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Autor Günter Grass darf Literatur-Nobelpreis behalten (Update)

Der Direktor der schwedische Nobelstiftung, Michael Sohlman, hat am Dienstag in der Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" gesagt, dass der Autor Günter Grass den Nobelpreis behalten darf und eine nachträgliche Aberkennung des Preises ausgeschlossen ist.

"Die Vergabe ist endgültig. Es ist auch noch nie vorgekommen, dass ein Preis wieder zurückgenommen wurde", so Sohlmans Äußerung gegenüber der Zeitung. Grass hatte 1999 den Literatur-Nobelpreis erhalten.

"Die Schwedische Akademie hat dazu nicht Stellung genommen und wird auch nicht Stellung nehmen", ließ Horace Engdahl, der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie aus seinem Urlaubsdomizil verlauten.


WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Update, Autor, Liter, Literatur, Nobelpreis, Nobel, Literat, Günter Grass
Quelle: www.networld.at

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.08.2006 13:57 Uhr von El Salvas
 
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Das wär ja auch n schlechter Witz: Er hat mit 17 einen Fehler gemacht, den er als Amerikanischer Kriegsgefangener auch zugegeben hat.

Jukt nur keinen so wie es scheint

Elendes Sommerloch
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16.08.2006 14:04 Uhr von vst
 
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was soll das denn? außer ein paar bekloppten politikern und noch bekloppteren schriftstellerkollegen und kritikern hat das noch keiner verlangt. oder?

boah sind die bescheuert.

sommerloch
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16.08.2006 15:24 Uhr von Ulan
 
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Wer sein Fähnlein in den Wind hält: Er sollte ihn freiwillig zurückgeben, das würde von selbstkritischer Selbstbetrachtung zeugen.
Um in die Elite der Waffen SS zu kommen musste mann sich schon vorher in der HJ etwas profilieren.
Jetzt hat der alte Mann Angst vor dem Tod und will sich seiner Schuld durch Bekenntnis nach 60 Jahren befreien.
Wo stände er wohl wenn die Nazis gewonnen hätten ?
Mir kommt sein Handeln sehr zweckorientiert vor.
Ja man konnte sich doch wehren,mein Opa war über ein Jahr im Knast weil er Lebensmittel an russische Kriegsgefangene verteilte die an unserem Haus vorbeigetrieben wurden.
Mein Vater damals 14 wurde aus der HJ geschmissen weil er seinen 17 jährigen Gruppenführer vermöbelt hat.
Der hat die Tat nicht gemeldet weil es Ihm peinlich war von einem Halbwüchsigen gemassregelt zu werden.
Nach dem Krieg hat sich mein Vater den Burschen gegriffen der meinen Opa an´s Messer geliefert hat.
Dieser ist danach in eine andere Stadt gezogen.
Wenn sich feige Opportunisten herausreden wollen/können so bilden sie nicht gerade eine Vorbildfunktion.
Zwischen Wort und Tat liegen oft Welten.
Aber wenn man hochvergeistigt ist lässt der Sinn für die eigenen Realitäten anscheinend manchmal zu Wünschen übrig.
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16.08.2006 15:33 Uhr von vst
 
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ulan: an deinem kommentar sieht man wieviel ein user schreiben kann, auch wenn er wenig ahnung hat
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16.08.2006 15:40 Uhr von _BigFun_
 
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Hexenjagd: Was anderes ist das nicht. Dann war er halt bei der Waffen SS - und? Wieviele Deutsche waren denn damals gezwungen in den Dienst für´s Vaterland einzutreten - und er scheint die Lektion ja gelernt zu haben.
Diese Hetze gegen den Mann ist lächerlich!!!
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16.08.2006 15:47 Uhr von dare_13
 
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er war nicht der einzige! Wie viele Millionen Deutsche haben mitgemacht, aus Angst und auch viele aus Überzeugung? Das ist doch bescheuert dem Mann das jetzt vorzuwerfen! Er hat es immerhin gestanden, dafür würde ich ihm Respekt zollen aber ihm den Nobelpreis wegzunehmen, fände ich echt unter aller Sau, oder sind alle Deutschen die mal was positives über Hitler gesagt haben oder in der Hitlerjugend waren oder sogar überzeugte Nazis waren (und teilweise noch sind!) in den Knast gekommen und wurden verurteilt? Nein, wer sich davon losgesagt hat, hat eine neue Chance bekommen!
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17.08.2006 11:20 Uhr von wewuma
 
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Grass in Waffen-SS = OK: In der damaligen Zeit hätte ich vermutlich auch versucht das für mich beste herauszuholen - da macht unser Grass sicherlich keine Ausnahme.
Da er das den Ami auch brav gebeichtet hat, gilt er sicher nicht zu den Verdrängern, wie sie ja auch nach der "Vereinigung" Ost/WEst in Bezug auf Stasi-Tätigkeiten zu Hauf aufgetreten sind.
Die Tatsache aber , dass er jetzt, zur Veröffentlichung seines (letzten) Werkes die Sache publik macht, hinterlässt, nicht nur bei mir, einen faden Nachgeschmack.
Ich finde seine Bücher nach wie vor großartig, aber sein Kreuzzug, gegen z.B. Kohl wegen Bitburg, ist heute nicht ohne Scheinheiligkeit einzuordnen.
Kommerz vs Gewissen?
Ein hervorragender SChriftsteller demontiert sich selbst - leider!
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18.08.2006 23:18 Uhr von md2003
 
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das geht schon vollkommen in Ordnung so! Finde ich gut, dass er den Preis behalten darf:-)
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24.08.2006 23:43 Uhr von DorianArcher
 
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Nobelpreis: Soweit ich weiss kann einem der Nobelpreis nur aberkannt werden, wenn man sich als unwürdig erweist. Oder hat Arafat seinen zurückgegeben?

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