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Lehrer klagt erfolgreich gegen Anordnung, Schulbücher selbst zu kaufen

Da die Schulbuchverlage immer seltener den Lehrern ein kostenloses Exemplar der in ihrer Klasse eingeführten Schulbücher überlassen, forderte die Bezirksregierung Münster einen Lehrer auf, seine Bücher für die Schule selbst zu kaufen.

Der Lehrer klagte und bekam vorläufig Recht. Das Gericht sah die Verfügung der Bezirksregierung als rechtswidrig an: Entgegen der Auffassung der Behörde sei die Lehrerbesoldung nicht dazu da, dass davon Arbeitsmaterial angeschafft würde.

Vielmehr gehöre es nach den vorliegenden Regelungen eher nicht zu den Aufgaben von Lehrern, ihr Arbeitsmaterial selbst zu besorgen.


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WebReporter: mercator
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Lehrer, Kauf
Quelle: www.wdr.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.08.2006 21:06 Uhr von mercator
 
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Ehe die üblichen Lehrerbeschimpfungen losgehen, will ich darauf hinweisen, dass z.B. in Essen viele Lehrer(innen) nicht nur seit Jahren ihre Bücher selber finanzieren, sondern inzwischen auch die Schulbücher für ihre Schüler(innen) bezahlen, wenn deren Eltern als ALG-2-Empfänger keine Bücher mehr bekommen - ganz abgesehen von den Unterrichtsmaterialien vor allem für Grundschüler, die zum größten Teil von den Lehrerinnen selbst hergestellt und finanziert werden, weil die Schulen pleite sind.
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18.08.2006 21:35 Uhr von urxl
 
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Völlig zurecht: Ein Baggerführer kauft nicht selbst den Bagger, Maler kaufen nicht ihre Pinsel selbst, Krankenhaus-Ärzte kaufen keine medizinischen Geräte oder Verbandsmaterial und Lehrer kaufen halt nicht die Bücher.
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18.08.2006 22:18 Uhr von ankinick
 
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Er klagt zu Recht: wo kämen wir hin, wenn mein Arbeitgeber von mir verlangte meine Stifte oder meinen Bürostuhl selber zu zahlen!?
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18.08.2006 22:53 Uhr von Ötschie
 
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Na toll: Und was ist mit den Schülern?

Deren Eltern müssen andauernd Bücher anschaffen, die meist sau teuer sind. Da kümmert sich auch keiner mehr drum.
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18.08.2006 23:17 Uhr von stellung69
 
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Naja, Bücher die Lehrer selber brauchen, können sie mit ihrem dicken Gehalt wohl welber finanzieren.
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19.08.2006 00:12 Uhr von torix
 
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@stellung69: Das kannst du unmöglich ernst meinen.
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19.08.2006 02:16 Uhr von mäckie messer
 
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richtig: sind beide statements. ein lehrer, der schon einige jahre im beruf ist, muss sicherlich nicht so viel für bücher ausgeben, wie eltern deren kinder an verschiedene schulen gehen. allerdings, welche andere berufsgruppe muss denn sich von höherer stelle vorschreiben lassen, welche arbeitsmaterialien sie von ihrem gehalt zu kaufen hat?
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19.08.2006 03:58 Uhr von Pitbullowner576
 
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also: bei ALG2 werden schulbücher sehr wohl bezahlt, muss man nur beantragen..

und zudem müssen eltern KEINE schulbücher kaufen, ist natürlich blöd wenn das Kind dann keine hat aber bei uns wurde auch öfters aus büchern vorgelesen und wir mussten mitschreiben, das sollte man mal wieder einführen, schüler sind stinkfaul geworden...
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19.08.2006 07:55 Uhr von Delios
 
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völlig unverständlich: Ich kenne es aus meiner Zeit aus der Schule noch so, dass Bücher, die etwas teurer waren nur einmal als Klassensatz von der Schule gekauft werden und dann nur während des Unterrichts ausgegeben werden. Am ehesten musste man sich Bücher kaufen, wenn es um Formelsammlungen oder sog. Arbeitshefte ging.
Nunja... ich weiß nich wie es in Hessen überhaupt geregelt ist mit der Bücherausgabe. Es sollte doch eigentlich in jeder Schule von den benötigten Büchern einige Exemplare geben. Ich kann mir kaum vorstellen dass eine Schule kein Geld hat für so grundlegene Sachen wie Unterrichtsmaterialien.
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19.08.2006 08:38 Uhr von stellung69
 
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@torix: Was ist daran so komisch? Ein Kellner muß seine Arbeitsklamotten selber kaufen oder ein Koch/Metzger bringt seine eigene Messer mit, warum soll der Lehrer denn sowas geschenkt bekommen. Das sind übrigens die Sachen, die bei der Steuererklärung als ´Arbeitsmittel´ angegeben werden, im Falle des Lehrers sind das dann ´Fachbücher´, die er absetzen kann. Daß es Betriebe gibt, die die Arbeitsmittel zu Verfügung stellen, muß noch lange nicht heißen, daß dies eine Pflicht der Betriebe ist.....
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19.08.2006 10:40 Uhr von mäckie messer
 
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zur erklärung: die zeiten, als noch lehrmittelfreiheit herrschte, also schüler und eltern sich darauf berufen konnten, dass die schule die bücher bereitstellen muss sind schon lange vorbei, ich glaube, berlin war das letzte bundesland dass diese regelung abgeschafft hat.
was die steuerliche absetzbarkeit angeht, das mag zwar bei metzgern und kellnern so funktioniern (auch wenn ich mich gerade verzweifelt frage, wer von denen klamotten oder messer selber zur arbeit mitbringen muss - da hat sich vielleicht jemand vom arbeitgeber bescheißen lassen?). bei lehrern ist es leider so, dass sie in aller regel verbeamtet sind, und daher weniger steuern im eigentlichen sinn zahlen, also auch deutlich weniger von der steuer absetzen können. wenn man aber sieht, wieviel arbeitsmittel ein lehrer benötigt (kulis und folienschreiber in mindestens drei farben, fahrbarer untersatz, hefter, blöcke, ordner, einen computer + drucker, bastelzeug, und dann noch fachspezifische ausrüstung, z.B. schuhe und trainingssachen für sportlehrer), dann bleibt nicht mehr viel spielraum, um auch noch bücher im wert von etwa 100 euro pro schuljahr abzusetzen.
schlimmer wird´s übrigens noch für junge lehrer, die haben noch nicht so viele alte bücher und lehrhilfen auf lager für ihre stundenvorbereitung, müssen also jedes jahr alles neu kaufen. das kann sich für ein schuljahr mal ganz schnell auf 500 euro nur für bücher summieren.
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19.08.2006 11:11 Uhr von D4v3
 
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@stellung: du meinst auch wahrscheinlich das lehrer 6std am tag zur schule gehen und dann fertig sind.
muss ein mitarbeiter einer bank seinen pc selber kaufen?
muss ein polizist seine kleidung kaufen?
und metzger, die eigenständig sind, da ist es irgendwie logisch. die sind auch keine angestellten/beamten des landes, warum sollten die also materialien gestellt bekommen.

es ist nur gerecht, dass er recht bekommen hat.
ähnlich ist das bei klassenfahrten, die sind zwar nicht zwang, aber dort arbeiten die lehrer, besonders bei kleineren, 120Std durch und müssen dafür noch zahlen, und jez komm mir bitte keiner mit: "das ist doch urlaub." mit 2 leuten 30 blagen(ich bin so gesehen selber noch eins) zu "überwachen ist eindeutig kein urlaub
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19.08.2006 16:37 Uhr von torix
 
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@stellung69: Naja, ich kennne zwar nur zwei Kellner/Restaurantfachkräfte und einen Koch plus eine Küchenangestellte aber alle vier haben weder die Bekleidung noch die Messer selbst bezahlt.
Das was dein Beispiellehrer von der Steuer absetzen soll sind zum Beispiel seine Bleistifte aber nicht die Bücher die in der Schule vorhanden sein sollten.
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19.08.2006 23:45 Uhr von DorianArcher
 
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Trotzdem ein Lehrer kriegt ein nettes Gehalt, Schüler müssen sich derartige Materialien auch selbst anschaffen und Lehrer bekommen Pauschalen.
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20.08.2006 07:36 Uhr von urxl
 
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@stellung69: Es gibt einen Unterschied zwischen "Fachbuch" und "Unterrichtsbuch". Ein Fachbuch dient zur Weiterbildung und ist vom Lehrer selbstverständlich selbst zu bezahlen. Ein Unterichtsbuch hingegen ist Arbeitsmaterial, dass wie in den meisten Berufen auch der Arbeitgeber stellt. Oder bringt der Handwerker seine eigene Bohrmaschiene mit, was ja finanziell vergleichbar wäre? Nein, die stellt der Betrieb.
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20.08.2006 07:39 Uhr von urxl
 
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@DorianArcher: Es ist doch völlig unsinnig, Lehrer und Schüler zu vergleichen. Du musst Lehrer mit anderen Berufsgruppen vergleichen, warum sollten Lehrer anders behandelt werden? Wenn in einigen Bundesländern (z.B. Hamburg) die Schüler die Bücher selbst kaufen müssen, so ist das ein Fehler der Politik, hat aber mit den Lehrern wenig zu tun, die können dafür nichts.
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20.08.2006 12:10 Uhr von nester
 
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was lehrmittelfreiheit angeht: beweisßt euch nicht alle gegenseitig die gegenteile, ja nach dem aus welchem bundesland ihr kommt gibt es sie, gibt es sie teilweise oder gibt es sie gar nicht.
in niedersachsen gibt es sie nur für alg2 empfänger, in nrw wurde sie zu dieem jahr ganz abgeschafft (folglich ist schule wieder für reiche und arme bleiben arm weil sie keine chance haben sich zu bilden weil sie die bücher nicht zahlen können)

@urxl: künstler müssen ihre pinsel nicht selbst zahlen? also mein vater ist künstler und ich kann die sagen das der alles selbst zahln muss. es gab mal eine zeit in dem seine atelier miete von dem kulturprogramm in osnabrück erstattet wurde, aber die zeiten sind wohl auch orbei. künstler kriegen als freiberufler und in einem nicht kgeschüzten beruf gar nichts mehr gestellt...
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20.08.2006 12:55 Uhr von torix
 
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@nester: Also bitte. Wenn dein Vater sein eigener Chef ist, ist ja wohl klar, dass er die Arbeitsmittel zahlen muss. Denken....
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20.08.2006 19:21 Uhr von minimaxdeluxe
 
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ich find das auch krass das du schulbücher selbser zahlen sollst man muss doch sowieso schon für alles zahlen.
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20.08.2006 21:57 Uhr von Garviel
 
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Interessanterweise: hat sich das Gericht offenbar an der Definition der Beamtenbesoldung orientiert (die kaum jemand sonst noch kennt). Demnach stellt die Besoldung eine Alimentation zur amtsangemessenen Lebensführung dar. Da der Besitz und die Verwendung der Schulbücher keinesfalls der "Lebensführung" zuzurechnen ist, ergibt sich das Urteil zwangsläufig.
Im übrigen zahlt natürlich jeder Lehrer seine Schreibmaterialien, seine Loseblattsammlungen, seine zusätzlichen FAchbücher und seinen Computer selbst - und vor allem auch die Miete bzw. die Errichtung (im Falle von Wohneigentum) seines Arbeitszimmers! Die Materialien kann er zwar als Werbungskosten geltend machen, das Zimmer aber nur zu einem kleinen Teil, d.h., er hat auch so noch genügend Ausgaben, die sein angeblich so fürstliches Gehalt mindern.
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21.08.2006 18:15 Uhr von marshaus
 
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macht es wie hier: heri muessen wir keine buecher fuer unsere kinder kaufen, das was wir holen muessen ist praktisch nur ein paar hefte, alles andere wird von der schule gestellt oder man kann es ausleihen.
vielleicht sollten die deutschen schulen auch anfangen mit sponsoren.
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22.08.2006 17:35 Uhr von D4v3
 
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@marshaus: nicht ernstnehmen:
und dann fangen wir an zu sprechen wie du :P

"HERI muessen wir keine buecher fuer unsere kinder kaufen, das was wir holen muessen IST(sind) praktisch nur ein paar hefte,
vielleicht sollten die deutschen schulen auch anfangen mit sponsoren.

was mit denen anfangen? :P
und ausleihen kann man die bücher bestimmt auch, aber nicht für ein jahr denke ich
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24.08.2006 23:38 Uhr von DorianArcher
 
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Was neues? Hat jemand gehört, ob es deswegen noch eine höherinstanzliche Berufungsverhandlung geben wird?

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