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CDU gegen Atomausstieg: Umfrage des Umweltministeriums "zweifelhaft"

Im Koalitionsvertrag zwischen der SPD und der CDU wurde der Atomausstieg Deutschlands bis 2021 festgeschrieben. Damit will sich die CDU nun offenbar nicht zufrieden geben, denn Unionsfraktions-Vize Reiche fordert zum Überdenken dieses Punktes auf.

Dabei nannte sie eine Umfrage des Umweltministeriums, in der sich rund zwei Drittel der Bevölkerung für eine Abkehr von der Atomenergie aussprachen, "zweifelhaft". Diese Umfrage wurde zwei Wochen nach dem Störfall in einem schwedischen AKW gestartet.

Reiche wies auf die immer höher werdenden Preise für Energie hin, vor diesem Hintergrund könne Deutschland vorerst nicht auf Atomenergie verzichten. Dabei sei die mit der SPD getroffene Abmachung "keine Aufforderung für ein Denkverbot".


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WebReporter: rudi2
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Umfrage, CDU, Umwelt, Atomausstieg, Umweltminister, Umweltministerium
Quelle: www.netzeitung.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.08.2006 15:32 Uhr von Griesgram_DU
 
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Atomausstieg: in der heutigen Zeit ist das dümmste was man machen kann. Das Öl aus dem nahen Osten steht auch auf der Kippe. Und alle Marktplatzschreier die jetzt protestieren wollen alle einen warmen Arsch im Winter haben
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21.08.2006 15:47 Uhr von eros007
 
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Gegen Weiß und Schwarz: Ich bin nicht unbedingt für Atomenergie, aber auch nicht unbedingt dagegen. Wenn wir nach sinnvoller Kosten-Nutzen-Rechnung unter Einbeziehung der ermittelbaren Kosten (also betriebsnahe Forschung, Betrieb, Entsorgung) in Verbindung mit der möglichen Versorgung aus Uranvorkommen im Inland oder im befreundeten Frankreich zu dem Schluss kommen, dass sich Atomenergie lohnt, ist es äußerst dumm, sie nicht zu verwenden. Dasselbe muss mit den Alternativen passieren. Verbrennen wir Erdöl oder -gas, muss die Importabhängigkeit berücksichtigt werden und ebenso die Schäden wegen Verschmutzung durch CO2-Emissionen. Bauen wir Windräder, muss auch hier das Aufstellen und Betreiben berücksichtigt werden. Die Grundlagenforschung an Energiegewinnung allerdings nicht. Wobei sich die nicht allein an den Vorlieben der Physiker zu richten hat, sondern auch am Potential als Energiequelle. Momentan sehe ich es als sinnvoll an, an der Erzeugung von Energie aus Biomasse zu forschen. Wie man aus Nutzplanzen (meist entweder schnellwüchsig oder ölhaltig oder beides) möglichst effizient Energie gewinnt, scheint mir als halbwegs interessierten Bürger derzeit ein sehr interessantes Gebiet. Gepaart mit Forschung an Kernfusion und anderen alternativen Energieträgern sowie der effizienteren Verbrennung von Kohle. Den erneuerbaren Energien sollte man Starthilfen in Form von Subventionen geben, aber auf beschränkte Zeit und mit klaren Zielvorgaben.

Gänzlich widersprechen muss ich nur ideologischen Diskussionen, ob jetzt Kernenergie wichtig ist oder nicht. So wie es derzeit aussieht, und wenn die Sicherheit gewährleistet ist (was ich auch bejahen würde), spricht nichts gegen längere Laufzeiten. Vor dem Errichten neuer AKWs sollte allerdings die obige Kosten-Nutzen-Rechnung ehrlich durchgeführt werden. Falls sie positiv ausfällt, kann man das Thema weiter verfolgen. Ob jetzt doppelt so viel Atommüll zu lagern ist, spielt keinen so großen Unterschied, dass man Kernenergie von vorherein ausschließen könnte. Wir sind jetzt eben in der Gewinnung drin. Wesentlich sind momentan sowohl die Energiepreise als auch die Umweltverträglichkeit. Steigende Energiepreise sind schlecht, aber ebenso zu starke Umweltzerstörungen. Hier gilt es, den besten Mittelweg zu finden, unabhängig von der Ideologie.
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21.08.2006 15:54 Uhr von 666leslie666
 
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@ Griesgram Du: Ich hab auch nix gegen Atomkraft,sofern sie aus Deutschland kommt.
Wir haben weltweit die sichersten Meiler.

Das lustige an der ganzen Geschichte.
In Germany werden die Meiler abgeschaltet und EON und Konsorten kaufen dann ganz einfach den Atomstrom aus
Schrottländern wie Russland usw.
Natürlich wirds zu deutschen Preisen verkauft.
Aber das Uran hält auch nicht mehr ewig

Es wird Zeit das die gesamte Energiewirtschaft und Versorgungswirtschaft wieder verstaatlicht wird,damit diese Blutsauger das deutsche Volk nicht mehr aussaugen können.

Die nächsten Strom und Gaspreiserhöhungen sind ja schon angekündigt.

Wenn ihr alle schlau seid erzeugt ihr selber Energie.

Blockheizkraftwerke und ähnliches.

Mfg jp
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21.08.2006 16:10 Uhr von terrordave
 
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gähn: die cdu rechnet und schreibt und die spd tut so als ob sies nicht hören würde...eine tolle koalition haben wir da!

der atomausstieg ist sowie so eine blöde sache gewesen. tschernobyl wird immer als totschlag-argument benutzt aber dabei übersehen alle das das ein alter russen-reaktor war, in dem man keine energie sondern atomwaffen produziert hat... aber klaaaar: wir holen uns von da den strom und schalten dafür unsere teile ab - wird viel billiger...für die konzerne!!

hab letztens ferien in norddeutschland gemacht. das hotel steht in der nähe eines windrades. das teil war bei voller funktion tierisch laut! und sieht sowieso scheiße aus, produziert nicht mal 10% des deutschen stroms aber soll uns in 4 jahren den strom liefern oder was?

naja, hauptsache wir bauen damit die russenmafia (manchmal auch "regierung" oder "kreml" genannt) auf. die armen schweine haben ja auch nix zu fressen...
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21.08.2006 16:15 Uhr von mäckie messer
 
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uran oder öl: 1. so weit ich in vwl informiert bin, ist uran auf jeden fall vor erdöl alle, so wie der derzeitige verbrauch ist - so viel also zu diesem argument.

2. gehören doch sicherlich genug user hier zur generation tschernobyl - ich möchte nicht wissen, welche folgen davon noch auftreten werden. und darüber, wie lange es dauert, bis atommüll ungefährlich wird, möchte ich auch lieber nicht nachdenken. dieses jahrtausend lebt jedenfalls gefährlich, mit all den unterirdischen endlagern.

3.steht im koalitionsvertrag nunmal eindeutig drin, dass der 2000 beschlossene atomausstieg nicht geändert werden soll. und darin liegt für deutschland doch eine große chance, denn je mehr wir uns von den traditionellen rohstoffen unabhängig machen, umso schneller wird die erschließung erneuerbarer energien vorngetrieben. das beschert deutschland jetzt bereits eine forschungs- und wirtschaftsvorsprung.

4. bin ich auch kein vehementer atomkraftgegner, wegen mir hätte das auch ruhig länger dauern können. aber wenn es jetzt einmal beschlossen ist, dann sollte der beschluss auch durchgezogen werden. wenn nämlich ständig nur hin und her geredet wird, dann kommt der deutsche atomausstieg mit sicherheit erst nach dem GAU in baden württemberg.
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21.08.2006 17:39 Uhr von caterdev
 
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Jaja: Erst wurde gesagt, die deutschen Reaktoren seien sicherer als die osteuropäischen. Nach Schweden sind sie dann natürlich auch viel sicherer als die schwedischen. Wann merken die letzten verblendeten Geister eigentlich, dass man Atomkraft nicht beherrschen kann?
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21.08.2006 18:03 Uhr von respawner
 
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Warum ist denn Atomstrom so billig? Wenn Atomenergie so billig ist, warum wird Uran nicht wie Kohle und Öl versteuert? Warum wurde Atomenergie mit zich Milliarden subventioniert? Warum gibt es keine Versicherung auf Ernstfälle (wenn man mal die Versicherung außer acht lässt die gerade mal das Atomkraftwerk selber deckt), müsste doch recht billig sein, wenn sie so sicher sind. Was wird die Endlagerung kosten und wer wird das zahlen?
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22.08.2006 00:07 Uhr von M:H:S
 
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lol, cdu regiert doch selber äußerst zweifelhaft: mal schnell ein paar bürgerrechte abschaffen, solange wie sich das dumme volk noch entsetzt über künstlich hochstilisierte terroranschläge zeigt.

davon abgesehen halte ich die abkehr von der atomenergie zum jetzigen zeitpunkt auch für falsch.
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22.08.2006 13:01 Uhr von usambara
 
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@Griesgram_DU: ah, du heizt mit Strom?
Oder mit einem Uranstab im A...

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