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Laut DGB finden dieses Jahr 140.000 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz

Ingrid Sehrbrock, zweite Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), erklärte anlässlich eines Gesprächs mit dem "Tagesspiegel", dass in diesem Jahr wohl 140.000 Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz bekommen.

Der größte Teil von ihnen, rund 100.000, wird statt einer Lehre erst einmal zur Bundeswehr gehen, Zivildienst leisten, wieder zur Schule gehen oder Lehrgänge und ähnliches von der Bundesagentur bekommen.

Die DGB-Vizechefin erklärte weiter: "Die Lage ist weitaus dramatischer, als es Regierung und Wirtschaft wahrhaben wollen" und weiter: "Der Ausbildungspakt ist gescheitert, nur mit Appellen und Klinkenputzen bei den Unternehmen kommt man nicht weiter."


WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jahr, Jugend, Jugendliche, Ausbildung, DGB
Quelle: focus.msn.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.08.2006 13:21 Uhr von Vampy32
 
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Warum bilden denn die Gewerkschaften und der DGB denn nicht selber aus?

z.B. IGM BY Auszubildende 0

ein Schelm wer böses dabei denkt
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21.08.2006 14:17 Uhr von eros007
 
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vampy32: Ich habe mir genau dasselbe gedacht. Warum bilden eigentlich die Gewerkschaften nur unterdurchschnittlich viel Jugendliche aus? Weit weniger als die von ihnen so kritisierte Industrie.

Aber wie so oft sind die Gewerkschafter genau jene, die von den Sachen, die sie predigen, bei sich selbst am wenigsten umsetzen (gilt auch für Entlassungen, Kündigungsschutz und...). Auf solche Gewerkschaften kann ich verzichten. Pfui.
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21.08.2006 15:10 Uhr von Troll-Collect
 
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*rülps*: "Warum bilden eigentlich die Gewerkschaften nur unterdurchschnittlich viel Jugendliche aus?"
Weil je nach Funktion die Mitarbeiter überwiegend nach Hochschulausbildung bzw. nach absolvierte betrieblicher Gewerkschaftsarbeit (Betriebsrat) rekrutiert werden.

"selbst am wenigsten umsetzen (gilt auch für Entlassungen, Kündigungsschutz und...)"
Schön erdichtet. Kündigungsschutz gilt der selbe, wie woanders aus und Kündigungen hat es bei den Gewerkschaften weit weniger, als bei anderen, vergleichbaren Institutionen gegeben. In der Regel wurde der Personalabbau weitgehend sozialverträglich durchgeführt.

Es darf nicht vergessen werden, daß durch Arbeitslosigkeit, Lohnrückgänge es auch bei den Gewerkschaften (wie auch bei Vereinen, Parteien, Kirche) zu Rückgängen bei den Mitgliederzahlen und Beitragsaufkommen gekommen ist. Das wirkt sich (leider) auch auf die Verwaltung aus.
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21.08.2006 15:33 Uhr von eros007
 
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Troll-Collect: "Es darf nicht vergessen werden, daß durch Arbeitslosigkeit, Lohnrückgänge es auch bei den Gewerkschaften (wie auch bei Vereinen, Parteien, Kirche) zu Rückgängen bei den Mitgliederzahlen und Beitragsaufkommen gekommen ist."

Genau, und deshalb sind nach meinen Informationen in den letzten Jahren bei den Gewerkschaften auch verhältnismäßig mehr Arbeitsplätze abgebaut worden als in der Industrie. Was ich meinte: Die Angestellten der Gewerkschaften genießen keinen Schutz durch eine Gewerkschaft wie eben Leute in Unternehmen, die von der Gewerkschaft vertreten werden (und die es auch ist, die sich für anständige Löhne einsetzt; wenn sie dabei auch manchmal über´s Ziel hinausschießt, aber darum ging es ja nicht). Das bedeutet, dass die Gewerkschaft bei sich selbst andere Messlatten anlegen kann als bei Unternehmen, da sie eben nicht kontrolliert wird. Wurde der in den letzten Jahren nötig gewordene Stellenabbau sozialverträglich durchgeführt? Wer hat das überprüft? Es gab eben niemanden, der wie bei Unternehmen in der Industrie mit dem Finger drauf zeigen konnte. Ich habe in letzter Zeit nämlich vermehrt gelesen, dass die Gewerkschaften nicht besonders zimperlich waren, was das Loswerden von manchen Mitarbeitern anging, aber ich kann mich natürlich auch irren.

Und wenn Gewerkschaften vor allem Hochschulabgänger brauchen, können das dann nicht auch viele Unternehmen für sich reklamieren? In Deutschland gibt es ja derzeit relativ viel Arbeit für Ingenieure bei den einen oder anderen Unternehmen, aber nur wenig für geringe qualifizierte Arbeiten? Können sich - falls deine Argumentation zieht - die Unternehmen sich nicht auf dieselbe berufen? Dass sie nur qualifizierte Leute brauchen und deswegen allerhöchstens Praktikanten von der Uni einstellen können?

Jedenfalls verlangen die Gewerkschaften meines Wissens von jedem größeren Unternehmen, dass sie Jugendliche ausbilden, unabhängig vom Tätigkeitsfeld. Oder irre ich mich hier?
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21.08.2006 15:39 Uhr von calico j. rackham
 
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da hat sich jemand beim DGB einen Scherz erlaubt die zahl ist bei weitem höher als nur 140000 ! Denn diejenigen, die letztes Jahr, vor 2, 3, oder vor 4 Jahren als nicht benötigte Arbeitskraft deklariert wurden, werden ja bei dieser Angabe nicht mitgezählt. Da kann die Vizechefin in ihrem 3200 EU teuren Bürostuhl sitzend, ganz locker mit Worten wie "dramatisch" oder "gescheitert" um sich werfen, daran stört sich sowieso nur jener, der nichts zu melden hat.

Das Arbeitsamt sollte mal wirklich was sinnvolles tun und Kurse anbieten mit dem Inhalt "Wie stürze ich eine Tyrannische Regierung" oder "Bombenbau für jederman".

Es lebe die Bundesplutokratie Deutschland!
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21.08.2006 15:51 Uhr von Troll-Collect
 
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@eros: "Die Angestellten der Gewerkschaften genießen keinen Schutz durch eine Gewerkschaft wie eben Leute in Unternehmen, "

Sie werden sicherlich Gewerkschaftsmitglied sein (ist ja ein Tendenzbetrieb) und somit genießen sie sämtliche Rechte aus der Mitgliedchaft. Außerdem gibt es Personalräte.
Aber du willst bestimmt auf etwas anderes hinaus - es ist sicherlich kurios, wenn sich ein verdi Mitarbeiter vom DGB Rechtsschutz gegen seinen Arbeitgeber vertreten läßt.
Aber die Arbeitnehmervertretungen sind durchaus kampeslustig, wenn es um die Durchsetzung von Forderungen, auch gegen gewerkschaftliche Arbeitgeber geht.

"Es gab eben niemanden, der wie bei Unternehmen in der Industrie mit dem Finger drauf zeigen konnte."
Es gibt zahlreiche Medien, die das mit hämischen bis gehässigen Kommentaren begleiten.

"bei den Gewerkschaften auch verhältnismäßig mehr Arbeitsplätze abgebaut worden als in der Industrie."
das glaube ich nicht. Zum einen hat die Industrie die Rationalisierungswelle früher begonnen, die Gewerkschaften zogen nach, zum anderen muß man das in Beziehung zum Umsatz bei den Unternehmen (die Industrie hat ja durchaus gute Zahlen) bzw. Mitglieder/Beiträge setzen.

Und was nicht vergessen werden darf, ist der Interessenkonflikt den die Gewerkschaften haben:
Sie müssen dem (mit gewisser Berechtigung) reklamierten Vorbildcharakter gegenüber ihren Mitarbeitern gerecht werden, andererseits sind sie gegenüber den Mitgliedern verpflichtet, die Beiträge rational zu verwenden.
Egal wie, eine Seite wird sich immer beschweren.

Die Meßlatte dürfte sein (und genau die wenden die Gewerkschaften gegenüber Unternehmen an) ob es eine wirtschaftliche Not gibt, ob andere Rationalisierungsmaßnahmen ausgeschöpft wurden.
Läßt sich das bejahen kann Personalabbau das letzte Mittel sein, wenn trotz guter wirtschaftlicher Situation abgebaut, gibt es Kritik.
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21.08.2006 16:05 Uhr von eros007
 
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Troll-Collect: "Läßt sich das bejahen kann Personalabbau das letzte Mittel sein, wenn trotz guter wirtschaftlicher Situation abgebaut, gibt es Kritik."

Richtig. Wobei bei Unternehmen die Gefahr mitschwebt, dass die zukünftige Entwicklung schlechter sein könnte. Aktionäre verlangen etwas anderes als Mitglieder einer Gewerkschaft. Deshalb kann bei Unternehmen ein Abbau von nicht benötigter Arbeitskraft auch in (noch) guten Zeiten erforderlich sein. Allerdings ist es wichtig, wenn dann Gewerkschaften da sind, die einen Gegenpol bilden. Insofern finde ich Gewerkschaften gut. Mich stört nur, dass manchmal - und hier meine ich auch/gerade Ausbildungsplätze - eine gewisse Doppelmoral herrscht. Wobei, wie du richtig sagst, eben auch Verpflichtungen anfallen, die in diesem Fall von der Gewerkschaft durchgeführt werden können. Aber gewisse Sachen, gerade in der Verwaltung, lassen sich auch anlernen (sprich von Jugendlichen unter Anleitung ausführen, was später mal zu einer Anstellung führen würde). Und die Ausbildung ist nun mal eher schlecht, also müssen wir auch mit solchen etwas machen, die keine Uni-Abschluss schaffen. Von einer Institution wie einer Gewerkschaft erwarte ich mir, dass sie mit gutem Beispiel vorangeht, nicht, dass sie ein sehr schlechtes liefert. Das prangere ich an. Ansonsten hast du Recht; und zugegeben war mein erster Kommentar etwas scharf.
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21.08.2006 22:37 Uhr von Cpt.Proton
 
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Lustig: Daß unsere Julie soviel Verständnis für Stellenkahlschläge bei den Gewerkschaften hat, aber bei der Industrie aufheult. Doppelmoral nenn ich sowas. Armselig und durchsichtig.
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21.08.2006 23:35 Uhr von Troll-Collect
 
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Traurig,: man kann auch niveauvoll und sachbezogen diskutieren. Eros007 zeigt wie es geht. Denkst du nicht, lieber Alexander?
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22.08.2006 10:16 Uhr von qbaer
 
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Wie auch? nicht nur daß es wenig Ausbildungsplätze gibt, und für die paar wenige sollte man ja am besten schon studiert haben.

Und wenn ich an meine Schulzeit denke, da wurde nicht jede Berufssparte so niedergeredet wie heute. Alles hat Angst, keiner kann sagen wie lange es noch geht. Wie soll ich da meinen Kindern vermitteln was für ein Job heutzutage noch Spass machen kann/könnte

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