hoch wie heute,da Nachwuchs an männlichen Arbeitskräften fehlte (aus nachvollziebaren Gründen),daher wurde das Augenmerk mehr auf Handwerkliches Geschick gelegt und jeder der halbwegs einen Pinsel halten konnte,hatte gute Chancen.
Dafür gabs aber auch noch ab und zu ein paar Schellen vom Meister,wenns nicht klappte und Farbe genauso wie die Materialvielfalt war viel geringer,so das die Ausbildung selbst,vom Wissensanspruch dem Lehrling weniger abverlangte als heute.

Frag mal deinen Opa,der wird dir schon einiges erzählen können ;)
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23.08.2006 16:59 Uhr von P. Panzer
 
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@Mitmirnicht: "Warum sollte ich?Das was du dort zitierst,zählt bis auf die sanitären,zu den Industrieberufen und hat mit Handwerksberufen wenig zu tun."

Also dafür braucht man sich nicht dreckig zu machen und einfach ist das alles auch noch?

Es ging Dir doch um die Faulheit, oder nicht?

"Wo hast du diese Weisheit her? Quelle?"

Praktikum bei einer Grossbäckerei!


"Selbst Kamps braucht ausgebildete Bäcker,ohne gehts nicht,"

Aber in welcher Form? Und in welchen Mengen?

"dafür gibt es Verordnungen der Handwerkskammern? "

Meine Ausbildung unterlag der IHK, weißt Du wie die gearbeitet und überprüft haben? Die riefen in der Verwaltung meiner Firma an und fragten "Bilden sie aus?; Wo? OK wir schicken ein Zertifikat hin" Auf diesen Zertifikat (DIN A3) Stand dann gross und sichtbar für alle Kunden das dieses ein von der Ihr geprüfter Ausbildungsbetrieb sei!

"Und ob der Teig aus der Türkei kommt oder vom Hindukusch ist dabei auch völlig schnuppe."

Du sparst an Personal, der für die Kontrolle so wie Anfertigung des Teigs zuständig ist.

"Ob das Billiglöhner sind oder nicht,relevante Arbeiten,die nur von ausgebildeten Fleischern gemacht werden können,werden auch von diesen gemacht,selbst in diesen "Billiglohnfleischereien"."

Dieser Billiglöhner wurden vorher von den deren Vorgängern angelernt! Natürlich befinden sich noch ein paar von den originalen dort, aber in welcher Anzahl?

"<<<Und vom Dachdecker brauchen wir uns ja garnicht zu unterhalten, oder? Genauso wie andere Baustellenberufe auch! >>>

Ach?Warum nicht,werden wir in Zukunft in Zelten leben?"

Wir haben hier viele Baustellen und dort arbeiten viele Araber und Ost-Europäer, also mach Dir keine Sorgen! Gut sind die auch noch!

"Hier bei uns in Erkrath (48 000 Einwohner)sind 4 Dachdeckereien,die Lehrlingsmangel haben."

Weil die Jugendlichen ein anderen Ausbildungsplatz gefunden haben? Wieso GENAU? Wieviele Bewrbungen wurden eingerecht und wieviel Bewerber wurden nicht genommen? Immerhin ist das ein kleinerer Ort!

"Du solltest nicht Äpfel mit Birnen und nicht andere Zeiten mit der heutigen Zeit vergleichen."

Wieso nicht Menschen sind Menschen!

"Damals war der sogenannte Wirtschaftsaufschwung (falls dir das was sagt)"

UND? NA UND? Heute haben wir ein Produktivitätsphänomen (falls dir das was sagt)
Uns geht es heute Produktivitätstechnisch um längen besser als in den 60ern oder 70ern!

"und die Vorraussetzungen waren nicht so hoch wie heute,da Nachwuchs an männlichen Arbeitskräften fehlte "

Nach deinem Aussagen doch heute auch, oder? Und warum sind dann die Anforderungen so hoch?

"(aus nachvollziebaren Gründen),"

Und heute aus anderen! Ich kann Dir wieder jemanden nennen , der ist Jünger als ich (Maler und Lackierer) SEHR SCHLECHT in der Schule aber einfach begabt!

"daher wurde das Augenmerk mehr auf Handwerkliches Geschick "

Das sollte man HEUTE immernoch machen!

"Dafür gabs aber auch noch ab und zu ein paar Schellen vom Meister,wenns nicht klappte "

Als das heute anders wäre.

Oder wolltest Du damit sagen "Wenn die Betriebe ihre Lehrlinge züchtigen dürfen dann geht es wieder Bergauf!"???

"Frag mal deinen Opa,der wird dir schon einiges erzählen können ;)"

Das ist leider nicht mehr möglich
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23.08.2006 17:12 Uhr von Henk Honksen
 
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Jetzt sind auch die Lehrlinge dran: Nachdem Uni-Absolventen ja schon lange durch "Praktikas" ausgebeutet werden, sind nun also auch die Lehrlinge dran. Es ist langsam unerträglich bei uns !!
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23.08.2006 17:14 Uhr von Mitmirnicht
 
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@P.Panzer: Ich werde nachher nochmal darauf eingehen,aber vorher solltest du dir mal diesen Artikel zu Gemüte führen:
http://www.arbeitsmarktforschung.ch/...

P.S Beileid und schade,das du den alten Herrn nicht mehr fragen kannst
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23.08.2006 17:27 Uhr von P. Panzer
 
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@ eros007 und seine alten Vorstellungen Teil 1: "Du hast Recht, nicht alle Lehrlinge oder welche, die es gerne würden, können weder rechtschreiben noch rechnen, aber man kann auf der anderen Seite dennoch nicht verschweigen, dass es eben auch solche gibt, die mit unzureichenden Fähigkeiten von der Schule kommen. "

Wir sprechen hier von Menschen und nicht von Produktionsgut! Menschen sind vielseitig! Das bedeutet sie sind vielseitig brauchbar sowie unbrauchbar! Und das muss man wieder lernen! Man versucht alles wissende und alles könnende Roboter aus uns zu machen! Hast Du mal Deinem Mathelehrer eine EINFACHE Biologie-Aufgabe gegeben? (Ich glaube Du weißt was ich generel mit ausdrücken möchte?)


"Natürlich braucht man als Bäckerlehrling kein mathematisch veranlagter Mensch sein. "

Hast Du mal RTL Explosiv die Reportage gesehen? Als so ein Konditor ein Stift suchte? Die jungen Leute wussten tatsächlich nicht wer unsere Bundeskanzlerin ist! (Vielleicht Lampenfieber weil Kamera?) Egal! Nur weil die Politisch sau dumm waren (sag ich mal ganz hard) bedeutet es nicht das die für DIESEM Beruf ungeeignet sind!


"Dein Opa in allen Ehren, aber ich würde heute eher behaupten: „Auch unter den Leuten mit guten Noten in der Schule gibt es viele, die keinen Nagel in die Wand schlagen können.“"

Genau das sagte er doch!

" Der wichtige Unterschied ist, dass es auch Leute mit schlechten Noten gibt, die das nicht können und für eine handwerkliche Lehre mehr schlecht als recht geeignet sind. Wahrscheinlich sogar in ähnlich hohem Anteil wie unter Gymnasiasten."

Das muss man rausfinden! Nicht pauschalisieren! Wie es HEUTE die Unternehmen machen!

"Zudem vermitteln schlechte Rechtschreib-/Rechenkenntnisse noch ein Bild von Jugendlichen. Dass man in der Schule faul war. "

Also meine Rechtschreibung war IMMER unter aller Sau, dennoch wurde ich gelobt! (aber für viele andere Sachen)

"Jeder, der sich in der Schule anstrengt, kann mit einem Hauptschulabschluss einen einigermaßen fehlerfreien Text schreiben. Er wird kein Goethe sein, und wahrscheinlich wird er trotz Anstrengungen an der einen und anderen Stelle dennoch Fehler nicht vermeiden können. Aber in der Regel erkennt man an solchen Fertigkeiten, wie sie die Schule vermittelt, ob einer willens ist, sich anzustrengen, oder nur ein Störenfried war und vielleicht auch noch im Betrieb sein kann. "

Das kannst Du anhand von Noten garnicht rauspicken und da kenne ich HARDCORE EXTREMBEISPIELE! (Und zwar mehrere!)


"In Zeiten wie der heutigen, wo es zu wenige Ausbildungsplätze und zu viele Bewerber gibt, kann es dann schon vorkommen, dass man anhand solcher Kriterien viele Leute aussiebt. Da können auch begabte Handwerker verloren gehen, keine Frage. Unter anderem solche, die in der Schule nicht motiviert werden konnten. "

Siehst Du? Mir doch egal ob einer Gut in der Schule war oder nicht! Hauptsache er kann das was MIR wichtig ist!
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23.08.2006 17:28 Uhr von P. Panzer
 
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@ eros007 und seine alten Vorstellungen Teil 2: "Es ist fragwürdig, ob Unternehmen mangels fehlender Rechen-/Sprachfertigkeiten einen Platz unbesetzt lassen sollten, da man zufällig einen begabten erwischen könnte. Andererseits ist meiner Meinung nach bei solchen, die halbwegs fehlerfrei schreiben können, die Wahrscheinlichkeit einfach höher, dass sie sich anstrengen möchten und damit für den Unternehmer eher von Nutzen sind."

Manche Dinge im Leben haben was mit Talent und Verständniss zu tun, so das Anstrengungen keinerlei Rolle spielen, lass Dich nicht von so einem Irglaube leiten!
Nachdem Motto "Wenn das stimmt, dann stimmt das andere auch!" Und viele Leute die so dachten wie Du, wunderten sich das der Panzer dies und das so gut kann aber hier und da zu doof ist! (Ich bin nur ein Mensch!)

"Die Frage ist: Wie kann man der fehlenden Motivation der Jugendlichen und fehlenden Kenntnissen (die auch hin und wieder wichtig sind) entgegenwirken? Dazu müssen die Schulen schleunigst verbessert werden. "

Die Schulen verbessert werden? Aber Du liest doch auch die Meinungen eines "Mitmirnicht"? Er gibt den Jugendlichen die Schuld! Jetzt stell Dir mal vor! ALLE Schulen sind verbessert und ALLE Schüler fähig und motiviert! (in einer funktionierenden Gesellschaft keien Utopie) Bedeutet es dann das ich als Unternehmer jeden brauche? Was machen wir mit dem Rest?

"und solche, der junge Leute eher motiviert, hinzugeben. Kinder müssen endlich als das begriffen werden, was sie sind. Sie sind nicht die schreienden Plagen von nebenan (wobei, das sind sie eine Zeit lang auch), sondern vor allem unser Potential für die Zukunft. An ihnen erkennt man, wie wichtig uns die Zukunft ist. Dreimal könnt ihr raten, was ich glaube, wie wichtig wir Deutschen sie empfinden... :-)"

Du schreist nach mehr Kinder? Wieso? Weil Ausbildungsstellen fehlen? Weil Arbeitsplätze fehlen? DESWEGEN? Dir ist klar das Volkswagen (um nur ein Beispiel zu nennen) HEUTE schon in der Lage ist 15 Millionen Autos zu produzieren die niemand kauft? Ob die wohl in nächster Zeit in D Arbeitsplätze schaffen? Oder Abbauen?
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23.08.2006 17:39 Uhr von Hämorrhoidenkönig
 
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wow: hier werden ja richtige romane geschrieben;-)
passt auf, dass euch nicht die finger glühen....
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23.08.2006 18:12 Uhr von eros007
 
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P.Panzer: "Das kannst Du anhand von Noten garnicht rauspicken und da kenne ich HARDCORE EXTREMBEISPIELE! (Und zwar mehrere!)"

Das stimmt, wie ich auch selbst zugegeben habe. Aber es gibt dennoch einen gewissen Zusammenhang zwischen schulischer Leistung (muss nicht nur die Rechtschreibung sein, sondern gilt auch allgemein) und Befähigung für einen handwerklichen Beruf. Der Wille allein ist nicht alles, das stimmt, aber für den Arbeitserfolg ist auch Motivation dringend nötig. Ein Mitarbeiter, der von sich aus Arbeiten anpackt (weil er motiviert ist), ist deutlich produktiver als einer, der zwar ebenso talentiert ist, aber nicht so recht Lust hat, dieses zu nutzen. Es gibt gerade im Handwerksbereich viele Arbeiten, die ein motivierter Mitarbeiter auch sieht, ohne dass sie ihm der Chef aufträgt. Bei weniger motivierten Mitarbeitern (und gerade bei Jugendlichen) ist das nicht der Fall. Das Talent spielt eine untergeordnete Rolle. Wenn ein Unternehmer die Wahl hat, sucht er sich solche aus.

"Hauptsache er kann das was MIR wichtig ist!"

Vollkommen richtig, genau so sollte es sein. Aber das Problem hierbei ist: Wie findet der Unternehmer raus, ob der Bewerber das kann, was wichtig ist? Schaue ich nur auf Schulnoten, suche ich mir gegebenenfalls den falschen. Soweit sind wir uns einig. Mache ich einen kurzen Test oder schaue einfach nur auf die Bewerbungsunterlagen, habe ich wieder nur solche Fähigkeiten abgefragt, die im Handwerklichen nicht zentral sind. Will ich rausfinden, was einer wirklich kann, muss ich als Handwerker wohl oder übel mit ihm arbeiten (eine andere Strategie kenne ich nicht). Das kostet aber Zeit und Geld, und gerade bei Kleinunternehmen mit wenigen Mitarbeiten spielt das durchaus eine Rolle. Gibt es zu viele Bewerber, muss der Unternehmer dennoch eine Auswahl treffen. Aber worauf fußt er diese? Alle eine Woche lang auszuprobieren kommt für viele nicht in Frage (es wäre schön, wenn es das könnte). Also schließt man - in der Regel aufgrund von Erfahrungen vergangener Jahre - anhand von schnell überprüfbaren Daten wie Schulzeugnissen oder Bewerbungsschreiben auf die zu erwartenden Fertigkeiten. Genau das passiert meiner Meinung nach immer wieder. Es gibt leider auch viele Jugendliche, die vor Jahren ein schlechtes Beispiel abgaben und deshalb den heutigen Jugendlichen das Leben schwerer machen, weil aufgrund von oberflächlichen Kriterien entschieden werden muss.

Eventuell müssten hier staatliche Anreize geschaffen werden, dass die ersten Wochen leichter unterbrochen werden können, wenn es denn überhaupt nicht klappt. Aber damit wäre ein Aufschrei verbunden - kein Schutz für die Jugendlichen! Aber was soll man denn machen?

Damit zum nächsten Punkt: Selbst wenn alle Jugendlichen optimal von der Schule kämen, hätten wir wahrscheinlich nicht genug Plätze. Jedenfalls kurzfristig nicht. Aber ganz sicher bin ich nicht. Ich habe so was nie umgesetzt gesehen und weiß nicht, was passiert, wenn plötzlich alle Jugendlich ziemlich gut ausgebildet und motiviert sind. Jedenfalls sehe ich an den Erfahrungen in einigen Ländern wie den skandinavischen, dass sich seit der Verbesserung der Bildung auch die Situation für Jugendliche merklich entspannt hat - sprich die Jugendarbeitslosigkeit ist gesunken. Wie wir beide wissen, ist Bildung allein kein Patentrezept und niemand weiß, wie es bei guter Bildung tatsächlich sein würde (ob dann eben die, die nicht ganz so gut sind, auf der Strecke blieben). Aber da die Erfahrungen der Länder, die merklich in Bildung investierten, alle in die Richtung zeigen, in die wir uns bewegen wollen, fände ich die Investition dennoch sinnvoll.

Wenn wir mit bester Bildung die (Jugend-)Arbeitslosigkeit nicht ganz wegbringen, aber dennoch deutlich reduzieren können, lohnt es sich dann deiner Meinung nach erst gar nicht, damit anzufangen? Ich finde, wir müssen es dennoch versuchen. Es gibt ja Verbesserungsmöglichkeiten. Wenn die ausgereizt sind, kann man auch andere Ideen umsetzen. Oder auch schon während die Verbesserung greift. Aber ich kenne keine andere Idee, die uns sonst noch helfen kann.
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23.08.2006 18:13 Uhr von eros007
 
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weiter: Zu den Kindern:
"Du schreist nach mehr Kinder? Wieso? Weil Ausbildungsstellen fehlen? Weil Arbeitsplätze fehlen? DESWEGEN?"

Merklich weniger Kinder als wir derzeit haben, hat kein anderes Land auf dieser Welt. Aber es gibt Länder mit merklich mehr Kindern, auch industrialisierte. Da kommen mir (wieder einmal?) die skandinavischen Länder in den Sinn. Und in diesen Ländern gibt es mehr Ausbildungsstellen als bei uns. Anders gesagt, dort liegt die Jugendarbeitslosigkeit deutlich niedriger als hier. Dort liegt die Arbeitslosigkeit geringer. Es mag an einem anderen System liegen, das an sich erfolgreicher ist. Aber es mag auch daran liegen, dass mehr Kinder eben doch positiv sind. Das glaube ich jedenfalls. Frankreich beispielsweise bezeichnet als äußerst positiv, dass die Kinderrate bei 1,95 Kinder/Frau liegt und führt einen beträchtlichen Teil des Wachstums genau darauf zurück. Außerdem erklärt man sich auch dort den Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Teil durch den erhöhten Betreuungsbedarf. Und die Seiteneffekte.

Fakt ist, dass es kein Land mit weniger Kindern gibt als uns, das sinkende Arbeitslosenzahlen hat (das mag daran liegen, dass es eben keines mit weniger Kindern gibt). Aber es gibt Länder mit mehr Kindern und sinkender Arbeitslosigkeit. Zumindest Schweden hat die Arbeitslosigkeit zwischen 1997 und 2005 spürbar reduzieren können, siehe http://www.scb.se/... Seite 15 oben. In der Zeit kamen gerade die geburtenstarken Jahrgänge der 80er Jahre (>2 Kinder/Frau) auf den Ausbildungsmarkt und kurze Zeit später auf den Arbeitsmarkt. Erstaunt? Komisch, dass ich kein entwickeltes Land kenne, in dem die Kinderrate sank und daraufhin die Arbeitslosigkeit (etwa 15 Jahre später) zurückging. Vielleicht gibt es doch eine Korrelation.

Und selbst wenn es keinen Zusammenhang gibt (d.h. die prozentuale Arbeitslosenrate ändert sich durch Kinder nicht), mehr Kinder bedeuten, dass wir mehr Schultern haben, die die Lasten der Zukunft tragen. Wir müssen sie natürlich gut ausbilden, keine Frage. Aber in einer höheren Kinderanzahl (sofern sie nicht zu hoch ist) sehe ich deutliche Vorteile.

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